10.01.2013 13:49
Bewerten
(1)

EZB belässt Leitzins unverändert

Weiterhin bei 0,75 Prozent: EZB belässt Leitzins unverändert | Nachricht | finanzen.net
Weiterhin bei 0,75 Prozent
DRUCKEN
Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Zinsen im Euroraum auf Rekordtief.
Trotz der Rezession im Euroraum verzichten die Währungshüter damit weiter darauf, das Geld im Euroraum noch billiger zu machen. Der Leitzins verharrt bei 0,75 Prozent. Das entschied der Rat der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt, wie die EZB mitteilte.

Die meisten Volkswirte hatten damit gerechnet, dass die Währungshüter von einer weiteren Zinssenkung absehen werden - obwohl selbst die EZB nach wie vor von großen Risiken für die Wirtschaft im Euroraum spricht: Die Staatsschuldenkrise in Europa belastet ebenso weiter wie aufgeschobene Probleme in den USA.

Führende EZB-Vertreter hatten in den vergangenen Wochen jedoch betont, dass nicht das Zinsniveau das Problem sei. Vielmehr kämen die bereits extrem niedrigen Zinsen nicht dort an, wo sie gebraucht würden: Bei den Unternehmen der Realwirtschaft. Eigentlich sollten die weit geöffneten Geldschleusen die Konjunktur stimulieren - gerade in den Krisenstaaten des Währungsraums.

Der positive Effekt einer Zinssenkung auf die Konjunktur dürfte derzeit gerade in den Krisenländern gering sein, erklärte Johannes Mayr von der BayernLB. Schon die letzten Zinssenkungen seien dort nicht oder nur unvollständig von den Banken weitergegeben worden: "Die Kreditzinsen für Unternehmen sind teils sogar weiter gestiegen und werden nach wie vor weniger vom Leitzins als vielmehr von den Finanzierungskosten der Banken bestimmt, die eng mit der Entwicklung am Markt für Staatsanleihen zusammenhängen."

Weitere Sondermaßnahmen im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise dürfte die Notenbank ebenfalls zunächst nicht ergreifen. Nach der Ankündigung der EZB, unter Bedingungen notfalls unbegrenzt Anleihen angeschlagener Staaten wie Spanien und Italien zu kaufen, hatte EZB-Präsident Mario Draghi eine Entspannung an den Märkten ausgemacht. Handlungsbedarf hat die Notenbank bei ihrem Anleihenkaufprogramm vorerst nicht, da noch kein Land den dafür notwendigen Hilfsantrag beim Euro-Rettungsfonds ESM gestellt hat.

Die EZB ist bei den Zinsen auch in der anderen Richtung nicht zum Handeln gezwungen. Trotz ihrer Politik des extrem billigen Geldes blieb die Inflation bislang im Rahmen. Im Dezember lag die jährliche Teuerungsrate in den 17 Euro-Staaten nach einer ersten Schätzung von Eurostat wie im November bei 2,2 Prozent und damit nur leicht über der Zielmarke der EZB von "unter, aber nahe bei 2,0 Prozent".

Stattdessen darf sich die EZB zum Jahresauftakt angenehmeren Themen widmen: Am Donnerstagnachmittag wollte Draghi in Frankfurt die neue Generation der Euro-Banknoten vorstellen. Präsentiert werden soll der überarbeitete Fünf-Euro-Schein, der von Mai an unters Volk gebracht werden soll. Die Währungshüter versprechen mehr Sicherheit gegen Fälscher dank neuer Wasserzeichen und Hologramme.

FRANKFURT (dpa-AFX)
Bildquellen: Vladimir Jotov / Shutterstock.com, Jorg Hackemann / Shutterstock.com

Sparbriefe Zinsen

  • Anlagebetrag: 10.000 Euro
  • Anlagezeitraum: 3 Jahre
  • Einlagensicherung: Auch die Europäische
  • Zinszahlung: Alle Varianten
InstitutZinssatz
J&T BANKA1,70%
Banka Kovanica1,65%
Atlantico Europa1,35%
Imprebanca1,36%
Banco BNI Europa1,35%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- US-Börsen kaum verändert -- Finanzspritze für Tesla-Rivale Faraday Future -- Allianz verdient weniger im vierten Quartal -- Coca-Cola, HNA, Deutsche Bank, VW im Fokus

32 Sammelklagen gegen Intel. Chefs von US-Banken erhalten kräftige Gehaltserhöhungen. Überraschende Kehrtwende bei JPMorgan - "Bitcoin-ETFs sind der heilige Gral". Wetten und Manipulationen: War der Börsencrash erst der Anfang? Kaufempfehlung liefert HHLA-Aktie Rückenwind.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Thema: Künstliche Intelligenz

Im neuen Anlegermagazin stellen wir Ihnen drei Aktien aus dem Software-Sektor vor, die beim Megatrend "Künstliche Intelligenz" gut positioniert sind. Außerdem: Der US-Medienkonzern Walt Disney verspricht langfristigen Anlegern die Chance auf attraktive Renditen. Gilt das auch für RTL und ProSiebenSat1?
Kostenfrei registrieren und lesen!

Top-Rankings

KW 7: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 7: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen.

Umfrage

Wen wünschen Sie sich als künftigen deutschen Außenminister?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
Amazon906866
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Siemens AG723610
BMW AG519000
adidas AGA1EWWW
Steinhoff International N.V.A14XB9
CommerzbankCBK100
BASFBASF11