28.01.2022 12:30

Goldpreis: Für ruhige Nerven

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Der Ausblick des World Gold Councils stimmt vorsichtig optimistisch. Warum das Edelmetall 2022 als Absicherung wichtiger werden könnte.
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von Julia Groß, Euro am Sonntag

Der Goldpreis ist im vergangenen Jahr um rund vier Prozent gefallen. Angesichts des starken Anstiegs der Inflation in vielen Industrieländern eine enttäuschende Entwicklung, gilt doch das Edelmetall als klassischer Schutz vor der Teuerung. Weltweit wurden umgerechnet acht Milliarden Euro aus physisch besicherten Gold-ETFs und -ETCs abgezogen.

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Nun stehen Zinserhöhungen in den USA bevor und damit Bedingungen, die eher gegen höhere Goldpreise sprechen. Denn wenn zukünftig neu emittierte Anleihen, angelehnt an den Leitzins, höhere Kupons bieten, sind sie als Investment attraktiver als Gold, das keine Zinsen abwirft. Doch das Szenario könnte für das Edelmetall weniger negativ ausfallen, als Anleger befürchten: "Zinserhöhungen können zwar Gegenwind für Gold bedeuten, aber die Vergangenheit zeigt, dass ihre Auswirkungen begrenzt sein können", sagt Juan Carlos Artigas, Global Head of Research beim World Gold Council, der Lobbyorganisation der Goldminenbranche. Zum einen habe die Fed in früheren Zinserhöhungsphasen letztendlich weniger stark an der Zinsschraube gedreht, als es die Fed-Mitglieder im Vorfeld kommuniziert hatten. Zum anderen sei der Goldpreis in der Vergangenheit häufig in den Monaten nach der ersten Zinserhöhung deutlich gestiegen.

Unterstützung für den Goldpreis erwartet die Vereinigung zudem von der anhaltenden Inflation. Auch wenn der Höhepunkt mittlerweile erreicht sei oder kurz bevorstehe, werde sie nach Meinung vieler Volkswirte nicht so schnell verschwinden. Erst recht, da einige der Auslöser, etwa Lieferengpässe und hohe Rohstoffpreise, weiter bestehen und sich diese Probleme auch jederzeit wieder zuspitzen könnten.

Solange die Inflation nicht extrem zurückgeht, bleiben außerdem die realen Renditen negativ. "Das ist wichtig für Gold, da dessen kurz- und mittelfristige Performance häufig mit den realen Zinsen zusammenhängt", so World-Gold-Council-Experte Artigas.

Während kurzfristige und starke Impulse für den Goldpreis in der Regel von Investmentthemen wie eben Zinspolitik und Inflation stammen, sorgen sowohl die Schmucknachfrage als auch die Goldkäufe der Zentralbanken für eine längerfristige Unterstützung beziehungsweise für Gegenwind. In Indien stehen die Chancen für eine robuste Nachfrage bei den Juwelieren recht gut: Ein kräftiges Wirtschaftswachstum und die Börsenrally füllt die Taschen der potenziellen Goldkäufer. Unklar ist dagegen momentan, wie sich die Abschwächung der Konjunktur auf die Kauflust chinesischer Edelmetallfans auswirken wird.

Mehr Nervosität an den Märkten

Insgesamt geben sich die Minenbetreiber also nur vorsichtig optimistisch. Sie weisen jedoch zu Recht darauf hin, dass eine liquide, absichernde Komponente im Depot 2022 wichtiger werden könnte. Zinswende, Inflation und Pandemie sorgen für mehr Unsicherheit an den Märkten, die Wahrscheinlichkeit für eine Korrektur ist nach Ansicht vieler Investmentprofis gestiegen. So ist die Zahl der in New York und an der Nasdaq notierten Aktien, die auf ein 52-Wochen-Tief gefallen sind, zuletzt auf den höchsten Stand seit dem Corona-Crash im März 2020 geklettert. Nervosität und stärkere Schwankungen sprechen für eine Beimischung von Gold zum Depot. Am einfachsten und kostengünstigsten lässt sich dies für Anleger mit physisch besicherten ETCs wie Xetra-Gold (ISIN: DE 000 A0S 9GB 0) realisieren.




Bildquellen: elen_studio / Shutterstock.com, Foto-Ruhrgebiet / Shutterstock.com

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