Funktionsweise von Faktor-Zertifikaten

Faktor-Zertifikate und ihre Funktionsweise dürften einigen Anlegern immer noch wenig bekannt sein, auch wenn es diese Produkte bereits seit 2009 auf dem deutschen Derivatemarkt zu kaufen gibt. Dabei bieten Faktor-Zertifikate durch ihre Funktionsweise und transparente Struktur ein leicht verständliches Hebelinvestment für jeden Anleger.

Funktionsweise von Faktor-Zertifikaten

Faktor-Zertifikate und ihre Funktionsweise dürften einigen Anlegern immer noch wenig bekannt sein, auch wenn es diese Produkte bereits seit 2009 auf dem deutschen Derivatemarkt zu kaufen gibt. Bereits 2004 hatte ein Emittent versucht, Papiere mit identischer Funktionsweise unter dem Namen "Rolling Turbos" in Deutschland zu etablieren, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Dabei bieten Faktor-Zertifikate durch ihre Funktionsweise und transparente Struktur ein leicht verständliches Hebelinvestment für jeden Anleger.

Mit Faktor-Zertifikaten können Anleger an stabilen Kurstrends partizipieren. Dabei wird die Tagesperformance des Referenzwertes, auf den sich das Faktor-Zertifikat bezieht, mit einem konstanten Hebel, dem Faktor, gehebelt, so dass die Zertifikate einen überproportionalen Ertrag oder eben auch Verlust verglichen mit einem Direktinvestment bieten. Die Höhe des Hebels kann jeder Anleger aus einer Reihe von Faktor-Zertifikaten je nach seiner Risikobereitschaft selbst wählen: Alle Emittenten bieten Papiere mit unterschiedlichen Hebeln an, so dass man beispielswiese bei Faktor-Zertifikaten auf Aktien oder Aktienindizes meist zwischen Papieren mit einem Faktor zwischen 2 und 8 auswählen kann. Entscheidet man sich für ein Zertifikat mit Faktor 6, steigt und fällt das Zertifikat um den 6fachen prozentualen Wert wie der Referenzwert - und das jeden Tag aufs Neue.

Ebenfalls praktisch: Hat man sich einmal für ein bestimmtes Faktor-Zertifikat auf einen Referenzwert entschieden, kann man bei gleichbleibendem Hebel immer mit dem gleichen Schein auf den Referenzwert spekulieren, da Faktor-Zertifikate keine Laufzeitbegrenzung haben. Das ständige Suchen nach passenden Papieren, wie man es beispielsweise von Optionsscheinen kennt, entfällt also und man kann sich mehr auf den Handel und die Performance der Zertifikate konzentrieren. Faktor-Zertifikate besitzen jedoch auch Nachteile: Sie sind nicht für den Handel in volatilen Märkten geeignet. Wenn der Kurs des Referenzwerts an einem Tag fällt und am nächsten Tag wieder steigt, schneidet ein Long Faktor-Zertifikat aufgrund des konstanten Hebels in der Regel schlechter ab.

Ebenso kann es zu Abweichungen bei der Abbildung der Performance des Referenzwerts kommen, wenn dieser in einer anderen Währung notiert ist als das Faktor-Zertifikat und es zu Schwankungen im Wechselkurs zwischen den beiden Währungen kommt. Anleger tragen hier also ein Währungsrisiko. Anders bei Dividendenausschüttungen: Wird ein Referenzwert an einem Tag aufgrund einer Dividendenzahlung ex Dividende und damit zu einem niedrigeren Kurs gehandelt, wird der Kurs des Faktor-Zertifikates um die Dividendenausschüttung korrigiert, damit Zertifikateanlegern hieraus kein Nachteil entsteht. Denn Anleger, die Faktor-Zertifikate besitzen, erhalten keine laufenden Erträge wie Dividenden- oder auch Zinszahlungen.

Faktor-Zertifikate gibt es sowohl als Long-Zertifikat als auch als Short-Zertifikat, man kann mit Ihnen also sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse des Referenzwerts spekulieren. Man sollte jedoch beachten, dass der Hebel immer in beide Kursrichtungen wirkt, man mit dem Faktor-Zertifikat also sowohl überproportionale Gewinne erzielen, aber auch überproportionale Verluste erleiden kann, wenn sich der Referenzwert nicht in die erwartet Richtung bewegt. Positiv wirkt sich dabei jedoch aus, dass Faktor-Zertifikate keine Knock-Out-Schwelle besitzen, bei der das Zertifikat sofort komplett wertlos ist. Obwohl man auch mit Faktor-Zertifikaten hohe Verluste einfahren kann, ist das Risiko eines unmittelbaren Totalverlustes gegenüber Knock-out Produkten zumindest verringert.

Statt einem KO-Level gibt es bei Faktor-Zertifikaten jedoch eine Anpassungsschwelle. Diese wird erreicht, wenn die Performance des Basiswerts an einem Tag einen bestimmten prozentualen Wert, beispielsweise 25 Prozent, übertrifft und in die Richtung läuft, die einen Verlust beim Faktor-Zertifikat bedeutet. In diesem Fall reagiert das Faktor-Zertifikat so, als ob ein neuer Handelstag beginnen würde und errechnet die weitere Performance ab Erreichen der Anpassungsschwelle neu mit dieser als Referenzkurs. Somit fällt der Gesamtverlust dieses Tages kleiner aus, als wenn die Anpassung nicht stattfinden würde. Allerdings kommt die untertägige Anpassung einer unmittelbaren Realisierung der bis dahin aufgelaufenen Verluste gleich.

Funktionsweise von Faktor-Zertifikaten

Faktor-Zertifikate und ihre Funktionsweise dürften einigen Anlegern immer noch wenig bekannt sein, auch wenn es diese Produkte bereits seit 2009 auf dem deutschen Derivatemarkt zu kaufen gibt. Bereits 2004 hatte ein Emittent versucht, Papiere mit identischer Funktionsweise unter dem Namen "Rolling Turbos" in Deutschland zu etablieren, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Dabei bieten Faktor-Zertifikate durch ihre Funktionsweise und transparente Struktur ein leicht verständliches Hebelinvestment für jeden Anleger.

Faktor-Zertifikate zeichnen sich vor allem durch ihren konstanten Hebel aus. Um ihn konstant zu halten, wird der Hebel an jedem Handelstag neu justiert, indem der Schlusskurs des Referenzwertes am vergangenen Handelstag als Grundlage für die Kursentwicklung am nächsten Handelstag herangezogen wird. Die Performance des Zertifikats ergibt sich also aus der gehebelten prozentualen Entwicklung des Referenzwerts gegenüber seinem Vortagesschluss. Steigt beispielsweise eine Aktie an einem Tag um 2 Prozent von 100 Euro auf 102 Euro, dann steigt ein Zertifikat des Typs Long mit Faktor 4 um 8 Prozent (2 Prozent x 4facher Hebel), beispielsweise von 10 Euro auf 10,80 Euro. Fällt die Aktie am nächsten Tag ausgehend von ihrem Vortagesschluss wieder um 1 Prozent von 102 Euro auf 100,98 Euro, fällt das Zertifikat um 4 Prozent (1 Prozent x 4facher Hebel) von 10,80 Euro auf 10,368 Euro.

