Chancen aktiv nutzen

Wer Wertpapiere kauft und verkauft, kann selbst entscheiden, wo er handelt. Dabei zahlt es sich für Anleger unter dem Strich aus, viele Aspekte im Blick zu haben.

Das magische Dreieck

Liquidität, Rendite und Sicherheit bilden das sogenannte Anlagedreieck. Während Liquidität die Verfügbarkeit des eingesetzten Kapitals beschreibt, gibt die erwartete Rendite den voraussichtlichen Ertrag an. Sicherheit steht für die Wahrscheinlichkeit, das investierte Geld wieder zurückzuerhalten. Anleger sollten beachten, dass die drei Faktoren immer im Verhältnis zueinander stehen. Ist einer stark ausgeprägt, trifft dies für mindestens einen weiteren nicht zu. Wertpapiere sind in der Regel liquide und bieten Renditechancen. Im Gegenzug sind jedoch Wertschwankungen und gewisse Verlustrisiken zu berücksichtigen. Diese Risiken kann man durch einen langfristigen Anlagehorizont meist mindern.

Wer Wertpapiere kauft und verkauft, kann selbst entscheiden, wo er handelt. Dabei zahlt es sich für Anleger unter dem Strich aus, unterschiedliche Aspekte rund um die Orderausführung im Blick zu haben.

Von Aktien und Anleihen über Fonds bis hin zu Zertifikaten - wer sich mit den verschiedenen Arten von Wertpapieren beschäftigt und sich Wissen über ihre Funktionsweise aneignet, macht viel richtig. Denn bei Wertpapierinvestments haben Anleger besonders vielfältige Möglichkeiten, ihre persönliche Geldanlage erfolgreich selbst in die Hand zu nehmen.

Dabei spielen vor allem die eigene Marktmeinung, die individuelle Renditeerwartung und Risikobereitschaft sowie der zeitliche Anlagehorizont eine wichtige Rolle. Wenn sich der Anleger über diese Punkte im Klaren ist, kann er aus einem breiten Spektrum von Papieren die passenden Produkte auswählen.

Das ist jedoch nur der erste Schritt. Um Anlageziele tatsächlich zu erreichen, ist oft auch aktives Handeln sinnvoll. Denn Wertpapiere, die sich jederzeit flexibel an der Börse kaufen und verkaufen lassen, erlauben ein wirksames Risikomanagement. Außerdem lassen sich auch die Chancen gezielt ausnutzen, die sich durch Bewegungen an den Finanzmärkten bieten. Das gilt insbesondere für eine kurzfristigere Perspektive, aber auch bei einer weiter in die Zukunft gerichteten Anlagestrategie.

Im Wertpapierhandel haben Anleger die Entscheidungshoheit darüber, wo sie ihre Order ausführen lassen möchten. Dabei können sie durch die aktive Auswahl des passenden Handelsplatzes ihre Investments optimieren. Neben dem Transaktionsentgelt spielt die Qualität der An- und Verkaufspreise eine wichtige Rolle: Gerade hier kann sich ein Vergleich unterschiedlicher Handelsplätze auszahlen. Um wie gewünscht auf das Marktgeschehen einzugehen und Investments punktgenau umzusetzen, ist außerdem eine schnelle und verlässliche Orderausführung von zentraler Bedeutung. In diesem Zusammenhang können auch ausgedehnte Handelszeiten, die Verfügbarkeit spezieller Ordertypen oder die persönliche Betreuung von Aufträgen durch Handelsexperten für einen bestimmten Ausführungsplatz sprechen. Hinzu kommt der Aspekt der Sicherheit: Im Fall der Fälle wissen Anleger auch die lückenlose Kontrolle durch eine Handelsüberwachungsstelle zu schätzen.

Um den passenden Handelsplatz auszuwählen, sollten Anleger sich nicht einfach auf ihre Bank verlassen oder lediglich Gebühren vergleichen. Nur wer zusätzlich die aktuellen Ausführungspreise sowie andere Kriterien heranzieht und sich ein umfassendes Bild verschafft, kann sicher sein, dass er sich im Wertpapierhandel letztlich für Qualität entscheidet.

Fragen rund um den Wertpapierhandel? Antworten gibt die Kundenbetreuung der Börse Stuttgart - börsentäglich von 8 bis 20 Uhr.

Telefon: 0800 / 226 88 53 (kostenfrei)
Aus dem Ausland: +49 (0)711 222 985 579
E-Mail: anfrage@boerse-stuttgart.de

Das magische Dreieck

Liquidität, Rendite und Sicherheit bilden das sogenannte Anlagedreieck. Während Liquidität die Verfügbarkeit des eingesetzten Kapitals beschreibt, gibt die erwartete Rendite den voraussichtlichen Ertrag an. Sicherheit steht für die Wahrscheinlichkeit, das investierte Geld wieder zurückzuerhalten. Anleger sollten beachten, dass die drei Faktoren immer im Verhältnis zueinander stehen. Ist einer stark ausgeprägt, trifft dies für mindestens einen weiteren nicht zu. Wertpapiere sind in der Regel liquide und bieten Renditechancen. Im Gegenzug sind jedoch Wertschwankungen und gewisse Verlustrisiken zu berücksichtigen. Diese Risiken kann man durch einen langfristigen Anlagehorizont meist mindern.

Basiswert: Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen können Basiswerte sein, die einem anderen Finanzinstrument zugrunde liegen - einzeln oder zu Körben zusammengefasst.

