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20.02.2019 14:41
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Palladium knackt 1.500 USD-Marke

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Energie: Der Höhenflug der Ölpreise scheint vorerst gestoppt. Während die Edelmetalle und einige Industriemetalle gestern deutlich zulegten, treten die Ölpreise seit zwei Tagen auf der Stelle. Brent handelt in einer engen Spanne um 66,5 USD je Barrel, WTI um 56 USD. Damit bleibt aber das Anfang der Woche erreichte 3-Monatshoch weiterhin in Schlagdistanz. Als Bremsfaktor wirkt nun anscheinend doch die kräftig steigende Ölproduktion in den USA. Einen weiteren Beleg hierfür lieferte der gestern von der US-Energiebehörde veröffentlichte Drilling Productivity Report. Demnach soll die US-Schieferölproduktion im März um 84 Tsd. auf rekordhohe 8,4 Mio. Barrel pro Tag steigen. Der Produktionsanstieg zwischen November und Februar wurde von der EIA außerdem um insgesamt 130 Tsd. Barrel pro Tag nach oben revidiert. Auf das Jahr hochgerechnet würde die Schieferölproduktion bei der Dynamik der letzten fünf Monate um ca. 1,2 Mio. Barrel pro Tag steigen. Sie ist damit der wesentliche Treiber der US-Ölproduktion. Ihr Anteil der gesamten US-Rohölproduktion liegt inzwischen bei knapp 70%. Die Produktion im größten Schieferölvorkommen, Permian Basin, soll im März erstmals bei mehr als 4 Mio. Barrel pro Tag liegen. Damit übertrifft allein dieses Vorkommen die Produktionsmengen der Vereinigten Arabischen Emirate, Brasiliens und Kuwaits deutlich. Größer als im Permian Basin ist die Ölproduktion nur in fünf Ländern der Erde, wenn man die USA ausklammert. Auch die US-Erdgasproduktion soll im März auf ein Rekordniveau von 77,9 Mrd. Kubikfuß steigen. Diese soll den 14. Monat in Folge steigen und 12,4 Mrd. Kubikfuß höher liegen als vor einem Jahr.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Heute Morgen war es soweit: Palladium hat – zumindest kurzzeitig – die Marke von 1.500 USD je Feinunze übersprungen. Dies hatte sich angedeutet, da der Preis in den letzten Tagen einen Spurt hingelegt hat. Neue Nachrichten, die den Preisanstieg um rund 100 USD seit einer Woche erklären könnten, gibt es aber keine. Die 1.500 USD-Marke hat offenbar eine starke Anziehungskraft ausgeübt. Von seinem zwischenzeitlichen Tief im August hat sich Palladium mittlerweile um 650 USD bzw. fast 80% verteuert. Die Frage ist, war es das jetzt oder schaltet Palladium sogar noch einen Gang höher? Gerechtfertigt ist dieser hohe Preis, der auf Angebotsengpässe zurückgeführt wird, unseres Erachtens jedenfalls nicht. Wir denken, dass schon seit einiger Zeit spekulative Finanzanleger auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind und den Preisanstieg verstärkt haben. Positionierungsdaten von der CFTC gibt es wegen der Behördenschließungen während des Haushaltsstreits in den USA aktuell nur bis Ende Januar. Dort lässt sich noch kein Anstieg der Netto-Long-Positionen bei Palladium erkennen.
Gold stieg im frühen Handel auf knapp 1.350 USD je Feinunze, ein neues 10-Monatshoch. Gold in Euro gerechnet notierte mit fast 1.190 EUR je Feinunze sogar auf dem höchsten Stand seit April 2017. Politische und wirtschaftliche Unsicherheiten geben dem Goldpreis derzeit offenbar Auftrieb. Heute Abend veröffentlicht die US-Notenbank Fed das Protokoll ihrer letzten Sitzung, auf der sie das Ende des Zinserhöhungszyklus signalisiert hatte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ7RLP Long Gold-Future Faktor: 4
CJ7RLG Short Gold-Future Faktor: -4
CJ7RMR Long Palladium-Future Faktor: 4
CJ7RMJ Short Palladium-Future Faktor: -4

Industriemetalle: Kupfer setzt im Zuge einer allgemein guten Marktstimmung heute seinen Preisanstieg fort und verteuert sich auf 6.350 USD je Tonne. Der Preis hat gestern die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie überwunden, was wohl zu technisch bedingten Anschlusskäufen geführt hat. Der Kupferpreis könnte zunächst auch weiter steigen, sollte es Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China geben. US-Präsident Trump signalisierte gestern erneut, dass er die Frist für den Ablauf der Waffenruhe verschieben könnte. Diese läuft bislang am 1. März aus. Neben Kupfer ziehen heute Morgen auch alle anderen Industriemetalle etwas an. Zink zum Beispiel steigt auf 2.675 USD je Tonne. Am globalen Zinkmarkt gab es gemäß Daten der International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) letztes Jahr ein Angebotsdefizit von 384 Tsd. Tonnen. Dieses fiel höher aus, als von der ILZSG noch im Oktober erwartet. Es war allerdings nicht so hoch wie im Vorjahr, da die Nachfrage rückläufig war. Die Nachfrage wurde durch die hohen Zinkpreise im ersten Halbjahr 2018 gebremst. Am globalen Bleimarkt blieb der ILZSG zufolge im letzten Jahr das Angebot um 98 Tsd. Tonnen hinter der Nachfrage zurück. Damit war das Defizit geringer als im Oktober geschätzt und deutlich niedriger als im Vorjahr, da mehr Angebot zur Verfügung stand. In diesem Jahr wird sich laut Einschätzung der ILZSG die Situation sowohl am Zink- als auch am Bleimarkt deutlich entspannen, da die Produktion stark ausgeweitet werden soll.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7H Long Kupfer-Future Faktor: 4
CJ3D7Q Short Kupfer-Future Faktor: -4

Rechtline Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise

Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.  

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.313,233,70
0,28%
Kupferpreis6.314,5032,55
0,50%
Ölpreis (WTI)58,97-0,90
-1,50%
Silberpreis15,44-0,03
-0,21%
Super Benzin1,360,01
0,52%
Weizenpreis189,000,50
0,27%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber

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