Betrachtet man die Performance von Zertifikat und Referenzwert jeweils auf Tagessicht, so bleibt der Hebel konstant und verändert sich nicht mit der Zeit. Über einen längeren Zeitraum, also über mehrere Tage hinweg betrachtet, kann die Gesamtperformance der Aktie jedoch nicht einfach mit dem Hebel multipliziert werden, um die Performance des Faktor-Zertifikats während dieses Zeitraums zu erhalten. Denn die Wertentwicklung des Faktor-Zertifikats ist nicht von der Gesamtperformance des Referenzwerts über einen bestimmten Zeitraum abhängig, sondern von jeder einzelnen Tagesperformance während dieser Zeit. Wenn nur ein längerer Zeitraum betrachtet wird, sind daher die Entwicklung von Referenzwert und Zertifikat nicht mehr zu 100 Prozent parallel. Dies führt jedoch in trendstarken Phasen zu einem positiven Effekt beim Faktor-Zertifikat: Betrachtet man in so einer Phase an einem Tag nur den Eröffnungskurs von Referenzwert und Zertifikat und dann erst mehrere Tage später wieder den Schlusskurs beider Wertpapiere, ergeben sich zwei mögliche Szenarien:

1. Wenn sich der Referenzwert in die erwartete Richtung entwickelt, legt in einem solchen Vergleich das Zertifikat stärker zu, da sich die Basis für die gehebelte Wertentwicklung ebenfalls positiv entwickelt und somit jeden Tag höher liegt.

2. Wenn sich der Referenzwert entgegen der erwarteten Richtung entwickelt, nimmt die Basis für die gehebelte Wertentwicklung täglich ab. Dennoch fallen gehebelte Verluste an.

Ein positiver kumulativer Effekt bei Faktor-Zertifikaten entsteht allerdings nur in trendstarken Phasen, wenn sich der Referenzwert über mehrere Tage hinweg in die erwartete Richtung bewegt. Wird der Trend hingegen an einem oder mehreren Tagen unterbrochen, tritt der Effekt, abhängig von der Stärke der Gegenbewegung, entweder nicht oder nur in geminderter Form auf oder das Faktor-Zertifikat entwickelt sich sogar schlechter als der Referenzwert.

Der Basiswert bei Faktor-Zertifikaten

Mit Faktor-Zertifikaten können Anleger auf die gehebelte Wertentwicklung ganz unterschiedlicher Referenzwerte spekulieren.

Zur Auswahl stehen unter anderem Faktor-Zertifikate auf Indizes oder Aktien mit den unterschiedlichsten Hebeln. Sie bieten somit einen einfachen Zugang zu einer breiten Palette von Referenzwerten. Im Hintergrund ist ihre Konstruktion aber doch etwas komplizierter, denn Faktor-Zertifikate beziehen sich nicht direkt auf die Entwicklung des Referenzwertes, sondern auf die Performance eines Faktor-Index.

Bei dem Faktor-Index handelt es sich um einen Index, der speziell als Basiswert für Faktor-Zertifikate konstruiert und berechnet wird und daneben keinem weiteren Zweck dient. Er darf daher nicht mit anerkannten Finanzindizes verwechselt werden, die beispielsweise von der Deutschen Börse berechnet werden.

Der Faktor-Index reflektiert die tägliche Bewegung eines Referenzwertes, zum Beispiel die des deutschen Leitindex DAX. Diese Bewegung des Referenzwertes reflektiert der Faktor-Index aber nicht 1:1 sondern multipliziert mit einem konstanten Faktor. So führt beispielsweise ein Kursanstieg des Referenzwertes bei einem 4X Long Faktor-Index zu einer viermal höheren positiven Veränderung des Faktor-Index im Vergleich zum vorangegangenen Kurs des Faktor-Index, bei einem 4X Short Faktor-Index zu einer viermal höheren negativen Veränderung des Faktor-Index im Vergleich zu seinem vorangegangenen Kurs. Der Faktor-Index bewegt sich also immer entsprechend stärker als der Referenzwert, auf den er sich bezieht. Der Hebeleffekt bei Faktor-Zertifikaten kommt also bereits hier ins Spiel und nicht erst beim Zertifikat selbst, das so nur die Wertentwicklung des Faktor-Index abzubilden braucht.

Da jeder Faktor-Index die um einen festgelegten Faktor gehebelte Wertentwicklung eines Referenzwertes abbildet, gibt es für jeden Referenzwert mehrere Faktor-Indizes. Diese besitzen jeweils einen unterschiedlichen konstanten Hebel und eine unterschiedliche Richtung, bezogen auf die erwartete Kursentwicklung. Ein Faktor-Zertifikat auf den DAX mit Faktor 4 bezieht sich daher auf einen anderen Faktor-Index als ein Faktor-Zertifikat auf den DAX mit Faktor 6 oder ein Faktor-Zertifikat auf den DAX mit Faktor -6, auch wenn alle mit dem DAX den gleichen Referenzwert besitzen.

Damit die Wertentwicklung eines Faktor-Zertifikats vom Anleger auch jederzeit nachvollzogen werden kann, veröffentlichen die Emittenten der Faktor-Zertifikate in der Regel auch detaillierte Informationen zu den jeweiligen Faktor-Indizes. So hat beispielsweise Vontobel ein spezielles Faktor-Index-Portal eingerichtet, auf dem ausführliche Informationen zu allen Faktor-Indizes zur Verfügung gestellt werden. So ist trotz der etwas umständlichen Konstruktion von Faktor-Zertifikaten eine maximale Transparenz gewährleistet.

Der Basiswert bei Faktor-Zertifikaten

Mit Faktor-Zertifikaten können Anleger auf die gehebelte Wertentwicklung ganz unterschiedlicher Referenzwerte spekulieren.

Der Faktor-Index bildet die um einen konstanten Faktor gehebelte tägliche Performance des Referenzwertes nach. Dafür wird, wie auch bei der Performanceberechnung des Referenzwerts selbst, jeweils der Schlusskurs am Vortag als Bewertungskurs für die prozentuale Wertentwicklung an einem neuen Handelstag verwendet.

Faktor-Indizes besitzen jedoch darüber hinaus einen speziellen Mechanismus, der verhindern soll, dass der Wert des Faktor-Index auf null fällt oder sogar negativ wird, wenn die Kursbewegungen des Referenzwertes an einem Tag zu stark ausfallen. Dieser Mechanismus wird ausgelöst, wenn der Referenzwert eine festgelegte Anpassungsschwelle erreicht. Dann wird beim Faktor-Index eine sogenannte untertägige Anpassung durchgeführt.

Die Anpassungsschwelle beschreibt, wie stark eine Kursveränderung des Referenzwerts gegenüber seinem Vortagesschluss sein darf, bevor sie nicht mehr zulässig ist. Sie wird als konstanter Prozentsatz festgesetzt und ihr absoluter Wert wird zu Beginn eines jeden Handelstags berechnet und veröffentlicht. Wird ein neuer Faktor-Index aufgelegt, wird gleichzeitig auch festgesetzt, wie hoch die Anpassungsschwelle bezogen auf den Referenzwert ist. Der Prozentsatz der Anpassungsschwelle bleibt danach immer konstant.

