MÄRKTE EUROPA/Erholungstag - Gold teuer wie nie

08.04.24 16:02 Uhr

Werte in diesem Artikel
Aktien

10,75 EUR -0,18 EUR -1,65%

2,10 EUR -0,01 EUR -0,47%

20,22 EUR -0,08 EUR -0,39%

6,69 EUR -0,04 EUR -0,65%

68,05 EUR 0,14 EUR 0,21%

327,50 RUB -13,50 RUB -3,96%

104,00 EUR -3,00 EUR -2,80%

24,41 EUR -0,70 EUR -2,79%

Rohstoffe

2.418,92 USD 3,90 USD 0,16%

Indizes

18.704,4 PKT -34,4 PKT -0,18%

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem deutlichen Minus am Freitag geht es an den europäischen Aktienmärkten zum Start in die Woche wieder nach oben. Der DAX legt 0,7 Prozent zu auf 18.305 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 steigt ebenfalls um 0,7 Prozent auf 5.048 Punkte. Gold steigt, auch mit Kaufinteresse von Seiten der Notenbanken, auf 2.354 Dollar. Eine kaum verändert startende Wall Street liefert am Nachmittag keinen Impuls. Gute Daten zur deutschen Industrieproduktion stützen die Stimmung. Sie ist zuletzt stärker gestiegen als erwartet, das nährt die Hoffnungen auf ein Ende der konjunkturellen Durststrecke. "Damit dürfte sich die in der vergangenen Woche eingeleitete Konsolidierung zunächst zeitlich ausdehnen, aber nicht unbedingt räumlich", wie ein Marktteilnehmer sagt.

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Ein Barrel der Nordseesorte Brent wird mit 91 Dollar je Barrel gehandelt, am Freitag waren es in der Spitze noch fast 92 Dollar. Zurückgeführt wird der Rücksetzer der Ölpreise am Markt unter anderem auf die neuen Verhandlungen im Gaza-Konflikt mit dem Teilrückzug des israelischen Militärs aus dem Süden des Gaza-Streifens. Inzwischen zieht die Notierung allerdings bereits wieder an.

Tui zurück in Frankfurt

Tui ziehen um 3,6 Prozent an. Die Tui-Aktie ist mit der Hauptnotierung von London nach Frankfurt gewechselt und wird nun wieder im so genannten Prime Standard gehandelt. Damit könnte die Aktie über kurz oder lang auch in den MDAX zurückkehren. Zudem können sich die Aktien der Luftfahrtbranche kräftig erholen. Lufthansa steigen um 2,6 Prozent, die Aktien der Air France sogar um 4,3 Prozent. Damit profitieren sie vom Rücksetzer bei den Ölpreisen, deren Anstieg vergangene Woche auf das Branchensentiment gedrückt hatte.

Atos können sich um 21 Prozent erholen auf 2,36 Euro. An der Rettung des angeschlagenen IT-Unternehmens will sich nun auch eine Investment-Firma beteiligen. Dabei führt anscheinend Onepoint ein Konsortium an, das die Schulden von Atos umstrukturieren und die Assets erhalten will. Hinzu stößt laut Onepoint nun Butler Industries. Seit Jahresbeginn hat der Kurs von Atos etwa 67 Prozent verloren, seit dem Allzeithoch fast 99 Prozent.

Mit Blick auf die Branchen-Indizes gehören die Automobilwerte mit plus 1,4 Prozent zu den Gewinnern. Der Sektor war bereits in der Vorwoche gesucht, auch weil hier die Bewertungen mit Blick auf die hohen Multiples der reinen EV-Hersteller nun attraktiver aussehen. Mercedes-Benz notieren einmal mehr auf Jahreshoch. Ein Marktteilnehmer spricht von Käufen vor der Hauptversammlung. Die Dividendenrendite von knapp 7 Prozent sei lukrativ. Das Aktionärstreffen finde in genau einem Monat statt.

Bei den Chemieaktien steigen Evonik um 2,4 Prozent und Wacker Chemie um 3,2 Prozent, beide Aktien profitieren damit von Kaufempfehlungen der Analysten der Citigroup. Größter DAX-Gewinner sind Zalando mit einem Plus von 8,1 Prozent, auch sie profitieren von einer Kaufempfehlung der Citi-Analysten.

UBS hebt am Top das Kursziel für Gold auf 2.500 Dollar an

Gold ist dieses Jahr das Asset, das viele Investoren überrascht, das gelbe Edelmetall stieg 2024 bereits um etwa 13 Prozent. Im Tageshoch kostete es 2.354 Dollar und ist damit so teuer wie nie zuvor. Noch überraschender ist einem Research der UBS zufolge, dass diese Rally ohne die traditionelle Unterstützung durch den Kauf von ETFs erfolgt ist. Tatsächlich befinden sich die ETF-Bestände auf einem 4-Jahres-Tief. Eine Kombination von Marktsorgen, einschließlich der Sanktionierung von Dollar-basierten Vermögenswerten, der Angst vor einer Abwertung des chinesischen Yuan und erneute Inflationsrisiken haben für eine solide Nachfrage von Zentralbanken und asiatischen Investoren gesorgt. Die UBS erwartet, dass diese Käufer, die weniger preissensibel seien, in den kommenden Monaten weiterhin Gold ansammeln. Ihr Preisziel für die Feinunze Gold per Jahresende heben die Schweizer um 250 Dollar auf nun 2.500 Dollar an.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.051,16 +0,7% 36,41 +11,7%

Stoxx-50 4.395,57 +0,5% 23,36 +7,4%

DAX 18.321,92 +0,8% 146,88 +9,4%

MDAX 27.136,93 +0,8% 221,80 0%

TecDAX 3.393,48 +0,7% 22,15 +1,7%

SDAX 14.497,21 +1,3% 191,52 +3,9%

FTSE 7.945,16 +0,4% 34,00 +2,3%

CAC 8.140,04 +1,0% 78,73 +7,9%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,43 +0,03 -0,14

US-Zehnjahresrendite 4,41 +0,01 +0,53

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7:50 Uhr Fr, 17:25 % YTD

EUR/USD 1,0850 +0,1% 1,0833 1,0829 -1,8%

EUR/JPY 164,65 +0,2% 164,43 164,14 +5,8%

EUR/CHF 0,9818 +0,4% 0,9790 0,9751 +5,8%

EUR/GBP 0,8579 -0,0% 0,8578 0,8580 -1,1%

USD/JPY 151,77 +0,1% 151,79 151,56 +7,7%

GBP/USD 1,2647 +0,1% 1,2629 1,2621 -0,6%

USD/CNH (Offshore) 7,2419 -0,1% 7,2479 7,2521 +1,7%

Bitcoin

BTC/USD 72.011,68 +4,2% 69.787,61 67.753,41 +65,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 86,22 86,91 -0,8% -0,69 +18,7%

Brent/ICE 90,58 91,17 -0,6% -0,59 +18,2%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 27,8 26,84 +3,6% +0,96 -13,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.329,31 2.329,66 -0,0% -0,36 +12,9%

Silber (Spot) 27,55 27,50 +0,2% +0,05 +15,9%

Platin (Spot) 961,02 929,44 +3,4% +31,57 -3,1%

Kupfer-Future 4,29 4,24 +1,3% +0,06 +9,8%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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DJG/thl/err

(END) Dow Jones Newswires

April 08, 2024 10:02 ET (14:02 GMT)

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