finanzen.net
05.06.2014 15:13
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EZB senkt Leitzins auf 0,15 Prozent

Die EZB hat bei ihrer heutigen Sitzung eine weitere Leitzinssenkung beschlossen. Der Hauptrefinanzierungssatz in der Eurozone sinkt von 0,25 Prozent auf 0,15 Prozent.
Der Einlagensatz fällt von 0,0 Prozent auf minus 0,1 Prozent und damit erstmals in den negativen Bereich. Damit müssen Banken nun erstmals Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der EZB bunkern.

Die Gründe für die Zinsentscheidung wird EZB-Präsident Mario Draghi bei der Pressekonferenz ab 14:30 Uhr erläutern. Bei dieser Gelegenkheit könnte Draghi auch weitere Maßnahmen mitteilen. Spekuliert wird zum Beispiel auf eine abermalige Erhöhung der Liquiditätsversorgung der Banken mit einem neuen Langfristtender. Auch ein kleines Ankaufprogramm für Kreditverbriefungen wäre denkbar.

Das Direktorium der EZB

Mitglieder

Mario Draghi (Präsident der EZB)
Vitor Constancio (Vize-Präsident der EZB)
Yves Mersch (Direktoriumsmitglied)
Benoit Coeure (Direktoriumsmitglied)
Peter Praet (Direktoriumsmitglied, Chefvolkswirt)
Sabine Lautenschläger (Direktoriumsmitglied)

Amtszeit

Die Amtszeit der Direktoriumsmitglieder beträgt acht Jahre und kann darüber hinaus nicht verlängert werden.

Wahlvorgang

Die Mitglieder des EZB-Direktoriums werden formal auf der Regierungsebene der jeweiligen Länder ausgewählt. Als Voraussetzung gilt Erfahrung im Bereich der Währungs- und Bankfragen. Auch die Finanzminister, die Europäische Zentralbank und das Europaparlament müssen von der Qualifikation des Kandidaten überzeugt sein.

Aufgaben

Das Direktorium entspricht der Geschäftsführung der EZB. Zu den Aufgaben gehören die operative Geldpolitik der Notenbank und die Führung der laufenden Geschäfte.

EZB-Rat

Der EZB-Rat steht als oberstes Entscheidungsgremium noch über dem EZB-Direktorium. Dem Rat der Europäischen Zentralbank gehören die Mitglieder des Direktoriums sowie die Notenbankchefs aller Euro-Staaten an.

Am Markt war eine Zinssenkung aufgrund der auch im Mai weiter niedrigen Inflation und des schwachen Wachstums in der Eurozone erwartet worden. Die dauerhaft niedrige Teuerung birgt das Risiko, dass die Wirtschaft der Eurozone in eine Deflation abgleitet. Darunter verstehen Volkswirte eine Abwärtsspirale aus sinkenden Preisen und schwachem Wachstum. Dazu kann es kommen, wenn Verbraucher und Unternehmen in Erwartung weiter sinkender Preise Konsum und Investitionen aufschieben.

Daneben erschwert dauerhaft geringer Preisauftrieb auch den Schuldenabbau, weil ein größerer Teil der Wirtschaftsleistung für Zinszahlungen aufgewendet werden muss. In fast allen Staaten im Euroraum ist die Verschuldung hoch.


Platz 5: EZB-Rat

Der EZB-Rat steht als oberstes Entscheidungsgremium noch über dem EZB-Direktorium. Dem Rat der Europäischen Zentralbank gehören die Mitglieder des Direktoriums sowie die Notenbankchefs aller Euro-Staaten an.

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