Beispiel: Bei einem Faktor-Zertifikat mit Faktor 8 würde eine Bewegung des Referenzwerts um 12,5 Prozent entgegen der erwarteten Kursrichtung einen 100prozentigen Wertverlust des Faktor-Zertifikats bedeuten. Um zu verhindern, dass dies eintritt und das Zertifikat wertlos wird, besitzt der entsprechende Faktor-Index eine Anpassungsschwelle. Diese liegt bei 10 Prozent, wird also ausgelöst, wenn der Referenzwert an einem Handelstag 10 Prozent oder mehr an Wert verliert.

Wird die Anpassungsschwelle erreicht, findet die sogenannte untertägige Anpassung statt. Das heißt, der Faktor-Index reagiert so, als ob der Handelstag beendet wäre und gleichzeitig ein neuer Handelstag beginnen würde: Der "Vortagesschlusskurs" wird auf Höhe der berührten oder unterschrittenen Anpassungsschwelle gesetzt und die neue Anpassungsschwelle ausgehend von diesem Kurs um den festgelegten Prozentsatz nach unten vorschoben. Außerdem wird die berührte Anpassungsschwelle damit auch der neue Bewertungskurs für die weitere Performancemessung.

Die Anpassungsschwelle ist somit nicht gleichzusetzen mit der Knock-Out-Schwelle bei anderen Zertifikaten, da das Faktor-Zertifikat nicht wertlos wird, wenn der Faktor-Index seine Anpassungsschwelle berührt. Sie ist aber auch kein Sicherheitspuffer, da sie weitere Verluste nicht verhindert sondern lediglich abschwächt. Da der Bewertungskurs bei Berührung der Anpassungsschwelle auf ein niedrigeres Niveau fällt und die Teilnahme an der Kursveränderung des Referenzwertes dann von diesem Niveau aus nachvollzogen wird, kann man die Anpassung sogar mit einer direkten Realisierung der bis dahin angefallenen Verluste gleichsetzen. Ein Totalverlust durch ungünstige Kursbewegungen des Referenzwertes ist durch die Anpassungsschwelle aber so gut wie unmöglich.

Der Basiswert bei Faktor-Zertifikaten

Mit Faktor-Zertifikaten können Anleger auf die gehebelte Wertentwicklung ganz unterschiedlicher Referenzwerte spekulieren.

Der Faktor-Index setzt sich aus einer Hebelkomponente und einer Finanzierungskomponente zusammen. Die Hebelkomponente sorgt dafür, dass der Faktor-Index die Wertsteigerung des Referenzwertes gehebelt abbildet und somit eine überproportionale Partizipation an Gewinnen und Verlusten des Referenzwertes erlaubt.

Die Finanzierungskomponente kommt dadurch zustande, dass der Faktor-Index je nach Richtung einen mehrfachen Kauf oder einen mehrfachen Leerverkauf des Referenzwertes abbildet, ohne dass der Anleger die kompletten Kosten für diesen mehrfachen Kauf oder Verkauf trägt. Stattdessen wird diese mehrfache Anlage vom Emittenten des Faktor-Zertifikats finanziert. Dabei entstehen bei einem Faktor-Index Long Finanzierungskosten, die der Käufer des Zertifikats bezahlt. Rein wirtschaftlich betrachtet könnte man diese am ehesten mit den Zinszahlungen für einen Kredit vergleichen, den der Emittent gewährt. Hinzu kommt eine von der Indexberechnungsstelle erhobene Gebühr für die Berechnung und Administration des Faktor-Index. Die Finanzierungskomponente hat also einen wertmindernden Effekt.

Bei einem Faktor-Index Short kann durch sie hingegen ein positiver Effekt entstehen, wenn die Kosten für die Beschaffung des Referenzwertes sowie die Gebühr für die Berechnung des Index die Zinserträge nicht übersteigen. Andernfalls wird der Wert des Faktor-Index gemindert. Denn im Fall eines Faktor-Index Short zahlt der Anleger durch den Kauf des Faktor-Zertifikats schon einmal Geld an den Emittenten, der dann die entsprechenden Leerverkäufe durchführt. Bis der Anleger das Zertifikat wieder verkauft, der Emittent also einen Rückkauf der leerverkauften Referenzwerte durchführen muss, erhält der Anleger wirtschaftlich betrachtet eine kleine Verzinsung auf das Geld, das er dem Emittenten gezahlt hat. Übersteigen diese Zinsen die Kosten für den Rückkauf, entstehen kleine Erträge.

Genau betrachtet besteht die Finanzierungskomponente also aus einem jeweils aktuellen Tagesgeldsatz für die Verzinsung sowie aus einem zusätzlichen Kostenanteil, der Indexgebühr. Diese erhebt der Emittent je nach Referenzwert in unterschiedlicher Höhe für die Berechnung, Verwaltung und Bereitstellung des Faktor-Index. Daher berechnet sich die Faktorfinanzierung wie folgt:

Finanzierungskomponente eines Faktor-Index (Long) pro Tag = ((Faktor-1)*(Zinssatz + Finanzierungsspread) + Indexgebühr)*(Tage/360)

Finanzierungskomponente eines Faktor-Index (Short) pro Tag = ((1-Faktor)*Zinssatz + Faktor*Finanzierungsspread - Indexgebühr)*(Tage/360)

Die anfallenden Finanzierungskosten werden direkt in die Berechnung des Faktor-Index miteinbezogen.

Einsatzmöglichkeiten und geeignete Börsenphasen

Faktor-Zertifikate sind besonders gut für den Einsatz in stabilen Börsenphasen geeignet.

Sie spielen ihre Vorteile optimal aus, wenn der Referenzwert sich konstant in die erwartete Richtung bewegt, da die Anleger dann über den konstanten Hebel an dieser Entwicklung teilnehmen können. In solchen Phasen können Anleger mit Faktor-Zertifikaten long gehen und auf steigende Kurse setzen oder Faktor-Zertifikate für eine Short-Strategie einsetzen und an etwaigen fallenden Kursen partizipieren.

Tendiert der Referenzwert jedoch ohne klare Richtung oder zeigt sich sehr volatil mit sich täglich abwechselnden Kursgewinnen und -verlusten, ist eine Investition in Faktor-Zertifikate auf diesen Referenzwert nicht ratsam. Denn die Berechnungsweise und der konstante Hebel von Faktor-Zertifikaten wirken sich in Seitwärtsphasen negativ auf deren Wert aus. Daher können Anleger in diesem Fall mit Faktor-Zertifikaten auch einen Verlust erleiden, wenn sich der Kurs des Referenzwertes schlussendlich nicht wesentlich verändert hat.

Denn je höher der Tagesverlust bei einem Faktor-Zertifikat ausfällt, desto schwerer ist es, diesen Verlust wieder auszugleichen und auf das Ausgangsniveau zurückzukommen. Denn durch den festen, mehrfachen Hebel und die tägliche Anpassung des Basispreises, braucht es dafür einen Gewinn, der prozentual höher ist als der Verlust, der zuvor erzielt wurde. Fiel der Wert eines Faktor-Zertifikats mit Faktor 2 beispielsweise an einem Tag um 10 Prozent von 10 Euro auf 9 Euro, braucht es am nächsten Tag einen Gewinn von 11,11 Prozent, um vom niedrigeren Bewertungskurs bei 9 Euro aus wieder den ursprünglichen Kurs von 10 Euro zu erreichen. Das gilt jedoch nicht nur in volatilen Börsenphasen, sondern auch, wenn sich der Referenzwert in die andere Richtung entwickelt, als man es erwartet hat.

