Goldpreis: Vor dem Wochenende wenig Bewegung

Der Goldpreis zeigte sich im frühen Freitagshandel weitgehend stabil, da Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran die Sorgen über höhere Inflation und erhöhte Zinssätze dämpften.
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von Jörg Bernhard
Außerdem trat am gestrigen Donnerstag eine zehntägige Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel in Kraft und US-Präsident Donald Trump erklärte, dass das nächste Treffen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran möglicherweise am Wochenende stattfinden könnte. Der Dollarindex steuert auf den dritten wöchentlichen Rückgang zu, wodurch in Dollar gehandelte Rohstoffe für Inhaber anderer Währungen günstiger werden. Am Abend dürften sich die Marktakteure zudem für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures. Seit dem Ausbruch des Irankriegs ging es sowohl mit der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) als auch mit dem Optimismus großer und kleiner Terminspekulanten deutlich bergab.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 18,30 auf 4.826,60 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Negative Vorzeichen zum Wochenschluss
Der Ölpreis reagierte im frühen Freitagshandel auf nachlassende geopolitische Sorgen im Nahen Osten mit rückläufigen Notierungen. US-Präsident Trump erklärte, Teheran habe angeboten, für mehr als 20 Jahre keine Atomwaffen zu besitzen. Laut Medienberichten haben US-amerikanische und iranische Unterhändler ihre Erwartungen an ein umfassendes Friedensabkommen dennoch zurückgeschraubt und streben stattdessen eine vorübergehende Vereinbarung (Memorandum) an, um eine Rückkehr zum Konflikt zu verhindern. Gegen 19.00 Uhr wird zudem die im Ölsektor tätige US-Dienstleistungsfirma Baker Hughes ihren Wochenbericht über die nordamerikanischen Bohraktivitäten kommunizieren und dadurch für erhöhte Aufmerksamkeit an den Energiemärkten sorgen. In der vergangenen Woche wurden 411 US-Ölbohranlagen gemeldet, womit der vergleichbare Vorjahresstand um über 14 Prozent unterschritten wurde.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,40 auf 93,29 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,32 auf 98,07 Dollar zurückfiel.
Jörg Bernhard, Redaktion finanzen.net
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