09.11.2017 14:56
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Gold: Schwache US-Arbeitsmarktdaten verpuffen

Gold und Rohöl: Gold: Schwache US-Arbeitsmarktdaten verpuffen | Nachricht | finanzen.net
Gold und Rohöl
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Nach der Bekanntgabe schwächer als erwarteter Daten vom US-Arbeitsmarkt tendierte der Goldpreis erst einmal gen Norden.
von Jörg Bernhard

Mit einem Anstieg von 229.000 auf 239.000 fiel die Zahl neuer Arbeitsloser höher als erwartet aus, was auf eine relativ schwache Verfassung der US-Wirtschaft hindeutet. Auf kurze Sicht dürfte das Wohl und Wehe des gelben Edelmetalls vor allem von der Entwicklung des Dollars stark abhängen. Nach den Enthüllungen um zwielichtige und illegale Steuerpraktiken wichtiger US-Politiker und -Firmen scheint das Aufwärtspotenzial erst einmal obsolet zu sein. Ein schnelles Verabschieden von Trumps US-Steuerreform ist erst einmal vom Tisch. Möglicherweise rückt im Zuge der jüngsten Ölpreisrally aber ein anderes Thema wieder in den Fokus der Investoren: die Inflation. Die heute für China gemeldete Teuerungsrate (Oktober) fiel mit plus 1,9 Prozent bereits höher als erwartet aus. Richtig spannend dürfte diesbezüglich jedoch die kommende Woche werden. Dann wird die Finanzwelt nämlich über die Konsumentenpreise in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien sowie in den USA und der Eurozone informiert.

Am Donnerstagnachmittag zeigte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 3,70 auf 1.287,40 Dollar pro Feinunze.
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Rohöl: Erhebliches Korrekturpotenzial

Innerhalb von viereinhalb Monaten verteuerte sich der Ölpreis um in der Spitze 17 Prozent auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren. Den jüngsten Kursschub nach oben verursachten die gestiegenen geopolitischen Risiken im Nahen Osten. Mit 74 bzw. 73 Prozent zeigen die Timingindikatoren Relative-Stärke-Index sowohl bei der US-Sorte WTI als auch bei der Nordseemarke Brent mittlerweile eine überkaufte Lage an. Sollte sich die geopolitische Gefahrenlage spürbar entspannen, wäre ein RSI-Verkaufssignal (Rutsch unter 70 Prozent) praktisch unvermeidbar und das Korrekturpotenzial beträchtlich.

Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (Dezember) um 0,12 auf 56,93 Dollar, während sein Pendant auf Brent (Januar) um 0,05 auf 63,54 Dollar anzog.

Bildquellen: Eric Chiang/123rf, Julian Mezger, I. Pilon / Shutterstock.com, Africa Studio / Shutterstock.com

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