Warum sich Langlebigkeit heute auszahlt

Im Zuge der aktuellen demografischen Entwicklungen, ist es für Anleger wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Nach Dani Saurymper, Leiter Research für Ageing & Lifestyle bei AXA Investment Managers, sei diese Entwicklung ein Trend, der sich auf alle Lebensbereiche auswirke. Allein in den USA wird die Gruppe der über 65-Jährigen im Zeitraum zwischen 2020 und 2030 um 30 Prozent mehr wachsen als die breite Bevölkerung2. Dies stelle, so Saurymper, einen bedeutenden und wachsenden globalen Kaufkraftfaktor dar, der durchaus Chancen für Investoren biete.

Die Herausforderung besteht hier darin, Unternehmen zu finden, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen ihre Kunden auch im Alter binden können. Es gilt also, Unternehmen herauszufiltern, die von einem Älterwerden der Bevölkerung nicht nur unberührt bleiben, sondern sogar von diesem profitieren können. Um diese Unternehmen zu finden, ist es wichtig, die positiven Faktoren der aktuellen demografischen Entwicklung näher zu beleuchten und hervorzuheben.

Die Kaufkraft der älteren Generation

Es kommt nicht selten vor, dass Menschen, die in Rente gehen, während ihres aktiven Arbeitslebens beachtliche Summen angesammelt haben. Schätzungen zufolge wird die Kaufkraft vermögender "Best Ager" von weltweit 8 Billionen US-Dollar im Jahr 2010 auf 15 Billionen im Jahr 20203 steigen. Doch wohin fließt das Geld? "Ältere Menschen investieren vor allem in Wohlfühlprodukte und -dienstleistungen. Das umfasst ein breites Feld - angefangen von Schönheitsprodukten bis hin zu Reisen und Unterhaltungsangeboten", sagt Saurymper.

Bei genauerer Betrachtung wird klar, dass das Geld der älteren Generation hauptsächlich in 4 Bereiche fließt:

In Industrieländern entfallen zunächst 26 Prozent der privaten Ausgaben älterer Menschen auf Restaurantbesuche und Erholung4. Bis 2030 werden 29 Prozent aller Touristen in der EU über 60 sein, was die Tourismusbranche insgesamt stark beeinflussen wird. Das wachstumsstärkste Segment der Urlaubsbranche stellen dabei Kreuzfahrten dar - hier sind Menschen über 50 besonders stark vertreten5.

Zusätzlich zu Reisen und Freizeitaktivitäten gibt es auch andere Bereiche, die von der Kaufkraft der älteren Generation profitieren können. Europäischen Frauen über 60 ist beispielsweise ihr Aussehen sehr wichtig: Sie geben doppelt so viel Geld für Schönheitsprodukte aus wie Frauen unter 256. "Der Weltmarkt für Schönheitsprodukte dürfte bis 2020 entsprechend um 5,1 Prozent jährlich wachsen", erläutert Saurymper.

Auch in die Wohnsituation wird investiert. 87 Prozent der Menschen möchten im Alter nicht mehr umziehen7. Diese fast 90 Prozent stellen eine wichtige Zielgruppe für Unternehmen dar, die Produkte und Dienstleistungen für Renovierungen und Umbauten bieten, um barrierefreies und altersgerechtes Wohnen zu ermöglichen.

Nicht zuletzt erweisen sich Senioren ab 65 Jahren auch als äußerst tierlieb: Sie geben gerne mehr Geld für ihre Haustiere aus. "Der Markt für Premium-Tiernahrung, wie zum Beispiel gesundheitsbewusstes Hunde- und Katzenfutter des US-Anbieters Blue Buffalo, ist in den letzten fünf Jahren um 33 Prozent gewachsen und macht mehr als die Hälfte des Gesamtertrages aus"8, berichtet Saurymper.

Bedeutend für den E-Commerce

Die Annahme, dass der Online-Handel hauptsächlich von den Millenials vorangetrieben wird, ist überraschenderweise falsch. Die ältere Generation kauft tatsächlich annähernd genauso viel über das Internet ein: Im Durchschnitt schließen die so genannten Babyboomer (Alter 54-72) 15 Transaktionen pro Jahr ab, während Millennials (Alter 24-38) mit 15,6 Transaktionen nur leicht darüber liegen. "Bedeutend ist vor allem, dass die Babyboomer dafür mehr Geld ausgeben. Sie dürften mehr Gesundheitsprodukte, Wein sowie Haushaltsprodukte und -geräte kaufen, die in der Regel hochpreisiger sind"9, so Saurymper weiter.

Beim Blick auf folgende Grafik wird deutlich, wie sich der Bereich der älteren Generation, der im Zuge der Digitalisierung oft ignoriert wird, positiv auf den E-Commerce auswirkt. Die Tatsache, dass die Generation der Baby Boomer beim Einkaufen im Internet mehr Geld ausgibt als Millenials, verstärkt die Bedeutung der älteren Generation im digitalen Markt zusätzlich.

Bisher haben Einzelhändler noch nicht auf diesen Trend reagiert und die Kaufkraft der älteren Generation bislang nicht für sich entdeckt. Zahlen belegen, dass Menschen über 50 nur die Zielgruppe von etwa 10 Prozent aller Werbeausgaben in den USA sind11. Werbetreibende geben sogar 4-6 mal soviel Geld für Werbung aus, die sich an Millenials richtet, wie für alle Altersgruppen zusammen12.

Um von den Entwicklungen der nächsten Jahrzehnte profitieren zu können, müssen sowohl Händler, als auch Werbetreibende, das Konsumverhalten aller Altersklassen überprüfen und ihre Kampagnen dementsprechend anpassen.

Healthcare-Sektor profitiert

Ein längeres Leben führt auch zu höheren Gesundheitskosten. Die Vorbeugung und Behandlung altersbedingter chronischer Krankheiten wird in den nächsten fünf Jahren ein wesentlicher Treiber der Gesundheitsausgaben sein. 10.000 Amerikaner erreichen jeden Tag das Alter von 65 Jahren, wodurch sich die Ausgaben für die persönliche Gesundheitsversorgung verdoppeln. Diese Kosten werden sich mit 80 Jahren wiederum mehr als verdoppelt haben9. "Natürlich sind die älteren Menschen die größten Treiber der globalen Gesundheitsausgaben. Bis 2020 dürften sie um 5,3 Prozent steigen", so Saurymper.

Anleger können von diesen Entwicklungen langfristig profitieren - wenn sie in die richtigen Branchen investieren. Dazu zählen Unternehmen, die in Bereichen tätig sind, die von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Langlebigkeit profitieren. Beispiele dafür stellen Wellnessangebote, der Kreuzfahrttourismus oder auch die medizinische Behandlung und Seniorenbetreuung dar.

1. ONS IM, aktualisiert am 31. März 2018
2. US Dept of Commerce
3. BAML. The Silver Economy - Global Ageing Primer, May 2016
4. McKinsey Global Institute. Urban World: The Global Consumers to Watch, April 2016
5. Euromonitor, Stand Mai 2016 (aktuelle verfügbare Zahl)
6. BAML. The Silver Economy - Global Ageing Primer, May 2016
7. McKinsey Global Institute. Urban World: The Global Consumers To Watch, April 2016
8. Euromonitor, über Bloomberg. ‘General Mills Pays Steep Price To Get Into High-Growth Business’, Februar 2018
9. US Centers for Medicare and Medicaid Services
10. PGIM
11. AARP, Stand März 2018
12. AdWeek. Marketers are spending 500% more on millennials than all others combined, November 2015


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Stand: 13.09. 2018

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