Diese Regelungen gelten

Urlaub während der Corona-Krise: Was möglich ist – und welche Regeln zu beachten sind

Auch 2021 bestimmt das Coronavirus unser Leben. Trotz eines Impfstoffs kann niemand mit Sicherheit sagen, wann wieder Normalität einkehren kann. Das gilt auch für den Urlaub. Welche Möglichkeiten Sie haben, 2021 trotz Corona-Pandemie in Urlaub zu fahren und was Sie beachten müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Corona-Krise - Sparschwein mit Mundschutz

Urlaub während der Corona-Krise - Zusammengefasst

Seit Dezember 2020 befindet sich Deutschland im Lockdown 2.0 - doch was bedeutet das für den Urlaub 2021?
Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt seit dem 8. August 2020 eine Corona-Test-Pflicht.
Wichtig: Findet Ihre bereits gebuchte Reise nicht statt, können Sie einen Gutschein ablehnen und das Geld zurückverlangen. Jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen.
Tipp: In manchen Fällen müssen Sie einen Gutschein annehmen, es gibt aber auch Ausnahmen, bei denen Sie Ihr Geld sofort zurückverlangen können.

Urlaub während der Corona-Krise - Empfehlungen

Informieren Sie sich genau über die aktuelle Lage an Ihrem Urlaubsort und wie die Infektionszahlen dort sind.
Unsere Empfehlung: Entdecken Sie schöne Reiseziele in Deutschland, die Sie bequem mit dem Auto oder der Bahn erreichen können - im Falle eines erneuten Corona-Ausbruchs sind Sie nicht weit von Zuhause entfernt.
Es ist vorstellbar, dass Flüge und Pauschalreisen teuer werden, sobald alle Reisewarnungen aufgehoben sind und man wieder uneingeschränkt Fliegen darf.

Corona und Urlaub 2021: Was ist zu beachten?

Harter Lockdown, Lockdown light Wellenbrecher- oder Brücken-Lockdown? Egal welche Bezeichnung die Regierung auch wählt, viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich: was gilt denn nun? Und wie geht es weiter? Je länger die Beschränkungen andauern, umso mehr sehnen sich die Menschen nach Normalität und vor allem nach der Ferne. Doch trotz eines Impfstoffs, ist unklar, wie es im Sommer 2021 aussieht. Durch die Verbreitung der neuen Virusmutationen gibt es Einreiseverbote aus Ländern wie Portugal, Irland oder Südafrika. Das erschwert die Urlaubsplanung zusätzlich.

Wie der Urlaub also im Sommer 2021 aussehen wird, hängt stark von der Impfquote, den Quarantäne-Bestimmungen der Reiseländer und der Verbreitung der Corona-Mutationen ab. Wir verschaffen einen Überblick über das, was bisher bekannt ist:

Urlaub 2021 trotz Corona-Pandemie möglich?

Auch wenn das Coronavirus niemals ganz verschwinden wird, der neue Impfstoff macht trotzdem Hoffnung auf ein Ende der Beschränkungen. Reisen sind zwar auch trotz Corona möglich, jedoch rät das Auswärtige Amt von unnötigen und touristischen Reisen ab. Für viele Länder gilt aufgrund der Pandemie auch eine Reisewarnung, jedoch gibt es wenige Reiseziele, die aktuell nicht als Risikogebiet eingestuft werden – darunter auch einige griechische Inseln. Zudem gilt seit dem 30. Januar 2021 in ganz Deutschland eine Einreisesperre aus Ländern, welche besonders stark von den bekannten Mutationen des Coronavirus betroffen sind. Alle aktuellen Reisewarnungen finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amtes.

Urlaub 2021: Werden Flüge und Pauschalreisen teurer?

Sobald man wieder Reisen kann, rechnen Experten damit, dass Flüge und Pauschalreisen teuer werden – hier geht es um Angebot und Nachfrage. Denn man geht davon aus, dass viele Menschen gleichzeitig verreisen wollen werden, sobald es möglich sein wird. So waren beispielsweise viele Flüge nach Mallorca innerhalb kürzester Zeit ausgebucht, nachdem die Reisewarnung für die größte der Balearen-Inseln aufgehoben wurde. Das bedeutet allerdings auch, dass man vor allem 2021 rechtzeitig mit der Planung beginnen sollte.