Diversifizierung: Die Streuung von Investments steigert auf lange Sicht die Renditechancen und verringert die Wertschwankungen. Diversifizierung ist über unterschiedliche Anlageklassen, Branchen und Länder möglich.

Gebühren: Die Börse stellt der depotführenden Bank ein Orderentgelt in Rechnung, das dann an den Anleger weitergereicht wird. Daneben verlangt auch die depotführende Bank Gebühren für ihre Dienstleistungen.

Limit: Versieht der Anleger seine Order mit einem Limit, kann er das gewünschte Preisniveau präzisieren. Das Papier wird nur bis zu einem bestimmten Preis oder günstiger gekauft oder nur zu einem vorher festgelegten Preis oder höher verkauft.

Market-Maker: Eine Bank verpflichtet sich als Market-Maker, an einer Börse durchgehend verbindliche Preisinformationen für den An- und Verkauf eines bestimmten Wertpapiers zu stellen. Dies erhöht dessen Liquidität.

Nebenhandelszeiten: Vor allem zwischen 8.00 und 9.00 Uhr morgens und von 20.00 bis 22.00 Uhr abends liegen die sogenannten Nebenhandelszeiten. Dann sind die Handelsaktivitäten und die Gesamtmarktliquidität in manchen Wertpapieren geringer.

Spread: Der Spread bezeichnet die Spanne zwischen dem An- und Verkaufspreis eines Wertpapiers. Da der Anleger im Normalfall zum höheren Preis kauft und zum niedrigeren verkauft, wirkt sich ein breiter Spread negativ auf die Performance des Investments aus.

Stop-Loss: Bei einer Stop-Loss-Verkaufsorder definiert der Anleger eine Barriere, die unterhalb des aktuellen Preises des Wertpapiers liegt. Wird diese Marke unterschritten, erfolgt automatisch der Verkauf zum nächstmöglichen Preis.

Teilausführung: Es ist möglich, dass eine Wertpapierorder während ihrer Gültigkeitsdauer aufgrund der Marktlage nicht vollständig, sondern nur zum Teil ausgeführt wird. An der Börse Stuttgart sorgen Handelsexperten dafür, dass Teilausführungen weitgehend vermieden werden.

Volatilität: Gradmesser für die Schwankung eines Wertpapiers in einer bestimmten Zeitperiode ist die Volatilität. Während die historische Volatilität die Vergangenheit beschreibt, gibt die implizite Volatilität die Zukunftserwartungen der Marktteilnehmer an.

Währungsrisiko: Notiert ein Wertpapier nicht in Euro, sondern in einer anderen Währung, tritt neben Kursschwankungen noch das Risiko von Wechselkursschwankungen. Anleger können jedoch auch profitieren, wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro an Wert gewinnt.

Was im Aktienhandel zählt

Handelszeiten: Aktien können an einigen Börsen zwischen 8 und 22 Uhr gehandelt werden.

Ausführungspreis: Die aktuellen Preise einer Aktie an Handelsplätzen zu vergleichen zahlt sich aus.

Qualität: Schnelle und vollständige Orderausführung ist wichtig - gerade in turbulenten Märkten.

Wer an Wertpapiere denkt, hat oft als erstes Aktien im Sinn. Kein Wunder: Sie werden an vielen Börsen gehandelt und liegen in den meisten Depots. Aber auch bei Aktien will der Handelsplatz richtig gewählt sein.

Blue Chip oder Nebenwert? Kursrakete oder Dividendenbringer? Mit solchen Fragen beschäftigt sich so mancher Anleger, bevor er ein Aktieninvestment tätigt. Doch vor dem Kauf des favorisierten Papiers ist noch eine andere Entscheidung zu treffen: Anleger sollten genau bedenken, wohin sie ihre Orders legen. Zwar ist an allen deutschen Wertpapierbörsen Aktienhandel möglich, doch zwischen den Handelsplätzen gibt es Unterschiede in Sachen Kosten und Handelsqualität. Diese können auch bei einem gängigen Finanzprodukt wie der Aktie erhebliche Auswirkungen haben.

Naturgemäß achten viele Anleger zunächst auf die jeweils vorhandene Liquidität. Doch es ist nicht unbedingt so, dass der größte Handelsplatz mit dem höchsten Aufkommen an Kundenaufträgen stets auch die vorteilhaftesten Konditionen bietet. Letztlich ist der konkrete Preis einer bestimmten Aktie zum Zeitpunkt der Orderausführung maßgeblich dafür, ob der Anleger mit seiner Wahl des Handelsplatzes richtig liegt oder bei seiner Transaktion unnötig draufzahlt.

Ohne Spread handeln

Bei den 30 DAX- und den deutschen MDAX-Werten können Anleger zwischen 9:00 und 17:30 Uhr in Sachen Preisqualität auf Nummer sicher gehen, wenn sie ihre Order an die Börse Stuttgart legen: Die wichtigsten deutschen Aktien lassen sich während der Haupthandelszeit bis zu einem Ordervolumen von 50.000 Euro ohne jeden Spread handeln. Der Kauf- und der Verkaufspreis sind also identisch und liegen in der Mitte der Preisspanne des Referenzmarktes - der Anleger erhält somit in jedem Fall den besten Preis.

