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Therapie Diabetes Typ 2

Therapie bei Diabetes Typ 2: Auch an Herz und Nieren denken

Etwa 8,5 Millionen Menschen in Deutschland haben Typ-2-Diabetes. Das mittlere Erkrankungsalter bei Frauen und Männern liegt bei 63 beziehungsweise 61 Jahren, so der Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2022.1 Das jedoch bedeutet nicht, dass lediglich Menschen in der zweiten Lebenshälfte erkranken können. Wer die Diagnose erhält, sollte sich damit auseinandersetzen, die Ernährung anzupassen und Bewegung in den Alltag zu integrieren. Bei der Therapie von Diabetes Typ 2 stehen die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität im Fokus. Auch auf die Gesundheit von Herz und Nieren gilt es zu achten.

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Was bedeutet Typ-2-Diabetes für Herz und Nieren?

Das Hormon Insulin hat im Körper die Funktion, den Blutzuckerspiegel zu regulieren, indem es gemeinsam mit anderen Hormonen Zucker zur Verarbeitung in die Körperzellen einschleust. Bei der Erkrankung Typ-2-Diabetes ist dieser Vorgang entweder aufgrund einer zu geringen Insulinproduktion oder aufgrund einer mangelhaften Insulinwirkung, etwa durch Insulinresistenz der Körperzellen, gestört. Als Folge wird der Stoffwechsel und somit die Verarbeitung des über die Nahrung aufgenommenen Zuckers eingeschränkt. Deshalb kommt es immer öfter zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel.

Diagnostiziert wird die Erkrankung anhand verschiedener Marker wie unter anderem des Langzeitblutzuckerwerts HbA1c. Welche Behandlungsmaßnahmen im Anschluss ergriffen werden müssen, ist stets individuell zu entscheiden.

Ein Typ-2-Diabetes beeinflusst nicht nur die Höhe des Blutzuckerspiegels, sondern bringt auch ein Risiko für Folgeerkrankungen mit sich. Diabetespatient/-innen sollten deshalb im Hinblick auf Folgeerkrankungen, die Blutgefäße, Nerven und Organe betreffen, darauf achten, sich gesund zu ernähren und regelmäßig zu bewegen. So kann nicht nur das Risiko für die Entwicklung von Nervenschädigungen und Erkrankungen der Augen, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenschwäche gesenkt werden. Wie eng Diabetes Typ 2, das Herz und die Nieren zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen, wird im nachfolgenden Video erläutert.


Welche Symptome weisen auf Herz- oder Nierenschwäche hin?

Kommt es zu einer Herzschwäche, ist das Organ nicht mehr dazu in der Lage, seine Pumpleistung vollständig aufrechtzuerhalten. Die dadurch nicht mehr ausreichende Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen kann sich durch unterschiedlichste Symptome bemerkbar machen. So äußert sich eine Herzschwäche beispielsweise durch:

• Kurzatmigkeit
• Wassereinlagerungen in den Gliedmaßen mit Beinschwellungen
• ungewöhnliche Gewichtszunahme
• verringerte Leistungsfähigkeit
• Atemnot bei leichterer Belastung

Eine Nierenschwäche entwickelt sich oft unbemerkt. Im Anfangsstadium bemerken Betroffene einer Niereninsuffizienz meist keine Symptome, sodass die Erkrankung häufig erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird. Dann können Wassereinlagerungen in Lunge oder Beinen, Bluthochdruck und Herzerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz Folgen einer chronischen Nierenschwäche sein. Dazu kommen unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und verminderte Leistungsfähigkeit. Umso wichtiger ist es deshalb, die Nierengesundheit durch regelmäßige Besuche beim Arzt oder bei der Ärztin im Blick zu behalten.

Wer an Diabetes Typ 2 leidet und mit der Erkrankung verbundene Gesundheitsrisiken kennt, kann in Bezug auf mögliche Symptome achtsamer sein. Deshalb ist es grundsätzlich wichtig, mögliche Symptome mit dem Arzt zu besprechen.
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Gibt es empfehlenswerte Maßnahmen zur Therapie bei Diabetes Typ 2?

Die gute Nachricht bei Typ-2-Diabetes ist, dass Betroffene ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit in vielen Fällen eigenständig verbessern können. Die Erkrankung steht häufig in Zusammenhang mit Übergewicht und einem Mangel an Bewegung. Ein Punkt, an dem Patient/-innen ansetzen können. Welche Aktivitäten sich eignen, sollte stets mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Schon regelmäßige Spaziergänge können bei einem zuvor sehr inaktiven Lebensstil einen Unterschied machen.

Auch eine gesunde und an die Erkrankung angepasste Ernährung spielt bei Typ-2-Diabetes eine wichtige Rolle und kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Eine Ernährungsberatung beim Diabetologen vermittelt Wissen darüber, welche Bestandteile der Nahrung Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben und welche nicht. So können durch die richtige Zusammenstellung der Nahrung schnelle Anstiege des Blutzuckerspiegels vermieden werden. Sie sollte ausgewogen und abwechslungsreich sein, viele Ballast- und Vitalstoffe wie Mineralstoffe und Vitamine enthalten. Dafür sorgt ein regelmäßiger Verzehr von Gemüse, Salat, Pilzen und Obst. Die pflanzenreiche Kost sollte durch eiweißreiche Lebensmittel ergänzt werden, am besten in Kombination mit gesunden Fetten und nur einer kleinen Portion Kohlenhydraten.

Nicht zu vergessen ist auch die regelmäßige Einnahme der verordneten Medikamente. Bei Typ-2-Diabetes werden beispielsweise Metformin, SGLT2-Hemmer oder GLP-1-Rezeptoragonisten eingesetzt.

Kontrolluntersuchungen unbedingt wahrnehmen

Für Diabetespatient/-innen ist es entscheidend, die ihnen angebotenen Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Üblicherweise kontrollieren Ärzte Herz- und Nierenparameter wie NT-proBNP, das Vorhandensein von Proteinen und anderen krankhaften Veränderungen im Urin (UACR) sowie die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) mittels Serumkreatinin im Rahmen regelmäßiger Blut- und Urinkontrollen. Weiterführende Untersuchungen wie etwa (Langzeit-)EKG, Ultraschall, MRT oder auch das Anlegen einer Urinkultur werden nach Bedarf und in Absprache mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin vorgenommen.

Um Veränderungen aufzuzeichnen kann die regelmäßige Dokumentation von Blutzucker und Laborwerten hilfreich sein. Das Gesundheitstagebuch auf der Website organs-talk kann Betroffene unterstützen ihre Gesundheit im Blick zu behalten.
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