Die meisten Deutschen buchen ihren Sommerurlaub bereits im Winter, wenn es noch die sogenannten Frühbucherrabatte gibt – oder erst Last-Minute. Das wird 2021 nicht anders: Wer günstig verreisen will, sollte bereits jetzt seinen Urlaub buchen und darauf hoffen, dass die Reise möglich sein wird. Viele Veranstalter bieten kostenlose Stornierungen an, wenn der Urlaub doch nicht stattfinden kann. Wer Last-Minute verreisen will, muss hoffen, dass er ein gutes Angebot findet und am Ende nicht mehr bezahlt.

Urlaub trotz Corona: Kommt eine Impfpflicht für Reisende?

Auch wenn es laut Bund heißt, dass es keine Sonderrechte für Geimpfte geben wird und geben darf, sieht es in anderen Ländern anders aus: Zum Beispiel soll die Quarantäne für geimpfte Reise-Rückkehrer in Singapur entfallen und Israel will Menschen, die gegen Corona geimpft sind, Zutritt zu Konzerten, Museen und Kinos erlauben. Das sollen auch Nicht-Geimpfte haben, allerdings nur mit einem negativen Corona-Test.

In Deutschland ist das nicht eindeutig, denn die Politik kann Veranstaltern oder Fluggesellschaften nicht vorschreiben, wen Sie reisen lassen oder Zutritt zum Konzert gewähren. Auch Restaurant- und Clubbesitzer können selbst entscheiden, wen Sie hereinlassen – denn sie haben das Hausrecht. Dementsprechend könnte es nicht nur bei Reisen ins Ausland sondern auch in Kultur- und Freizeiteinrichtungen Einschränkungen für Bürger geben, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen.

Urlaub zu Coronazeiten: Was ist möglich?

Das Coronavirus hat die ganze Welt auf den Kopf gestellt – nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich. Denn viele Unternehmen mussten Kurzarbeit anmelden. Eine Katastrophe für Arbeitnehmer, die von nun an mit Kurzarbeitergeld Ihre Rechnungen bezahlen müssen. Auf einmal waren Dinge, die für uns selbstverständlich waren, nicht mehr möglich. Cafés, Restaurants, Bars, Fitness-Studios – eigentlich alle öffentlichen Einrichtungen wurden geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wer zu Silvester 2020 gehofft hat, dass im kommenden Jahr alles besser werden würde, wurde bitter enttäuscht. Auch 2021 herrscht immernoch ein Ausnahmezustand auf der ganzen Welt, der das Reisen für viele Urlauber erschwer.

So wird auch das Osterfest für viele dieses Jahr einen seltsamen Beigeschmack behalten. Denn wer zu Ostern vielleicht verreisen wollte, der wird nun gebeten, das Fest Zuhause zu verbringen. Ein Urlaub ist nur in wenigen Ländern und unter strengen Auflagen gestattet.

Aber wie sieht so ein Urlaub unter Auflagen aus? Wohin dürfen wir im Sommer 2021 verreisen und welche Regeln gelten am Strand? Wir haben die wichtigsten Informationen für Ihren nächsten Urlaub in Zeiten des Coronavirus für Sie zusammengefasst.

Coronavirus: Aktuelle Reisewarnungen

Seit dem 1. Oktober 2020 gibt es keine pauschale Reisewarnung mehr. Die Corona-Lage wird innerhalb und außerhalb der EU für jeden Staat differenziert bewertet: Werden in einem Land oder einer Region 50 Neuinfizierte innerhalb von sieben Tagen registriert, wird erneut eine Reisewarnung ausgesprochen.

Nachdem sich überall auf der Welt verschiedene Mutationen des Virus ausbreiten, gilt seit dem 30. Januar 2021 in ganz Deutschland eine Einreisesperre aus den sogenannten Mutationsgebieten. Bei Reiserückkehrern wird des Weiteren auch unterschieden, ob sie aus Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten nach Hause zurückkehren.

