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10.10.2012 10:13
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Deutsche Telekom: Kommt nun die Wende zum Guten?

X-markets-Kolumne: Deutsche Telekom: Kommt nun die Wende zum Guten? | Nachricht | finanzen.net
X-markets-Produktkolumne
Christian-Hendrik Knappe
Der Zusammenschluss mit dem US-Mobilfunkanbieter MetroPCS soll die Deutsche Telekom endlich in den USA voranbringen, nachdem die bisherigen Aktivitäten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wenig von Erfolg gekrönt waren.
Lange Zeit hatte die Deutsche Telekom versucht, sich von ihrem schwächelnden US-Geschäft zu trennen. Da die US-Wettbewerbshüter einen Verkauf an AT&T und damit auch implizit an die anderen beiden großen Wettbewerber verhinderten, geht man nun zum Plan B über. Ein Zusammenschluss mit dem kleineren Anbieter MetroPCS bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Einerseits ergänzen sich beide Unternehmen sehr gut in Sachen Funkfrequenzen, da sie diese bisher in unterschiedlichen Gegenden besitzen. Zum anderen wäre das neue Unternehmen börsennotiert, was die Möglichkeit des allmählichen Rückzugs aus dem ungeliebten US-Geschäft für die Bonner erleichtern würde. Außerdem bringt ein solches Gemeinschaftsunternehmen Größenvorteile mit sich, bei dem sich Kosteneinsparungen ergeben können.

Mit einem geplanten Verkauf der US-Tochter T-Mobile USA an den Wettbewerber AT&T für insgesamt 39 Mrd. US-Dollar wollte die Deutsche Telekom im vergangenen Jahr einen Schlussstrich unter das zuletzt schwächelnde US-Geschäft ziehen. Doch die US-Wettbewerbshüter verhinderten den Deal, bei dem AT&T in ihren Augen eine marktbeherrschende Stellung eingenommen hätte. Gleichzeitig wurde aufgrund wettbewerbspolitischer Bedenken auch die Option ausgeschlossen, dass das US-Geschäft an einen der anderen beiden großen Wettbewerber, Verizon Wireless oder Sprint, verkauft wird. Immerhin konnte sich die Telekom über einen Scheck von rund 4 Mrd. US-Dollar von AT&T wegen der gescheiterten Übernahme freuen.

Nun scheint man bei der Telekom eine neue Lösung für das US-Geschäft gefunden zu haben, in das man im Jahr 2001, noch unter dem Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer, mit dem Kauf des Mobilfunkanbieters VoiceStream für rund 40 Mrd. Euro eingestiegen war. Demnach sollen T-Mobile USA und der Anbieter MetroPCS zusammengeschlossen werden. Wie der ehemalige Staatsmonopolist am 3. Oktober bekannt gab, wurde die Transaktion einstimmig sowohl vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom als auch vom Board of Directors der MetroPCS genehmigt. Die MetroPCS-Aktionäre sollen insgesamt 1,5 Mrd. US-Dollar in bar sowie 26 Prozent der Anteile an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen erhalten. 74 Prozent gehen an die Telekom. Die Bonner versprechen sich durch den Deal zum einen Größenvorteile, denn der fusionierte Konzern könnte somit eine bessere Netzabdeckung bieten. Außerdem erhofft man sich Kostensynergien in Milliardenhöhe.

Allerdings könnte Sprint den Telekom-Plänen einen Strich durch die Rechnung machen. Denn laut einem Bericht vom 4.10.2012 des Wirtschaftsnachrichtensenders Bloomberg plant der drittgrößte amerikanische Mobilfunkanbieter ebenfalls ein Angebot für MetroPCS, das sogar über dem Angebot der Telekom liegen soll. Sprint ist derzeit die Nummer drei auf dem US-Markt. Ein Joint Venture von T-Mobile USA und MetroPCS wäre zwar immer noch an vierter Stelle in Sachen Mobilfunkkunden, jedoch würde man damit gefährlich nahe an Sprint herankommen.

Spekulative Anleger, die auf steigende Kurse bei der Aktie der Deutschen Telekom setzen möchten, könnten dies mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DE55UB) tun. Der Hebel würde bei 2,83 und die Knock-Out-Schwelle bei 6,50 Euro liegen. Spekulative Anleger, die eher fallende Kurse bei der Deutsche Telekom-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DE87CC; Hebel 3,04 und Knock-Out-Schwelle bei 11,90 Euro) auf dieses Szenario setzen.

Stand: 08.10.2012

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Teams der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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