25.02.2013 11:04
Bewerten
(7)

Gold verliert viele Anhänger

Ist der Glanz ab?: Gold verliert viele Anhänger | Nachricht | finanzen.net
Ist der Glanz ab?
DRUCKEN
Für Goldbesitzer gab es in den vergangenen Jahren reichlich Grund zu strahlen: Der Preis des Edelmetalls kannte nur einen Weg und zwar nach oben.
So sollte es eigentlich auch 2013 weitergehen: Rohstoff-Experten hatten in Jahresausblicken in Aussicht gestellt, dass Goldmünzen, Goldbarren oder einfach nur Goldschmuck weiter an Wert gewinnen. Im Verlauf der vergangenen Woche wurden die Goldliebhaber aber jäh aus den Träumen gerissen. Innerhalb von nur fünf Handelstagen rutschte der Preis für das gelbe Edelmetall um etwa 100 Dollar. Plötzlich fragen sich viele Goldanleger, ob sie nicht doch auf das falsche Pferd gesetzt haben.
Anzeige
Gold kaufen
Sie möchten in physisches Gold investieren? Nutzen Sie die günstigen Konditionen im finanzen.net Goldshop.
zum Shop

    Am vergangenen Mittwoch erreichte der Goldpreis bei 1555 Dollar (1179 Euro) je Feinunze den tiefsten Stand seit über sieben Monaten. Eine ähnlich rasante Talfahrt gab es zuletzt vor einem Jahr. Zwar hat sich der Goldpreis zuletzt wieder etwas erholt, und er stand am Wochenausklang bei 1574 Dollar. Mittlerweile ist es aber anderthalb Jahre her, dass der Goldpreis im September 2011 sein Rekordhoch bei 1920 Dollar markierte. Die Hausse geriet ins Stocken und der Goldpreis bewegte sich phasenweise monatelang mehr oder weniger seitwärts.

    Selbst Fachleute, die in den vergangenen Monaten häufig optimistisch auf die Entwicklung des Goldpreises geschaut haben, werden plötzlich vorsichtiger. So zum Beispiel das Frankfurter Bankhaus Metzler. "Wir empfehlen, bei 1500 Dollar die Reißleine zu ziehen und auf bessere Einstiegsgelegenheiten zu lauern." So lautete der jüngste Rat in Sachen Gold an die Adresse der Investoren.

    Es gibt keinen Zweifel: Das gelbe Edelmetall verliert in diesen Tagen viele Anhänger. Einen der wesentlichen Gründe für die Talfahrt beim Goldpreis lieferten die Metzler-Experten gleich mit: Die Investoren haben den Glauben an eine endlose expansive Geldpolitik in den USA verloren. Mit dem Protokoll der letzten Zinssitzung der US-Notenbank hatte sich nämlich der Eindruck verfestigt, dass die Fed Ernst macht und früher als gedacht beginnen könnte, die Geldschleusen wieder zu schließen.

    Die Spekulation der Anleger auf eine starke Inflation gilt als wichtiger Preistreiber beim Gold. Eben diese bereitet jedoch immer mehr Notenbankern Sorgen, so dass die Wahrscheinlichkeit für ein vorzeitiges Ende der ultralockeren Geldpolitik steigt. Kaum war die Fed-Mitschrift veröffentlicht, legte auch der Kurs des Dollar spürbar zu, was den Goldpreise zusätzlich belastete. Eine festere US-Währung verteuert Gold für Anleger außerhalb des Dollarraums und drückt damit die Nachfrage nach dem Edelmetall.

    Bei den Investoren am Goldmarkt begannen aber bereits die Alarmglocken zu schrillen, als Mitte des Monats bekannt wurde, dass der Investor George Soros das Interesse an dem Edelmetall ein Stück weit verloren hat. Aus der jüngsten Statistik der US-amerikanische Börsenaufsicht SEC ging nämlich hervor, dass der Milliardär Soros im vierten Quartal mehr als die Hälfte seiner Anteile am SPDR Gold Trust verkauft hatte. Dabei handelt es sich um den mit Abstand größten Goldfonds der Welt.

