Exporo-Angebot im Check

Exporo Erfahrungen: Die Crowdinvesting-Plattform Exporo im ausführlichen Test

Exporo ist eine Crowdinvesting-Plattform für Immobilien-Investments. Anleger können mit Exporo besonders komfortabel und bereits ab kleinen Geldbeträgen in Immobilien investieren. Was die Crowdinvesting-Plattform Exporo auszeichnet, wie Exporo im Test gegenüber der Konkurrenz abschneidet und welche Exporo-Erfahrungen wir gemacht haben, lesen Sie in diesem Ratgeber-Artikel.

Exporo-Erfahrungen - das Wichtigste in Kürze

Exporo ist eine Crowdinvesting-Plattform, mit der Sie als Anleger besonders bequem und über das Internet in Immobilien investieren können.
Crowdinvesting macht es Anlegern möglich, mit vergleichsweise geringen Geldbeträgen in Projekte zu investieren.
Hinweis: Crowdinvesting (manchmal auch als Crowdfunding bezeichnet) ist besonders spannend für chancenorientierte Anleger, weil hohe Renditen möglich sind.

Exporo im Test - Empfehlungen & Tipps

Bei Exporo können Anleger schon ab 500 Euro direkt in Immobilienprojekte investieren.
Exporo nimmt bei den Immobilienprojekten eine strenge Vorauswahl vor. Laut Unternehmen schaffen es nur 2 von 100 Projekten auf die Exporo Crowdinvesting-Plattform.
Unsere Empfehlung: Die Investition in Sachwerte, wie Immobilien, bietet dank der Wertbeständigkeit der Objekte einen guten Schutz vor Inflation.
Tipp: Bei der Angebotsnutzung von Exporo entstehen für Sie als Anleger keine Kosten. Die Investitionen fließen zu 100 Prozent in das von Ihnen ausgewählte Projekt.

Exporo – ein Kurzportrait

Exporo ist 2014 gegründet worden und ist – nach eigenen Angaben – Deutschlands führende Plattform für digitale Immobilieninvestments. Das Motto des Unternehmens lautet „Echte Werte. Einfach investiert.“ Das erste Funding führte Exporo im Dezember 2014 durch, Exporo gehört damit neben den Konkurrenten Bergfürst und Zinsland zu den Trendsettern in der Branche. Exporo hat sich inzwischen mit dem ehemaligen Konkurrenten Zinsland zusammengeschlossen, die bestehenden Projekte werden aber noch von Zinsland weitergeführt und abgeschlossen. Doch wie funktioniert Crowdinvesting überhaupt und was ist Exporo genau?

Was ist Crowdinvesting?

Mit Crowdinvesting können Anleger über das Internet in verschiedene Projekte investieren. Für Privatanleger ist dies besonders spannend, da ein Investment bereits ab relativ kleinen Beträgen möglich ist – das funktioniert so: Beim Crowdinvesting schließen sich viele Privatanleger als sogenannte „Crowd“ über eine Online-Plattform, zum Beispiel Exporo, zusammen, um gemeinsam das Kapital für ein bestimmtes Projekt aufzubringen. Bei Exporo geht es um die Realisierung von Immobilienprojekten, zum Beispiel einen Neubau oder die Instandhaltung einer Immobilie.

Und Crowdinvesting boomt! Die Möglichkeiten dieser modernen Geldanlageform haben sich in der jüngsten Vergangenheit deutlich erweitert, die Zahl der Anbieter und die Zahl der Projekte haben sich kräftig erhöht. Seit 2017 hat sich beispielsweise die Zahl der Crowdinvesting-Projekte in Deutschland mehr als verdreifacht – vor allem für Immobilien spielt das Crowdinvesting eine große Rolle.

Unterschied Crowdinvesting und Crowdfunding

Manchmal werden die Begriffe Crowdfunding und Crowdinvesting synonym benutzt, genau genommen ist das aber nicht korrekt. Auch wenn beide Modelle vom Ablauf her sehr ähnlich sind, gibt es teilweise große Unterschiede – hier die wichtigsten: Beim Crowdfunding wird, wie beim Crowdinvesting, ein bestimmtes Projekt von vielen Investoren oder Unterstützern finanziert. Allerdings erhalten Anleger beim Crowdfunding eine Gegenleistung meist in Form einer Sachleistung. Das kann zum Beispiel das Produkt des Unternehmens sein oder die Nennung im Nachspann eines Spielfilms.

Hinweis: Beim Crowdfunding fließt das eingesammelte Kapital nicht zu 100 Prozent in das Unternehmenswachstum, ein Teil davon wird zur Herstellung der Sachleistungen eingesetzt.

Beim Crowdinvesting hingegen wird der Investor später an den Erfolgen des Unternehmens beteiligt. Die Investoren eines Crowdinvesting-Projekts stellen dem Unternehmen finanzielle Mittel zur Verfügung. Das geschieht über verschiedene Möglichkeiten, die am weitesten verbreitete Form ist ein sogenanntes partiarisches Nachrangdarlehen. Hierbei stellt der Crowdinvestor (Darlehensgeber) dem Projekt (Darlehensnehmer) Kapital zur Verfügung und erhält im Gegenzug Rückzahlungen und eine entsprechende Verzinsung.

Mit Exporo in Immobilien investieren? So geht’s!

Crowdinvesting mit Exporo

Mit Exporo können Anleger bereits ab 500 Euro in Immobilienprojekte investieren. Auf der Crowdinvesting-Plattform erhalten Anleger einen genauen Überblick über aktuelle und geplante Immobilienprojekte sowie über Bestandsimmobilien, in die Exporo-Kunden einfach, transparent und gebührenfrei investieren können. Dafür gibt es zwei Optionen: „Exporo Finanzierung“ und „Exporo Bestand“ – das sind unsere Exporo-Erfahrungen!

Option 1: Immobilienfinanzierung mit Exporo-Finanzierung

Mit „Exporo Finanzierung“ bietet die Crowdinvesting-Plattform eine kurzfristige und festverzinste Vermögensanlage an. Projektentwickler errichten bei Immobilienunternehmen über eine bestimmte Laufzeit neue Wohngebäude oder sanieren Gewerbeobjekte. Für die Realisierung ihrer Immobilienprojekte benötigen Projektentwickler kurzfristig viel Kapital. Das Problem: Die umfassende Regulierung. Wegen der vielen Auflagen erhalten Projektentwickler das benötigte Kapital nur noch zum Teil von Banken. Beispielsweise müssen die Projektentwickler bei der Errichtung von Neubauten darauf achten, dass diese die soziale Infrastruktur fördern und nach ökologischen Maßnahmen gebaut werden.

An dieser Stelle kommt Exporo ins Spiel: Mittels Crowdinvesting sammelt Exporo das Kapital bei vielen privaten (und institutionellen) Anlegern ein. Die Exporo-Finanzierung und das Crowdinvesting/Crowdfunding (den Unterschied erklären wir später in diesem Ratgeber) machen es möglich, dass sich viele Investoren zusammenschließen, um dann gemeinsam das Projekt mitzufinanzieren und so aus den Projekterlösen Renditen zu erzielen.

Durch den Erlös der Exporo-Immobilienprojekte entsteht eine „endfällige“ Verzinsung von – in der Regel – vier bis sechs Prozent pro Jahr. Die Laufzeiten betragen zwischen zwölf und 36 Monaten. Für Investoren fallen keinerlei Zusatzkosten an, die Registrierung und die Angebotsnutzung auf der Exporo-Crowdinvesting-Plattform sind kostenlos. Ihre Investition fließt also voll und ganz in das Immobilienprojekt. Die Kosten für das Betreiben der Plattform und den Kundenservice stellt Exporo dem Projektentwickler in Rechnung.

Wie funktioniert Exporo-Finanzierung konkret?

Ein Investment mit Exporo-Finanzierung läuft in folgenden vier Schritten ab:

Zunächst wählen Anleger Immobilienprojekte über Exporo aus und investieren dann in konkrete Projektentwicklungen.
Im zweiten Schritt findet die Projektentwicklung statt. Der Entwickler plant und koordiniert nun also die konkrete Realisierung des Immobilienprojekts.
Im dritten Schritt wird das Projekt abgeschlossen und der Projekterfolg in der Regel über den Verkauf der Immobilie realisiert.
Die Durchführung der Rückzahlung ist der vierte und letzte Schritt. Am Ende der Laufzeit werden die Anlagegelder inklusive der Zinsen zurückgezahlt.

Option 2: Immobilienfinanzierung mit Exporo-Bestand

Die zweite Option der Plattform lautet „Exporo Bestand“. Hierbei können Anleger sich wie ein Eigentümer direkt an der ausgewählten Bestandsimmobilie beteiligen, da Exporo als erste Crowdinvesting-Plattform eine KWG-Lizenz (Kreditwesengesetz) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht besitzt. Das bedeutet, dass der Anleger quartalsweise Ausschüttungen aus den Mietüberschüssen erhält und zusätzlich am Immobilienwert beteiligt ist. Die Investition in vermietete Bestandsimmobilien wird von Exporo gemanagt. Die Investoren erhalten drei bis sechs Prozent Ausschüttungen pro Jahr aus den Mieteinnahmen und eine Beteiligung an der Wertsteigerung.

Exporo-Bestand bietet einen langfristigen Anlagehorizont, allerdings sind die Anteile auf dem sogenannten Exporo-Handelsplatz jederzeit handelbar. Auf diesem Handelsplatz können Exporo-Anleger ihre erworbenen Anteile zum Verkauf anbieten – oder neue Anteile kaufen.

Die Immobilien bei Exporo-Bestand werden jeweils zur Hälfte durch Exporo-Anleger und durch Bank-Darlehen finanziert. Anleger haben dadurch keinen Aufwand und müssen sich nicht um die Weiterentwicklung, Vermietung oder Instandhaltung der Immobilie kümmern. Außerdem sind die Anleger durch den Exporo Handelsplatz nicht an die Immobilie gebunden, da sie sie jederzeit veräußern können.

Wie funktioniert Exporo-Bestand konkret?

Ein Investment mit Exporo-Bestand über die Crowdinvesting-Plattform Exporo läuft ebenfalls in vier Schritten ab:

Zuerst können sich zu einzelnen Immobilien informieren und dann darin investieren. Dann werden die Mieteinnahmen getätigt, indem Mieter monatlich ihre vertraglich geschuldete Miete bezahlen.
Im darauffolgenden zweiten Schritt werden Zins und Tilgung der Bankfinanzierung aus den Mieteinnahmen bedient.
Die Bezahlungen der Ausgaben für die Bewirtschaftung und Entwicklung finden im dritten Schritt statt.
Zum Schluss werden die Anlagebeträge zurückgeführt inklusive Beteiligung an der Wertentwicklung nach Laufzeitende.

Für den Anleger entstehen bei der Option Exporo-Bestand keine Kosten, da Exporo die Transaktions- und Verwahrkosten übernimmt. Seit 2019 bietet Exporo übrigens Wertpapiere an, die auf Basis der Blockchain-Technologie ausgegeben und gehalten werden.

Beachten Sie, dass die Immobilienfinanzierung mittels der Crowdinvesting-Plattform Exporo auch Risiken mit sich bringt. Beispielsweise unterliegen die Anleihen Kursschwankungen, in die Anleger mit Exporo Bestand investieren. Der Wert der Anleihen kann also fallen oder steigen.

Wichtig: Im Gegensatz zu einer Immobilie, die Sie selbst vermieten, entsteht für Sie als Exporo-Kunde kein Aufwand – das komplette Asset Management übernimmt die Crowdinvesting Plattform. Sie profitieren von allen Vorteilen, wie quartalsweisen Ausschüttungen der Mietüberschüsse und der Beteiligung an der Wertentwicklung der Immobilie.

Partiatisches Nachrangdarlehen - schon gewusst?

Ein Nachrangdarlehen ist ein Darlehen, das Nachrang erhält. Das heißt, dass der Darlehensgeber im Falle einer Insolvenz des Darlehensnehmers sein Geld nachrangig erhält. Bevor also der Darlehensgeber sein Geld erhält werden zunächst Fremdkapitalgeber wie Lieferanten, Banken oder Subunternehmer bedient. Im schlimmsten Fall erhält der Darlehensgebers eines Nachrangdarlehens sein Geld gar nicht mehr.

Beim partiarischen Nachrangdarlehen bekommt der Darlehensgeber keinen festen Zins für sein Investment, sein Darlehen orientiert sich stattdessen an der Unternehmensentwicklung des Darlehensnehmers.

Wichtig: Ein partiarisches Nachrangdarlehen unterliegt keiner Prospektpflicht, weil es nach dem Vermögensanlagegesetz (VermAnlG) keine Vermögensanlage ist. Es gibt aber sogenannte Vermögensanlagen-Informationsblätter (VIB), die von der Bafin gestattet werden müssen. Ein partiarisches Nachrangdarlehen eignet sich deshalb sehr gut als Finanzierungsbasis für Crowdfunding-Kampagnen.

Was kostet Exporo?

Unsere Exporo-Erfahrungen haben wir hier und im Folgenden für Sie aufgeführt. Zunächst blicken wir auf die Kosten, die bei einem Immobilieninvestment über Exporo entstehen.

Bei Exporo-Finanzierung fallen weder für die Registrierung noch für die Angebotsnutzung Kosten an. Die Investitionen fließen voll und ganz in das Projekt. Die Kosten für den Betreiber der Plattform und den Kundenservice stellt Exporo dem Projektentwickler in Rechnung.

Auch bei Exporo-Bestand entstehen für den Investor, also für Sie als Anleger, keine Kosten. Die Crowdfunding Plattform übernimmt die Transaktions- und Verwahrkosten, anfallende Kosten werden zum Beispiel aus den Mieterlösen der Objekte beglichen.

Wie sicher sind die Investitionen?

Das bei Exporo investierte Kapitel verwaltet ein Treuhänder. Dass bedeutet, dass Investitionen nicht direkt an den Projektträger fließen, sondern zunächst an die Elbtreuhand Martius Steuerberatungsgesellschaft mbH, bei der diese verwahrt werden. Die Investitionen werden erst an den Projektträger ausgezahlt, wenn bestimmte vertragliche Vereinbarungen erfüllt sind. Manchmal muss beispielsweise zunächst das Grundstück aufgekauft werden. Des Weiteren müssen ein Bauvorbescheid sowie eine verbindliche Finanzierungszusage vorliegen. Der Träger des Projekts beteiligt sich mit Eigenkapital.

Im Falle einer Pleite steht das Nachrangdarlehen in der Regel nach den Forderungen der Bank, also dem Fremdkapital, aber vor dem Eigenkapital. Laut Exporo gibt es aber auch viele Projekte, bei denen es kein Fremdkapital gibt und bei denen eine erstrangige Besicherung bzw. eine erstrangige Finanzierung angeboten werden kann. Die Gewinnabtretung des Projektträgers besagt übrigens auch, dass dieser keine Gewinne abführen darf, bevor die Forderungen aus dem Nachrangdarlehen getilgt sind.

Welche Strategie verfolgt Exporo

Exporo stellt Projektträgern und Immobilienentwicklern Kapital in Form von Mezzanine- und Fremdkapital zur Verfügung – mehr Infos zum Exporo-Kapital gibt’s weiter unten. Hierfür bündelt Exporo das investierte Geld vieler Privatinvestoren, welche so einfach und direkt über die Crowdinvesting-Plattform online investieren können. Exporo übernimmt dabei die komplette Betreuung der Privatinvestoren und gibt eine Platzierungsgarantie.

Durch eine Platzierungsgarantie verpflichten sich beispielsweise die Vertriebspartner einer Fondsgesellschaft als Garant, die Anteile am jeweiligen Fonds öffentlich anzubieten und aktiv zu vertreiben. Im dem Fall, dass nicht alle Anteile innerhalb der gesetzten Frist verkauft werden können, erklären sich die Garantiegeber bereit, die entstehende Differenz mindestens vorübergehend zu übernehmen. Über einen Treuhänder werden diese Gelder dann ohne Verzögerung zum vertraglich zugesicherten Termin ausgezahlt.

Der Investmentfokus liegt auf Neubauten, Revitalisierungen und Refinanzierungen. Im Fokus stehen auch alle Assetklassen, oder auch Anlageklassen, sowie alle Standorte in Deutschland.

Mezzanine-Kapital - schon gewusst?

Beim Mezzanine-Kapital handelt es sich um eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital und vereint dementsprechend auch deren Eigenschaften. Hierbei wird die klassische Variante des Eigenkapitals mit den Merkmalen des Fremdkapitals gekoppelt. Unternehmen erhalten wirtschaftliches oder bilanzielles Eigenkapital, ohne den Kapitalgebern Einfluss zu gewähren. Die privaten Investoren haben also kein weiteres Mitspracherecht beim Projekt und kein Zugriff auf ihre Investition bis zum Ende der Laufzeit.

Projektfinanzierung bei Exporo

Jedes Projekt hat eine Funding-Phase. Im Fall, dass das Ziel bis dahin nicht erreicht sein sollte, wird die Phase verlängert. Das Kapital der Anleger wird am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Die Zinsen gibt es, je nach Projekt, ebenfalls am Laufzeitende. Ansonsten werden sie viertel- bis jährlich entrichtet.

Anleger erhalten Zinsen ab dem Tag, an dem sie ihren individuellen Investmentbetrag einzahlen und nicht erst, wenn das Fundingziel erreicht wurde. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Investition über die gesamte Laufzeit hinweg gebunden ist. Anleger können also über ihr einmal angelegtes Kapital bis zum Fundingende nicht mehr verfügen. Wenn das gesamte Geld für ein Projekt über exporo.de eingesammelt wurde, könnte dies theoretisch an den Projektträger ausgezahlt werden. Allerdings muss der Träger des Projekts gewisse Auszahlungsbedingungen nach einer gewissen Zeit erfüllen. Wenn er das nicht kann, kann das gesamte Kapital wieder zurück an die Anleger gezahlt werden, ohne dass es Verluste gibt. Allerdings wird dann in der Regel keine Verzinsung mit ausgezahlt.

Nachrangdarlehen

Die Projektfinanzierung erfolgt in Form von Nachrangdarlehen. Bei diesen tritt der Kreditgeber im Rang hinter allen Forderungen zurück. Komm also das Unternehmen, dessen Projekt durch private Anleger gefördert wird, in Geldnöte, haben zunächst andere Investoren, beispielsweise Banken, Anspruch auf Rückzahlung. Erst nach der Tilgung derer Forderungen kommt das Nachrangdarlehen an die Reihe. Es steht damit also nach dem Fremd-, aber vor dem Eigenkapital. Im schlimmsten Falle kann es zu einem Totalverlust kommen. Ein Nachrangdarlehen verleiht den Anlegern des Projekts kein direktes Mitspracherecht. Es ist, abgesehen von der Kapitalbereitstellung, aber auch an keine Pflichten gebunden – weitere Infos zum Nachrangdarlehen.

Wichtig: Um die Risiken für Ihr Immobilieninvestment auf ein Minimum zu reduzieren, nimmt Exporo übrigens eine Vorauswahl möglicher Projekte vor. Laut Unternehmen, schaffen es von 100 Projekten nur zwei auf die Plattform. Des Weiteren rät Exporo Anlegern, ihr komplettes Kapital nicht in nur ein Projekt zu stecken, sondern es bestmöglich über viele zu streuen um den Vorteil der Diversifikation für sich zu nutzen.

Tipp: Auf der Anleihendetailseite von finanzen.net können Sie übrigens nach den Anleiheprojekten von Exporo suchen. Dort finden Sie auch alle Informationen, die für Sie als potentieller Investor wichtig sind.

Die Exporo-Projektfinanzierung Schritt für Schritt

Der Projektträger kauft das Grundstück und plant das Immobilienprojekt. Das Projekt wird daraufhin von Exporo geprüft. Wenn es den Kriterien stand hält, kommt es auf die Plattform. Sobald das Ziel der Finanzierung erreicht ist, erhält der Projektträger das Geld über einen Treuhänder. Vor der Auszahlung prüft dieser allerdings wichtige Bedingungen, wie beispielsweise den Grundstücksankauf, die Baugenehmigung oder die Finanzierungszusage der Bank. Die Investoren des Projekts werden regelmäßig über den aktuellen Stand informiert. Am Ende des Projekts erhalten die Anleger ihr eingesetztes Kapital plus Zinsen zurück.

Crowdfunding mit Exporo - die Vorteile

Als Anleger können Sie bei Exporo bereits ab 500 Euro in Immobilien investieren.
Die Projekte haben kurze Laufzeiten zwischen zwölf und 36 Monaten.
Da es sich um Immobilien wie Neubauten und Bestandgebäude handelt, investieren Anleger in Sachwerte. Dadurch entsteht eine Wertbeständigkeit und es ist ein Schutz vor Inflation geboten.
Das investierte Kapital fließt zu 100 Prozent in das Projekt. Exporo erhebt für Anleger keine Gebühren.
Exporo nutzt teilweise Nachrangdarlehen mit fester Laufzeit und fester Verzinsung. Hierbei tritt der Kreditgeber im Rang hinter allen Forderungen zurück. Dies bedeutet, dass im Insolvenzfall die Verfügungsmasse zunächst ausschließlich auf erstrangige Gläubiger aufgeteilt wird.
Seit 2018 verfügt die Crowdinvesting Plattform über eine KWG-Lizenz (Kreditwesengesetz) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Daudrch sind auch Investitionen in Anleihenprojekte möglich.

Exporo-Erfahrungen und Exporo-Kritik

Exporo bietet seinen Kunden viele Vorteile. Hierzu gehören die verschiedenen Anlageoptionen, welche kurzfristige und langfristige Ziele abdecken. Gerade mit der KWG-Lizenz sticht die Investment Plattform raus, da das Unternehmen so eine strenger regulierte und besser besicherte Projektfinazierung sowie auch die Beteiligung an Bestandsimmobilien ermöglichen kann. Allerdings geriet das Unternehmen auch schon in die Negativschlagzeilen.

Marburg-Projekt: Exporo Ausfall?

Bei Exporo-Rückzahlungen gab es 2019 einige Unregelmäßigkeiten: Die Projektentwickler der Portfolios „Marburg“ und „Marburg II“ stellten Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Exporo geht davon aus, dass die Darlehen nicht fristgerecht an die Investoren zurückgezahlt werden können. Ein Treuhänder kümmert sich um die bestmögliche Wahrnehmung der Anlegerinteressen im Insolvenzverfahren, die Erlöshöhe ist dennoch unklar.

Die Insolvenz eines Projektentwicklers ist das Worst-Case-Szenario bei einer Crowdinvesting-Plattform wie Exporo. Die beiden Portfolios, also „Marburg“ und „Marburg II“, wurden von Exporo zwar mit einem geringen Risiko klassifiziert, allerdings weißt Exporo grundsätzlich darauf hin, dass es trotz einer intensiven Prüfung immer Risiken gibt. Von einem „Ausfall“ möchte Exporo derzeit noch nicht sprechen, da es weiterhin möglich ist, dass die Anleger ihr Geld zurückerhalten. Ein Urteil steht aktuell noch aus (Stand: März 2020).

Allerdings zeigt die Crowdinvesting Platt eine positive Bilanz auf. Laut Unternehmen wurden bei Exporo Finanzierung zwischen 2014 bis 2020 von 224 Projekten bereits 118 zurückgezahlt, bei einem durchschnittlichen Projektvolumen von 1,7 Millionen Euro. Auch bei Exporo Bestand konnten zwischen 2018 und 2020 eine Ausschüttungssumme von 2,55 Millionen Euro realisiert und 21 Bestandsobjekte vollständig über die Plattform finanziert werden.

Urteil der Verbraucherzentrale gegen Exporo

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) wurde wegen zweier Werbevideos auf YouTube auf die Crowdinvesting-Plattform Exporo aufmerksam. Die vzbv hielt den Slogan „Bei Exporo gibt es keine Kosten“ für einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb wegen irreführender Werbung und reichte deswegen eine Klage ein. Die Thematik des Slogans beschreibt die Hauptsache der Beschwerde. Das Landgericht Hamburg hat diese umfänglich abgewiesen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. fielen die YouTube-Videos von Exporo aber noch wegen eines anderen Grundes ins Auge: Anbieter von Nachrangdarlehen und anderen risikoreichen Kapitalanlagen müssen laut Vermögensanlagegesetz Anleger in Werbespots deutlich vor einem möglichen Totalverlust warnen. Exporo zeigt den entsprechenden Hinweis in den Videos für zwei Sekunden und relativ in kleiner Schrift. Die Verbraucherzentrale sah die Vorgabe dadurch nicht erfüllt und reichte dies als Nebensache der Klage ein.

Das Gericht schloss sich in der Nebensache der Auffassung der Verbraucherzentrale an, dass Exporo bei seinen Werbespots die rechtlichen Vorgaben nicht eingehalten hat. Der Warnhinweis sei nicht deutlich hervorgehoben und müsse für die gesamte Dauer des Videos für den Zuschauer deutlich erkennbar sein. Des Weiteren sei der Hinweis in einer zu kleinen Schriftgröße verfasst. Für das Hamburger Landgericht war es unerheblich, dass Exporo nur eine Vermittlungsplattform für Vermögensanlagen betreibt, da das Unternehmen für das öffentliche Angebot der Vermögensanlage verantwortlich sei und nach außen hin erkennbar als Anbieter auftrete. Exporo hätte den Warnhinweis in der vorgeschriebenen Weise einblenden müssen. Das Unternehmen hat, laut eigener Aussage, die Warnhinweise noch vor der Urteilsverkündung 2018 eigenständig angepasst.

Hinweis: Dieses Gerichtsurteil wurde völlig unabhängig von möglichen Unregelmäßigkeiten bei den Marburger Exporo-Projekten gefällt. Es sagt nichts über das Risiko von Exporo-Investments oder über die Zuverlässigkeit von Rückzahlungen aus.

Hinweis: Trotz aller Risiken, das ein Anleger grundsätzlich bei einem Immobilieninvestment eingeht, lobt Stiftung Warentest in „Finanztest“-Ausgabe 09/2017 das Vorgehen von Exporo und iFunded, einer weiteren Crowdfunding-Plattform für Immobilienprojekte – dort heißt es: „Exporo und iFunded helfen immerhin dabei, das Risiko einzuschätzen. iFunded etwa schätzt Lage, Entwicklungsstand, Sicherheiten und Erfahrungen des Anbieters ein.“

Crowdinvesting-Plattform Exporo: Kontoeröffnung

Die Registrierung bei Exporo ist kostenlos. Um die Exporo-Kontoeröffnung erfolgreich abzuschließen, sind folgende Angaben notwendig:

Name
Anschrift
Geburtsdatum
E-Mail-Adresse
Bankverbindung
Steueridentifikationsnummer
Anschließend haben Sie als Anleger die Möglichkeit, sich für eines oder mehrere Projekte zu entscheiden. Eine Investition ist bereits ab 500 Euro je Projekt möglich. Die maximale Anlagesumme für Privatpersonen beträgt 10.000 Euro pro Projekt

Exporo-Service und Kontaktmöglichkeiten

Exporo bietet auf seiner Internetseite einen Chat an, bei welchem man nach der Angabe des Namens und der E-Mail-Adresse eine Nachricht senden kann. Weiterhin bietet die Crowdinvesting Plattform weitere Kontaktwege per Post, Telefon oder E-Mail unter den folgenden Angaben:

Exporo AG
Am Sandtorkai 70
20457 Hamburg
Telefon: 040 / 210 91 73 von Montag bis Freitag zwischen 9 und 20 Uhr
E-Mail: support@exporo.com

Fazit

Exporo stellt mit seiner Angebotspalette mehrere Möglichkeiten für ein Immobilieninvestment zur Verfügung. Als Exporo-Kunde können Sie sowohl in langfristige als auch in kurzfristige Projekte investieren. Durch die unkomplizierte Exporo-Kontoeröffnung, fallen für den Nutzer keinerlei zusätzliche Kosten an, zudem kann die komplette Investition in das entsprechende Immobilienprojekt fließen. Die Investition in Sachwerte bietet – wie bereits weiter oben ausgeführt – einen Schutz vor Inflation.

Exporo - das sollten Sie tun

1
Überlegen Sie sich, ob eine Investition in Sachwerte wie Immobilien für Sie in Frage kommt.
2
Wie sind Ihre Anlagepräferenzen? Wollen Sie eine kurzfristige oder eine langfristige Investition tätigen? Exporo bietet zwei verschiedene Anlageoptionen.
3
Auf der Crowdinvesting-Plattform Exporo können Sie sich verschiedenen Immobilienprojekte ansehen und sich für eines entscheiden.
4
Haben Sie ein Immobilienprojekt ausgewählt, können Sie sich kosten bei Exporo registrieren und anschließend direkt investieren.

Beitrag verfasst von:

JOY JAKOB – RATGEBER-REDAKTEURIN

Joy Jakob - Redakteurin finanzen.net RatgeberJoy Jakob verstärkt seit Anfang 2020 die Ratgeber-Redaktion. Sie ist zuständig für die Themen Versicherung, Vorsorge und Finanzen. Ihr Journalismus-Studium hat sie mit Bachelor abgeschlossen. Während ihres Studiums hospitierte sie unter anderem bei der Badischen Zeitung und in der Presseabteilung des SV Werder Bremen.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

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