Preisqualität zeigt sich aber auch außerhalb der Haupthandelszeiten vor 9 Uhr oder am Abend bis 22 Uhr. Dann ist die Handelsaktivität in vielen Titeln geringer, Referenzmärkte sind geschlossen. Dies kann durchaus zu einer weiteren Spanne zwischen An- und Verkaufspreis führen. Dieser Effekt wird an der Börse Stuttgart abgemildert: Hier finden Anleger bei DAX- und MDAX-Werten auch in den Nebenhandelszeiten die engsten Spreads mit den besten Preisen vor. Für alle anderen deutschen und internationalen Aktien gilt an der Börse Stuttgart in der gesamten Handelszeit von 8 bis 22 Uhr das Best-Price-Prinzip: Orders werden mindestens zum besten Preis ausgeführt, der zum jeweiligen Zeitpunkt an einem Referenzmarkt verfügbar ist.

Der Schlüssel hierfür ist das hybride Marktmodell der Börse Stuttgart: Handelsexperten sind in den elektronischen Handel eingebunden und stellen zusätzliche Liquidität bereit. Ist der Spread bei einer Aktie an der Börse Stuttgart also um ein paar Cent enger als an anderen Handelsplätzen, wird dies durch die Liquiditätsspende der Handelsexperten ermöglicht. Sie sorgen so für eine vorteilhafte Orderausführung im Sinne der Anleger.

Wenn Anleger beste Ausführungspreise erhalten, zahlt sich das aus - auch wenn im Gegenzug ein Transaktionsentgelt an den Handelsplatz zu bezahlen ist. Dies zeigt eine einfache Modellrechnung, die sowohl den Kauf als auch den Verkauf einer Aktie berücksichtigt. Der Blick auf die Gesamtkosten macht klar: Die Ersparnis durch einen besseren Preis überwiegt bei weitem das Entgelt für die Order. Deshalb sollten sich Anleger bewusst sein, dass ein eindimensionaler Fokus auf möglichst geringe Ordergebühren wenig ratsam ist. Denn ein Handelsmodell ohne jedes Entgelt, wie es manche Börsenplätze praktizieren, ist nur über breitere Spreads zwischen An- und Verkaufspreisen darstellbar. Dies geht letztlich zu Lasten der Anleger - ohne direkte Gebühren bedeutet eben nicht umsonst.

Rasche und vollständige Ausführung

Wenn Anleger die Orderkosten anhand eines Transaktionsentgelts rasch erfassen können und dabei verlässlich den bestmöglichen Preis erhalten, sorgt das für ein hohes Maß an Fairness im Handel. Wichtig ist aber auch eine schnelle und vollständige Orderausführung in der gewünschten Stückzahl, insbesondere in turbulenten Marktsituationen und bei größeren Orders. An der Börse Stuttgart sind sowohl die Handelsexperten als auch leistungsfähige IT-Systeme daran beteiligt, die Handelsqualität jeden Tag aufs Neue sicherzustellen. Um Näheres zur Ausführung einzelner Orders zu erfahren, können sich Anleger börsentäglich von 8 bis 20 Uhr kostenfrei per Telefon oder E-Mail an die Experten der Kundenbetreuung der Börse Stuttgart wenden. So sollten keine Fragen rund um Aktien offenbleiben - vor allem nicht die, wo man sie am besten handelt.

Was im Aktienhandel zählt

Handelszeiten: Aktien können an einigen Börsen zwischen 8 und 22 Uhr gehandelt werden.

Ausführungspreis: Die aktuellen Preise einer Aktie an Handelsplätzen zu vergleichen zahlt sich aus.

Qualität: Schnelle und vollständige Orderausführung ist wichtig - gerade in turbulenten Märkten.

Dass beste Ausführungspreise im Aktienhandel nicht zum Nulltarif zu haben sind, ist gut informierten Anlegern klar. Sie wissen hohe Preisqualität wie der Börse Stuttgart zu schätzen und sind auch bereit, für ihre Orders ein Transaktionsentgelt bezahlen. Denn das muss kein Nachteil sein, wie eine einfache Modellrechnung für ein Investment in 300 Aktien eines Nebenwerts zeigt. Berücksichtigt werden sowohl der Kauf als auch der Verkauf der Papiere. An Handelsplatz A kann der Anleger die Aktien zum Briefkurs von 15,88 Euro kaufen und zum Geldkurs von 15,83 Euro verkaufen. Der Spread von 5 Cent schlägt bei 300 Aktien mit 15 Euro zu Buche. Zudem wird jeweils ein Transaktionsentgelt von 0,1 Prozent fällig. An Handelsplatz B gibt es dagegen kein Transaktionsentgelt, allerdings liegt der Briefkurs für den Kauf bei 15,93 Euro und der Geldkurs für den Verkauf bei nur 15,78 Euro - der breitere Spread von 15 Cent wirkt sich hier mit 45 Euro aus.

Die Endabrechnung zeigt: An Handelsplatz A fallen für den Anleger zwar bei Kauf und Verkauf Entgelte in Höhe von insgesamt 9,51 Euro an, durch den engeren Spread spart er gegenüber Handelsplatz B jedoch 30 Euro. Die Gesamtkosten werden also vom Spread und nicht von den Transaktionsentgelten dominiert. Unter dem Strich bleibt ein Vorteil für den Anleger von 20,49 Euro. Wer sorgfältig vergleicht, kann also durch die Auswahl des Handelsplatzes die Performance seines Aktieninvestments optimieren.

Große Produktvielfalt

Knock-Out-Produkte folgen der Bewegung des Basiswerts mit festem Hebel. Hohen Gewinnchancen steht ein Totalverlust beim Bruch der KO-Schwelle gegenüber.

Optionsscheine bilden den Verlauf des Basiswerts gehebelt ab. Aber auch ihre Restlaufzeit und die aktuelle Volatilität beeinflussen ihren Kurs.