Faktor-Zertifikate sind daher auch nur für Anleger geeignet, die eine klare Erwartung für die weitere Entwicklung des Referenzwerts haben, die also Trends erkennen können. Kenntnisse der Chartanalysen können daher hilfreich sein. Auch eignen sich Faktor-Zertifikate nicht als langfristige Geldanlage im Sinne einer Buy-and-Hold-Strategie, auch wenn sie keine begrenzte Laufzeit besitzen. Besser geeignet erscheinen sie stattdessen als kurzfristige Anlage für zeitliche begrenzte Spekulationen auf starke Kursbewegungen des Referenzwerts. Auch für die Absicherung von Aktienpositionen im Depot sind sie im Gegensatz zu anderen Zertifikaten aufgrund des festen Hebels kaum geeignet. Man könnte zwar theoretisch für 2.500 Euro Short Faktor-Zertifikate auf den DAX mit Faktor 8 erwerben um ein Depot mit Standardtiteln im Wert von 20.000 Euro abzusichern, allerdings müssten dann an der Zertifikateposition ständig Anpassungen vorgenommen werden um das Verhältnis von Aktien zu Faktor-Zertifikaten auf dem richtigen Niveau zu halten. Denn durch den festen Hebel verläuft die Entwicklung von Aktien und Faktor-Zertifikaten über einen längeren Zeitraum hinweg nicht hundertprozentig parallel. Faktor-Zertifikate können daher wohl eher als Beimischung zum Depot genutzt werden.

Zusammenfassend sind Faktor-Zertifikate also nur in trendstarken Phasen für erfahrene Anleger geeignet, die eine klare Vorstellung von der kurz- bis mittelfristigen Kursentwicklung des Referenzwertes haben und mit Zertifikaten an dieser teilnehmen wollen. Gleichzeitig sollten sich diese Anleger auch des Risikos bewusst sein, das sie eingehen, da hohe Verluste drohen, wenn sich der Referenzwert doch in die andere Richtung entwickelt.

Einsatzmöglichkeiten und geeignete Börsenphasen

Faktor-Zertifikate sind besonders gut für den Einsatz in stabilen Börsenphasen geeignet.

Beispiel 1: Steigende Kurse

Mit einem Faktor-Zertifikat Long spekulieren Sie auf steigende Kurse des Referenzwerts. Für unser Beispiel wählen wir ein Faktor-Zertifikat (Long) mit einem Faktor von 4. Dieses bezieht sich wiederum auf einen Faktor-Index (Long), der die Entwicklung des Referenzwertes mit einem vierfachen Hebel nachbildet. Steigt der Kurs des Referenzwertes gegenüber seinem Bewertungskurs, der dem Vortagesschluss entspricht, um 2 Prozent, dann steigt der Kurs des oben genannten Faktor-Index um 8 Prozent. Fällt der Kurs des Referenzwertes gegenüber seinem Bewertungskurs um 2 Prozent, dann fällt auch der Faktor-Index in diesem Beispiel um 8 Prozent, da die Hebelwirkung in beide Richtungen wirkt. Anleger können mit einem Faktor-Zertifikat Long mit Faktor 4 also sowohl hohe Gewinne einfahren als auch hohe Verluste erleiden.

Nun betrachten wir zur besseren Veranschaulichung eine Kursentwicklung über mehrere Tage hinweg. Zu Beginn des Betrachtungszeitraums notieren sowohl der Referenzwert als auch der Faktor-Index (Long) mit Faktor 4 bei 100 Euro. Zur Gegenüberstellung betrachten wir zusätzlich auch noch einen Faktor-Index (Short) mit Faktor 4, der zu Beginn des Betrachtungszeitraums ebenfalls bei 100 Euro notiert.

An den folgenden fünf Tagen steigt der Referenzwert jeweils um 1 Euro. Die entsprechenden prozentualen Wertsteigerungen von Referenzwert und Faktor-Indizes können Sie aus der folgenden Tabelle entnehmen.

Entwicklung von Faktor-Indizes (Short und Long) mit Faktor 4 im Vergleich zu ihrem Referenzwert:

Die Gesamtperformance des Referenzwertes beträgt während des Betrachtungszeitraums 5 Prozent, was einem Anstieg von 100 Euro auf 105 Euro entspricht. Obwohl der 4xFaktor-Index (Long) die Wertentwicklung des Referenzwertes multipliziert mit dem Faktor 4 darstellt, kann die Gesamtperformance des Referenzwertes nicht einfach mit 4 multipliziert werden, um die Gesamtperformance des Faktor-Index zu erhalten. Denn dieser erzielt über den Beobachtungszeitraum keine Performancesteigerung von 20 Prozent, sondern er steigt sogar um 21,21 Prozent. Dies liegt daran, dass sein Bewertungskurs über die einzelnen Tage stärker steigt, als der des Basiswerts und das Niveau, auf das die prozentuale Entwicklung aufgeschlagen wird, somit von Tag zu Tag höher ist. Der Faktor-Index (Long) schneidet also in trendstarken Phasen besser ab als der Basiswert.

Beim 4xFaktor-Index (Short) ist hingegen zu beobachten, dass dieser trotz des gleichen Faktors nicht so stark fällt, wie der Faktor-Index (Long) steigt. Auch dies liegt am Bewertungskurs. Dieser nimmt beim Faktor-Index (Short) über die Tage hinweg kontinuierlich ab, so dass auch die prozentualen Verluste von einem niedrigeren Niveau abgezogen werden und daher geringer ausfallen. Natürlich ist zu beachten, dass aufgrund des Hebels trotz des beschriebenen Effekts überproportionale Verluste anfallen.

Beispiel 2: Fallende Kurse

Mit einem Faktor-Zertifikat Short spekulieren Sie auf fallende Kurse des Referenzwertes. Für unser Beispiel wählen wir ein Faktor-Zertifikat (Short) mit einem Faktor von 4. Dieses beruht wiederum auf einem Faktor-Index (Short), der die inverse Entwicklung des Referenzwertes mit einem vierfachen Hebel nachbildet. Steigt der Kurs des Referenzwertes gegenüber seinem Bewertungskurs, der dem Vortagesschluss entspricht, um 2 Prozent, dann sinkt der Kurs des oben genannten Faktor-Index (Short) um 8 Prozent. Fällt der Kurs des Referenzwertes gegenüber seinem Bewertungskurs um 2 Prozent, dann steigt der Faktor-Index (Short) in diesem Beispiel um 8 Prozent. Die Hebelwirkung wirkt also in beide Richtungen. Anleger können mit einem Faktor-Zertifikat Short mit Faktor 4 also sowohl hohe Gewinne einfahren als auch hohe Verluste erleiden.

Nun betrachten wir zur besseren Veranschaulichung eine Kursentwicklung über mehrere Tage hinweg. Zu Beginn des Betrachtungszeitraums notieren sowohl der Referenzwert als auch der Faktor-Index (Short) mit Faktor 4 bei 100 Euro. Zur Gegenüberstellung betrachten wir zusätzlich auch noch einen Faktor-Index (Long) mit Faktor 4, der zu Beginn des Betrachtungszeitraums ebenfalls bei 100 Euro notiert.

An den folgenden fünf Tagen fällt der Referenzwert jeweils um 1 Euro. Die entsprechenden prozentualen Wertveränderungen von Referenzwert und Faktor-Indizes können Sie aus der folgenden Tabelle entnehmen.

