Goldpreis: Hochspannung wegen Trumps Iran-Ultimatum

Der Goldpreis zeigte sich im frühen Dienstagshandel relativ stabil. Vor dem Ablauf von Trumps Ultimatum gegenüber dem Iran herrscht vor allem eines: Zurückhaltung.
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von Jörg Bernhard
Donald Trumps Forderung der Wiederöffnung der Straße von Hormus mahnt derzeit zur Vorsicht unter den Marktakteuren. Laut Trump, könne der Iran "ausgeschaltet" werden, falls es die gesetzte Frist bis Dienstagabend für eine Einigung nicht einhalte. Der Iran erklärte am gestrigen Montag, er strebe ein dauerhaftes Ende des Krieges mit den USA und Israel an und wehrte sich gegen den Druck, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, und der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, sehen die Inflation derzeit als deutlich größeres Problem als den Arbeitsmarkt und sprechen sich daher für eine weiterhin restriktive Geldpolitik aus. Laut dem FedWatch-Tool der CME gehen die Märkte derzeit nicht davon aus, dass es in diesem Jahr zu Zinssenkungen durch die US-Notenbank kommen wird. Derzeit zeigt das Tool sogar eine Wahrscheinlichkeit von über 14 Prozent an, dass wir Ende des Jahres höhere Leitzinsen als heute sehen werden.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 14,00 auf 4.670,70 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Trump treibt Ölpreis weiter nach oben
Der Ölpreis setzte zum Wochenstart seine Gewinne fort, nachdem US-Präsident Donald Trump die Rhetorik gegenüber dem Iran verschärft hatte. Am Montag stoppten die iranischen Revolutionsgarden zwei von Qatar gecharterte Flüssigerdgas-Tanker und wiesen sie an, ihre Position zu halten, ohne eine Begründung zu liefern. Gleichzeitig zeigen Schifffahrtsdaten seit vergangenem Donnerstag nur begrenzte Bewegungen von Schiffen durch die Meerenge. Der Konflikt setzt die globalen Ölmärkte weiterhin unter Druck. Die Aufschläge für sofort lieferbares US-WTI-Rohöl sind auf Rekordhöhen gestiegen, da Raffinerien in Asien und Europa versuchen, Ersatzlieferungen zu sichern, nachdem Lieferungen aus dem Nahen Osten gestört wurden.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.10 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,68 auf 115,09 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,28 auf 111,05 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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