Discount-Zertifikate erlauben einen vergünstigten Einstieg in den Basiswert. Im Gegenzug zu diesem Risikopuffer ist die Gewinnchance begrenzt.

Bonus-Zertifikate bieten bei Fälligkeit eine Bonuszahlung, wenn der Basiswert die festgesetzte Barriere während der Laufzeit nicht berührt.

Ob Hebelprodukt oder Zertifikat - der Handel mit verbrieften Derivaten hat seine Besonderheiten. Deshalb lohnt es sich zu prüfen, welcher Handelsplatz am besten zu den eigenen Anforderungen passt.

Anleger, die mit verbrieften Derivate handeln, haben die Vorzüge dieser vielseitigen Wertpapiere verinnerlicht. Dank eines breiten Produktspektrums an Hebelprodukten und Anlagezertifikaten lassen sich maßgeschneiderte Investments in eine Vielzahl von Märkten umsetzen. Die Anleger können dabei genau die Produkte auswählen, die zu ihrer persönlichen Marktmeinung und Risikoneigung passen - von extrem defensiv bis sehr spekulativ.

Aktive Anleger achten zudem genau darauf, an welchen Handelsplatz sie ihre Orders legen. Denn im Handel mit strukturierten Produkten gibt es unterschiedliche Modelle: Börsen und außerbörsliche Plattformen versprechen jeweils die besten Konditionen. Hier muss sich jeder darüber klar werden, welche Unterscheidungskriterien es gibt und welche davon ihm am wichtigsten sind.

Beste Ausführungspreise

Ein erster bedeutsamer Aspekt ist der Grad an Sicherheit und Transparenz, der im Handel herrscht. Dabei gibt es natürlich Anleger, die glauben, ein geringes Niveau an Überwachung zu benötigen. Für alle anderen gilt: Orders in verbrieften Derivaten gehören an die Börse. Noch wichtiger bei der Wahl eines Ausführungsplatzes sind allerdings Handelsqualität und Liquidität. In dieser Hinsicht hat sich die Börse Stuttgart mit ihrem hybriden Marktmodell eine starke Stellung bei den Anlegern erarbeitet: An Europas führender Börse für strukturierte Produkte veredeln Handelsexperten den elektronischen Handel.

Die Handelsexperten tragen entscheidend zur Qualität der An- und Verkaufspreise bei. Davon profitieren Anleger direkt: Gerade bei kurzfristigen Investments, etwa in Hebelprodukten, wirkt sich ein besserer Preis erheblich auf die Gesamtperformance aus. Neben den Emittenten, die für ihre Produkte an der Börse Stuttgart die Funktion des Market-Makers übernehmen, können auch die Handelsexperten Liquidität bereitstellen. So berücksichtigen sie bei der Preisermittlung neben den permanenten Preisinformationen der Emittenten auch die Kundenaufträge im Orderbuch - und damit die gebündelte Liquidität auf Europas größter börslicher Plattform für verbriefte Derivate. Dadurch können zahlreiche Orders zu Preisen ausgeführt werden, die innerhalb der Preisspanne des Emittenten liegen.

Mensch plus Maschine

Jenseits der Liquiditätsbereitstellung legen die Handelsexperten die Parameter der automatisierten Orderbearbeitung fest, so dass eine schnelle und zuverlässige Ausführung durch die elektronischen Handelssysteme gewährleistet ist. Hier sprechen die Zahlen für sich: Rund zwei Drittel der Orders in verbrieften Derivaten an der Börse Stuttgart werden innerhalb von drei Sekunden, 85 Prozent innerhalb von zehn Sekunden ausgeführt. Im Gegensatz zu einem Computersystem kann ein Handelsexperte auch beurteilen, bei welchen Orders besonderer Prüfungs- und Betreuungsbedarf besteht. Ein Beispiel sind Orders in Optionsscheinen, deren Preis besonders stark von der aktuellen impliziten Volatilität des Basiswerts abhängt. Nur erfahrene Händler können in turbulenten Phasen präzise einschätzen, wo die Volatilität gerade liegt - und mit ihrer Expertise die Ausführung einer Optionsscheinorder zu einem fairen und marktgerechten Preis sicherstellen.

Damit Anlegern auch in den Nebenhandelszeiten morgens und abends die gewohnt hohe Handelsqualität zur Verfügung steht, hat die Börse Stuttgart ihre Handelszeiten bei verbrieften Derivaten erweitert. 14 Emittenten ermöglichen den verlängerten Handel von 8 bis 22 Uhr für rund 1,2 Millionen Produkte. Anleger sind damit noch näher am aktuellen Marktgeschehen und können aktiv auf wichtige Ereignisse eingehen, bis in den USA die Börsen schließen. Ein Beispiel sind Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed: In der Regel beginnt die Pressekonferenz des Fed-Präsidenten gegen 20 Uhr hiesiger Zeit. Damit war es früher nicht möglich, an einer Börse umgehend auf die Ergebnisse zu reagieren. Die Umsätze zeigen, dass die verlängerten Handelszeiten gut angenommen werden - zuletzt wurde an der Börse Stuttgart jede neunte Order in verbrieften Derivaten vor 9 oder nach 20 Uhr ausgeführt.

Dass ein solches Dienstleistungspaket nicht zum Nulltarif zu haben ist, ist gut informierten Anlegern klar. Sie wissen die Services der Börse Stuttgart zu schätzen und sind auch bereit, dafür ein geringes Entgelt zu bezahlen. Denn in Summe sorgen die Handelsexperten dafür, dass der Handel mit verbrieften Derivaten an der Börse Stuttgart rein elektronischen Plattformen überlegen ist. Viele Selbstentscheider und Trader sehen das genauso - und wissen, wo man am besten handelt.

