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18.01.2019 16:09
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Börse Stuttgart-News: 4X report

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STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Auslandsmarktbericht der Börse Stuttgart

Quartalssaison in den USA gestartet - nächste Fusion im Minensektor - Nintendo und Geberit im

Fokus - RTL Group rutscht ab

Der Dow Jones konnte in dieser Woche die Hürde von 24.000 Punkten nehmen, auch wenn diese Marke

am Donnerstag zu wackeln droht. Im Wochenvergleich schafft der Dow Jones ein Plus von 1,5

Prozent. Mit großer Spannung wartete man auf die Quartalsabschlüsse. Den Anfang machten die

Banken. Zum Auftakt veröffentlichte Citigroup (WKN: A1H92V) die Zahlen des abgelaufenen

Quartals. Der Gewinn fiel höher als erwartet aus, obwohl im Rentenbereich 21 Prozent weniger

verdient wurde. Am Dienstag stellte JPMorgan Chase & Co (WKN: 850628) die Quartalszahlen vor.

Mit einem Gewinn von sieben Milliarden Dollar wurden die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht

erreicht. Als Malus wurde der Rückgang von 18 Prozent im Anleihehandel ausgemacht. Im

Gesamtjahr verdiente JPMorgan über 32 Milliarden Dollar und damit fast ein Drittel mehr als im

Jahr 2017. Dies war nur ein schwacher Trost. Seit Jahresbeginn konnte die Aktie dennoch rund

vier Prozent zulegen. Die von Wells Fargo (WKN: 857949) präsentierten Zahlen fielen nicht so

schlimm wie befürchtet aus. Der Jahresgewinn von 22 Milliarden Dollar kann sich trotzdem sehen

lassen. Seit Jahresbeginn legte der Aktienkurs um über sieben Prozent zu. Am nächsten Tag

folgten die Zahlen von Bank of America (WKN: 885388) und Goldman Sachs (WKN: 920332). Auch sie

hatten ihre Schwächen mit dem Handel von festverzinslichen Wertpapieren, konnten aber die

Erwartungen des Marktes übertreffen. Im Jahr 2018 verdiente Goldman zehn Milliarden Dollar und

Bank of America schaffte im selben Zeitraum 28 Milliarden. Beide Aktien stiegen am Mittwoch um

sechs Prozent. Insgesamt haben die sechs größten Banken zum ersten Mal über 100 Milliarden

Dollar in einem Jahr verdient.

Nachdem Barrick Gold (WKN: 870450) im Dezember den südafrikanischen Konkurrenten Randgold

übernommen hatte, zog der US-Amerikanische Rivale Newmont Mining (WKN: 853823) mit einem

Angebot, die ausstehenden Aktien der kanadischen Gold Corp (WKN: 890493) im Aktientausch zu

übernehmen, nach. Der Konzern aus Colorado bietet 0,328 eigene Aktien plus 0,02 Dollar in bar

für einen Gold Corp Anteil. Dies entspricht einem rechnerischen Aufschlag von 17 Prozent auf

den Durchschnittskurs der letzten 20 Handelstage der Kanadier. Der Kurs von Newmont gab nach

der Bekanntgabe der Übernahme von 30,40 Euro auf 27,76 Euro nach, während sich die Aktionäre

von Gold Corp über einen Anstieg von 8,48 Euro auf bis zu 9,46 Euro freuen konnten. Ob mit

diesem zweiten Minen-Mega-Deal eine Fusionswelle losgetreten wurde, bleibt abzuwarten. ?Schaut

man sich aber den Gold/Silberminen Index an, so fällt auf, dass aktuell der Index knapp elf

Prozent unter seinem 4-Jahres-Durchschnitt, bzw. 18,5 Prozent unter seinem 8-Jahres-

Durchschnitt notiert?, erklärte Holger Wirkner von der Baader Bank AG in Stuttgart.

Einen sehr durchwachsenen Handel hat die Börse in Tokyo in dieser Woche hinter sich und der

Nikkei 225 konnte ganze 239 Zähler zulegen und schließt bei 20.402 Punkten. Einziger Lichtblick

war die Aktie von Nintendo (WKN: 864009). Viele neue Spiele für die Spielkonsole Switch wurden

angekündigt und vor allem die Harry Potter Version elektrisierte die Anleger. Die Aktie

verteuerte sich im Wochenverlauf um über elf Prozent. Fast vier Prozent hingegen verloren die

Aktien von Familymart Uny (WKN: 876478). Grund dafür waren die schwächer als erwarteten

Quartalszahlen und eine Herabstufung eines großen japanischen Brokerhauses. Die

Umstrukturierung von Olympus (WKN: 856840) kommt erheblich besser voran als erwartet und die

Aktie reagiert auf diese positive Nachricht mit einem Kurssprung von 24 Prozent.

An diesem Donnerstag informierte das Sanitärtechnikunternehmen Geberit (WKN: A0MQWG) über das

abgelaufene vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2018. Seit nun schon sieben Jahren weisen die

Schweizer ein Umsatzwachstum aus und auch diesmal konnte der Umsatz um 5,9 Prozent auf nun 3,08

Milliarden Franken gesteigert werden, inklusive positiver Währungseffekte von 83 Millionen.

Dies erfüllte knapp die Erwartungen der Analysten und die eigenen Ansprüche des Unternehmens,

das ein jährliches Wachstum zwischen vier und sechs Prozent anstrebt. Gewinnzahlen legte

Geberit allerdings noch nicht vor, sondern bestätigte nur die bisherige Prognose, und auch eine

Zielvorgabe für 2019 konnte dem Management noch nicht entlockt werden. In einem schwächeren

Markt lag die Aktie kurz nach Börsenbeginn bei 332 Euro und damit gut zwei Prozent im Plus.

Ein negativer Analystenkommentar, verbunden mit einer Herabstufung durch eine internationale

Investmentbank schickte die Aktien der RTL Group (WKN: 861149) am Donnerstagmorgen auf

Talfahrt. Mit einem Minus von fast sechs Prozent zählte der im MDAX vertretene Wert, mit

Firmensitz in Luxemburg, zu den großen Verlierern. Die RTL Group ist mit 61 Fernseh- und 30

Radiosendern Europas größter Betreiber von werbefinanziertem Privatfernsehen und Privatradio.

Aktuell notiert die RTL-Aktie bei 45,50 Euro auf dem tiefsten Stand seit neun Jahren.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und

Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung

für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem

Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe

Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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