Goldpreis verliert am Freitag etwas: Zweiter Wochengewinn in Folge möglich - US-Inflation voraus

Der Goldpreis gab im frühen Donnerstagshandel leicht nach, belastet durch einen festeren Dollar und die Unsicherheit über die Waffenruhe zwischen den USA und Iran.
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von Jörg Bernhard
Dennoch winkt dem Edelmetall das zweite Wochenplus in Folge, welches sich aktuell auf 2,3 Prozent beläuft. Grund: Anleger preisen frühere und stärkere US-Zinssenkungen ein, was das unverzinsliche Edelmetall stützt. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres mindestens eine Zinssenkung sehen werden. Die fragile zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran geriet am Freitag weiter unter Druck, als Washington Teheran beschuldigte, Zusagen zur Straße von Hormus gebrochen zu haben. Auf der Datenseite stieg in den USA der PCE-Index, das bevorzugte Inflationsmaß der Federal Reserve, um 2,8 Prozent p.a. - im Einklang mit den Schätzungen - und dürfte im März weiter gestiegen sein. Anleger warten nun auf die US-Inflationsdaten für März (14.30 Uhr), um weitere Hinweise über die geldpolitische Ausrichtung der Fed zu erhalten.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 32,10 auf 4.785,90 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Bergauf vor dem Wochenende
Mit dem Ölpreis ging es im frühen Freitagshandel weiter bergauf, was auf neue Ängste um die Ölversorgung aus Saudi-Arabien zurückzuführen war. Außerdem bleibt der Tankerverkehr durch die kritische Straße von Hormus weitgehend eingefroren. Angriffe auf saudische Energieanlagen haben die Ölproduktionskapazität des Königreichs um rund 600.000 Barrel pro Tag und den Durchsatz der Ost-West-Pipeline um etwa 700.000 Barrel reduziert, berichtete die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA am Donnerstag unter Berufung auf eine offizielle Quelle des Energieministeriums. Zudem will der Iran im Rahmen eines Friedensabkommens Gebühren für Schiffe erheben, die die Meerenge passieren. Westliche Staats- und Regierungschefs sowie die UN-Schifffahrtsbehörde haben sich gegen diese Idee ausgesprochen. Laut JPMorgan wurden in den fast sechs Wochen seit Konfliktbeginn ungefähr 50 Infrastrukturanlagen am Persischen Golf durch Drohnen- und Raketenangriffe beschädigt, und etwa 2,4 Millionen Barrel pro Tag an Ölraffineriekapazität seien vom Netz genommen worden.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,44 auf 98,31 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,71 auf 96,63 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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