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29.11.2019 15:22
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Kandidaten für EZB-Direktorium unterstützen lockeren Kurs der Notenbank

Frankfurt (Reuters) - Wenige Tage vor ihrer Anhörung im EU-Parlament haben die beiden Kandidaten für das EZB-Direktorium, Isabel Schnabel und Fabio Panetta, die lockere Geldpolitik der Euro-Notenbank verteidigt.

Die deutsche Wirtschaftsweise Schnabel und Italiens Vize-Notenbankchef Panetta gaben im Vorfeld ihre Stellungnahmen zu Fragen der Parlamentarier ab, die am Freitag veröffentlicht wurden. Schnabel wies darauf hin, dass die Inflation im Euro-Raum nach wie vor nicht mit dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) übereinstimme. "Daher ist eine konjunkturstützende Geldpolitik weiterhin nötig", schrieb sie. Deren Nebeneffekte müssten aber sorgfältig beobachtet werden. Auch Panetta äußerte seine Unterstützung für den Kurs der weit offenen Geldschleusen.

Schnabel soll im EZB-Direktorium, dem obersten Führungsgremium der Notenbank, die Nachfolge von Sabine Lautenschläger antreten, die Ende Oktober vorzeitig zurückgetreten war. Panetta ist für die Nachfolge des Franzosen Benoit Coeure vorgesehen, dessen Amtszeit Ende Dezember abläuft. Am Dienstag sollen beiden im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments befragt werden. Es wird erwartet, dass beide dann auf einem EU-Gipfel im Dezember formell ernannt werden.

"Insgesamt scheint die Erfahrung mit niedrigen und selbst negativen Zinssätzen im Euro-Raum positiv gewesen zu sein," schrieb Schnabel. Panetta äußerte sich ähnlich. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt überwiegen die Vorteile der EZB-Maßnahmen, einschließlich der Negativzinsen, immer noch deren Nebenwirkungen", konstatierte er. Wegen der schwachen Inflationsaussichten sei eine konjunkturstützende Geldpolitik gefragt. Die Teuerung lag im November lediglich bei 1,0 Prozent. Die EZB strebt aber knapp zwei Prozent für die Wirtschaft an, was sie aber bereits seit Jahren verfehlt.

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