Goldpreis: Warten auf wichtige Konjunkturindikatoren

Der Goldpreis gab im frühen Dienstagshandel weiter nach. Derzeit warten Investoren ab, ob die USA und der Iran nach den erneuten Spannungen am Wochenende an Friedensgesprächen teilnehmen würden.
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von Jörg Bernhard
Iran erwägt laut Medienberichten die Teilnahme an Friedensgesprächen mit den Vereinigten Staaten in Pakistan. Hintergrund sind Bemühungen Islamabads, eine US-Blockade iranischer Häfen zu beenden - ein wesentliches Hindernis für Teherans Rückkehr in Friedensverhandlungen, da die zweiwöchige Waffenruhe am morgigen Mittwoch endet. Im weiteren Tagesverlauf dürften sich die Marktakteure aber auch für den ADP-Wochenbericht (14.15 Uhr), die US-Einzelhandelsumsätze für März (14.30 Uhr) und die Rede des designierten Fed-Chefs Kevin Warsh vor dem US-Senat (16.00 Uhr) stark interessieren. Im Vorfeld bekannte sich Warsh zur Unabhängigkeit der Fed. Falls er das Amt tatsächlichen übernehmen sollte, darf man gespannt sein, ob er Trumps Wunsch nach massiven Zinssenkungen nachkommen wird. Auf lange Sicht dürfte der Dollar an Reputation eher verlieren als gewinnen und Gold als eine regierungsunabhängige globale Währung weiterhin gefragt bleiben.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit etwas schwächeren Notierungen. Bis 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 28,50 auf 4.800,30 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Hoffnung auf Friedensgespräche
Spekulationen über potenziell mögliche anstehende Friedensgespräche zwischen den USA und Iran machten Hoffnung auf ein wachsendes Ölangebot aus der wichtigen Förderregion im Nahen Osten und drückten dadurch den Ölpreis. Die Schifffahrtsaktivitäten durch die Straße von Hormus blieben am Montag aber weiterhin eingeschränkt. Citigroup-Analysten gehen davon aus, dass die Waffenruhe verlängert wird, möglicherweise mit Entwicklung hin zu einer umfassenderen Vereinbarung. Sollten die Störungen in der Meerenge jedoch einen weiteren Monat andauern, könnten sich die Gesamtverluste ihrer Meinung nach auf etwa 1,3 Milliarden Barrel belaufen und den Ölpreis im zweiten Quartal voraussichtlich in Richtung 110 Dollar treiben.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,28 auf 88,33 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,80 auf 94,68 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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