Diese Indizes sollten Sie kennen

DAX-Familie

Die Indizes der DAX-Familie werden von der Deutschen Börse, einem der größten Indexanbieter weltweit, berechnet und veröffentlicht. Beim DAX handelt es sich um den Leitindex der Deutschen Börse, der die Wertentwicklung der 30 deutschen Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung und dem größten Börsenumsatz abbildet. Seine Geschwister MDAX und SDAX bilden jeweils die Entwicklung der 60 mittelgroßen bzw. der 70 kleinen deutschen Unternehmen ab, die den Werten im jeweils größeren Index in Bezug auf Marktkapitalisierung und Börsenumsatz folgen. Der TecDAX umfasst als Technologieindex die 30 größten Werte aus der Technologiebranche.

Dow Jones Industrial Average

Der Dow Jones Industrial Average ist der bekannteste Index für amerikanische Aktiengesellschaften. Er spiegelt die Kursentwicklung der 30 bedeutendsten börsennotierten amerikanischen Unternehmen wieder. Dividenden oder vergleichbare Erträge fließen in die Indexentwicklung nicht ein. Der Index wird von S&P Dow Jones Indices berechnet.

iBoxx-Familie

Die Indizes der iBoxx-Familie werden von der International Index Company berechnet und veröffentlicht, bei der es sich wiederum um eine Tochtergesellschaft des Finanzdienstleisters Markit handelt. Bei den unter dem Namen iBoxx gesammelten Indizes handelt es sich ausschließlich um Rentenmarktindizes für Europa, USA und Asien. Als Basis für ETFs besonders beliebt sind die iBoxx Liquid-Indizes, die jeweils die liquidesten Anleihen aus einem bestimmten Bereich bündeln.

MSCI-Familie

Die MSCI-Indizes werden vom börsennotierten amerikanischen Finanzdienstleister MSCI.Inc zusammengestellt, berechnet und veröffentlicht. MSCI bietet zahlreiche verschiedene internationale, regionale, thematische oder strategische Aktienindizes an, die als Referenzindex für ETFs oder als Benchmark für klassische Fonds dienen. Die wichtigsten unter ihnen sind der MSCI World, der über 1.600 Aktien aus 29 Industriestaaten enthält, der MSCI Emerging Markets, der rund 1000 Aktien aus 33 Schwellenländern enthält und damit das Pendant zum MSCI World darstellt, und der MSCI Europe, der Aktien aus 19 europäischen Ländern enthält und die Wertentwicklung des europäischen Aktienmarktes nachbilden soll.

S&P-Familie

Auch die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s ist als Herausgeber von Indizes tätig und gilt als einer der größten Indexanbieter der Welt. Der bekannteste Index aus dem Hause Standard & Poor’s ist der S&P 500, in dem die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen gelistet sind. Aufgrund seiner Größe gelten der S&P 500 und seine Wertentwicklung als Indikator für den gesamten amerikanischen Aktienmarkt. Neben dem S&P 500 umfasst die S&P-Familie jedoch noch zahlreiche weitere Indizes für die verschiedensten Regionen und Themen. Insgesamt stellt Standard & Poor’s nach eigenen Angaben mehr als 830.000 Indizes zur Verfügung.

STOXX-Familie

Beim europäischen Indexanbieter STOXX handelt es sich um eine Tochter der Deutschen Börse. Die beiden ersten STOXX-Indizes, die nach Gründung des Indexanbieters im Jahr 1998 aufgelegt wurden sind der EURO STOXX 50 und der STOXX Europe 50. Ersterer enthält die 50 Unternehmen aus der Eurozone, die die größte Streubesitz-Marktkapitalisierung aufweisen, während letzterer die 50 europäischen Aktiengesellschaften enthält, die gemessen nach der Marktkapitalisierung im Streubesitz führend sind. Der STOXX Europe 50 ist also im Gegensatz zum EURO STOXX 50 nicht auf den Euro-Raum beschränkt. Daneben gibt es von STOXX noch zahlreiche weitere Indizes, die sich unter anderem auf verschiedene Sektoren, Themen oder Regionen beziehen.

FTSE Russel-Familie

Der Indexanbieter FTSE Russell ist eine Tochtergesellschaft der London Stock Exchange Group (LSEG). Der traditionsreiche Finanzkonzern bietet bereits seit über 30 Jahren Indizes und andere Finanzinformationen für Anleger, ETF-Anbieter, Banken und Versicherungen an. Indizes von FTSE Russell sind Benchmark für Fonds, ETFs, strukturierte Produkte und Derivate1. Zu den bekanntesten Indizes dieses Anbieters gehört der FTSE 100, der die 100 größten und liquidesten Aktien an der Londoner Börse umfasst und sich als Standard-Index für den britischen Aktienmarkt etabliert hat. Der Russell 2000-Index gilt als wichtigster Index für das Segment der mittelgroßen und kleinen Aktien am US-amerikanischen Aktienmarkt.

Bloomberg-Barclays-Familie

Die Ursprünge der Bloomberg Barclays Indexfamilie reichen zurück bis ins Jahr 1973, als die ersten Total-Return-Bond Indizes aufgelegt wurden. 2016 hat der Finanzinformationskonzern Bloomberg das Indexgeschäft von Barclays PLC übernommen und bietet seitdem Indizes unter dem Markennamen Bloomberg Barclays an. Der Schwerpunkt des Angebots liegt auf Renten-Indizes, sowohl mit einer traditionellen Gewichtung nach Marktkapitalisierung, wie auch mit alternativen Gewichtungsmethoden. Der bekannteste Index ist der sehr breit gestreute Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond Index mit mehr als 20.000 festverzinslichen Titeln. Der Global Aggregate Bond Index hat sich als globale Messlatte für Renten-Titel mit Investment-Grade2 Status durchgesetzt.3




1Derivative Wertpapiere sind von Basiswerten wie Aktien, Anleihen, Währungen oder Rohstoffen abgeleitet und von deren Wertentwicklung in spezifisch definierter Form abhängig.
2Anleihen mit guter bis sehr guter Bonitätsnote.
3Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018
Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

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