Begriffe, die jeder Trader kennen sollte

Trading-Lexikon - Diese Begriffe sollten Trader kennen

Wer ganz in die Welt der Trader eintauchen möchte, kommt um das Lernen der einen oder anderen Vokabel nicht herum, gehören doch Begriffe wie "Drawdown", "Slippage" und "Spread" nicht gerade zum alltäglichen Sprachgebrauch. Hier finden Sie einige der wichtigsten Begriffe, die Sie beim Traden kennen sollten, in alphabetischer Reihenfolge.

Basiswert

Der Basiswert, der auch als "Underlying" oder "Bezugswert" bezeichnet werden kann, ist die Grundlage eines jeden Derivats. Er ist sozusagen der Vertragsgegenstand. Da Derivate selbst keinen eigenen Wert haben, wie etwa Aktien, die ein Miteigentumsrecht an einem Unternehmen verbriefen, bildet sich der Wert eines Derivats durch den Bezug auf ein anderes Finanzprodukt - den Basiswert. Als Basiswert können ganz unterschiedliche Produkttypen in Frage kommen, zum Beispiel Aktien, Indizes, Rohstoffe, Devisen oder Anleihen. Der Wert des Derivats steigt und fällt dementsprechend mit dem Wert des zugrundeliegenden Basiswerts.

CFDs

CFDs (Contracts for difference) gehören wie Futures, Zertifikate und Optionsscheine zur Gruppe der derivativen Wertpapiere. Bei einem solchen sogenannten Differenzkontrakt wettet der Anleger auf Kursunterschiede beim Basiswert. Der Käufer partizipiert 1:1 an der Kursbewegung, ohne den jeweiligen Wert selbst zu besitzen - demnach entspricht der Wert eines CFDs dem zugrundeliegenden Basiswert. CFDs werden nicht über die Börse gehandelt sondern ein Broker oder eine Bank treten als Emittent und Vertragspartner auf. Bei CFDs handelt es sich nicht wie bei anderen Derivaten um Termingeschäfte - es gilt keine Fälligkeit, die Laufzeit des Kontraktes ist unbegrenzt. Ziel eines CFDs ist es, eine positive Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufswert zu erwirtschaften.

Drawdown

Das englische Wort "Drawdown" steht im Zusammenhang mit dem Money- und Risikomanagement eines Traders und bezeichnet den maximalen kumulierten Verlust eines Depots. Der Drawdown nimmt also nicht die gesamte Performance eines Portfolios in den Blick, sondern gibt lediglich an, wie viel Geld insgesamt zwischenzeitlich verloren wurde.

Hebel

Der Hebel gibt an, das Wievielfache der Anleger mit einem Derivat verdienen kann, im Vergleich mit der direkten Anlage in dem jeweils zugrundeliegenden Basiswert. So besagt ein Hebel von zwei etwa, dass der Anleger mit dem Derivat zweimal so viel verdienen kann wie wenn er direkt in den Basiswert - also die Aktie, den Rohstoff, die Währung etc. investiert hätte. Je größer also der Hebel, desto größer ist auch der Effekt des Produkts. Mit der Größe des Hebels steigt jedoch auch das Risiko, denn ein Hebel wirkt in beide Richtungen. Mit einem Hebel von zwei würde also auch der Verlust doppelt so hoch ausfallen, wie bei einem direkten Investment in den Basiswert. Also: Je größer der Hebel, desto gewagter ist auch der Trade.

Long- und Short-Positionen

Hier werden Anfänger oft Opfer eines Missverständnisses: "long" und "short" bezeichnen nicht etwa die Dauer eines Investments, sondern geben lediglich an, ob in steigende oder fallende Kurse investiert wird. "Long" steht hierbei für Derivate, die auf steigende Kurse spekulieren, "Short"-Positionen setzen auf fallende Kurse.

Die Lot-Größe

Ein Lot bezeichnet eine Handelseinheit beim Devisenhandel oder an den Futures-Märkten und kann mit dem Wort "Posten" übersetzt werden. Bei Forex, also beim Handel mit Devisen, steht ein Lot üblicherweise für 100.000 Einheiten der Basiswährung also beim Währungspaar Euro/US-Dollar steht 1 Lot für 100.000 Euro.

Margin

Die Margin oder Marge ist die Sicherheitsleistung, die geleistet werden muss, wenn ein Trader in ein Produkt, wie etwa in CFDs und Futures, investiert. Sie dient zum Ausgleich von Verlusten bei Fehlkalkulationen des Brokers. So kann ein Broker etwa bei einer negativen Kursentwicklung eine Erhöhung der Margin verlangen, um seine Glattstellungskosten bis zum nächsten Börsentag abzusichern.

Slippage

Slippage kann mit dem Begriff "Schwund" übersetzt werden und bezeichnet einen meist unerwünschten Effekt beim Devisen- und Derivatehandel. Dieser kann durch Kursveränderungen am Markt oder eine langsame Orderausführung des Brokers entstehen. Gibt der Trader beim Broker eine Order in Auftrag, kann es passieren, dass der tatsächliche Kurs vom vorher erwarteten Kurs abweicht, da sich in der Zeit zwischen Aufgabe und tatsächlicher Durchführung der Order eine Kursveränderung ergeben hat. Diese Differenz wird als Slippage bezeichnet.

Spread

Der Begriff "Spread" bezeichnet die Spanne zwischen Brief- und Geldkurs. Der Kauf eines Derivats wie z.B. eines CFDs erfolgt zum höheren Briefkurs, während der Verkauf des Produkts zum niedrigeren Geldkurs erfolgt.

72,1% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Trade- und Orderausführungen werden ausschließlich durch ayondo markets Limited erbracht. Social Trading Dienstleistungen werden ausschließlich durch die ayondo portfolio management GmbH erbracht.

Bildquelle: Sergey Nivens / Shutterstock.com, boerse_Peshkova_592

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