finanzen.net
14.06.2019 12:27
Bewerten
(0)

Sorge um Frieden und Öl-Versorgung nach Attacken auf Tanker

- von Lisa Barrington und Lesley Wroughton

Dubai/Washington (Reuters) - Die jüngsten Angriffe auf zwei Tankschiffe schüren Sorgen um den Frieden in der Golf-Region und die weltweite Energieversorgung.

Anzeige
Öl, Gold, alle Rohstoffe mit Hebel (bis 30) handeln
Handeln Sie Rohstoffe mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Sie können mit nur 100,00 € mit dem Handeln beginnen, um von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital zu profitieren!
80,6% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Die USA beschuldigten den Iran, hinter den Vorfällen im Golf von Oman zu stecken, und schickten einen weiteren Zerstörer in das Gebiet. Die Washingtoner Regierung betonte zugleich, nicht an einem Krieg mit dem Erzrivalen Iran interessiert zu sein. Der Iran wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die USA gefährdeten die Stabilität im Nahen Osten. Die Internationale Energieagentur (IAE) warnte am Freitag, die Angriffe auf der Öl-Transportroute seien für die Energiemärkte Anlass zu großer Sorge. Die G20-Energie- und Umweltminister wollten über das Thema am Wochenende beraten, teilte Japan als Gastgeber mit. Die Bundesregierung erklärte, die Vorfälle seien außerordentlich besorgniserregend und könnten wirtschaftlich gravierende Folgen haben.

Das US-Militär veröffentlichte ein Video, das zeigen soll, wie sich ein Boot der iranischen Revolutionsgarden einem der Tanker nähert und einen nicht detonierten Sprengsatz entfernt. US-Außenminister Mike Pompeo erklärte, seine Regierung gehe aufgrund von Informationen des Geheimdienstes, des Typs der verwendeten Waffen und der ausgeklügelten Ausführung der Taten davon aus, dass der Iran der Drahtzieher sei.

IRAN: WIR SORGEN FÜR SICHERHEIT DER STRASSE VON HORMUS

Die Teheraner Führung nannte die Vorwürfe "alarmierend". Der Iran sehe es vielmehr als seine Aufgabe, für die Sicherheit in der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus zu sorgen. Iranische Teams hätten die Besatzungsmitglieder so schnell wie möglich gerettet. Bei den Angriffen am Donnerstag waren die Tanker "Front Altair" und "Kokuka Courageous" beschädigt worden.

Der Golf von Oman ist über die Straße von Hormus mit dem Persischen Golf verbunden. Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Wasserwege weltweit und spielt vor allem für Öltransporte aus der Golfregion eine zentrale Rolle. Der Iran hatte wiederholt damit gedroht, diese Passage zu sperren, sollte das Land sein Erdöl wegen US-Sanktionen nicht verkaufen können. Die Spannungen zwischen den USA und Iran hatten sich zuletzt im Streit über das iranische Atomprogramm deutlich verschärft.

China forderte alle Beteiligten zur Mäßigung auf. Niemand wolle einen Krieg im Golf von Oman, erklärte das Pekinger Außenministerium. China hat im Energiegeschäft enge Verbindungen mit dem Iran und der Regierung in Teheran erst am Freitag einen Ausbau der Zusammenarbeit in Aussicht gestellt.Großbritannien ging nach eigener Darstellung zunächst wie die USA davon aus, dass der Iran für die Angriffe verantwortlich ist. Die Vorfälle seien "sehr besorgniserregend und kommen zu einer Zeit von ohnehin schon großen Spannungen", erklärte Außenminister Jeremy Hunt.

In Berlin sprach Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer von Anschlägen auf den freien Schiffsverkehr, die die Bundesregierung auf das Schärfste verurteile. "Wir haben über die Urheberschaft keine eigenen Erkenntnisse", fügte Demmer hinzu. Außenminister Heiko Maas habe am Morgen mit seinem französischen Kollegen beraten. "Sicherlich wird sich auch der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen weiter mit dieser Lage befassen." Deutschland hat derzeit den Vorsitz im Sicherheitsrat.

EIN TANKER WIRD VON US-MARINE IN HAFEN ESKORTIERT

Was genau am Donnerstag im Golf von Oman passierte, blieb zunächst weiter unklar. Am Freitag erklärte das japanische Unternehmen hinter der "Kokuka Courageous", das Schiff könne nicht von einem Torpedo getroffen worden sein. Vielmehr hätten zwei "fliegende Objekte" den Tanker beschädigt, teilte Kokuka Sangyo mit. Die Besatzung sei inzwischen auf das Schiff zurückgebracht worden. Der Tanker werde von der US-Marine in einen Hafen der Vereinigten Arabische Emirate (VAE) eskortiert. Der Eigner des anderen Schiffs "Front Altair" erklärte, das Feuer auf dem Tanker sei inzwischen gelöscht, das Schiff stabil, und es gebe keine Berichte über Umwelverschmutzungen.

Erst Mitte Mai waren vier Öltanker vor der Küste der VAE attackiert worden. Der US-Verbündete Saudi-Arabien machte den Iran und von ihm unterstützte Kräfte dafür verantwortlich. Der Iran wies die Vorwürfe zurück. Saudi-Arabien und der Iran liefern sich in der Golf-Region einen Machtkampf um die regionale Vorherrschaft. Der Konflikt im Jemen gilt in diesem Zusammenhang weithin als Stellvertreterkrieg der beiden Länder.

Am Freitag griffen mit dem Iran verbündete Huthi-Rebellen aus dem Jemen mit einer Drohne erneut einen Flughafen in Saudi-Arabien an, nachdem eine von Saudi-Arabien geführte Militärallianz eine Reihe von Luftangriffen auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen hatte. Das berichteten beide Seiten des Konflikts übereinstimmend. Erst am Donnerstag hatten Huthis eine Rakete auf einen Flughafen in Saudi-Arabien abgefeuert.

(Unter Mitarbeit von Reuters-Reportern in Berlin, New York, Tokio, Peking, London, Bischkek und Karuizawa; geschrieben von Elke Ahlswede; redigiert von Alexander Ratz)

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.418,15-27,80
-1,92%
Kupferpreis6.055,2525,65
0,43%
Ölpreis (WTI)55,740,11
0,20%
Silberpreis16,21-0,14
-0,85%
Super Benzin1,44-0,01
-0,35%
Weizenpreis176,752,25
1,29%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber

Heute im Fokus

DAX geht etwas fester ins Wochenende -- Dow Jones im Minus -- Wirecard: Zusammenarbeit mit Aldi -- Zipse wird neuer BMW-Vorstandschef -- Software AG, Bayer, Sartorius, Microsoft, Boeing im Fokus

Pfeiffer Vacuum passt Prognose nach Quartalszahlen an. American Express meldet Gewinnsprung. Ex-Automanager Ghosn reicht Klage gegen Nissan und Mitsubishi ein. NORMA passt Jahresprognose an. Heidelberger Druck-Aktien setzen Kurseinbruch fort. AB InBev verkauft Australien-Geschäft. Munich Re erzielt Milliarden-Gewinn.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2019?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Microsoft Corp.870747
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Amazon906866
Scout24 AGA12DM8
TeslaA1CX3T
Apple Inc.865985
NEL ASAA0B733
Allianz840400
Infineon AG623100
SAP SE716460
BayerBAY001
Newmont Mining Corp. (NMC)853823
BMW AG519000