Hinweis: Wenn Sie bereits eine Reise gebucht haben und nicht sicher sind, ob Ihr Urlaub stattfinden kann, können Sie die letzten Aktualisierungen der Reisewarnungen auf der Internetseite des Auswärtigen Amts einsehen.

Corona-Reisewarnung in Nicht-EU-Länder verlängert

Während die Reisewarnung in EU-Staaten, den Schengen-Raum und Großbritannien zum 15. Juni aufgehoben und durch Reisehinweise ersetzt wurde, blieb die Covid-19-Reisewarnung in alle anderen Länder bis zum 30. September 2020 bestehen. Seit dem 1. Oktober 2020 gelten wieder umfassend differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise bzw. Reisewarnungen für einzelne Länder. Sie lösen damit die pauschale Reisewarnung für außereuropäische Länder ab.

Fast ganz Spanien zum Risikogebiet erklärt – mit einer Ausnahme

Nachdem Spanien besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen war und auch in diversen Regionen die Infektionszahlen immer weiter gestiegen sind, hat die Bundesregierung im Juni 2020 zunächst eine Reisewarnung für die Regionen Aragón, Baskenland, Katalonien, Madrid und Navarra ausgesprochen und hat diese zu Risikogebieten erklärt. Das bedeutet, dass deutsche Touristen, die dort Urlaub gemacht haben, nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen und sich sofort in Quarantäne begeben müssen, bis das Testergebnis da ist.

Spanien wurde nun fast komplett von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuft. So wird vor nicht notwendigen Reisen in die autonomen Gebiete Andalusien, Aragonien, Asturien, Kantabrien, Kastilien-Léon, Katalonien, Madrid, Navarra, dem Baskenland, in die Exklaven Ceuta und Melilla sowie auf die Kanarischen Inseln derzeit gewarnt. Des Weiteren wird auch von Reisen in die folgenden Gemeinschaften abgeraten: Kastilien-La Mancha, Galicien, Valencia, Extremadura, Murcia, Rioja sowie auf die Balearen.

Mallorca, Griechenland oder Israel: So können Sie doch in den Urlaub!

Einen Hoffnungsschimmer bietet seit März 2021 die Lieblingsinsel der Deutschen: Mallorca! Für sie wurde die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes aufgehoben und die Reaktion der sehnsüchtigen Reisenden lies nicht lange auf sich warten. Die Flüge zur beliebtesten Balearen-Insel waren darauhin in kürzester Zeit ausgebucht.

Und auch Griechenland sowie Israel haben im April 2021 angekündigt, dass im Sommer Urlaubsreisen wieder möglich werden – vorausgesetzt man ist geimpft oder kann einen negativen Corona-Test nachweisen. Eine Impfpflicht solle es für Einreisende demnach nicht geben.

Corona-Tests und Quarantäne-Pflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Seit dem 8. August 2020 gilt eine Corona-Test-Pflicht für alle Reiserückkehrer aus den Risikogebieten. Aber auch nach der Einreise aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten unterstehen die Reiserückkehrer einer Testpflicht. Welche Länder von der Bundesregierung als Risiko-, Hochinzidienz- oder Virusvariantengebiet eingestuft werden, können Sie auf der Seite des Seite des Robert-Koch-Instituts nachlesen. Doch wie funktioniert die Test-Pflicht genau?

Wer während der Corona-Pandemie in ein Risikogebiet gereist ist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen können, der höchstens 48 Stunden alt ist. Ansonsten kann er sich noch am Flughafen oder Seehafen in Deutschland kostenlos testen lassen. Wer mit dem Auto, Bus oder Bahn in ein Risikogebiet gereist ist, kann sich unter der Telefonnummer 116 117 informieren, wo in seiner Nähe ein Corona-Test gemacht werden kann.

Inzwischen wurden auch weitere Regelungen für Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebiete beschlossen. Einreisende müssen bereits bei Einreise einen Nachweis einer Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus mitführen, wenn sie sich in den letzten 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Hochinzidenzgebiet oder in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben. Der Test muss sowohl den zuständigen Behörden bei der Einreise auf Anforderung sowie ggfs. dem Beförderungsunternehmen vor Antritt der Reise vorgelegt werden.

Wichtig: Wer sich nicht daran hält, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro!