Entwicklung von Faktor-Indizes (Short und Long) mit Faktor 4 im Vergleich zu ihrem Referenzwert:

Die Gesamtperformance des Referenzwertes beträgt während des Betrachtungszeitraums minus 5 Prozent, was einem Rückgang von 100 Euro auf 95 Euro entspricht. Obwohl der 4xFaktor-Index (Short) die inverse Wertentwicklung des Referenzwertes multipliziert mit dem Faktor 4 darstellt, kann die Gesamtperformance des Referenzwertes nicht einfach mit -4 multipliziert werden, um die Gesamtperformance des Faktor-Index zu erhalten. Denn dieser erzielt über den Beobachtungszeitraum keine Performancesteigerung von 20 Prozent, sondern er steigt sogar um 22,15 Prozent. Dies liegt daran, dass sein Bewertungskurs über die einzelnen Tage stärker steigt und somit das Niveau, auf das die prozentuale Entwicklung aufgeschlagen wird, somit höher ist. Der Faktor-Index (Short) schneidet also in trendstarken Phasen besser ab.

Beim 4xFaktor-Index (Long) ist hingegen zu beobachten, dass dieser trotz des gleichen Faktors nicht so stark fällt, wie der Faktor-Index (Short) steigt. Auch dies liegt am Bewertungskurs. Dieser nimmt beim Faktor-Index (Long) über die Tage hinweg kontinuierlich ab, so dass auch die prozentualen Verluste von einem niedrigeren Niveau abgezogen werden und daher geringer ausfallen. Natürlich ist zu beachten, dass aufgrund des Hebels trotz des beschriebenen Effekts überproportionale Verluste anfallen.

Beispiel 3: Seitwärts

Für eine Spekulation in volatilen Märkten bzw. bei einem seitwärts tendierenden Referenzwert sind Faktor-Zertifikate nicht geeignet. Zur Veranschaulichung betrachten wir hier direkt ein Beispiel, dass eine schwankende Kursentwicklung über mehrere Tage hinweg zeigt. Zu Beginn des Betrachtungszeitraums notieren sowohl der Referenzwert als auch ein Faktor-Index (Long) sowie ein Faktor-Index (Short), die für dieses Beispiel beide mit Faktor 6 ausgestattet sind, bei 100 Euro.

An den folgenden fünf Tagen folgt der Referenzwert keiner stabilen Kursrichtung, liegt aber am Ende des Betrachtungszeitraums wieder in der Nähe des Ausgangskurses. Dazwischen wechseln sich Kursgewinne und Kursverluste in unterschiedlicher Höhe ab. Die entsprechenden prozentualen Wertveränderungen von Referenzwert und Faktor-Indizes können Sie aus der folgenden Tabelle entnehmen.

Entwicklung von Faktor-Indizes (Short und Long) mit Faktor 6 im Vergleich zu ihrem Referenzwert:

Während der Referenzwert nur leicht um seinen Ausgangswert schwankt, unterliegen die beiden betrachteten Faktor-Indizes aufgrund der Hebelwirkung starken Kursschwankungen. Sowohl der 6xFaktor-Index (Long) als auch der 6xFaktor-Index (Short) erleiden während des Beobachtungszeitraums hohe Verluste, fahren zwischendurch aber auch hohe Gewinne ein. Dennoch schafft es der 6xFaktor-Index (Long) am Ende auf Gesamtsicht nur auf ein Plus von 0,31 Prozent bei 100,31 Euro, während der Referenzwert immerhin bei 102,00 Euro genau 2 Prozent im Plus liegt.

Die Tatsache, dass der 6xFaktor-Index (Long) trotz sechsfachem Hebel schlechter abschneidet als der Referenzwert, liegt daran, dass auch die Verluste prozentual höher sind als beim Referenzwert. Dies führt am nächsten Tag wiederum zu einem tieferen Bewertungskurs beim Faktor-Zertifikat, so dass ein prozentual höherer Gewinn benötigt wird, um die Verluste überhaupt wieder auszugleichen, geschweige denn Gewinne zu erzielen. Je größer als die Verluste bei einem Faktor-Index sind, desto schwerer ist eine Kurserholung. Vor allem in Seitwärtsphasen wie dem obigen Beispiel kann dies zu hohen Verlusten im Faktor-Index führen, die nicht mehr ausgeglichen werden können. Faktor-Zertifikate sind daher in diesen Börsenphasen kein geeignetes Anlageinstrument, sofern sie über mehrere Tage hinweg gehalten werden sollen.

Faktor-Zertifikate und andere Hebelprodukte

Faktor-Zertifikate gehören zur Gruppe der Hebelprodukte. Dennoch weisen sie einige signifikante Unterschiede zu anderen Hebelprodukten auf.

Investiert man mit Faktor-Zertifikaten, entfällt die lästige lange Suche nach passenden Papieren. Ein Schein mit einem bestimmten Hebel auf einen bestimmten Referenzwert hat beim selben Emittenten immer die gleiche Wertpapierkennnummer. Man muss sich also nicht ständig durch ein schier undurchdringbares Meer von Zertifikaten kämpfen und die verschiedenen Kennwerte verschiedener Scheine miteinander vergleichen, um das passende Zertifikat zu finden.

Dieser Vorteil ergibt sich auch vor allem daraus, dass Faktor-Zertifikate kein Laufzeitende besitzen und auch nicht plötzlich ausgeknockt werden und aus dem Handel verschwinden können. Im Gegensatz zu anderen Hebelprodukten haben Faktor-Zertifikate keine begrenzte Laufzeit und besitzen auch keine Knock-Out-Schwelle, bei deren Erreichen sie wertlos verfallen. Stattdessen besitzen Faktor-Zertifikate eine Anpassungsschwelle, die bei einem bestimmten Tagesverlust ausgelöst wird. Sie ist daher aber auch nicht mit der Stop-Loss-Schwelle anderer Hebelprodukte zu vergleichen, da auch nach dem Erreichen der Anpassungsschwelle weitere Verluste eintreten können.

Der wichtigste Unterschied zwischen Faktor-Zertifikaten und anderen Hebelzertifikaten ist aber der konstante Hebel. Während Faktor-Zertifikate die Entwicklung des Referenzwertes mit einem konstanten Hebel abbilden, bilden andere Hebelprodukte die Kursentwicklung des Referenzwertes mit einem sich verändernden Hebel ab.

Während bei einem Faktor-Zertifikat der Hebel nun konstant bleibt, also auch die Wertentwicklung des Referenzwertes am nächsten Tag zweifach gehebelt wird, ändert sich die Hebelwirkung bei anderen Hebelprodukten. Während sich der Hebel beim Faktor-Zertifikat also nicht ändert, nimmt die Hebelwirkung bei bestimmten anderen Hebelprodukten ab und zwar wenn sich der Referenzwert, und damit auch der Schein, in die gewünschte Richtung entwickelt. Würde die Kursentwicklung negativ ausfallen, würde sich die Hebelwirkung hingegen verstärken.

Daraus ergibt sich auch gleich eine weitere Eigenschaft der Faktor-Zertifikate: Auch wenn sich der Kurs des Referenzwertes anders entwickelt als erwartet, bleibt der Hebel konstant. Es kommt zwar auch hier zu Verlusten, allerdings werden diese durch die Berechnungsweise des Faktor-Zertifikats tendenziell abgeschwächt, da der prozentuale Rückgang jeden Tag von einem geringeren Bewertungskurs aus berechnet wird und daher absolut gesehen kleiner ausfällt.

