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14.09.2016 17:30
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Spreads bei Zertifikaten: Was Anleger wissen sollten

Euro am Sonntag-Zerti-1x1: Spreads bei Zertifikaten: Was Anleger wissen sollten | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Zerti-1x1
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Wie groß die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs bei Zertifikaten ist, hängt von der Liquidität des Basiswerts ab.
€uro am Sonntag
von Gian Hessami, Euro am Sonntag

Um die Liquidität von Zertifikaten während der Laufzeit zu sichern, stellen Emittenten die Kurse selbst. Zu jedem Zertifikat gibt es einen An- und Verkaufspreis, auch Geld- und Briefkurs genannt.


Die Differenz aus beiden Kursen ist der Spread. Laut dem Deutschen Derivate Verband (DDV) ist er eine Art Gebühr des Emittenten für Absicherungskosten und den fortlaufend möglichen Handel von Zertifikaten. "Wie auch bei anderen Gebühren verdient die Bank daran", sagt Simon Ullrich, Geschäftsführer des Finanz-IT-Analysehauses smarttra.de. Zugleich schränkt er ein: "Die Spreads von verbrieften Derivaten auf liquide Werte sind hierzulande durchaus fair und in der Regel nicht zu hoch angesetzt."


Woran erkannt man nun aber "günstige" Spreads? Zwar lautet eine Faustregel: Ein Spread von weniger als 0,5 Prozent ist preiswert. So pauschal lässt sich dies jedoch nicht sagen. Es gilt: Je höher die Liquidität des Basiswerts ist, desto kleiner ist auch der Spread - und umgekehrt.

Bei häufig gehandelten Basiswerten wie Aktien aus dem DAX ist die Spanne gering. Bezieht sich ein Zertifikat dagegen auf exotischere Werte wie etwa den vietnamesischen Aktienmarkt, fällt der Spread deutlich höher aus.

Spreads vergleichen

Vor dem Kauf eines Zertifikats kann man Spreads mehrerer Zertifikate vergleichen, bei denen Basiswert, Zertifikatetyp, Laufzeit und Struktur ähnlich sind. "Das maßgebliche Vergleichskriterium ist die Differenz aus Brief- und Geldkurs in Relation zum Briefpreis, also in Prozent", erläutert Ullrich.


So lag der Geldkurs des Bonuspapiers der Commerzbank auf die Deutsche Post (ISIN: DE 000 CD4 JRL 6) kürzlich bei 30,54 Euro und der Briefkurs bei 30,56 Euro. Der Spread betrug also 0,02 Euro - rund 0,07 Prozent. Das Pendant dazu ist ein Bonuszertifikat der Deutschen Bank auf die Deutsche Post (DE 000 DL6 1XM 5). Der Geldkurs betrug 30,32 Euro und der Briefkurs 30,33 Euro. Daraus ergibt sich ein noch kleinerer Spread von 0,03 Prozent.

Da ist die Differenz von An- und Verkaufskurs bei einem Indexzertifikat von Erste Group (AT 000 0A1 1P9 2) auf den osteuropäischen Index CECE (Tschechien, Ungarn, Polen) schon größer: Der Briefkurs beträgt 13,92 Euro und der Geldkurs 13,82 - der Spread liegt damit bei 0,7 Prozent. Die HypoVereinsbank hingegen bietet ein bezüglich des Profils identisches Papier (DE 000 HV0 AYR 9) mit 0,4 Prozent Spread an. Hier kann sich der Vergleich für den Anleger also lohnen.

Bei exotischen Basiswerten sollten sich Anleger wegen der generell hohen Spreads sowieso fragen, ob sie das Papier kaufen wollen. Ein Beispiel ist das Vietnam-Zertifikat der Deutschen Bank (DE 000 DB6 GSC 5), das einen Korb vietnamesischer Titel umfasst. Hier liegt der Briefkurs bei 35,71 Euro und der Geldkurs bei 34,82 Euro - der Spread beträgt also hohe 2,5 Prozent.
Bildquellen: MichaelJayBerlin / Shutterstock.com, isak55 / Shutterstock.com, MIKE CLARKE/AFP/Getty Images

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