Große Produktvielfalt

Knock-Out-Produkte folgen der Bewegung des Basiswerts mit festem Hebel. Hohen Gewinnchancen steht ein Totalverlust beim Bruch der KO-Schwelle gegenüber.

Optionsscheine bilden den Verlauf des Basiswerts gehebelt ab. Aber auch ihre Restlaufzeit und die aktuelle Volatilität beeinflussen ihren Kurs.

Discount-Zertifikate erlauben einen vergünstigten Einstieg in den Basiswert. Im Gegenzug zu diesem Risikopuffer ist die Gewinnchance begrenzt.

Bonus-Zertifikate bieten bei Fälligkeit eine Bonuszahlung, wenn der Basiswert die festgesetzte Barriere während der Laufzeit nicht berührt.

Mit einem neuen Online-Service können Anleger jetzt ihr Wunschprodukt zusammenstellen und emittieren lassen. Kurz darauf ist das individuelle Papier für jedermann handelbar.

Sieht gut aus, sitzt aber nicht perfekt? Das kann bei Kleidung von der Stange passieren - bei Maßgeschneidertem hingegen nicht. Dort ist alles genau so, wie es der Kunde wünscht. Dieses Prinzip gilt jetzt auch bei Zertifikaten: Über die Online-Anwendung "Wunschzertifikat" können sich Anleger ohne Registrierung individuelle Produkte zusammenstellen, die exakt zu ihren Vorstellungen passen. Die Börse Stuttgart macht "Wunschzertifikat" über ihre Internetseite zugänglich. Zu den möglichen Papieren zählen Discount- und Bonus-Zertifikate, Aktienanleihen sowie Optionsscheine. Als Basiswerte stehen rund 500 Blue-Chip-Aktien aus Europa, den USA und Asien sowie die wichtigsten Aktien-Indizes aus diesen Weltregionen zur Auswahl. Der Service "Wunschzertifikat" basiert auf der Plattform Primegate, die von der Commerzbank betrieben wird.

Schnell und einfach zum Wunschprodukt: In einer Eingabemaske wählt der Anleger den Produkttyp und den Basiswert aus. Zudem kann er mithilfe seiner Maus und einem interaktiven Regler die Parameter seines Produkts bestimmen - etwa den Cap bei einem Discount-Zertifikat. Was jetzt noch fehlt, ist der Ausgabepreis für das individuelle Produkt. Nun kommt eine besondere Stärke der Plattform zum Tragen: Sie bietet eine Wahlmöglichkeit zwischen mehreren Emittenten. Klickt der Anleger auf den Button "Wunschzertifikat anfragen", so erscheinen auf dem Bildschirm die aktuellen Preisindikationen der beteiligten Emittenten Commerzbank und Société Générale. Der Anleger kann nun die Preisindikationen vergleichen, welche die Emittenten unabhängig voneinander für das Produkt ermitteln und kontinuierlich in Echtzeit aktualisieren. Dieser Wettbewerb unter den Emittenten ist transparent - und kommt den Anlegern zu Gute.

Hat sich der Anleger für einen Emittenten entschieden, so klickt er auf den Button "Produkt emittieren". Nun fehlt nicht mehr viel: In ein Dialogfeld gibt der Anleger seine Handynummer ein. Dann erhält er seinen persönlichen Emissionscode per SMS und trägt diesen wiederum ein. Jetzt wird das maßgeschneiderte Produkt emittiert und ist bereits nach wenigen Minuten an der Börse Stuttgart handelbar. Bei der Emission des Wunschprodukts gehen Anleger keine Abnahmeverpflichtung ein, noch fallen für sie Kosten an.

Der Weg zum Wunschzertifikat

Eckdaten von Anleihen

Emittent: Herausgeber von Anleihen können Staaten, staatsnahe Institutionen oder Unternehmen sein.

Kupon: Die Zinszahlung einer Anleihe erfolgt in der Regel jährlich und kann entweder fix sein oder im Zeitverlauf variieren.

Laufzeit: Die Zeit bis zur Fälligkeit der Anleihe wird bei Emission festgelegt - je nach Dauer unterscheidet man zwischen Kurz- und Langläufern.

Nennwert: Die Höhe der Forderung, die mit einer Anleihe verbunden ist, entspricht der vollständigen Rückzahlung zum Laufzeitende.

Stückelung: Die Mindeststückelung einer Anleihe beträgt 1.000 Euro, kann aber auch bei 10.000 oder 100.000 Euro liegen.

Anleihen sind aktuell oft weniger liquide als andere Wertpapiere. Deshalb ist der Handelsplatz besonders gefordert, wenn es um hohe Preisqualität und eine verlässliche Orderausführung für Privatanleger geht.

Grundsätzlich gehören Anleihen in jedes breit aufgestellte Wertpapierdepot. Allerdings folgt der Markt für die Zinspapiere eigenen Gesetzmäßigkeiten. So findet der größte Teil des Anleihenhandels auf speziellen Plattformen zwischen Banken statt. Zudem zersplittert sich das Handelsvolumen pro Emittent auf eine Vielzahl von Papieren. So gibt es beispielsweise mehr als 80 Anleihen des Autobauers Daimler mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zinskupons und in diversen Währungen.