Aufgrund dieser Konstruktion mit dem konstanten Hebel fällt es weniger ins Gewicht, dass die verfügbaren Hebel bei Faktor-Zertifikaten kleiner sind als bei anderen Hebelprodukten. Meistens liegen sie sogar nur im einstelligen Bereich während andere Hebelprodukte mit Hebeln von 100 oder mehr aufwarten können. Diese Hebel verändern sich aber mit der Zeit und sinken, wenn sich der Referenzwert in die erwartete Richtung bewegt. Bei Faktor-Zertifikaten gibt es eine solche Verwässerung des Hebels jedoch nicht.

Faktor-Zertifikate und andere Hebelprodukte

Faktor-Zertifikate gehören zur Gruppe der Hebelprodukte. Dennoch weisen sie einige signifikante Unterschiede zu anderen Hebelprodukten auf.

Vorteile und Risiken von Faktor-Zertifikaten

Vorteile:

• Faktor-Zertifikate auf einen Referenzwert gibt es mit verschiedenen Hebeln, so dass jeder Anleger das passende Faktor-Zertifikat für sein Risikoprofil auswählen kann.
• Mit ihrem konstanten Hebel besitzen Faktor-Zertifikate eine transparente und vergleichsweise leicht nachvollziehbare Struktur.
• Durch den kumulativen Effekt erlauben Faktor-Zertifikate eine optimale Ausnutzung von stabilen Kurstrends, die sich in die erwartete Richtung bewegen.
• Bewegt sich ein Kurs über längere Zeit entgegen der erwarteten Richtung, fallen die Verluste bei Faktor-Zertifikaten verhältnismäßig geringer aus, da der Bewertungskurs sinkt. Dennoch fallen aufgrund des Hebels überproportionale Verluste an.
• Auch kurzfristige Kursbewegungen innerhalb eines Tages lassen sich mit Faktor-Zertifikaten und einem höheren Hebel optimal ausnutzen.
• Faktor-Zertifikate besitzen kein Laufzeitende, so dass sie theoretisch unbegrenzt gehalten werden können.

Nachteile:

• Der Hebel bei Faktor-Zertifikaten wirkt in beide Richtungen. Ein hoher Hebel kann daher auch zu hohen Verlusten führen. Generell besteht bei Faktor-Zertifikaten daher ein überproportionales Verlustrisiko.
• Erreicht ein Faktor-Zertifikat die Anpassungsschwelle, findet sofort eine untertägige Anpassung statt, bei der ein neuer Handelstag simuliert wird. Die bislang entstandenen Verluste werden dabei sofort realisiert. Diese untertägigen Verluste können einem Totalverlust sehr nahe kommen und die Kurserholung des Faktor-Zertifikats erschweren.
• In Seitwärtsphasen können Faktor-Zertifikate durch ihre Berechnungsweise Verluste erleiden während sich der Kurs des Basiswerts über einige Tage hinweg gesehen kaum verändert.
• Trotz ihrer unbegrenzten Laufzeit sind Faktor-Zertifikate nicht als längerfristige Kapitalanlage geeignet, da Kapitalmärkte auf längere Sicht immer Schwankungen unterworfen sind und Faktor-Zertifikate in schwankenden Märkten hohe Verluste erleiden können.
• Wenn Faktor-Zertifikate in einer anderen Währung notieren als ihr Referenzwert besteht ein Währungsrisiko durch ungünstige Wechselkursschwankungen.
• Da es sich bei Faktor-Zertifikaten um Inhaberschuldverschreibungen handelt, besteht wie bei allen anderen Zertifikaten auch ein Emittentenrisiko. Im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin droht dem Anleger ein Geldverlust.

Der Markt für Faktor-Zertifikate in Deutschland

Obwohl es sich bei Faktor-Zertifikaten um ein vergleichsweise junges Finanzprodukt handelt, haben sie sich bereits fest am deutschen Derivatemarkt etabliert.

Der Umsatz mit Faktor-Zertifikaten ist an den deutschen Zertifikatebörsen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Laut dem Deutschen Derivate Verband (DDV) machten Faktor-Zertifikate zum 31.03.2018 zusammen 16,7 Prozent aller gehandelten Hebelprodukte aus. Betrachtet man den Börsenumsatz aller derivativen Wertpapiere, und nicht nur von Hebelprodukten, kamen Faktor-Zertifikate im April 2018 mit einem Handelsvolumen von 218,7 Millionen Euro immerhin noch auf einen Anteil von 8,1 Prozent.

Insgesamt konnten die deutschen Anleger nach Angaben des DDV im April 2018 aus 14.744 verschiedenen Faktor-Zertifikaten das zu ihren Bedürfnissen passende Papier auswählen.

Mittlerweile hat Vontobel insgesamt über 2.380 Faktor-Zertifikate (Juli 2018) auf etablierte Indizes wie DAX, MDAX, Dow Jones, Nasdaq 100, S&P 500, Hang Seng, Nikkei 225, Euro Stoxx 50 und SMI sowie auf deutsche, amerikanische und Schweizer Aktien, darunter beispielsweise Apple, Daimler oder Swiss Re im Angebot. Alle Papiere gibt es in einer Short-Variante und einer Long-Variante mit einer Vielzahl von Faktoren zwischen 2 und 15.

Eine Übersicht über alle Faktor-Zertifikate von Vontobel und anderen Emittenten bietet die Zertifikate-Suche auf finanzen.net.

Das Wichtigste ist eine klare Marktmeinung

Heiko Geiger, Zertifikate-Spezialist bei Vontobel, steht uns Rede und Antwort zu den wichtigsten Fragen rund um Faktor-Zertifikate.

finanzen.net: Vontobel bietet nun schon seit einiger Zeit Faktor-Zertifikate an. Was können Sie uns zum Erfolg sagen?

Heiko Geiger: Vor allem aktive Trader nutzen in trendstarken Märkten häufig Faktor-Zertifikate. Tagesrenditen des Referenzwertes, beispielsweise einer Aktie oder eines Index, werden dabei gehebelt. In den letzten beiden Jahren waren Faktor-Zertifikate mit hohen Hebeln auf Indizes und Rohstoffe sehr gefragt. In der jüngeren Vergangenheit, die durch eine sehr tiefe Volatilität gekennzeichnet ist, kann man sogar beobachten, dass Faktor-Zertifikate mit kleinen Hebeln (bspw. Faktor 2) als Aktienersatz gekauft werden.

Vontobel bietet seinen Kunden eine umfangreiche Produktpalette an Basiswerten sowie eine hohe Liquidität im Handel von Faktor-Zertifikaten.

finanzen.net: Was zeichnet Faktor-Zertifikate im Speziellen aus?

