05.02.2013 15:45
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Wertvolle Rohstoffe landen im Müll - Recyclingverfahren fehlen

DRUCKEN
    HAMBURG (dpa-AFX) - Ob in Flachbildschirmen, Computer-Chips, Batterien oder Energiesparlampen: Seltene Erden sind für Schlüsseltechnologien wegen ihrer besonderen chemischen Eigenschaften unentbehrlich. Das große Geschäft mit ihnen macht China: Es produziert rund 95 Prozent der weltweit gehandelten Wertstoffe - einer Gruppe von 17 Elementen, zu denen auch Scandium, Yttrium oder Thallium zählen. Bis zu 90 Prozent dieser Wertstoffe werden heute bei der Herstellung von Elektronik, Fahrzeugen oder Medizintechnik verbraucht, sagte Professor Martin Faulstich von der Technischen Universität Clausthal am Dienstag bei einer Tagung in Hamburg. Er und 200 andere Experten klügeln zwei Tage lang in Hamburg neue Ideen aus, um das Recycling dieser wertvollen Ressourcen zu verbessern.
Anzeige
Gold kaufen
Sie möchten in physisches Gold investieren? Nutzen Sie die günstigen Konditionen im finanzen.net Goldshop.
zum Shop

 

    Denn ein Großteil des Elektroschrotts landet im Restmüll - und verbrennt mit Hausmüll zu wertloser Schlacke. Weltweit hat sich noch kein funktionierendes Recycling-System etabliert - die Industrie steht erst am Anfang. Grund: Ungeachtet des rasanten Anstiegs der Rohstoffpreise seien Seltene Erden momentan noch zu preiswert, um sich merkbar auf die Produktpreise auszuwirken, sagte Faulstich. Bei einem Laptop würden die Rohstoffe lediglich zwischen zwei und zehn Prozent der Produktionskosten ausmachen, erläutert Faulstich weiter. Für die Industrie habe es sich daher bisher nicht gelohnt, in die Entwicklung von Recycling-Systemen, in Alternativmodelle oder Anlagen zur Rettung der Metallschätze zu investieren.

 

    Zwischen 20 und 50 Millionen Tonnen an Elektroschrott fallen nach Schätzungen der Abfall-Experten jährlich weltweit an. In Deutschland würde ein Einwohner bis zu zehn Kilo pro Jahr an elektronischen Geräten wie Mobiltelefone, Navigationssysteme oder Kühlschränke wegwerfen, sagte Hartmut Graßl vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht: Die weltweite Menge an Elektroschrott würde Jahr für Jahr zwischen zwei und fünf Prozent zunehmen.

 

    Der weltweite Berg an Elektroschrott wächst damit weiter an. Dabei halten Abfallexperten durchaus Lösungen bereit, wie der scheinbar nutzlose Abfall zu Geld gemacht werden kann. Eine Idee seien Leasingsysteme für Autos oder teure Kopierer, mit denen Unternehmen in Zukunft sicherstellen könnten, dass keine der teuren Rohstoffe verloren gingen, erläuterte Faulstich. Denkbar sei auch ein Pfand für Mobiltelefone in Höhe von zehn bis hundert Euro. Obwohl es hierzulande für jede Bierflasche eine Extra-Gebühr gebe, sei es merkwürdig, dass der Vorschlag, einen Sturm ausgelöst hatte, sagte Faulstich. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass weniger Handys mit Pfand verkauft würden. Man muss phantasievoll sein, und darf solche Ansätze nicht einfach abkanzeln." Schon eine Tonne alte Handys bringt bis zu 250 Gramm Gold./daf/DP/jha

 

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.339,23-8,28
-0,61%
Kupferpreis7.092,50-65,85
-0,92%
Ölpreis (WTI)61,930,32
0,52%
Silber16,56-0,10
-0,62%
Super Benzin1,32-0,01
-0,68%
Weizen161,500,50
0,31%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren44,22
-0,0
5g Goldbarren191,07
-0,0
10g Goldbarren370,64
-0,0
1 Uz Goldbarren1.116,31
-0,0
Krügerrand1.126,03
-0,0
Maple Leaf1.126,03
-0,0
American Eagle1.134,14
-0,0
zum Edelmetallshop

Heute im Fokus

DAX pendelt um Nulllinie -- Darum sind Analysten unglücklich über Apple -- ZEW-Index gibt nach -- QUALCOMM, Covestro, ProSiebenSat1 im Fokus

BMW-Großaktionärsfamilie Quandt regelt Erbschaft von Johanna Quandt. EU-Konferenz zu Kryptowährungen geplant. EU: Handelskrieg mit den USA? Airbus-Manager warnt vor Konkurrenz. HeidelbergCement-Zahlen über den Erwartungen. Euro-Finanzminister einigen sich auf Guindos für EZB-Vizeposten.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Thema: Künstliche Intelligenz

Im neuen Anlegermagazin stellen wir Ihnen drei Aktien aus dem Software-Sektor vor, die beim Megatrend "Künstliche Intelligenz" gut positioniert sind. Außerdem: Der US-Medienkonzern Walt Disney verspricht langfristigen Anlegern die Chance auf attraktive Renditen. Gilt das auch für RTL und ProSiebenSat1?
Kostenfrei registrieren und lesen!

Top-Rankings

KW 7: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 7: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen.

Umfrage

Wen wünschen Sie sich als künftigen deutschen Außenminister?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Steinhoff International N.V.A14XB9
Deutsche Telekom AG555750
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
EVOTEC AG566480
Amazon906866
CommerzbankCBK100
Allianz840400
Siemens AG723610
Infineon AG623100
BYD Co. Ltd.A0M4W9
GeelyA0CACX
Bitcoin Group SEA1TNV9