Wer als Privatanleger Anleihen kaufen oder verkaufen möchte, sollte diesen Besonderheiten Rechnung tragen. Es empfiehlt sich, für den Handel auf jeden Fall einen Börsenplatz mit umfassender Erfahrung in dieser Wertpapierklasse zu wählen. Denn die entscheidende Frage für Anleger lautet: Wird meine Order rasch zu einem marktgerechten Preis in der gewünschten Stückzahl ausgeführt? Das ist keine Selbstverständlichkeit und hängt vom jeweiligen Handelsplatz ab.

Liquidität als Herausforderung

Denn Anleihen sind nicht so liquide wie andere Wertpapiere. Zum einen drücken die wenig attraktiven Niedrigzinsen das Interesse der Anleger und die Handelsumsätze an den Börsen. Zum anderen tritt derzeit auch die Europäische Zentralbank bei Staats- und Unternehmensanleihen als Großeinkäufer auf. Dabei werden Corporate Bonds von Investoren ohnehin gehalten und nicht verkauft, wenn der Zinskupon noch relativ attraktiv ist. Zusammengenommen trocknen diese Faktoren den Markt für Anleihen regelrecht aus. In einem solchen Umfeld eine verlässliche Orderausführung im Börsenhandel sicherzustellen, erfordert eine besondere Expertise.

Diese Spezialisierung ist an der Börse Stuttgart gegeben. An Deutschlands größtem Börsenplatz für Unternehmensanleihen betreuen erfahrene Handelsexperten den elektronischen Bondhandel. Ihr Ziel lautet, Privatanleger bei Anleihen auf Augenhöhe mit institutionellen Investoren zu bringen. Das bedeutet vor allem: guter Zugang zu allen relevanten Wertpapieren und hochwertige Ausführungspreise.

Hervorragend vernetzt

Die Handelsexperten spielen eine Schlüsselrolle mit Blick auf den entscheidenden Aspekt im Anleihenhandel - Liquidität und wie man sie beschafft. Erstens bündeln sie die eingehenden Orders der Anleger. Zweitens sind sie durch langjährige Zusammenarbeit im Interbankenmarkt für Anleihen hervorragend vernetzt und können auch die dortige Liquidität für den börslichen Handel heranziehen. Und drittens spenden die Handelsexperten selbst zusätzliche Liquidität. Dabei gehen sie kurzfristig und in begrenztem Umfang eigene Positionen ein, wenn bei einer Kundenorder keine passende Gegenpartei vorhanden ist.

Die erhöhte Liquidität bringt handfeste Vorteile. So können Privatanleger an der Börse Stuttgart davon ausgehen, dass ihre Orders zum aktuellen Preisniveau vollständig ausgeführt werden. Denn die von der Börse fortlaufend im Internet veröffentlichten Preisinformationen gelten für hohe Ordervolumina, die ein Vielfaches der durchschnittlichen Ordergröße von Privatanlegern betragen. Hochwertig ist auch der Ausführungspreis, der sich aus der gebündelten Liquidität ergibt. Er entspricht in der Regel dem am Markt verfügbaren Preisniveau für Großinvestoren. Dabei muss der private Anleger nicht lange warten. Bei knapp drei Vierteln aller Orders dauert die Ausführung an der Börse Stuttgart nicht länger als 30 Sekunden - Liquiditätsbeschaffung inklusive.

Während die Anleger von der Verlässlichkeit der Ausführung und der hohen Preisqualität profitieren, fällt das Orderentgelt bei Anleihen weniger ins Gewicht. Denn viele Anleger nutzen Anleihen grundsätzlich eher als längerfristiges Buy-and-Hold-Investment. Bei einem Corporate Bond mit zehn Jahren Laufzeit schmälern die Transaktionskosten die Gesamtrendite nur minimal. Dafür erhält der Anleger mit einer Order an der Börse Stuttgart Zugang zum gesamten Anleihemarkt und den vorteilhaften Konditionen, die ansonsten nur für professionelle Investoren gelten.

Zudem macht es die Börse Stuttgart erstmals in Deutschland möglich, das gewünschte Ordervolumen bei Anleihen in kleineren Schritten anzupassen - Privatanleger konnten hierzulande bislang nur in der Mindeststückelung oder einem Vielfachen davon handeln. Jetzt kann die Anlagesumme, ausgehend von der Mindeststückelung, um die kleinste handelbare Einheit der Anleihe erhöht werden. Alle an der Börse Stuttgart gelisteten Anleihen lassen sich somit flexibler kaufen und verkaufen. Wenn etwa ein Zinspapier mit der Mindeststückelung von 10.000 Euro eine kleinste handelbare Einheit von 1.000 Euro hat, ist es dem Anleger möglich, seine Ordersumme ab 10.000 Euro in 1.000-Euro-Schritten zu erhöhen und zum Beispiel 12.000 Euro zu investieren.

Eckdaten von Anleihen

Emittent: Herausgeber von Anleihen können Staaten, staatsnahe Institutionen oder Unternehmen sein.

Kupon: Die Zinszahlung einer Anleihe erfolgt in der Regel jährlich und kann entweder fix sein oder im Zeitverlauf variieren.

Laufzeit: Die Zeit bis zur Fälligkeit der Anleihe wird bei Emission festgelegt - je nach Dauer unterscheidet man zwischen Kurz- und Langläufern.

Nennwert: Die Höhe der Forderung, die mit einer Anleihe verbunden ist, entspricht der vollständigen Rückzahlung zum Laufzeitende.

Stückelung: Die Mindeststückelung einer Anleihe beträgt 1.000 Euro, kann aber auch bei 10.000 oder 100.000 Euro liegen.