    Es waren in den vergangenen Tagen vor allem solche Groß-Investoren, die dem Goldmarkt den Rücken gekehrt haben. Die Vergangenheit hat aber immer wieder gezeigt, dass sie auch schnell wieder ihre Leidenschaft für Gold wiederentdecken. Im wichtigsten Importland Indien wurde laut jüngsten Daten des World Gold Council zuletzt auch wieder mehr Gold in Form von Schmuck verkauft. Für das vierte Quartal meldete der Branchenverband einen starken Anstieg.

    Außerdem könnte ein erneutes Aufflammen der Euro-Schuldenkrise die Anleger wieder in den "sicheren Hafen" Gold treiben. Nicht wenige Investoren blicken vor diesem Hintergrund gebannt auf die Ergebnisse der Parlamentswahlen in Italien. Eine schwierige Regierungsbildung oder gar ein Zurückdrehen der Reformpolitik dürfte schnell wieder Unsicherheit an die Märkte bringen. "Das wird auch am Goldmarkt nicht spurlos vorbei gehen und für steigende Preise sprechen", sagte Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank.

FRANKFURT (dpa-AFX)
Bildquellen: Brian A. Jackson / Shutterstock.com

Nachrichten zu Goldpreis

  • Relevant
    7
  • Alle
    +
  • ?
Gold und Rohöl
Gold: Null Rückenwind von US-Investoren
Die Rückkehr der US-Marktakteure konnte die Talfahrt des gelben Edelmetalls nicht stoppen. Starker Dollar und stabile Aktienmärkte sorgten für erhöhten Verkaufsdruck.
08:13 Uhr

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.330,03-17,48
-1,30%
Kupferpreis7.092,50-65,85
-0,92%
Ölpreis (WTI)61,770,16
0,26%
Silber16,48-0,18
-1,07%
Super Benzin1,32-0,01
-0,68%
Weizen160,25-0,75
-0,47%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren43,98
-0,6
5g Goldbarren189,89
-0,6
10g Goldbarren368,30
-0,6
1 Uz Goldbarren1.109,15
-0,7
Krügerrand1.118,88
-0,7
Maple Leaf1.118,88
-0,7
American Eagle1.126,98
-0,7
zum Edelmetallshop

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen uneinheitlich -- Deutsche Börse verfehlt eigene Ziele -- Audi-Chef weist Rücktritt-Spekulationen zurück -- QUALCOMM, Covestro, ProSiebenSat.1 im Fokus

Venezuela startet Kryptowährung Petro. Bafin weist nach Boom von Kryptowährungen auf juristische Pflichten hin. BMW-Großaktionärsfamilie Quandt regelt Erbschaft von Johanna Quandt. EU-Konferenz zu Kryptowährungen geplant. EU: Handelskrieg mit den USA?
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Thema: Künstliche Intelligenz

Im neuen Anlegermagazin stellen wir Ihnen drei Aktien aus dem Software-Sektor vor, die beim Megatrend "Künstliche Intelligenz" gut positioniert sind. Außerdem: Der US-Medienkonzern Walt Disney verspricht langfristigen Anlegern die Chance auf attraktive Renditen. Gilt das auch für RTL und ProSiebenSat1?
Kostenfrei registrieren und lesen!

Top-Rankings

Regionen mit guten Gehältern
In diesen Städten sind Arbeitnehmer am zufriedensten
KW 7: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 7: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Welche Kryptowährung hat das größte Zukunftspotenzial?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Steinhoff International N.V.A14XB9
Deutsche Telekom AG555750
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Amazon906866
EVOTEC AG566480
Bitcoin Group SEA1TNV9
CommerzbankCBK100
Infineon AG623100
Allianz840400
Siemens AG723610
E.ON SEENAG99
BYD Co. Ltd.A0M4W9