Corona-Pandemie: Quarantäne-Pflicht nach Reise in Risikogebiet

Unabhängig vom Testergebnis besteht in Deutschland für Urlauber aus Risiko-, hochinzidenz- und Virusvariantengebieten eine Quarantänepflicht nach Maßgabe der Regelungen des jeweiligen Bundeslandes. Da die Quarantänevorschriften durch die einzelnen Bundesländer erlassen werden, sollten Sie sich vor Ihrer Reise über die Bestimmungen in Ihrem jeweiligen Bundesland genau informieren.

Grundsätzlich gilt jedoch: Wenn Sie nach Ihrem Urlaub wieder nach Deutschland einreisen und sie sich innerhalb der letzten 10 Tagein einem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, dann müssen Sie sich vor der Einreise offiziell anmelden und einen Nachweis darüber bei sich führen. Die Einreiseanmeldung können Sie ganz einfach über die Website des Bundesgesundheitsministeriums durchführen. Des Weiteren müssen sich Einreisende unmittelbar vor oder nach der Einreise einer Testung auf das Coronavirus unterziehen. Nach der Einreise sollten sich Urlauber direkt an ihren Zielort begeben und sich dort für 10 Tage in eine Quarantäne absondern.

Für Einreisende besteht die Möglichkeit, die 10-tägige Quarantäne nach den geltenden landesrechtlichen Vorschriften frühestens nach dem fünften Tag nach Einreise durch ein negatives Testergebnis frühzeitig zu beenden.

Hinweis: Die Polizei und Ordnungsämter sollen die Quarantäne-Pflicht in Zukunft stärker kontrollieren. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder.

Urlaub in Corona-Risikogebiet: Verdienstausfall droht

Wer trotz einer Reisewarnung unnötig in ein Corona-Risikogebiet reist und danach in Zwangsquarantäne gesteckt wird, musste keine Lohneinbuße befürchten – bisher! Denn eine entsprechende Rechtsänderung kann dafür sorgen, dass Menschen, die eine vermeidbare Reise in ein Risikogebiet unternommen haben, keinen Ersatz für Ihren Lohn bekommen.

Es wird sogar darüber diskutiert, Bußgelder einzuführen, wenn trotz amtlicher Reisewarnung eine Reise ins Corona-Risikogebiet unternommen wird. Ob sich das rechtlich jedoch so einfach durchsetzen lässt, ist fraglich.

Denn bei einer Reisewarnung handelt es sich bisher lediglich um einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, entsprechende Reisen nicht zu unternehmen. Allerdings ist die Reisewarnung aber kein Verbot. Es liegt demnach in der persönlichen Verantwortung der Reisenden, ob sie eine Reise in ein Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet antreten.

Aber: Das Reisen in Gebiete für die eine Reisewarnung besteht kann für die Urlauber rechtliche Auswirkungen haben, beispielsweise für die Gültigkeit einer Reisekrankenversicherung. Informieren Sie sich also am besten vor Ihrer Reise bei Ihrem Versicherungsdienstleister über die Gültigkeit Ihrer Versicherung.

Tipp: In unserem Artikel finden Sie alle wichtigen Infos zu Urlaub, Kurzarbeit und Kinderbetreuung in Bezug auf Corona und das Arbeitsgesetz.

Ulraub während Corona-Pandemie - das sollten Sie wissen

Check-In in Hotels und Ferienwohnungen wenn möglich per Selbstbedienung - zum Beispiel über das Smartphone
Abstandsmarkierungen auf dem Boden
Plexiglasscheiben an den Rezeptionen
Papiertaschentücher in öffentlichen WC-Räumen
Gäste sollen wenn möglich keine Aufzüge benutzen oder nur allein beziehungsweise mit den Zimmergenossen
Maskenpflicht überall dort, wo kein Sicherheitsabstand gewährleistet werden kann
Sicherheitsabstand von zwei Metern in Bars, Cafés und Restaurants
Womoglich sollen Buffets mit Selbstbedienung durch Service am Tisch ersetzt werden
Gäste sollen festes Zeitfenster für Restaurantbesuche oder im Hotel-Fitnessstudio bekommen, damit kein Gedränge entsteht
Von Kinderbetreuung rät die EU-Kommission ab

Urlaub in Deutschland: Alternative zu Corona-Zeiten?

