von Marlena Waßmer
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Das Rentenniveau – das Verhältnis einer Standardrente zum Durchschnittsverdienst – liegt nur noch bei rund 48 Prozent. Für die meisten Erwerbstätigen bleibt damit eine Versorgungslücke. Wir erklären, wie sie entsteht, wie groß sie ausfallen kann und welche Rolle regelmäßiges Investieren beim Schließen der Lücke spielt.
Die Rentenlücke – auch Versorgungslücke genannt – bezeichnet die Differenz zwischen dem Geld, das im Ruhestand benötigt wird, und dem, was die gesetzliche Rente tatsächlich auszahlt. Die Formel dahinter ist einfach: Bedarf im Alter minus gesetzliche Nettorente. Als groben Richtwert für den Bedarf nennen Fachleute häufig 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens – denn viele Ausgaben bleiben auch im Ruhestand bestehen.
Im Kern steht das sinkende Rentenniveau. Es gibt an, wie hoch die Standardrente im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst ausfällt. 2026 liegt es bei rund 48 Prozent; das Rentenpaket 2025 sichert diese Marke als Haltelinie bis 2031. Zum Vergleich: In den 1990er-Jahren lag das Niveau noch bei rund 55 Prozent, 2002 bei etwa 53 Prozent. Nach 2031 dürfte es weiter zurückgehen – der Rentenversicherungsbericht 2025 rechnet bis 2039 mit einem Rückgang auf rund 46 Prozent.
Dahinter steht der demografische Wandel. Im Umlageverfahren finanzieren die Beitragszahler die laufenden Renten. Weil die Lebenserwartung steigt und auf immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentnerinnen und Rentner kommen, gerät das System unter Druck. Gleichzeitig steigt das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre.
Ein weiterer Faktor verschärft die Lücke: Die Inflation zehrt an der Kaufkraft. Was heute 2.000 Euro kostet, kostet bei zwei Prozent Teuerung in 30 Jahren rund 3.600 Euro. Wer nur die heutige Lücke betrachtet, unterschätzt den realen Bedarf im Alter also deutlich.
Ein Beispiel zur Orientierung: Ein Durchschnittsverdiener mit rund 2.500 Euro netto im Monat erhält nach vielen Beitragsjahren eine gesetzliche Rente, die nur noch etwas über der Hälfte des bisherigen Einkommens liegt. Je nach individuellem Bedarf entsteht so eine monatliche Lücke, die schnell dreistellig werden kann. Wie hoch sie im Einzelfall ist, hängt von Einkommen, Beitragsjahren und gewünschtem Lebensstandard ab. Wenn du deine persönliche Rentenlücke wissen möchtest, dann rechne gerne selbst in unserem Rentenrechner nach.
Die gesetzliche Rente war nie als alleinige Absicherung gedacht – ergänzende Vorsorge wird damit für die meisten unverzichtbar. Neben der betrieblichen Altersvorsorge setzen viele auf den eigenständigen, langfristigen Vermögensaufbau am Kapitalmarkt. Als besonders zugänglich gilt der ETF-Sparplan: Dabei wird regelmäßig – etwa monatlich – ein fester Betrag in einen breit gestreuten Indexfonds investiert. Schon kleine Raten ab einem Euro sind bei vielen Anbietern möglich.
Zwei Prinzipien sind dabei entscheidend: früh anfangen und regelmäßig dranbleiben. Über lange Zeiträume kann sich der Effekt wiederangelegter Erträge bemerkbar machen. Zu beachten ist allerdings: Kursschwankungen gehören dazu, Renditen sind nicht garantiert. Der Kapitalmarkt eignet sich deshalb vor allem für langfristige Ziele wie die Altersvorsorge.
Ein Weg, den Sparplan nebenbei aufzustocken, sind sogenannte Saveback-Funktionen: Dabei fließt ein Teil des alltäglichen Kartenumsatzes automatisch in den Sparplan – Vorsorge gewissermaßen im Vorbeigehen.
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Wer regelmäßig für den Ruhestand investieren und den Sparplan zusätzlich passiv auffüllen möchte, kann bei Trade Republic* den ETF-Sparplan mit der Saveback-Funktion kombinieren:
Ein Rechenbeispiel: Bei rund 1.000 Euro Kartenumsatz im Monat kommen etwa 10 Euro Saveback zusammen, die direkt in den Sparplan wandern – über ein Jahr also rund 120 Euro zusätzlich fürs Depot, ohne dass extra Geld beiseitegelegt werden muss.
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Ob Saveback, klassischer Sparplan oder betriebliche Vorsorge – entscheidend ist weniger das einzelne Produkt als der frühe und regelmäßige Start. Wer die eigene Renteninformation kennt und die persönliche Lücke beziffert, kann gezielter gegensteuern. Und selbst kleine Beträge summieren sich über die Jahrzehnte bis zum Ruhestand.
Eine pauschale Zahl gibt es nicht, weil die Lücke stark von Einkommen und Beitragsjahren abhängt. Als Orientierung gilt: Das Rentenniveau liegt bei rund 48 Prozent, während im Alter oft 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens gebraucht werden. Daraus ergibt sich für viele Erwerbstätige eine monatliche Lücke, die vierstellig ausfallen kann.
Grundsätzlich gilt: je früher, desto besser, weil ein längerer Anlagezeitraum Schwankungen ausgleichen und den Effekt wiederangelegter Erträge nutzen kann. Aber auch ein späterer Einstieg ist sinnvoller als gar keiner. Wichtig ist, nur Geld anzulegen, das langfristig nicht benötigt wird, da Kursverluste möglich sind.
Ab dem 27. Lebensjahr (mit mindestens fünf Beitragsjahren) verschickt die Deutsche Rentenversicherung jährlich eine Renteninformation. Den aktuellen Stand kann man zusätzlich online im Portal der Rentenversicherung einsehen. Zu beachten ist, dass dort die Bruttorente steht – für die Nettorente sind Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern abzuziehen.
Saveback ist eine Funktion, bei der ein Prozent des Kartenumsatzes automatisch in einen Wertpapier-Sparplan fließt, statt aufs Konto ausgezahlt zu werden – bei Trade Republic* bis zu 15 Euro im Monat und unter der Voraussetzung eines aktiven Sparplans ab 50 Euro. Der Betrag wird investiert und unterliegt damit Kursschwankungen. Für den langfristigen Vermögensaufbau kann er ein kleiner, passiver Zusatzbeitrag sein, ersetzt aber keine eigenständige Sparrate.
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