Heiko Geiger: Anleger partizipieren mit Faktor-Zertifikaten an den gehebelten Tagesrenditen des Basiswertes. Es besteht keine Laufzeitbegrenzung (Open End). Das Zertifikat bildet die Wertentwicklung des jeweils zugrunde liegenden Faktor-Index 1:1 ab. Wegen eines konstanten Faktors lassen sich Tagesrenditen nun noch effizienter hebeln. Im Angebot sind Faktoren zwei, vier, sechs und acht. Im Gegensatz zu Optionsscheinen unterliegen Faktor-Zertifikate nicht dem Einfluss der Volatilität. Im Vergleich zu Knock-out Produkten droht bei Faktor-Zertifikaten kein unmittelbarer Totalverlust. Um einen unmittelbaren Totalverlust zu vermeiden, sind Faktor-Indizes mit einer Schwelle ausgestattet. Sie beschreibt die maximal zulässige negative Kursänderung des Referenzwertes gegenüber seines letzten Bewertungskurses, bevor eine untertägige Indexanpassung erfolgt. In diesem Fall werden die bis dahin entstanden Verluste allerdings faktisch realisiert.

finanzen.net: Für welche Anleger und welche Anlagesituationen sind Faktor-Zertifikate geeignet?

Heiko Geiger: Faktor-Zertifikate zeichnen sich durch eine starke Trendabhängigkeit aus. Anleger können mit dieser Produktgattung optimal stabile Kurstrends (steigende und fallende) nutzen. Das bedeutet: Zwar bieten sie überproportionale Gewinnchancen. Da der Hebel aber in beide Kursrichtungen wirkt, können auch überproportionale Verluste (bis hin zu einem Totalverlust) entstehen. Dem Anleger muss darüber hinaus auch bewusst sein, dass ein Faktor-Index in volatilen Seitwärtsphasen des Referenzwertes deutlich an Wert verlieren kann, auch wenn sich der Kurs des Referenzwertes über den gesamten Zeitraum gesehen nicht wesentlich geändert hat. Daher eignen sich Faktor-Zertifikate vor allem für erfahrene Anleger, die bereits über Kenntnisse im Einsatz von Hebelprodukten verfügen. Für Seitwärtsphasen eignen sich Faktor-Zertifikate nicht.

finanzen.net: Was sind die Vor- und Nachteile von Faktor-Zertifikaten?

Heiko Geiger: Faktor-Zertifikate bieten Anlegern die optimale Nutzung von stabilen (positiven oder negativen) Kurstrends durch einen konstanten Hebel (Faktor). Außerdem haben Faktor-Zertifikate keine Laufzeitbeschränkung (Open End) und sind in ruhigen Marktphasen nur einem geringen Volatilitätseinfluss ausgesetzt. Zudem besteht kein klassisches Knock-Out-Risiko, denn die eingebaute Schwelle ermöglicht eine untertägige Indexanpassung und kann somit Verluste abschwächen.

Auf der anderen Seite bringt die Anlage in Faktor-Zertifikate keine laufenden Erträge wie zum Beispiel Zinsen oder Dividenden. Hinzu kommt, dass der Hebel in beide Richtungen wirken kann und somit die Verluste überproportional hoch ausfallen können. Letztlich könnte der Bewertungskurs unter die Schwelle fallen und somit eine untertätige Anpassung auslösen, was mit einer direkten Realisierung der Verluste gleichkommt.

finanzen.net: Was würden Sie Anlegern mit auf den Weg geben, die noch nie mit Faktor-Zertifikaten gehandelt haben?

Heiko Geiger: Das wichtigste ist immer, dass man eine Marktmeinung hat, eine Erwartungshaltung über den potenziellen Verlauf der Märkte in einem bestimmten Zeitraum. Dann sollte man sich unbedingt Gedanken über seine Risikobereitschaft machen und sich überlegen, wieviel Verlust man akzeptieren möchte. Wenn nun ein Anleger zu dem Schluss kommt, dass sich ein starker Trend in einem bestimmten Basiswert herausgebildet hat, sollte er sich vor dem Einsatz von Faktor-Zertifikaten sehr genau über die Funktionsweise, sowie die Chancen und Risiken dieser Finanzinstrumente informieren. Die Vontobel Broschüre über Faktorzertifikate sowie unser Index-Portal https://indices.vontobel.com/DE/Home stellen interessierten Anlegern jede Menge Informationen zur Verfügung.

finanzen.net: Welche Trends erwarten Sie in der kommenden Zeit bei Hebelprodukten und besonders Faktor-Zertifikaten?

Heiko Geiger: Auch in diesem Jahr sind Faktor-Zertifikate auf Indizes, Aktien und Rohstoffe stark nachgefragt. Die weitere Entwicklung von Hebelprodukten und besonders Faktor-Zertifikaten hängt auch immer von marktpolitischen, branchenspezifischen & ökonomischen Einflüssen ab. Trends können von vielen Ereignissen wie zum Beispiel Wahlen (wie zuletzt in Frankreich), von makroökonomischen Kennzahlen, der Zinsentwicklung aber auch von technologischen oder demografischen Entwicklungen beeinflusst werden.

Insgesamt stellen wir fest, dass die Anleger und hier ganz besonders die Selbstentscheider über ein sehr hohes Know-how im Umgang mit diesen Finanzinstrumenten verfügen. Nach wie vor gilt, je volatiler die Märkte sind umso grösser die Handelsaktivität im Segment der Hebelprodukte.

Zum Interviewpartner:

Heiko Geiger leitet den Bereich Public Distribution Europe bei der Bank Vontobel Europe AG. Er ist seit 15 Jahren in der Finanzindustrie tätig und war zuvor im Indexbereich der Deutschen Börse für die Funktionen Sales und Marketing verantwortlich.

Das Wichtigste ist eine klare Marktmeinung

Heiko Geiger, Zertifikate-Spezialist bei Vontobel, steht uns Rede und Antwort zu den wichtigsten Fragen rund um Faktor-Zertifikate.

Strukturierte Produkte sind eine Spezialität des Hauses Vontobel. In der Schweiz und Deutschland gehört Vontobel seit vielen Jahren zu den Top-Anbietern von Zertifikaten, Aktienanleihen und Hebelprodukten. In Frankfurt am Main arbeiten die Experten, die für die Emission und den Vertrieb von strukturierten Produkten zuständig sind. Die Vontobel Financial Products GmbH ist der Emittent für den deutschen Markt. Die Vontobel Holding AG in Zürich fungiert als Garantin für alle in Deutschland emittierten Produkte. Für den Vertrieb an private und institutionelle Investoren sorgt die Frankfurter Niederlassung der Bank Vontobel Europe AG. Das professionelle und eingespielte Team von Vontobel bietet bei der Entwicklung, dem Vertrieb und dem Handel der ganzen Bandbreite strukturierter Produkte erstklassige Lösungen und einen hervorragenden Service.

Faktor-Zertifikate in Kürze

Die wichtigsten Fakten und weitere Informationsquellen zu Faktor-Zertifikaten für alle, die sich schnell und umfassend informieren möchten.

Funktionsweise:

• Faktor-Zertifikate eignen sich in Phasen stabiler Kurstrends. In volatilen oder seitwärts tendierenden Märkten sind Faktor-Zertifikate nicht geeignet.
• Faktor-Zertifikate hebeln die Tagesperformance eines Referenzwertes jeden Tag mit einem konstanten Hebel, dem Faktor.
• Den gewünschten Hebel kann jeder Anleger nach seiner Risikobereitschaft aus einer Palette verschiedener Papiere wählen.
• Faktor-Zertifikate besitzen keine Fälligkeit und keine Knock-Out-Schwelle.
• Faktor-Zertifikate basieren auf einem Faktor-Index, der die Performance des Referenzwertes bereits gehebelt abbildet.
• Der Faktor-Index besitzt neben der Hebelkomponente auch eine Finanzierungskomponente, da durch den Hebel mehr Geld bewegt wird, als der Investor für das Faktor-Zertifikat bezahlt.
• Der Faktor-Index besitzt eine Anpassungsschwelle, bei deren Unterschreitung starke Verluste abgeschwächt werden aber auch die Kurserholung des Faktor-Index erschwert wird. Dies geschieht durch eine untertägige Anpassung, bei der ein neuer Handelstag simuliert wird.
• Faktor-Zertifikate sind nicht kapitalgeschützt. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust.

