XETRA-SCHLUSS/Gut behauptet - EZB erhöht wie erwartet die Zinsen
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DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag mit kleinen Aufschlägen den Handel beschlossen. Der DAX gewann 0,1 Prozent auf 24.210 Punkte. Das Geschäft war weiter von Zurückhaltung geprägt. US-Präsident Donald Trump hat erneut gedroht, den Iran "sehr hart" zu treffen und die "vollständige Kontrolle" über die Öl- und Gasmärkte des Landes zu übernehmen - ein Zeichen dafür, dass er den diplomatischen Weg aufgegeben hat und darauf abzielt, Teheran zu einem Atomabkommen zu zwingen. Der Ölpreis zeigte sich hiervon indes unbeeindruckt - Brent gab sogar leicht nach -, ein Hinweis, dass die Börsianer weiter auf eine diplomatische Lösung setzen.
Die EZB hat derweil wie erwartet wegen der stark gestiegenen Energiepreise als Folge des Iran-Kriegs die Leitzinsen um 25 Basispunkte erhöht und hält sich alle Optionen für das weitere geldpolitische Vorgehen offen. Die meisten Analysten erwarten, dass die EZB die Zinsen im laufenden Jahr ein weiteres Mal anheben wird. "Es gibt zwar ein Aufwärtsrisiko für die Inflation, aber eben auch ein Abwärtsrisiko für das Wachstum. Eine weitere Zinserhöhung im September, und das war's", glaubt die Deutsche Bank.
Auf Unternehmensseite bewegten zwei Übernahmeangebote: Hugo Boss zogen um 9,1 Prozent an auf 39,76 Euro an, nachdem der Großaktionär Frasers ein Übernahmegebot von 38 Euro je Aktie abgegeben hatte. Der Modehersteller bezeichnete es als "nicht abgestimmt" und betonte in einer Mitteilung die geringe Prämie von rund 4 Prozent auf den jüngsten Schlusskurs. Der Markt spekuliere aber auf ein erhöhtes Gebot, meinte ein Händler.
Kontron stiegen um 5,8 Prozent auf 23,70 Euro. Der Großaktionär Ennoconn muss nach Überschreiten der Schwelle von 30 Prozent der Anteile ein öffentliches Angebot abgeben. Der österreichische IT-Konzern bietet mit 23,50 Euro in bar nur einen Tick mehr als den Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch von 22,40 Euro.
Softwareaktien standen europaweit erneut unter Druck. Für SAP ging es im DAX um 6,6 Prozent nach unten. Belastend wirkten weiter die Sorgen über die KI-Konkurrenz für softwarebasierte Geschäftsmodelle und Margendruck bei Oracle durch hohe Investitionen. Verschärfend kam hinzu, dass OpenAI seine Preise senken will, um den Konkurrenten Anthropic zu belasten.
Chip-Aktien waren dagegen auf Erholungskurs, nachdem der Sektor zuletzt unter Zweifeln an der Nachhaltigkeit des KI-Booms gelitten hatte. Infineon gewannen 2,6 Prozent oder Suss Microtec 4,7 Prozent. Auch Siemens Energy erholten sich nach dem starken Kursrücksetzer um 6 Prozent. Das Unternehmen gilt als Profiteur der von Rechenzentren benötigten Energie.
Die Augen der Anleger sind ferner fest auf SpaceX gerichtet. Das Unternehmen wird voraussichtlich am heutigen Donnerstag den Ausgabekurs für den am Freitag geplanten Börsengang bekanntgeben. SpaceX strebt einen Preis von 135 Dollar je Aktie an. Sollte es so kommen, würden rund 75 Milliarden in die Kasse des Raumfahrt- und KI-Konzerns gespült und SpaceX insgesamt auf eine Bewertung von etwa 1,7 Billionen Dollar kommen. Die entspräche einer extrem hohen Bewertung mit dem 93-fachen des Jahresumsatzes.
Etwas Unterstützung für die Börse kam von Versorgeraktien: RWE gewannen 3,4 Prozent und Eon 2,2 Prozent. Auch einige Rüstungsaktien erholten sich: Rheinmetall legten 1,9 Prozent und Hensoldt 1,3 Prozent.
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Index zuletzt* +/- % +/- % YTD
DAX 24.210 +0,1 -1,1
DAX-Future 24.235 +0,6 -1,8
XDAX 24.220 +0,2 -1,5
MDAX 31.456 +0,5 2,8
TecDAX 3.928 -1,3 8,4
SDAX 18.027 +0,9 5,0
zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 125,61 +41,0
*gerundet
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/cln
(END) Dow Jones Newswires
June 11, 2026 11:56 ET (15:56 GMT)
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| 10.07.2026 | Rheinmetall Buy | Jefferies & Company Inc. | |
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| 08.07.2026 | Rheinmetall Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
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| 07.07.2026 | Rheinmetall Buy | UBS AG | |
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| 12.08.2015 | Rheinmetall Sell | S&P Capital IQ | |
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