Viele Anleger, die sich für Anleihen interessieren, wenden sich immer noch als erstes an ihre Bank. Der Grund: Viele Institute bieten im Rahmen der Wertpapierberatung sogenannte Festpreisgeschäfte an. Diese Art des Anleihekaufs mag wohlbekannt und weit verbreitet sein, ist aber nicht unbedingt die beste. Denn im Festpreis der Bank sind deren Kosten und eine Gewinnspanne eingerechnet - im Gegensatz zum aktuellen Marktpreis einer Anleihe, wie er an der Börse ermittelt wird.

Deshalb sollten Anleger, die eine gewisse Erfahrung mit Wertpapieren haben und selbstbestimmt über ihre Investments entscheiden, bei Anleihen den Weg an die Börse wählen. Die Schuldtitel lassen sich dort flexibel und zu aktuellen Preisen kaufen und verkaufen. Häufig ist das auch kostengünstiger: Die Vorteile des Börsenpreises gegenüber dem Festpreis der Bank wiegen die Ordergebühren meist mehr als auf. Zudem finden Anleger ein viel breiteres Produktspektrum vor. An der Börse Stuttgart, Deutschlands größtem Börsenplatz für Anleihen, sind derzeit rund 17.800 Zinspapiere handelbar - von Staaten, öffentlichen Institutionen und Unternehmen aus aller Welt.

Zum Anleihen-Finder der Börse Stuttgart

Was für ETFs spricht

Transparenz: ETFs bilden den zugrundeliegenden Index in der Regel im Verhältnis 1:1 ab und sind deshalb für Anleger gut nachvollziehbar.

Kosten: Die Verwaltungskosten sind bei ETFs relativ gering, da bei den passiven Indexfonds kein Fondsmanagement nötig ist.

Sicherheit: Ein ETF stellt ein Sondervermögen dar. Damit ist das investierte Kapital bei einer Insolvenz des ETF-Anbieters geschützt.

Diversifizierung: Mit einem ETF investieren Anleger von vornherein gestreut in einen Index, der eine Vielzahl von Einzeltiteln umfasst.

Vielseitigkeit: ETFs eignen sich dazu, ein Portfolio langfristig zu strukturieren und um kurzfristig auf aktuelle Marktbewegungen einzugehen.

Transparent, günstig und breit gestreut - Exchange Traded Funds überzeugen immer mehr Anleger. Um die Stärken von ETFs voll auszuschöpfen, sollten Anleger auf Qualität im Handel achten.

Immer mehr Anleger nutzen Exchange Traded Funds (ETFs), um flexibel und breit gestreut in verschiedene Märkte zu investieren. Sie haben die Vorteile der passiven, börsengehandelten Indexfonds kennen und schätzen gelernt, etwa ihre Nachvollziehbarkeit, die überschaubaren Verwaltungskosten und den Schutz als Sondervermögen. Zudem sorgen ETFs prinzipiell für eine gewisse Diversifizierung, da ihnen jeweils ein kompletter Index zugrunde liegt. An der Börse Stuttgart, dem größten deutschen Parketthandelsplatz für ETFs, stehen Anlegern alle rund 1.200 in Deutschland handelbaren ETFs zur Verfügung.

Auf Indexfonds setzen mittlerweile nicht nur Investoren, die ihre Portfolios langfristig strukturieren möchten. Eine stetig steigende Zahl von Anlegern nutzt ETFs auch, um taktisch zu agieren und auf aktuelle Marktbewegungen einzugehen. Gerade für diese kurzfristiger orientierten Anleger rückt die Frage in den Fokus, an welchen Handelsplatz sie ihre ETF-Order legen sollen. Denn die Stärken der Anlageklasse lassen sich nur dann voll ausschöpfen, wenn auch die Qualität im Handel stimmt.

Stop-Loss wird aktiv ausgelöst

Aktive ETF-Anleger wollen jederzeit in der Lage sein, auf das Marktgeschehen zu reagieren. Eine Grundlage hierfür sind ausgedehnte Handelszeiten, wie sie etwa die Börse Stuttgart bietet. Hier läuft der ETF-Handel börsentäglich von 8 bis 22 Uhr, also bis zum Börsenschluss in den USA. Damit einher geht ein Service, der gerade bei intensiv handelnden ETF-Anlegern maßgeblich zum Risikomanagement beiträgt: An der Börse Stuttgart werden risikobegrenzende Orders wie Stop-Loss oder Trailing-Stop aktiv und damit unabhängig von Umsätzen ausgelöst, wenn das jeweilige Marktniveau erreicht ist. Die Stop-Order kann dann zum nächstmöglichen Zeitpunkt zur Ausführung kommen. Das ist für viele ETFs relevant, die kaum gehandelt werden. Nur wer für ein solches Papier eine Stop-Order aufgibt, die unabhängig von Umsätzen ausgelöst wird, stellt eine Orderausführung zu einem Preis sicher, der möglichst nah am gewählten Limit liegt und den aktuellen Marktbedingungen entspricht. Ohne diesen Schutz könnte der Anleger eine Ausführung in einem völlig veränderten Marktumfeld erhalten - und eine böse Überraschung erleben.

Apropos Preis: Um ETFs effizient zu handeln, sollten Anleger nicht nur die Transaktionsentgelte, sondern auch die Preisqualität der unterschiedlichen Handelsplätze vergleichen. Denn der konkrete Preis des jeweiligen ETFs zum Zeitpunkt der Orderausführung bestimmt die impliziten Kosten der Transaktion - und wirkt sich damit erheblich auf die Gesamtperformance des Investments aus. Wenn ein Anleger beispielsweise 1.000 Stück eines ETFs kauft und wieder verkauft, macht ein jeweils um einen Cent besserer Preis schon 20 Euro Ersparnis aus.

