Emerging Markets mit ETFs

Unter dem Begriff "Emerging Markets" werden Schwellenländer zusammengefasst, die auf dem Weg sind, sich von einem Entwicklungsland zu einer Industrienation zu wandeln. Dieser Wandel schlägt sich vor allem in einem starken Wirtschaftswachstum und der zunehmenden Bedeutung dieser Länder für die gesamte Weltwirtschaft nieder. Neben Ländern wie Mexiko, Chile, Türkei oder Polen zählen daher auch Schwergewichte wie China und Indien zu den Emerging Markets1.

Grundlage für das starke Wirtschaftswachstum in den Emerging Markets sind eine steigende Liberalisierung und Privatisierung der Wirtschaft, der zum Teil große Rohstoffreichtum und vor allem die vorteilhafte demografische Struktur. Denn in den meisten Schwellenländern wächst die Erwerbsbevölkerung überdurchschnittlich stark, während sie in den Industrienationen stagniert. Neue Arbeitskräfte können das Wirtschaftswachstum unterstützen.

Darum können Emerging Markets für Anleger interessant sein

Mit Investments in Emerging Markets haben Anleger die Möglichkeit, interessante Chancen zu nutzen. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen vor allem in den asiatischen Ländern zieht auch der private Konsum an und belebt die Binnenwirtschaft. Mit ETFs können Anleger ganz gezielt in Länder wie Vietnam, Indonesien oder Philippinen investieren, die unter diesen Voraussetzungen gute Chancen für ein weiter steigendes Wirtschaftswachstum haben. Wer lieber gezielt in eine bestimmte Region oder sogar weltweit investieren möchte, kann dies ebenfalls mit ETFs tun. Hier stehen Produkte zur Verfügung, die weltweit in Schwellenländer anlegen, oder gezielt in Lateinamerika, Asien, Osteuropa oder Afrika. Anleger sollten jedoch beachten, dass die unterschiedlichen ETFs je nach Region unterschiedlichen wirtschaftlichen oder politischen Risiken unterliegen.

Neben den guten Aussichten für die heimische Wirtschaft können viele Nationen der Emerging Markets auch durch eine niedrige Staatsverschuldung überzeugen, was eine Investition in entsprechende Anleihen attraktiv macht. Dafür gibt es beispielsweise beim ETF-Anbieter Xtrackers ETFs einen Indexfonds, der den weltweiten Markt für Staatsanleihen aus insgesamt 51 Schwellenländern abbildet. Das im Umlauf befindliche Volumen einer Anleihe muss mindestens eine Milliarde Dollar betragen, um in den entsprechenden Index aufgenommen zu werden. Die Obergrenze des maximalen Nennwerts je Land beträgt 25 Milliarden Dollar, so dass eine breite Streuung des Index erreicht wird.

Mit ETFs das Liquiditätsproblem umgehen

Mit ETFs können Anleger also einfach in den Aktien- oder Anleihemarkt der verschiedensten Emerging Markets investieren - und oft sind ETFs auch die einzige Möglichkeit, die Anleger dafür haben. Denn es werden mittlerweile zwar viele Aktien und Anleihen aus den Schwellenländern auch an deutschen Börsen gehandelt, allerdings ist deren Handelbarkeit in der Regel eingeschränkt. Mit ETFs auf Emerging Markets können Anleger dagegen diese Wertpapiere problemlos in ihr Depot einbuchen und somit von den aufstrebenden Nationen profitieren. Zudem investieren Anleger über einen ETF automatisch gestreut in eine Vielzahl von Wertpapieren. Der weltweit anlegende MSCI Emerging Markets Index umfasst zum Beispiel mehr als 1100 Titel aus aktuell 33 Ländern.

Doch wie bei jeder Anlage, die hohe Renditechancen verspricht, ist auch die Investition in die aufstrebenden Schwellenländer mit Risiken behaftet. Bei allen positiven Entwicklungen, die die Schwellenländer bereits hinter sich haben, muss dennoch berücksichtigt werden, dass es sich bei Emerging Markets eben nicht um Industrienationen handelt. Sie weisen daher noch keine dauerhafte wirtschaftliche oder politische Stabilität auf und sind in besonderem Maße anfällig für Währungsschwankungen. Am Renten- oder Aktienmarkt kann sich das ebenfalls durch starke Schwankungen auswirken. Verwerfungen in einem Schwellenland können jedoch durch ein Portfolio abgefedert werden, das breit über verschiedene Emerging Markets und Industrienationen diversifiziert ist.2




1Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
2Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018


Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

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