Goldpreis: Leicht erholt von Fünfwochentief

Der Goldpreis legte im frühen Dienstagshandel leicht zu, nachdem er am Vortag noch den tiefsten Stand seit fünf Wochen markiert hatte.
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von Jörg Bernhard
Die Gewinne blieben jedoch begrenzt, da der hohe Ölpreis die Inflationsängste aufrechterhielt und die Aussichten auf sinkende Zinsen trübten. Die Erholungstendenz wurde durch die steigenden Renditen von Staatsanleihen und der Dollarstärke gebremst. Gefechte in der Straße von Hormus deuten auf die unverändert hohen Spannungen hin. Das US-Militär erklärte am Montag, es habe sechs kleine iranische Boote zerstört sowie iranische Marschflugkörper und Drohnen abgefangen, während Teheran versuchte, eine neue US-Marineoperation zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu vereiteln. Zinssenkungen in den USA für dieses Jahr gelten mit Blick auf das FedWatch-Tool des US-Terminbörsenbetreibers CME Group als weitgehend ausgeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ende des Jahres ein niedrigeres Zinsniveau als heute existiert, beläuft sich auf lediglich 5,4 Prozent. Als deutlich wahrscheinlicher gelten indes Zinserhöhungen (32,0 Prozent). Anleger warten nun auf eine Reihe wichtiger US-Konjunkturdaten in dieser Woche, darunter offene Stellen, den ADP-Beschäftigungsbericht sowie den Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums für April.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit leicht erholten Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 15,70 auf 4.549,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Hoffnung keimt auf
Der Ölpreis tendierte im frühen Dienstagshandel bergab. Auslöser waren Anzeichen dafür, dass die US-Marine den Einfluss Irans auf die Straße von Hormus begrenzt, was möglicherweise Lieferungen aus dem Nahen Osten wieder ermöglichen könnte. Laut Medienberichten habe die "Alliance Fairfax", ein unter US-Flagge fahrender und vom US-Militär begleiteter Fahrzeugtransporter, die Golfregion durch die Meerenge verlassen. Allerdings wurden mehrere Handelsschiffe in der Region vom Iran angegriffen, während ein wichtiger Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einem iranischen Angriff in Brand geriet. Aufgrund der Störungen nähern sich die globalen Ölbestände laut Goldman Sachs ihrem niedrigsten Stand seit acht Jahren. Gleichzeitig warnte die Investmentbank, dass die Geschwindigkeit des Bestandsabbaus zunehmend besorgniserregend sei.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,05 auf 104,37 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,94 auf 113,50 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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