Der Deutsche Tourismusverband erwartete bereits im Sommer 2020 einen wahren Boom in den Urlaubsregionen Deutschlands. Und dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach auch im Jahr 2021 fortsetzen. Denn damit können wir nicht nur die örtlichen Hoteliers und Gastronomen unterstützen, sondern vielleicht auch neue Lieblingsorte entedecken. Denn weder die Nord- noch die Ostsee muss sich vor beliebten europäischen Reisezielen verstecken.

Wir erklären Ihnen, wo Sie im Sommer 2021 in Deutschland trotz Coronavirus problemlos Urlaub machen können – und welche Regeln gelten:

Corona-Pandemie und Urlaub: Welche Regeln gelten in Deutschland?

Aktuell wird wegen den exponentiell steigenden Infektionszahlen vor nicht notwendigen und touristischen Reisen dringend abgeraten. Auch zu Ostern sollten keine langen Fahrten quer durch Deutschland unternommen werden, um Familie und Freunde zu besuchen oder sich einen Urlaub an der Nord- oder Ostsee zu gönnen.

Doch das wäre sowieso nicht ohne Weiteres möglich. Denn Übernachtungsangebote sind grundsätzlich nur zu notwendigen und nicht-touristischen Zwecken erlaubt. Auch die Vermietung von Ferienhäusern ist deshalb nicht möglich. Eine Ausnahme bildet die Eigennutzung von Ferienhäusern und -wohnungen oder Wohnwagen.

Hinweis: Wann es wieder möglich sein wird, einen Urlaub innerhalb Deutschlands zu verbringen, ist leider noch nicht absehbar.

Urlaub fällt wegen Corona aus – Geld zurück oder Gutschein?

Viele Urlauber standen vor allem am Anfang der Corona-Pandemie aber auch heute noch vor einem riesigen Problem: Beinahe täglich werden neue Beschlüsse veröffentlicht, Länder zu Risikogebieten erklärt und Einreiseverbote ausgesprochen. Wer seine Reise bereits gebucht hatte, wusste nicht, ob sie auch tatsächlich stattfinden wird. Sollte man also bereits vorsichtshalber stornieren oder doch lieber abwarten, bis der Reiseveranstalter sich von alleine meldet?

Dazu kommt auch, dass viele Reiseveranstalter Gutscheine anbieten wollten, statt das Geld zu erstatten. Was sollte man in diesem Fall tun? Kann man auf die Rückerstattung bestehen oder muss man einen Gutschein akzeptieren?

Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Denn hier kommt es darauf an, was Sie genau gebucht haben – eine Pauschalreise, einen Flug oder nur ein Hotel. Mittlerweile hat sich sogar die Bundesregierung eingeschaltet und einen Gesetzesentwurf beschlossen. Genauere Informationen dazu, wie und ob Sie Ihre Reise stornieren können, finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Wichtig: Die reine Angst, am Coronavirus zu erkranken, reicht nicht aus, um eine Reise kostenlos zu stornieren. Das Auswärtige Amt muss eine Reisewarnung für das entsprechende Land aussprechen.

Pauschalreise fällt wegen Corona-Pandemie aus

Viele Reiseveranstalter für Pauschalreisen sind gar nicht in der Lage, allen Kunden das Geld zu erstatten. Deshalb hat die Bundesregierung eine neue Gesetzesregelung beschlossen, die Reiseveranstalter während der Corona-Pandemie vor der Pleite schützten soll. Denn sollten die Veranstalter pleitegehen, werden die meisten Urlauber so keinen Cent sehen. Deshalb können Reiseveranstalter nun Kunden, die eine Pauschalreise gebucht haben, Gutscheine anbieten – und diese sind im Falle einer Insolvenz sogar staatlich abgesichert. So bleiben die Kunden nicht auf ihren Gutscheinen sitzen und können sich sicher sein, dass sie das Geld zurückerhalten werden, wenn sie keine Reise über den Veranstalter buchen können.