Einsatzmöglichkeiten:

• Mit Faktor-Zertifikaten können Anleger auf die Entwicklung unterschiedlicher Basiswerte wie Indizes und Aktien spekulieren, da diese mögliche Referenzwerte für Faktor-Zertifikate darstellen.
• In trendstarken Börsenphasen sind Faktor-Zertifikate besonders geeignet, da sich durch den konstanten Hebel ein kumulativer Effekt ergibt und sie sich insgesamt stärker entwickeln können als der Referenzwert.
• Für die Absicherung eines Depots oder für längerfristige Buy-and-Hold-Strategien sind Faktor-Zertifikate nicht geeignet.
• Faktor-Zertifikate sollten nur von erfahrenen Anlegern genutzt werden, die bereit sind überproportionale Risiken einzugehen, da auch Verluste gehebelt werden.

Markt:

• Der Börsenumsatz mit Faktor-Zertifikaten steigt ständig und lag im März 2017 bei 241,4 Millionen Euro.
• Vontobel ist mit einem Marktanteil von 34,38 Prozent Marktführer im Bereich Faktor-Zertifikate.

Faktor-Zertifikate in Kürze

Die wichtigsten Fakten und weitere Informationsquellen zu Faktor-Zertifikaten für alle, die sich schnell und umfassend informieren möchten.

Frage: Was ist der "Faktor" bei Faktor-Zertifikaten?

Antwort: Der Begriff "Faktor" kommt ursprünglich aus der Mathematik und bezeichnet dort den Wert, mit dem ein anderer multipliziert wird. Bei Faktor-Zertifikaten ist mit "Faktor" der Hebel gemeint. Der Begriff "Faktor" soll ausdrücken, dass die Tagesrendite des Referenzwertes immer mit dem gleichen Wert multipliziert wird, der Hebel also konstant ist. Gleichzeitig soll durch die Benennung eine Abgrenzung zu anderen Hebelprodukten geschaffen werden, bei denen sich der Hebel täglich verändert.

Frage: Sind Faktor-Zertifikate besser als andere Hebelprodukte?

Antwort: Jein. Wenn man die Kursentwicklung des Referenzwertes richtig voraussagt und dieser sich auch stabil in diese Richtung bewegt, können Faktor-Zertifikate auf längere Sicht besser abschneiden als andere Hebelprodukte. Faktor-Zertifikate besitzen außerdem kein Laufzeitende und können nicht aufgrund einer Knock-Out Schwelle unmittelbar wertlos verfallen.
Bewegt sich der Referenzwert jedoch seitlich, sollte man andere Hebelprodukte vorziehen. Denn hier sind Faktor-Zertifikate im Nachteil, da Anleger aufgrund der Konstruktionsweise von Faktor-Zertifikaten in Seitwärtsphasen Verluste erleiden können.

Frage: Ich nutze Zertifikate hauptsächlich, um mein Depot gegen Kursschwankungen abzusichern. Kann ich das auch mit Faktor-Zertifikaten machen?

Antwort: Zur Absicherung eines Depots sind Faktor-Zertifikate nicht geeignet. Um sein Depot abzusichern kauft man normalerweise Zertifikate, die im gleichen Maß zulegen, wie die Aktien im Depot verlieren, und dies auf die absolute Summe gesehen. Faktor-Zertifikate steigen jedoch immer prozentual gesehen um ein Vielfaches dessen, was der Referenzwert verliert. Für die Depotabsicherung würde das heißen, man müsste die Menge der Faktor-Zertifikate täglich anpassen um das Verhältnis von Aktien zu Faktor-Zertifikaten auf dem richtigen Niveau zu halten. Das wäre im Vergleich zur Absicherung mit anderen Zertifikaten sehr zeitaufwendig und ist daher nicht zu empfehlen.

Frage: Warum brauchen Faktor-Zertifikate einen Faktor-Index und basieren nicht direkt auf dem Referenzwert?

Antwort: Faktor-Zertifikate müssen auf einem Faktor-Index basieren, damit die Tagesperformance des Referenzwertes immer mit dem konstanten Faktor gehebelt werden kann. Würden die Faktor-Zertifikate direkt auf dem Referenzwert basieren, ergäbe sich ein variabler Hebel, wie es bei anderen Hebelprodukten der Fall ist.

Die gehebelte Kursentwicklung des Referenzwertes findet stattdessen im entsprechenden Faktor-Index statt. So kann auch der jeweilige Schlusskurs des Vortages als Basis für die Hebelwirkung am neuen Handelstag herangezogen werden. Das Zertifikat muss dann nur noch die Entwicklung des Faktor-Index verfolgen, damit der Hebel in Bezug auf die Performance des Referenzwertes konstant bleibt.

Frage: Ich bin von Optionsscheinen Hebel im höheren zweistelligen oder im dreistelligen Bereich gewöhnt. Gibt es auch Faktor-Zertifikate mit höheren Hebeln?

Antwort: Zwar werden in selteneren Fällen Faktor-Zertifikate angeboten, die einen Hebel von bis zu 40 haben können. Bei Faktor-Zertifikaten auf Indizes oder Aktien liegt der Hebel aber meist im einstelligen Bereich.

Der verhältnismäßig niedrige Hebel ist aber kein Nachteil der Faktor-Zertifikate, da er im Gegensatz zu den Hebeln von anderen Scheinen nicht verwässert wird. Andere Hebelzertifikate besitzen die hohen zwei- bis dreistelligen Hebel ja auch nur zu Beginn ihrer Laufzeit. Danach nehmen diese ab, wenn das Zertifikat in die erwartete Richtung läuft. Das passiert bei Faktor-Zertifikaten nicht.

Faktor-Zertifikate in Kürze

Die wichtigsten Fakten und weitere Informationsquellen zu Faktor-Zertifikaten für alle, die sich schnell und umfassend informieren möchten.

Sie wollen noch mehr Informationen über Faktor-Zertifikate und andere Finanzprodukte? Dann sollten Sie einen Blick in das mehrwert Journal werfen, das Kunden-Magazin der Bank Vontobel. Alle Ausgaben der vergangenen Monate können Sie sich auf der Webseite von Vontobel ansehen und herunterladen.

Oder laden Sie sich einfach die umfassende Broschüre zu Faktor-Zertifikaten von Vontobel herunter.

Auch wenn Sie Faktor-Zertifikate handeln möchten, hat Vontobel interessante Angebote im Programm. Regelmäßig werden Handelsaktionen mit verschiedenen Brokern angeboten, bei denen Faktor-Zertifikate oder andere Finanzprodukte des Emittenten Vontobel günstiger oder sogar ganz ohne Gebühren gehandelt werden können. Hier geht es zu einer Übersicht aller laufenden Aktionen.