05.07.2022 12:31

Deutsche Banken fürchten Rezession und wollen deutlichere Zinsanhebung

EZB in der Verantwortung: Deutsche Banken fürchten Rezession und wollen deutlichere Zinsanhebung | Nachricht | finanzen.net
EZB in der Verantwortung
Folgen
Banken in Deutschland sorgen sich immer mehr um eine drohende Rezession. Die Geldhäuser befürchten, dass die mögliche Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) bei ihrer nächsten Ratssitzung nicht ausreichen wird, um der Inflation entgegenzuwirken.
Werbung
"Der anhaltende Preisdruck hat ein enormes disruptives Potenzial, und er erhöht das Risiko einer globalen Rezession im nächsten Jahr," sagte Deutsche-Bank-Chef Sewing am Montag auf der Branchenkonferenz Eurofinance Summit in Frankfurt. "Ich kann nicht verleugnen, dass ich mir Sorgen darüber mache, was uns in den nächsten 12 Monaten bevorsteht."

Über die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in der zweiten Jahreshälfte 2023 hat der Deutsche-Bank-Chef in den vergangenen Wochen bei diversen Branchenkonferenzen gesprochen. Es gebe ein seltenes Zusammenspiel von Risikofaktoren, darunter der Russland-Krieg, die Energiekrise, die Pandemie und die Inflation. "Wir steuern auf ein Jahrzehnt hoher Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität zu," sagte er am Montag.

Auch andere Banken in Deutschland bereiten sich auf die Möglichkeit einer Rezession vor. "Wir rechnen mit einer realen Rezession, wenn Gaslieferungen gestoppt werden," sagte Jan Holthusen, leitender Volkswirt bei der DZ Bank, auf dem Eurofinance Summit. Holthusen sagte, er gehe davon aus, dass die Inflationsrate in den kommenden Jahren auch nur langsam wieder sinken würde.

Die negative Konjunkturprognose führte zu einem Einbruch der Aktienkurse der Deutschen Bank und der Commerzbank um 20 Prozent im vergangenen Monat. Aktienkurse von europäischen Banken fielen dagegen im Durchschnitt nur um 8,3 Prozent. Das Risiko einer Banken- oder einer Eurokrise sahen die Banken an der Eurofinance Summit jedoch nicht. Die Geldhäuser seien auf eine Krise besser vorbereitet als vor der Finanzkrise 2008, sagte die Finanzchefin der Commerzbank, Bettina Orlopp. Die aktuelle Krise sei allerdings genauso so schwerwiegend wie damals die Eurokrise, sagte Orlopp.

Sewing hält vor dem Hintergrund der anhaltender Inflation eine baldige Leitzinserhöhung für unabdingbar. "Wir wünschen uns auch von der EZB, dass sie nun schneller als bislang angekündigt die Zinsen erhöht", sagte der Deutsche-Bank-Chef. Volkswirte der DekaBank und ING Deutschland sprachen sich für eine signifikantere Erhöhung des Leitzinses aus als die prognostizierten 25 Basispunkte. "Im September, wenn wir uns schon in einer Rezession befinden, wird es für die EZB schwer sein, die Entscheidung von nur 25 Basispunkten zu erklären," sagte Carsten Brzeski, Chef-Volkswirt bei ING Deutschland.

Frankfurt (Reuters)

Ausgewählte Hebelprodukte auf Commerzbank
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Commerzbank
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Name
Hebel
KO
Emittent
Bildquellen: Jorg Hackemann / Shutterstock.com, Michael Gottschalk/Photothek via Getty Images

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Trading Idee
Trading Idee: Deutsche Bank - Short-Chance am 50er-EMA
Die Aktien der Deutsche Bank befinden sich seit dem Verlaufstief bei 7,52 Euro vom 15. Juli in einem kurzfristigen Aufwärtstrend, übergeordnet aber weiterhin in einem langfristigen Abwärtstrend. Aktuell haben die Aktien der Deutsche Bank den 50er-EMA im Tageschart erreicht und könnten hier wieder nach unten abprallen und den übergeordneten Abwärtstrend weiter fortsetzen.

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
02.08.2022Deutsche Bank HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
29.07.2022Deutsche Bank BuyWarburg Research
28.07.2022Deutsche Bank BuyGoldman Sachs Group Inc.
28.07.2022Deutsche Bank Sector PerformRBC Capital Markets
28.07.2022Deutsche Bank Equal WeightBarclays Capital
29.07.2022Deutsche Bank BuyWarburg Research
28.07.2022Deutsche Bank BuyGoldman Sachs Group Inc.
27.07.2022Deutsche Bank BuyUBS AG
27.07.2022Deutsche Bank OverweightJP Morgan Chase & Co.
21.07.2022Deutsche Bank BuyGoldman Sachs Group Inc.
02.08.2022Deutsche Bank HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
28.07.2022Deutsche Bank Sector PerformRBC Capital Markets
28.07.2022Deutsche Bank Equal WeightBarclays Capital
27.07.2022Deutsche Bank Sector PerformRBC Capital Markets
22.07.2022Deutsche Bank Equal WeightBarclays Capital
28.07.2022Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
01.07.2022Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
28.04.2022Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
25.04.2022Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
01.04.2022Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung

Heute im Fokus

Inflationssorgen etwas rückläufig: DAX schließt kaum verändert -- Daimler Truck überrascht positiv -- Siemens reduziert Prognose -- NEL ASA, Valneva, thyssenkrupp, RWE, Varta im Fokus

OPEC mit pessimistischerem Ausblick für globale Wirtschaft und Öl-Nachfrage. Sonos verschiebt Produktstart. KWS Saat übertrifft Wachstumsziel. Ceconomy rutscht noch tiefer in die roten Zahlen. Zehn-Euro-Flüge sind laut Ryanair-CEO O'Leary vorerst passé. SMA Solar von Lieferengpässen belastet. Hapag Lloyd sieht erste Anzeichen für Normalisierung der Lieferketten.
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Worüber machen Sie sich derzeit die größeren Sorgen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln