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Ginmon: Test und Erfahrungen – Robo-Advisor mit einzigartiger Technologie

Der Robo-Advisor Ginmon gehört zu den ältesten Anbietern auf dem deutschen Markt. Doch wie gut ist Ginmon wirklich? Und was unterscheidet den Anbieter von seiner Konkurrenz? Das zeigen wir Ihnen in unserem Test.

Ginmon im Test: Erfahrungen mit dem Robo-Advisor

Ginmon - das Wichtigste in Kürze

Ginmon ist seit 2015 auf dem Markt und steht unter der Aufsicht der BaFin.
Ginmon hat eine einzigartige Portfoliotechnologie Namens Apeiron, die sonst kein Robo-Advisor vorweisen kann.
Für Sie haben wir das Angebot von Ginmon hinsichtlich Kosten, Service und Produktvielfalt getestet.

Ginmon - Empfehlungen & Tipps

Mit dem Robo-Advisor Ginmon investieren Sie als Anleger günstig, effektiv und ohne großen Zeitaufwand.
Unsere Empfehlung: In unserem Detail-Check überzeugt Ginmon vor allem mit seinem Portfoliomanagement - dieses ist einzigartig auf dem Markt.
Produktempfehlung: Ginmon schneidet in unserem Robo-Advisor-Vergleich im Hinblick auf die Performance im Jahr 2019 als einer der besten ab.
Tipp: Eröffnen Sie bis zum 15. Dezember ein Konto und testen Sie Ginmon ein Jahr lang kostenlos!

Ginmon: Der Robo-Advisor im Kurzporträt

Ginmon ist seit Mai 2015 auf dem Markt und gehört mittlerweile zu den bekanntesten Robo-Advisors in Deutschland. Gegründet wurde das Unternehmen von Lars Reiner, Ulrich Bauer und Raphael Vosen – alles Finanz-Experten mit teilweise über 25 Jahren Erfahrung an der Börse. Die Idee hinter Ginmon ist, professionelle Investment-Strategien für Privatinvestoren zugänglich zu machen und das auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Daher unterscheidet sich die Anlagestrategie von Ginmon in wesentlichen Punkten deutlich von der Konkurrenz. Warum das so ist, welches Konzept hinter dem Robo-Advisor steck und welche Vor- und Nachteile Ginmon seinen Kunden bietet, das erfahren Sie in unserem Test.

Ginmon – Vorteile in der Übersicht

Anbieter Vorteile
Ginmon Logo zum Anbieter
 
  • Niedrige Kosten, keine Performance-Gebühren
  • Einzigartige Portfoliomanagement-Technologie
  • Sparplan ab 50 Euro möglich

Ginmon – der Test­bericht

Ginmon ist seit Mai 2017 von der BaFin zugelassen und ist damit ein Vermögensverwalter und nicht nur ein reiner Vermittler, wie es bei manchen Robo-Advisorn der Fall ist. Damit kann Ginmon aktiv in das Portfolio der Kunden eingreifen und dieses managen. Das hat den Vorteil, dass es individuell angepasst werden kann. Allerdings unterscheidet sich das Unternehmen nicht nur darin, sondern auch in vielen weiteren Punkten von der Konkurrenz. Wir haben den Robo-Advisor unter die Lupe genommen und für Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Wie funktioniert Ginmon?

Wer bei Ginmon Kunde werden will, kann dies entweder ab einer Mindesteinlage von 1.000 Euro in Kombination mit einem Sparplan in Höhe von 50 Euro oder einer Einmalanlage von 5.000 Euro werden. Davor müssen Kunden sieben Sicherheitsfragen beantworten, damit der Robo-Advisor ihre Risikobereitschaft einschätzen kann. Danach wird die passende Anlagestrategie für den Kunden ermittelt. Insgesamt bietet Ginmon zehn verschiedenen Anlagestrategien an – welche das sind, erklären wir Ihnen weiter unten im Artikel.

Sie können die vorgeschlagene Strategie auch anpassen, falls der Robo-Advisor Sie zu risikofreudig oder zu vorsichtig eingeschätzt hat. Das funktioniert bei einigen anderen Anbietern nämlich nicht. Haben Sie sich für eine Strategie entschieden, wird Ihnen die zu erwartende Wertentwicklung inklusive Rendite und der Kosten und eine Zusammensetzung Ihres Portfolios angezeigt. Gefällt Ihnen das nicht, können Sie die Anlagestrategie wechseln – und anschließend das Konto eröffnen.

Ist das Depot eröffnet und das Geld eingezahlt, investiert der Robo-Advisor automatisch das Geld nach der ausgewählten Strategie in verschiedene ETFs an – unter anderem in Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen.

Sie können jederzeit über das angelegte Geld verfügen und auch auf Ihr Konto einzahlen. Eine Mindestlaufzeit gibt es ebenfalls nicht. Sie können Ihr Konto jederzeit bei Ginmon kündigen und den Service beenden.

Das kostet der Robo-Advisor von Ginmon

Ginmon berechnet eine Servicegebühr von 0,75 Prozent auf den Anlagebetrag pro Jahr. Darin enthalten sind alle relevanten Transaktions-, Service- und Depotführungskosten. Hinzu kommen ETF-Kosten von circa 0,21 Prozent sowie Handelskosten aufgrund von Geld-Brief-Spannen von knapp 0,02 Prozent. Insgesamt zahlen Kunden bei Ginmon also 0,98 Prozent auf die Anlagesumme. Das Geld wird monatlich direkt im Konto verrechnet. Weitere Gebühren kommen nicht dazu.

Im Klartext: Wenn Sie 50.000 Euro bei Ginmon bei einer mittleren Risikoklasse anlegen, zahlen Sie jährlich 195 Euro Gebühren. In unserem Robo-Advisor-Vergleich liegt Ginmon mit den Gesamtkosten im unteren Bereich, denn viele Anbieter, die günstiger sind, gibt es nicht.

Zehn Anlagestrategien bei Ginmon - schon gewusst?

apeironinvest1: 8 Prozent Aktien, 90 Prozent Anleihen, 2 Prozent Immobilien - Zielrendite: 2,92 Prozent p.a.
apeironinvest2: 17,4 Prozent Aktien, 80 Prozent Anleihen, 2,6 Prozent Immobilien - Zielrendite: 3,41 Prozent p.a.
apeironinvest3: 25,7 Prozent Aktien, 69 Prozent Anleihen, 2 Prozent Rohstoffe, 3,3 Prozent Immobilien - Zielrendite: 3,54 Prozent p.a.
apeironinvest4: 35,1 Prozent Aktien, 58 Prozent Anleihen, 3 Prozent Rohstoffe, 3,9 Prozent Immobilien - Zielrendite: 4,03 Prozent p.a.
apeironinvest5: 45,4 Prozent Aktien, 47 Prozent Anleihen, 3 Prozent Rohstoffe, 4,6 Prozent Immobilien - Zielrendite: 4,53 Prozent p.a.
apeironinvest6: 54,7 Prozent Aktien, 37 Prozent Anleihen, 3 Prozent Rohstoffe, 5,3 Prozent Immobilien - Zielrendite: 5,03 Prozent p.a.
apeironinvest7: 64 Prozent Aktien, 26 Prozent Anleihen, 4 Prozent Rohstoffe, 6 Prozent Immobilien - Zielrendite: 5,41 Prozent p.a.
apeironinvest8: 72,3 Prozent Aktien, 17 Prozent Anleihen, 4 Prozent Rohstoffe, 6,7 Prozent Immobilien - Zielrendite: 5,91 Prozent p.a.
apeironinvest9: 80,1 Prozent Aktien, 7,5 Prozent Anleihen, 5 Prozent Rohstoffe, 7,4 Prozent Immobilien - Zielrendite: 6,29 Prozent p.a.
apeironinvest10: 87 Prozent Aktien, 5 Prozent Rohstoffe, 8 Prozent Immobilien - Zielrendite: 6,68 Prozent p.a.

Ginmon: Anlagestrategie im Detail erklärt

Die Anlagestrategie von Ginmon basiert auf der wissenschaftlichen Portfolio-Theorie und dem Prinzip des antizyklischen Faktor-Investings – beide Methoden von Nobelpreisträgern entwickelt. Das heißt, der Robo-Advisor setzt auf die Kapitalmarkt-Faktoren Size, Value und Makro. So wird vermehrt in kleinere Unternehmen (Size) investiert, aber auch in unterbewertete Unternehmen (Value). Außerdem werden die Anlageklassen nach dem Bruttoinlandsprodukt der jeweiligen Kapitalmarktregionen (Makro) gewichtet.

Zusätzlich ist der Algorithmus von Ginmon darauf ausgerichtet, konträr zum Herdentrieb, also antizyklisch, zu investieren. Das bedeutet, dass Wertpapiere, die innerhalb eines Kundenportfolios übergewichtet sind, verkauft werden und in untergewichtete Bestandteile investiert wird. Diese eher für einen Robo-Advisor ungewöhnliche Methode begründet CIO Fabian Knigge so: „Die erfolgreichsten Investoren der Welt setzen seit Jahrzehnten auf antizyklische Portfolioallokation. Mit Ginmon haben wir diese Strategie für Privatkunden zugänglich gemacht.“

Ginmon-Technologie: Was ist Apeiron?

Apeiron ist eine eigens von Ginmon entwickelte Technologie für das Portfoliomanagement. Diese erstellt und überwacht die Portfolios der Ginmon-Kunden und optimiert diese, falls sich bessere Renditechancen auf dem Markt ergeben. Apeiron ist in drei Bausteine aufgeteilt

 
apeironselect: Hier werden regelmäßig alle ETFs gescreent und die besten für den Kunden ausgewählt. Findet der Robo-Advisor bessere ETFs, als die in Ihrem Portfolio, werden diese ausgetauscht.
 
 
apeironprotect: Diese Methode basiert auf einem antizyklischen Rebalancing. Das bedeutet, dass in Krisenzeiten Wertpapiere nachgekauft werden und die verkauft werden, die relativ teuer sind.
 
 
apeironenhance: Die von Ginmon entwickelte Technologie, die sonst kein anderer Robo-Advisor vorweisen kann, schöpft automatisch den Freibetrag aus, den Sie bei Kapitalanlagen haben, um Steuern zu sparen. Dazu müssen Kunden Ginmon lediglich einen Freistellungsauftrag erteilen.

Wie sicher ist das Geld bei Ginmon?

Ihr Depot wird bei DAB Paribas eröffnet – der Partnerbank von Ginmon. Diese gehört zur BNP Paribas und ist eine der größten Banken Europas. Sie als Kunde haben als einziger Zugriff auf das Geld. Ihr Vermögen wird in Höhe von 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Dazu ist die DAB Bank freiwilliges Mitglied im deutschen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V.. Hier wird das Vermögen jedes Kunden in Höhe von 120 Millionen Euro zusätzlich geschützt. Auch im Falle einer Insolvenz von Ginmon oder der Bank verlieren Sie Ihr Geld nicht, da Sie als Anleger der Besitzer der Wertpapiere sind.

Ginmon im Test: So wird der Robo-Advisor bewertet

Finanztest hat Ginmon im August 2018 unter die Lupe genommen. Dort fiel das Testergebnis mit 2,9 eher mäßig aus. Grund waren die jährlichen Kosten, die die Note 3,5 bekamen. Damals hatte Ginmon allerdings ein anderes Gebührenmodell, das nach Performance des Portfolios verrechnet wurde. Mittlerweile berechnet Ginmon keine Performance-Gebühren mehr, sondern verlangt lediglich eine Servicegebühr in Höhe von 0,75 Prozent der Anlage. Damit ist Ginmon in unserem Robo-Advisor-Vergleich gleich hinter WeltInvest einer der günstigsten Anbieter.

Ginmon – Vorteile in der Übersicht

Anbieter Vorteile
Ginmon Logo zum Anbieter
 
  • Niedrige Kosten, keine Performance-Gebühren
  • Einzigartige Portfoliomanagement-Technologie
  • Sparplan ab 50 Euro möglich

Ginmon-Konkurrenz: Scalable, WeltInvest und Co.

Ginmon ist bereits seit 2015 auf dem Markt und ist damit im Gegensatz zu einigen Konkurrenten wie WeltInvest oder Moneyfarm ein alter Hase im Robo-Advisor-Geschäft. Marktführer in Deutschland ist übrigens Scalable Capital. Der Vermögensverwalter setzt wie auch Ginmon auf ein aktives Risikomanagement, führt allerdings die Portfolios nicht auf ein festgelegtes Aktien-/Anleihenverhältnis zurück. Vor diesem Hintergrund lassen sich Ginmon und Scalable Capital nur schwer miteinander vergleichen. Aber auch Quirion, den wir ebenfalls getestet haben, gehört zu den ältesten Robo-Advisors in Deutschland und bietet seinen Kunden zehn verschiedene Anlagestrategien.

Ginmon ist ohne Frage ein günstiger Anbieter und die Hürde für die erste Investition ist bei einer Einmalanlage von 1.000 Euro vergleichsweise niedrig. Es gibt jedoch auch Robo-Advisor, die eine noch geringere Einmalanlage verlangen. Bei Scalable Capital liegt diese bei 10.000 Euro. Außerdem ist kaum ein Anbieter aus unserem Robo-Advisor-Vergleich günstiger als Ginmon – bezogen auf eine Anlagesumme von 50.000 Euro und einem mittleren Risikoprofil.

Was sind die Vorteile von Robo-Advisors?

Robo-Advisor sind digitale Vermögensverwalter und investieren auf Basis automatisierter Prozesse ohne die Beeinträchtigung durch menschliche Emotionen. Das sind die zentralen Vorteile für Sie als Anleger:

Robo-Advisor sind im Vergleich zu professionellen Vermögensverwaltern besonders günstig.
Sie als Anleger müssen wenig Zeit und Aufwand in die Geldanlage stecken.
Bei der digitalen Vermögensanlage entstehen keine menschlichen Fehler durch Emotionen.
Robo-Advisor sind sehr transparent, Sie können Ihre Geldanlage von vielerorts einsehen.
Durch die Investition in ETF genießt Ihr Anlagevermögen ein hohes Maß an Diversifikation.

Ginmon Kontakt

Ginmon Vermögensverwaltung GmbH
Mainzer Landstraße 33a
60329 Frankfurt am Main
www.ginmon.de
E-Mail: service@ginmon.de
Tel: Sie können bei Ginmon bequem über die Webseite einen Rückruf vereinbaren.

Ginmon im Test: Unser Fazit

Ginmon überzeugt in unserem Test mit einem einzigartigen Portfoliomanagement, das sonst kein Robo-Advisor so vorweisen kann. Das Besondere ist vor allem die Ausnutzung des Freibetrags, mit dem laut Ginmon die Kunden bis zu 224 Euro im Jahr zusätzlich sparen können. Auch im Hinblick auf die Performance schneidet Ginmon oft besser ab als seine Konkurrenz. Im Jahr 2019 lag die Performance bei 17,25 Prozent nach Abzug aller Kosten und das bei einem mittleren Risikoprofil mit knapp 50 Prozent Aktienanteil im Depot.

Einen weiteren Pluspunkt gibt es außerdem für die Live-Chat-Funktion auf der Webseite und die ausführliche Erklärung aller Anlagestrategien. Außerdem ist positiv hervorzuheben, dass Ginmon seinen Kunden mithilfe der Risikofragen eine Anlagestrategie empfiehlt – aber nicht aufzwingt.

Einen Minuspunkt gibt es für die Höhe der Einmalanlage: Wer bei Ginmon keinen Sparplan erstellen will, muss mindestens 5.000 Euro anlegen, um Kunde werden zu können. Das ist bei der Konkurrenz mit deutlich weniger möglich.

Ginmon im Test - das sollten Sie tun

1
Wer wenig Zeit hat oder sich nur wenig auf dem Börsenparkett auskennt, kann mit einem Robo-Advisor einfach von der Geldanlage an der Börse profitieren.
2
Ginmon schneidet in unserem Test gut ab und punktet mit einer einzigartigen Technologie.
3
Sie sollten jedoch trotzdem verschiedene Robo-Advisor vor dem Hintergrund Ihrer Anlagepräferenzen vergleichen und den für Sie passenden auswählen.
4
Werfen Sie einen Blick auf unseren Robo-Advisor-Vergleich, um die Konkurrenz von Ginmon unter die Lupe zu nehmen.

Beitrag verfasst von:

JANA BUCH – REDAKTEURIN RATGEBER

Jana Buch ist seit März 2020 für die Themen Börse und Wertpapiere zuständig. Sie schloss ihr Volontariat bei der Mediengruppe Dr. Haas ab und hospitierte bei der tz.de sowie dem Münchner Merkur. Zuletzt arbeitete sie als News-Redakteurin und Promi-Expertin in einer Online-Redaktion.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

Bildquelle: Ginmon

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