Beliebtes Edelmetall

Entstehung von Goldadern

Das irdische Gold lag ursprünglich im inneren der Erde, genauer im Magma, welches unter den tektonischen Platten zirkuliert. Das flüssige Gestein hat hierbei eine Temperatur zwischen 700 und 1200 Grad Celsius. Durch große Risse und Spalten kommt das Grundwasser mit dem heißen Erdinneren in Berührung und verdampft. In Ländern wie Island kennt man das Phänomen der Geysire, dort schießt Wasserdampf aus heißen Quellen. In derartigem Wasserdampf können Gold- und Silberatome gelöst werden, welche sich dann in geschlossenen Gesteinssichten abkühlen und ablagern. Diese Atome kristallisieren sich mit anderen gelösten Mineralien in den Spalten der Gesteinsschichten aus.

Bis diese entstandenen Goldadern an die Oberfläche der Erde geraten, vergehen einige Millionen Jahre. Da sich durch die Verschiebung von tektonischen Platten die Struktur der Erde fortlaufend verändert, werden die Goldadern in Form von z. B. Gebirgsketten an die Oberfläche gebracht. Durch die Fließkraft des Wassers werden diese Goldadern über Jahrzehnte teilweise wieder abgetragen. Das in den Erdspalten angesammelte Gold wird dabei zunächst in großen Brocken weggeschwemmt. Die sogenannten Gold-Nuggets lagern sich auf dem Grund von Flüssen ab, wo sie im Lauf der Zeit durch Kollisionen mit Kieselsteinen zerkleinert werden. Kleinere Goldpartikel werden durch die Strömung meist an eine Innenseite einer Flussbiegung gespült. Dort ist die Strömung nicht so stark, sodass sich besonders viele sogenannte Goldseifen ablagern. Aus diesem Grund sind genau an solchen Plätzen Goldsucher unterwegs.

Wie kam das Gold auf die Erde?

Es herrscht allgemein Einigkeit darüber, dass das Gold nicht direkt auf der Erde entstanden sein kann. Gold hat seinen Ursprung im All und das lange bevor die Erde überhaupt existierte. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Edelmetall erst durch eine Supernova auf die Erde befördert wurde. Alle Elemente die schwerer als Eisen sind, müssen durch eine Explosion eines Sterns entstanden sein. Bevor es aber zu einer Supernova kommen kann, muss die Lebensphase eines Sterns im Universum abgelaufen sein. Der Stern wächst über eine kritische Größe an, wird dadurch instabil und kollabiert. Somit kommt es zu einem sogenannten Neutronenstern. Im Zusammenhang mit der Explosion des Sterns werden ungefähr 90 Prozent der Masse ins All katapultiert. An diesem Zeitpunkt existiert genügend Energie um Elemente wie Gold entstehen zu lassen. Es wird jedoch stark bezweifelt, dass eine Supernova für das komplette Gold der Erde verantwortlich sein kann. Das Gold auf der Erde kann durch eine Supernova entstanden sein, jedoch können damit nicht die immensen Vorkommen auf dem ganzen Globus erklärt werden. Aus diesem Grund gehen einige Wissenschaftler davon aus, dass das Gold mehrheitlich durch eine Kollision zweier Neutronensterne entstanden ist. Die Energie einer solchen Explosion würde die Kraft einer Supernova weit übertreffen. Dieses Phänomen soll demnach für den Großteil des Goldes auf der Erde verantwortlich sein. Durch die Verschmelzung zweier Neutronensterne können Temperaturen von bis zu 100 Milliarden Grad Celsius entstehen. Durch diesen Vorgang werden mehr Gold, Silber, Titan und andere Schwermetalle freigesetzt wie bei einer gewöhnlichen Supernova.

Als Folge dessen ist Gold vor über 5 Milliarden Jahren entstanden und überall auf der Erde auffindbar.


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