Technologie mit Kursfantasie

Robotik und Onlinehandel bieten immer noch deutliches Aufwärtspotenzial

Es war September 2017, als der zweiarmige Roboter "YuMi" dem italienischen Startenor Andrea Bocelli, im Rahmen eines Benefizkonzertes, die Show stahl. Normalerweise zieht Bocelli, sobald er seine Stimme erhebt, immer alle Blicke auf sich - doch nicht dieses Mal. Als YuMi begann, bei mehreren Stücken das Orchester zu dirigieren, rückte er, der Roboter, in den Fokus des Publikums. Mit weniger als einem Meter Größe sorgte YuMi bei dieser ungewöhnlichen Aufführung im Rahmen eines Roboter-Festivals, mit dem die Organisationen eine Verbindung von Technik und Kultur herstellen wollten, für große Aufmerksamkeit. Für seinen Einsatz musste der zweiarmige Roboter, der in der Schweiz entwickelt wurde, 17 Stunden programmiert werden.

Auch wenn das Ganze nur ein PR-Gag war und YuMi einen Startenor wie Andrea Bocelli noch nicht ersetzen kann: Das Beispiel zeigt, was die moderne Technik möglich macht und wo die Möglichkeiten einer ausgeweiteten Technologisierung liegen. Roboter werden immer intelligenter und flexibler und sind immer besser in der Lage, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Angesichts der wachsenden Automation des technischen Sektors sind die High-Tech-Maschinen vor allem in der Industrie ein großes Thema. So ist der Einsatz von Robotern in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie im Jahr 2016 um 20 Prozent gestiegen. Im Elektroniksektor nahmen die Roboterkäufe im gleichen Jahr sogar um 41 Prozent zu.

Die Nachfrage steigt

Für Anleger stellen sich bei Trendthemen wie der Robotik immer mehrere zentrale Fragen: Wie nachhaltig ist ein Boom? Wie groß ist das zukünftige Wertsteigerungspotenzial? Was ist ein abflachender Trend und was kann sich zu einer nachhaltigen Technologie ausbreiten?

Der ein oder andere mag vielleicht einwenden, dass das Phänomen "Robotik" nichts Neues sei. Das stimmt, denn Anwendungen, die Vorteile des Bereichs der Robotik für sich nutzen, existieren bereits seit den 70er Jahren. Als Beispiel sei hier die Automobilindustrie angeführt.

Dennoch sind die heutigen technischen Möglichkeiten wohl kaum mit den früheren zu vergleichen. Die technischen Chancen des 21. Jahrhunderts ermöglichen erhebliche Wachstumspotenziale in der Lebensmittelverarbeitung, dem Test von Halbleitern und anderen Industriezweigen, die selbst vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wären. Viele Arbeiten können dadurch so effizient, zeitsparend und gleichmäßig ausgeführt werden wie nie zuvor. Zusätzlich zu diesen positiven Effekten der Robotik können Roboter dem Menschen zunehmend auch gefährliche Tätigkeiten abnehmen, was erheblich zur Einhaltung der Arbeitssicherheit beitragen kann.

Die Entwicklung leistungsstarker Sensoren und Mikroprozessoren hat darüber hinaus auch Cobots möglich gemacht. Mit dem Begriff Cobots werden Industrieroboter bezeichnet, die mit Menschen gemeinsam arbeiten und im Produktionsprozess nicht durch Schutzeinrichtungen von anderen Arbeitern getrennt sind. Mithilfe von Sensoren können diese "collaborative Robots" die Menschen in ihrer Umgebung wahrnehmen und stellen so keine Gefahr für die anderen Arbeiter dar. Die digitalisierten Helfer kommen mittlerweile auch bei der Produktion kleiner Elektrogeräte wie Smartphones zum Einsatz. Cobots sind das wachstumsstärkste Segment der Automatisierung in der Industrie.

Die großen vier börsennotierten Unternehmen, welche die Robotikbranche auch in den nächsten Jahren bestimmen werden, heißen Fanuc, Kuka, ABB und Yaskawa.

Fanuc (Fuji Automatic Numerical Control) ist ein japanisches Elektronik- und Maschinenbau-Unternehmen, das besonders in den USA und Asien präsent ist. Es hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 500.000 Roboter produziert. Seine Marktkapitalisierung lag im Dezember 2017 bei rund 46 Milliarden US-Dollar.

Der deutsche Maschinenbauer Kuka ist vor allem in Europa und den USA aktiv. Seit einer Übernahme im Jahr 2016 gehört das Unternehmen zur chinesischen Midea-Gruppe.

ABB ist ein Schweizer Industriekonzern, dessen wachstumsstärkste Sparte sich auf den Bereich der Robotik konzentriert. Zu den jüngsten Innovationen des Unternehmens gehört auch der eingangs beschriebene "künstliche Dirigent" YuMi, der im vergangenen Jahr für Schlagzeilen sorgte.

Der kleinste dieser vier Mega-Konzerne ist der japanische Anbieter Yaskawa, der den Kreis der führenden Roboter-Hersteller komplettiert. Die Japaner sind allerdings in Asien stärker vertreten als ihre Wettbewerber.

Weshalb besteht für die Robotik Branche immer noch ein enormes Aufwärtspotenzial?

