Ölmarkt

Vor Verhandlungen für Kriegs-Ende im Iran: Ölpreise zeigen sich kaum verändert - Spritpreis sinkt

10.04.26 17:14 Uhr

Ölmarkt im Wartemodus: Kaum Bewegung vor Iran-Gesprächen - Spritpreis sinkt | finanzen.net

Die Ölpreise haben sich am Freitag vor Beginn der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wenig verändert.

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Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent blieb klar unter der Marke von 100 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch nach Vereinbarung der Waffenruhe fast auf 90 Dollar gesunken war.

Zuletzt kostete ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 95,94 US-Dollar. Zwischenzeitlich war der Preis über 98 Dollar gestiegen. Die Ölpreise sind ein wichtiger Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg soll es ab heute in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Vor seiner Abreise zu Verhandlungen Pakistan hat US-n Vizepräsident JD Vance Teheran dazu ermahnt, die Gespräche mit den Vereinigten Staaten ernst zu nehmen. Wie US-Präsident Donald Trump verdeutlicht habe, sei man bereit, den Iranern die Hand zu reichen, wenn diese bereit seien, in gutem Glauben zu verhandeln, sagte Vance vor Journalisten. Man werde sich bemühen gute Verhandlungen zu führen.

Laut einem Bericht ist die Produktionskapazität Saudi-Arabiens durch die jüngsten Angriffe auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines um rund 600.000 Barrel pro Tag gefallen ist. Zudem sei die Kapazität der wichtigen Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der Straße von Hormus Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, um 700.000 Barrel pro Tag zurückgegangen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium.

Spritpreise sinken deutlich

Die Spritpreise sinken den dritten Tag in Folge. Auch am Freitag zeichnet sich nach Einschätzung des ADAC ein weiterer Rückgang ab.

Am Donnerstag hatte der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für Diesel um 7,3 Cent auf 2,346 Euro pro Liter nachgegeben, wie aus Daten des Verkehrsclubs hervorgeht. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 4,3 Cent auf 2,112 Euro pro Liter. Seit dem Absturz des Ölpreises in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Diesel damit um 10,1 Cent pro Liter nachgegeben, E10 um 7,6 Cent.

Auch am Freitag zeichnete sich ab, dass der Rückgang anhält. Zwar verteuerten sich beide Kraftstoffe zur Mittagszeit deutlich: Diesel um 10,1 Cent auf 2,386 Euro pro Liter, Super E10 um 9,5 Cent auf 2,169 Euro. Doch sowohl vor als auch nach der Erhöhung lagen die Preise niedriger als zum jeweils gleichen Zeitpunkt des Donnerstags.

Weiter Luft nach unten

Insgesamt sehe man "weiterhin Luft nach unten", heißt es dazu vom ADAC. Experten hatten erwartet, dass es einige Zeit dauern wird, bis der niedrigere Ölpreis an den Zapfsäulen ankommt. Dies steht aber teilweise auch in der Kritik - unter anderem, weil Preiserhöhungen in der Regel schnell weitergegeben würden.

Insgesamt ist Tanken aber auch nach den aktuellen Rückgängen noch sehr viel teurer als vor Kriegsbeginn Ende Februar. Bei Diesel sind es mit Stand Donnerstag im Tagesdurchschnittspreis noch 60 Cent, bei Superbenzin gut 33 Cent.

Wie sich die Preise weiterentwickeln, dürfte in den nächsten Tage aber vor allem davon abhängen, wie die Preise für Rohöl sind - und damit von der Situation im Nahen Osten. Vor den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bewegte sich der Ölpreis am Freitag nicht drastisch und blieb klar unter der Marke von 100 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch nach Vereinbarung der Waffenruhe fast auf 90 Dollar gesunken war.

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LONDON/NEW YORK (dpa-AFX)

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