Unternehmen und Investoren müssen disruptiven Wandel als Chance erkennen

Der technologische und demografische Wandel spaltet die Wirtschaft in zwei Lager: Auf der einen Seite stehen die Unternehmen, die an ihren bewährten und traditionellen Strategien festhalten; auf der anderen Seite stehen die, die sich für den Wandel öffnen, dessen Chancen erkennen und für sich selbst nutzen wollen. Nicht alle Unternehmen haben die Bereitschaft, sich zu ändern, was die Situation für Anleger nicht ganz einfach macht. Investoren, die in Zeiten schwachen Wachstums auf der Suche nach attraktiven Investmentthemen sind, müssen lernen, Unternehmen und Branchen im Hinblick auf deren Flexibilität zu analysieren.

Matt Lovatt, Global Head of Business Development bei AXA IM Framlington betont dazu: "Die Wirtschaft der Zukunft dreht sich nicht nur um kreative Unternehmer, die fantastische neue Technologien erfunden haben. Es geht auch um die alteingesessenen Unternehmen, die sich anpassen und in neue Bereiche hinein entwickeln. Aus Investorensicht ist entscheidend, dass das Wachstum in Zukunft vor allem bei jenen Unternehmen liegen wird, die den Wandel als Chance begreifen."

Die aktuellen Entwicklungen dürften eine disruptive Wirkung auf viele Branchen haben, erwartet der Experte. "Das bedeutet nicht zwingend, dass es unter den eher konservativen Unternehmen keine erfolgreichen Firmen mehr geben wird, doch diese werden nicht mehr die Speerspitze des Wachstums bilden", ist Lovatt überzeugt. Für ihn ist die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in der modernen Zeit ein so wichtiger Faktor, dass bei einem Fehlen dieser Faktoren keine durchweg positiven Prognosen getätigt werden können.

Ein gutes Beispiel ist hier der Einzelhandel, wo die grundlegenden Veränderungen einer Branche durch das Internet besonders gut zu beobachten sind.

Unternehmen entwickeln ihre Geschäftsmodelle mutig weiter

Zwei Drittel der Internetnutzer in der Europäischen Union kaufen heute online ein. Die Unternehmen sind daher gezwungen, sich in rasantem Tempo anzupassen und auf diesen Trend zu reagieren. "Viele Einzelhändler verbessern ihre Logistik, um die Konsumenten mit Hilfe von Multi-Channel-Angeboten besser zu bedienen. Einige jedoch, insbesondere im Bekleidungshandel, hinterfragen die Rolle stationärer Verkaufsflächen im Rahmen ihres Geschäftsmodells grundsätzlicher", erläutert Matt Lovatt. Das werde am Flagship- oder Concept-Store-Ansatz deutlich: Für diese Unternehmen bleibe es wichtig, ihre Produkte physisch erfahrbar zur Schau zu stellen, obwohl sie sich darauf zugleich eingestellt hätten, dass viele Konsumenten ihre Waren am Ende des Tages lieber online kaufen.

Auch in Zukunft werde es erfolgreiche Firmen geben, die Gewinne im stationären Einzelhandel erzielen. Die Entwicklung sei jedoch dennoch ganz offensichtlich disruptiv, erläutert der Experte.

Das gelte nicht nur für die Einzelhändler selbst, sondern auch für die Immobilienunternehmen, die ihr Geld bislang mit Shopping-Malls und Geschäften entlang der Haupteinkaufsstraßen der Großstädte verdient haben. "Die langfristigen Effekte auf die Unternehmen, aber auch auf die Kommunen insgesamt, sind schwer abzuschätzen. Wir bewerten die Entwicklung allerdings aus Investorensicht. Daher interessieren uns weniger die traditionellen Formen des Handels als vielmehr jene Unternehmen, die ihre Strategien jetzt weiterentwickeln", betont Lovatt.

Der Experte nennt ein weiteres, weniger offensichtliches Feld der Entwicklung: die Anpassung der Unternehmensstrategie. "Einige große und alteingesessene Firmen machen sich die disruptive Wirkung neuer Technologien zunutze, um ihre traditionelle Verwurzelung in bestimmten Sektoren zu überwinden. Sie überarbeiten ihre Strategien, um in Bereiche mit höherem Wachstum vorzudringen". Unternehmen versuchen demnach, ihren Bezug zu bestimmten Branchen und Bereichen aufzulockern und sich auch in anderen Sektoren weiterzuentwickeln.

So sei etwa Philips den Konsumenten vor allem durch die eigenen Fernseher und Stereoanlagen bekannt. Allerdings habe sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren aus dem Elektronikgeschäft zurückgezogen und sich als Anbieter von medizinischen Diagnoselösungen neu erfunden. Als weiteres Beispiel für die Entwicklung führt Lovatt Siemens auf: "Normalerweise stellt man sich Siemens als traditionellen Industriekonzern vor. Doch bereits heute generiert das Unternehmen 20 bis 30 Prozent seiner Umsätze mit Software und bietet Lösungen für automatisierte Fabriken an, die um intelligente Software herum konzipiert sind."

Matt Lovatt ist überzeugt, dass die Unterscheidung zwischen traditionellen und neuen Geschäftsmodellen auch für Investoren rasant an Bedeutung gewinnen wird. An Investmentgelegenheiten gebe es keinen Mangel, doch um die Entwicklung zu nutzen, müssten Anleger ihre Strategie anpassen und genau hier liegt der entscheidende Faktor. "Es wird eine Herausforderung für viele Investmentfirmen sein, wie sie angesichts dieses sich wandelnden Umfelds mit Bewertungen und Wachstumspotenzialen umgehen", schließt der Experte.


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Stand: 13.09. 2018

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