Circa drei Viertel der produzierten Roboter werden in gerade einmal fünf Länder geliefert. Spitzenreiter ist Korea, gefolgt von Japan und Deutschland. In China ist die Roboterdichte überraschenderweise noch unterdurchschnittlich. Aufgrund steigender Lohnkosten dürfte man dort jedoch bis 2020 den größten Anstieg erwarten. Bereits seit 2014 wurden im Reich der Mitte jedes Jahr die meisten Roboter verkauft. Um die von der Volksrepublik angestrebte Roboterdichte bis 2020 zu erreichen, müssen jedoch zwischen 600.000 und 650.000 neue Industrieroboter eingesetzt werden, was bedeuten würde, dass das Land bis 2020 ungefähr 40 Prozent aller weltweit produzierten Roboter kaufen müsste.

Unternehmen, welche die gesamte Wertschöpfungskette der Branche abdecken, sind aus Investorensicht besonders interessant. Dies sind zum Beispiel Gerätehersteller, Zulieferer und Softwareentwickler. Neben der Industrie gewinnt die Robotik auch in anderen Branchen immer mehr an Bedeutung. Beispiele hierfür sind die Bereiche Gesundheitswesen, Automobil, Technologie und Logistik. Mit dem AXA WF Framlington Robotech Fonds können Anleger weltweit in Aktien von Firmen investieren, die sich mit dem Thema Robotik befassen.

Digital Economy: Luft nach oben

Ein nicht weniger spannendes Anlagethema stellt die Digital Economy dar. Immer mehr Menschen verbringen ihre Zeit in einer digitalen Welt, sie leben und kaufen online - ständig und überall.

Erstaunlicherweise werden weltweit dennoch nur 9 Prozent der Einzelhandelsumsätze online generiert. Hier dürfte es noch einiges an Luft nach oben geben. Die Wachstumsprognosen für die kommenden fünf Jahre liegen bei vielversprechenden 14 Prozent - pro Jahr. Von Interesse sind vor allem Unternehmen, die einen Beitrag zur Wertschöpfungskette leisten: Ob Einfluss auf Kaufentscheidungen oder Lieferung von Gütern und Dienstleistungen.

Zum einen sind dies Konzerne, die sich auf den Discovery- und den Entscheidungsprozess, sowie die Auslieferung im E-Commerce spezialisiert haben; Unternehmen, mit denen Kunden im Internet Kontakt haben. Zwei bekannte Beispiele sind die Onlinehändler Amazon und Alibaba. Beide dürften mittlerweile keine Unbekannten mehr sein. Die Alibaba Group konnte 2017 einen Umsatz von 23 Milliarden US-Dollar verbuchen. Amazon setzte sogar 178 Milliarden US-Dollar um.

Zum anderen zählen aber auch sogenannte Enabler (englisch: "enable" = etwas ermöglichen) zur Digital Economy. Diese sind Technologieunternehmen, die Firmen mit traditionellen Geschäftsmodellen helfen, die Vorteile der digitalen Welt zu entdecken und für sich zu nutzen. In den vergangenen Jahren haben sich durch soziale Medien, Apps, Suchmaschinen und Internetportale neue Vertriebswege etabliert. Das prominenteste Beispiel dafür ist wohl der US-Konzern Alphabet Inc. mit seiner Suchmaschine Google. Ein nicht weniger bekanntes Beispiel ist das Soziale Netzwerk Facebook.

Vor allem zwei Faktoren treiben das Wachstum der Digital Economy an. Der erste Faktor bezieht sich auf die Verfügbarkeit der digitalen Welt und auf die Tatsache, dass Menschen durch vernetzte Endgeräte wie Smartphone, Tablets oder Notebooks, immer und überall auf Produkte und Dienstleistungen zugreifen können. Der zweite wichtige Faktor ist die derzeitige demografische Entwicklung, die eine entscheidende Rolle im Wachstum der Digital Economy spielt. Die mit dem Internet aufgewachsenen Millennials, Menschen in der Altersgruppe unter 35 Jahren, dürften weiterhin für eine steigende Nachfrage im Online-Einzelhandel sorgen. In Industrieländern beträgt der Anteil der Smartphone-Nutzer bereits ca. 90 Prozent. Aber auch in den Emerging Markets, den oft bevölkerungsreichsten Ländern der Welt, wie China oder Indien, sind Potenzial und Wachstumschancen enorm. Die mobile Abdeckung wächst zwar, ist jedoch im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt immer noch gering. Steigende Einkommen, Urbanisierung und weniger Konkurrenz durch den klassischen Einzelhandel dürften das langfristige Wachstum weiterhin ankurbeln.

Anleger können an diesem Megatrend mit dem AXA World Funds Framlington Digital Economy profitieren. Der Aktienfonds investiert gezielt in die digitale Wirtschaft und in Unternehmen, die den Firmen dabei helfen, die Vorteile der digitalen Welt für sich zu nutzen.

Fazit: Die Technologie-Hausse der vergangenen Jahre ist noch lange nicht vorbei. Insbesondere die beiden Branchen Robotech und Digital Economy sorgen aufgrund des steigenden Bedarfs für Kursfantasie.

Quelle für alle Zahlen der Infografik: International Federation of Robotics (falls nicht anders angegeben), Stand Dezember 2017.


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Stand: 13.09. 2018

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