finanzen.net
18.01.2019 16:07
Bewerten
(0)

Börse Stuttgart-News: bonds weekly

DRUCKEN

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Anleihenmarktbericht der Börse Stuttgart

AKTUELLES MARKTGESCHEHEN

202 : 432

Das hat selbst die Briten überrascht: Mit 202 zu 432 Stimmen hat das britische Parlament gegen

den von Premierministerin Theresa May ausgehandelten Vertrag zum EU-Austritt von Großbritannien

abgeschmettert. Zwar hatte die Mehrheit der Briten mit einem ?nein? gerechnet - dass dieses

Ergebnis jedoch so eindeutig wird, damit rechnete wohl keiner. Infolgedessen musste sich

Theresa May am Mittwoch einem Misstrauensvotum stellen, welches sie aber knapp mit 325 zu 302

Stimmen überstanden hat.

Wie geht es nun weiter?

Theresa May hat nun Zeit bis Montag, einen Plan B vorzulegen. Das britische Parlament wird am

29. Januar über diesen Plan B abstimmen. Sollte die britische Regierung keine Lösung finden,

könnte es am 29. März zum harten Brexit kommen. Dies würde das Ende des freien Handels mit

Großbritannien bedeuten. Es würden Zölle erhoben und Grenzkontrollen eingeführt. Die EU ist

jedoch bereit, das Austrittsdatum deutlich nach hinten zu verschieben.

Alternativ könnten die Briten mittels neuen Referendums für den Exit vom Brexit stimmen und die

Scheidungspapiere zurückziehen. Der Präsident der Schweitzer Nationalbank Thomas Jordan warnte

vor der Zunahme der Volatilität am Devisenmarkt, sollte es zu einem harten Brexit kommen.

Die Aktienmärkte zeigen sich vom britischen Zirkus nahezu unbeeindruckt, der DAX eröffnete am

Montag bei 10.820 und hat im Verlauf der Woche versucht, die 11.000 Punkte Marke zu

durchbrechen - und beim Versuch ist es geblieben. Auch die amerikanischen Märkte verhalten sich

ruhig. Die Anleger richten den Fokus nun auf die beginnende Berichtssaison.

BUNDES-/STAATSANLEIHEN

Die Renditen der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen sind über das Wochenende von 0,179

Prozent auf 0,235 Prozent gestiegen und haben sich im Verlauf der Woche bei 0,220 %

eingependelt.

Die Renditen der britischen Staatsanleihen sind - mit Ausnahme der einjährigen Staatsanleihen -

gefallen, ebenso die Renditen der schweizer, der italienischen und der französischen

Staatsanleihen.

Der Euro-Bund-Future ist vor der Brexit-Abstimmung zunächst von 164,41 Prozent auf 164,88

Prozent gestiegen. Ein Durchbruch über 165 Zähler gab es jedoch nicht. Am Mittwochmittag gab

der Bund-Future die Gewinne allerdings wieder nahezu vollständig ab um dann einen weiteren

Anlauf auf 164,80 Zähler zu nehmen. Am Donnerstag dann zeigte sich der Bund-Future

unentschlossen.

Anlegertrends

EINE MILLIARDE EURO FÜR ALLGEMEINE UNTERNEHMENSZWECKE

Der Gesundheitskonzern Fresenius SE & Co. KGaA hat zwei neue Anleihen mit einem

Emissionsvolumen von insgesamt einer Milliarde Euro platziert. Die Anleihe mit der WKN A2NBMS

hat eine Laufzeit von sechs Jahren und ist mit einem Kupon in Höhe von 1,875 % ausgestattet. Ab

dem 15.11.2024 ist die Anleihe durch den Emittenten zu 100 % kündbar. In dieser Woche wurden am

Handelsplatz Stuttgart in der Anleihe bereits über 1,3 Millionen Euro nominal umgesetzt.

Die zehnjährige Anleihe A2NBMT verzinst sich mit 2,875 % und kann am dem 15.11.2028 zu 100 %

vorzeitig gekündigt werden. Der Umsatz in der Anleihe in dieser Woche beträgt 7,25 Millionen

Euro am Handelsplatz Stuttgart.

Der weltweit im Gesundheitswesen tätige Konzern nutzt die Erlöse der Anleihe für allgemeine

Unternehmenszwecke und zur Refinanzierung fällig werdender Anleihen.

Beide Anleihen sind mit 1.000 Euro nominal anlegerfreundlich gestückelt.

MEHR FLEXINILITÄT FÜR DIE DEUTSCHE BAHN

Die Konzernfinanzierungstochter der Deutschen Bahn, die Deutsche Bahn Finance GmbH hat die

erste ?-Benchmark-Anleihe in 2019 mit einem Emissionsvolumen von einer Milliarde Euro begeben.

Die Anleihe A2NBMR wird im zum Jahresende 2028 fällig und ist mit einem Kupon von 1,125 %

ausgestattet, Zinszahlungstermin ist der 18. Dezember. Mit einer Stückelung von 1.000 Euro

nominal ist die nicht vorzeitig kündbare Anleihe anlegerfreundlich gestückelt. Die Erlöse der

Anleihe dienen der finanziellen Flexibilität der Deutschen Bahn.

4 MILLIARDEN EURO FÜR DIE REPÚBLICA PORTUGUESA

Die Seefahrernation Portugal hat eine neue Staatsanleihe in Höhe von vier Milliarden Euro

begeben. Die Anleihe A2RWF6 wird im Juni 2029 fällig und ist mit einem Kupon in Höhe von 1,950

% ausgestattet. Der erste Kupon ist verkürzt. Die Stückelung beträgt überaus anlegerfreundliche

0,01 Euro nominal (nein, das ist kein Tippfehler). Die Rating-Agentur S & P bewertet den Staat

mit BBB- und einem positiven Ausblick.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und

Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung

für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem

Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe

Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

Heute im Fokus

DAX schließt fester -- Dow geht im Minus aus dem Handel -- Coca-Cola: Neues Aktienrückkaufprogramm -- Deutsche Telekom toppt Erwartungen -- Tesla, Wirecard, Henkel im Foku

HOCHTIEF peilt auch 2019 einen Gewinnsprung an. SDAX im März mit zahlreichen Änderungen. Kretinksy darf bis zu 35 Prozent der METRO-Aktien übernehmen. US-Zölle könnten Volkswagen Milliarden kosten. Höhere Rohstoffpreise bescheren Anglo American mehr Gewinn. Nordex: Umsatz und Ergebnis sinken in 2018. Trump erwägt weiter Zölle auf EU-Autoimporte.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Sind Sie in Cannabis-Aktien investiert?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Telekom AG555750
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Amazon906866
Allianz840400
Aurora Cannabis IncA12GS7
Apple Inc.865985
BASFBASF11
TUI AGTUAG00
NEL ASAA0B733
Infineon AG623100
SteinhoffA14XB9
Nordex AGA0D655