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16.11.2015 20:37
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Warren Buffett: Darum hasst der Starinvestor Gold

"Faules Edelmetall": Warren Buffett: Darum hasst der Starinvestor Gold | Nachricht | finanzen.net
"Faules Edelmetall"
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Der US-Investor Warren Buffett hat in den vergangenen Jahrzehnten bei der Wahl seiner Anlagen häufig ein glückliches Händchen bewiesen. Nur ein Anlageobjekt hat der Milliardär stets gemieden - und hält mit seiner Meinung darüber auch nicht hinter dem Berg.
Gold als Geldanlage? Kommt für den wohl bekanntesten Investor der Welt nicht in Frage. Bei vielen Gelegenheiten hat Warren Buffett seine Abneigung gegen das Edelmetall deutlich gemacht - und seine Argumente sind tatsächlich zumindest eine nähere Betrachtung wert.

"Marsmenschen würden sich am Kopf kratzen"

Bereits im Jahr 1998, als Warren Buffett an der berühmten Harvard-Universität ein Referat vor Studenten hielt, wurde klar: Von Gold als Investment hält das "Orakel von Omaha" nur sehr wenig. "Gold wird aus dem Boden in Afrika oder irgendwo sonst in der Welt ausgegraben. Dann schmelzen wir es ein, graben ein anderes Loch, verstecken das Gold wieder darin und bezahlen dann Menschen, um darum herumzustehen und es zu bewachen". Gold sei "einfach unnütz", so Buffett weiter. "Wenn Marsmenschen das sähen, würden sie sich am Kopf kratzen".

"Gold ist faul"

Wieso Warren Buffett eine derartige Abneigung gegen Gold als Investment zeigt, machte der 85-jährige in den vergangenen Jahren immer wieder klar: "Gold ist faul", so der Startinvestor. In einem Aktionärsbrief aus dem Jahr 2011 nannte er Gold eine "unproduktive Wertanlage" und hatte auch gleich den passenden bildlichen Vergleich im Gepäck. Würde man das gesamte Gold der Welt einschmelzen, ergäbe dies einen Würfel mit einer Seitenlänge von 20,4 Meter. Dieser Würfel sei beim damaligen Goldpreis von 1.127 Dollar pro Feinunze rund 9.600 Milliarden Dollar wert. Für diesen Betrag ließe sich das gesamte Ackerland der USA erwerben und man hätte immer noch genug Geld übrig, um 16 mal ExxonMobil zu kaufen - das Unternehmen, das Buffett für das profitabelste der Welt hält. Sowohl das Ackerland, als auch ExxonMobil würden dann Output liefern und der Investor erhielte dann einen Teil seiner Investitionen zurück. Gold hingegen verhalte sich im Vergleich faul und schafft keine Werte. "Sie können Ihren Goldwürfel streicheln, doch er wird dies nie erwidern", fasst der Starinvestor zusammen. Er hingegen bevorzuge Anlagen, die konstant Werte schaffen und damit weitere Investitionen sichern. Dies halte er für deutlich vernünftiger, als in ein Stück Metall zu investieren, das faul und zu nichts zu gebrauchen sei.

Goldinvestoren sind Spekulanten

Wer in sein Geld in Gold anlegt, ist Buffett zufolge kein Investor, sondern ein Spekulant. Wer Gold erwirbt, tut dies mit der Hoffnung, irgendwann später jemanden Dümmeren zu finden, der bereit ist, einen noch höheren Preis für das seiner Meinung nach unproduktive Metall zu zahlen. Und das sei, so Buffett, mitnichten Investieren, sondern reine Spekulation. Das Edelmetall selber tue in der Zeit, in der man investiert ist, nichts für den Goldinhaber. "Es ist viel besser, eine Gans zu haben, die Eier legt, als eine, die einfach nur da sitzt, und Versicherungs- und Lagerkosten verursacht", fasst Buffett zusammen.

Gold profitiert von Investorenangst

Goldkäufer sind Warren Buffett zufolge Anleger, die jede andere Art von Anlageklassen fürchten - speziell Papiergeld. Daher flüchten sie in eine vermeintlich sichere Anlageklasse: Gold. Aber über die Tatsache hinaus, dass es in bestimmten Industriezweigen Verwendung findet und man Gold einen gewissen dekorativen Charakter nicht absprechen könne, halte er die zweckgebundene Nachfrage nach dem Edelmetall für eher gering. "Wenn Sie eine Feinunze Gold für die Ewigkeit halten wollen, haben sie am Ende immer noch genau eine Feinunze Gold", so Buffett. Allerdings sähen viele Goldinvestoren ihre Chance darin, dass die Masse der angstgetriebenen Investoren weiter wächst. Dies habe sich in der Vergangenheit auch häufig als korrekt erwiesen - wenn immer mehr Investoren auf diesen Zug aufspringen, schaffen sie schließlich ihre eigene Realität - und der Goldpreis steigt tatsächlich. Allerdings steige in diesem Fall nicht der Wert von Gold an sich, sondern der ideelle Wert, den angstgetriebene Investoren für Gold schaffen.
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Zusammenfassend ließe sich sagen, dass Warren Buffett Goldanlagen meidet und auch den Anlegern seines Investmentvehikels Berkshire Hathaway von Investments in das Edelmetall abrät. Stattdessen setzt der Milliardär aus Omaha auf fundamental starke Aktienwerte, die für den Investor einen gewissen Output generieren. In seinem Depot finden sich bevorzugt amerikanische Blue Chips. Das sind die größten Positionen im Depot des Buffett-Konzerns.

Redaktion finanzen.net

Platz 11: Das Ranking

Der Börsenguru und Multimilliardär Warren Buffett gehört zu den reichsten Menschen weltweit. Als US-amerikanischer Großinvestor weiß er, wie man die richtige Anlage tätigt. Doch welche sind die zehn größten Positionen in Warren Buffetts Depot? Mit dieser Frage befasst sich nachfolgendes Ranking. Die Daten beziehen sich dabei auf die 13F-Liste vom zweiten Quartal 2015, die in den USA Investitionen über 100 Millionen US-Dollar dokumentiert.

Quelle: Bild: istockphoto / EdStock
Bildquellen: Adam Jeffery/CNB/CNBCU/Photo Bank via Getty Images, Michael Buckner/Getty Images, Bill Pugliano/Getty Images

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