Gutschein statt Geld zurück - das sollten Sie wissen

Der Urlaub konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden.
Der Reiseveranstalter hat die Pflicht die Kunden darauf hinzuweisen, dass sie zwischen dem Gutschein und der Rückerstattung des Geldes wählen können.
Die Ausstellung, Übermittlung und Einlösung des Gutscheins muss kostenlos sein.
Die Gutscheine sind staatlich abgesichtert, sodass Kunden auch bei einer Insolvenz des Reiseveranstalters ihr Geld zurückbekommen.
Die Gutscheine gelten nur im Hinblick auf die Corona-Pandemie und sind zeitlich begrenzt abgesichert.
Haben Sie bereits einen Gutschein erhalten und können ihn bis Ende 2021 nicht eingelösen, müssen die Veranstalter Ihnen das Geld ausbezahlen.

Flug fällt wegen Corona aus: Das steht ihnen zu

Auch das Geld für Flüge, die aufgrund des Coronavirus nicht stattfinden konnten, muss die Fluggesellschaft seinen Kunden erstatten – oder zumindest einen Ersatz anbieten. Doch das stellt die Fluggesellschaften vor große Herausforderungen, denn auch sie kämpfen mit schweren Umsatzeinbußen. Allein die Lufthansa verliere laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr eine Million an Liquiditätsreserven – und das pro Stunde! Dass die Fluggesellschaften ihre Kunden mit einem Gutschein abspeisen wollen, ist fast schon verständlich. Allerdings müssen Sie diesen nicht annehmen, sondern auf Ihr Geld bestehen. Denn im Falle einer Insolvenz bleiben Sie schlimmstenfalls auf dem Gutschein sitzen.

Hotelreservierung wegen Corona stornieren – bekommen Sie Ihr Geld zurück?

In vielen Ländern legen die Hotels selbst fest, ob Sie Ihr Zimmer kostenlos stornieren dürfen oder ob Ihnen Gebühren anfallen. Das gilt natürlich nur, wenn das gebuchte Hotel trotz der Corona-Pandemie weiterhin geöffnet hat. Da viele EU-Länder langsam Ihre Grenzen öffnen, ist es wahrscheinlich, dass auch die meisten Hotels wieder Gäste empfangen wollen. Informieren Sie sich also genau, ob Ihr Hotel zum gebuchten Zeitpunkt bereits wieder eröffnet sein wird.

Achtung: Erlaubt Ihr Hotel eine kostenfreie Stornierung aufgrund unvorhersehbarer Umstände, kommt es darauf an, zum welchem Zeitpunkt Sie das Zimmer gebucht haben. Haben Sie Ihr Hotel erst nach der Herausgabe einer Reisewarnung gebucht, können Sie nicht mehr von unvorhersehbaren Umständen sprechen. Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass man mit Reiseienschränkungen rechnen musste.

Urlaub in der Corona-Krise - das sollten Sie tun

1
Überprüfen Sie, welche Regelungen in Ihrem Reiseland gelten und worauf Sie achten müssen.
2
Falls Ihr gebuchter Urlaub oder Flug nicht stattfindet, müssen Sie sich nicht mit einem Gutschein abspeisen lassen, sondern können auf das Geld bestehen.
3
Bei einer Hotelbuchung müssen Sie auf die Stornierungsbedingungen des Hotels achten.
4
Falls Sie sich dazu entscheiden, zu verreisen: Achten Sie auf die Hygiene-, Test- sowie Quarantäneregeln und bleiben Sie gesund!

Beitrag zuletzt aktualisiert von:

JASMIN MENCIN – RATGEBER-REDAKTEURIN

Jasmin Mencin - Redakteurin finanzen.net RatgeberJasmin Mencin ist seit Anfang 2021 Teil der Ratgeber-Redaktion. Sie ist zuständig für die Themen Robo-Advisor, Corona-Rubrik und Kryptowährungen. Ihr Studium in den Fächern Germanistik und Pädagogik hat sie mit einem Master abgeschlossen. Während ihres Studiums sammelte sie bereits erste Erfahrungen als Content Writerin im Bereich Sprachen.

Beitrag verfasst von:

JANA BUCH – EHEMALIGE REDAKTEURIN RATGEBER

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Bildquelle: shutterstock.com

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