Preisqualität zählt

Deshalb bietet die Börse Stuttgart im ETF-Handel ein Höchstmaß an Preisqualität. Dafür sorgen nicht nur die Market-Maker, die ihre Spannen aus An- und Verkaufspreisen übermitteln und so den Rahmen für die Preisermittlung vorgeben. Daneben sind auch Handelsexperten in den elektronischen Handel eingebunden: Sie spenden in besonderen Marktphasen und Orderbuchsituationen zusätzliche Liquidität und gleichen Angebot und Nachfrage auch innerhalb der Market-Maker-Preisspanne aus. Dadurch kann in Stuttgart die Mehrzahl der ETF-Orders zu Preisen ausgeführt werden, die innerhalb des Market-Maker-Spreads liegen. An der Börse Stuttgart sind somit häufig bessere Preise verfügbar als sonst am Markt. Dies gilt insbesondere auch in den Nebenhandelszeiten, wenn sich die Spreads aufgrund der geringeren Gesamtmarktliquidität ausweiten können. In Stuttgart mildern die Handelsexperten mit ihren Liquiditätsspenden diesen Effekt ab - zum Nutzen des Anlegers.

Im ETF-Handel finden Privatanleger in Stuttgart auch sonst Bedingungen vor, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. So prüfen die Handelsexperten viele der eingehenden Orders persönlich auf Plausibilität. Dabei müssen Anleger allerdings nicht auf eine schnelle Orderausführung verzichten: Rund 80 Prozent aller Orders bei ETFs werden in Stuttgart innerhalb von drei Sekunden ausgeführt, 90 Prozent innerhalb von zehn Sekunden. Selbstbestimmten Anlegern bietet die Börse Stuttgart in der gesamten Handelszeit von 8 bis 22 Uhr deutliche Mehrwerte - insbesondere bei Orders, die aufgrund ihrer Größe, des gehandelten Produkts oder der aktuellen Marktsituation weitere Risikofaktoren mit sich bringen. Wer hier in Sachen Handelsqualität auf Nummer sicher geht, hat mehr Freiraum für eine fundierte Produktauswahl und ein sorgfältiges Timing seines ETF-Investments.

Im Namen des Gesetzes

Wer klare Regeln und Sicherheit schätzt, sollte Wertpapiere an einer Börse handeln. Für diese Anstalten des öffentlichen Rechts gibt das Börsengesetz unter anderem vor: "Börsenpreise müssen ordnungsmäßig zustande kommen und der wirklichen Marktlage des Börsenhandels entsprechen."

Richard Dittrich, Leiter der Kundenbetreuung an der Börse Stuttgart, beschreibt im Interview, warum Börsen in Sachen Verlässlichkeit, Transparenz und Anlegerschutz erste Wahl sind.

finanzen.net: Was ist das Besondere an Börsen?
Richard Dittrich: Heute gibt es eine Vielzahl von Handelsplätzen für Wertpapiere, die sich durch ihre Organisationsform und den Grad an Regulierung unterscheiden. Nur an einer Börse erfolgt der Handel auf Basis des Börsengesetzes und in einem öffentlich-rechtlichen Rahmen. Am anderen Ende des Spektrums steht der außerbörsliche Over-the-Counter-Handel, auch OTC genannt. Solche Plattformen sind weit weniger stark reguliert.

finanzen.net: Wo macht sich dieser Unterschied bemerkbar?
Richard Dittrich: Die Preisermittlung an einer Börse erfolgt anhand eines klaren, verbindlichen Regelwerks. An einer Börse können sich Anleger jederzeit darauf verlassen, dass ihre Aufträge fair ausgeführt werden und sie in Zweifelsfällen auf einfache Weise zu ihrem Recht kommen. Dies ist gerade Selbstentscheidern und Tradern bewusst, die intensiv handeln: Wer etwa im OTC-Bereich einmal schlechte Erfahrungen bezüglich der Orderausführung oder der Aufhebung von Geschäften gemacht hat, weiß die Standards einer streng regulierten Börse mit umfassendem Anlegerschutz besonders zu schätzen.

finanzen.net: Wie können Anleger sicher sein, dass die Regeln auch eingehalten werden?
Richard Dittrich: Dafür sorgt an jeder Börse die gesetzlich vorgeschriebene Handelsüberwachungsstelle (HÜSt) als unabhängige und neutrale Instanz. Sie kontrolliert den gesamten Handel lückenlos: Kommen die Börsenpreise ordnungsgemäß zustande und entsprechen sie der Marktlage? Werden die Vorgaben der Regelwerke für bestimmte Handelssegmente und Papiere eingehalten? Sind etwaige Kundenbeschwerden zu einzelnen Orders berechtigt? Indem die HÜSt solche Fragen prüft, leistet sie auch einen wichtigen Beitrag zum Anlegerschutz.

finanzen.net: Was zeichnet Börsen sonst noch aus?
Richard Dittrich: Wie OTC-Geschäfte zustande kommen, ist für Anleger nicht ohne weiteres ersichtlich. Nur wenige Informationen zu Preisen und Volumina sind öffentlich zugänglich. An Börsen hingegen ist nicht nur die Preisfeststellung selbst klar geregelt, es herrscht auch hohe Vor- und Nachhandelstransparenz. So werden an der Börse Stuttgart sämtliche Kurse fortlaufend in Echtzeit im Internet angezeigt. Historische Kursdaten sind ebenfalls online abrufbar. So werden das Marktgeschehen und die Ausführung der eigenen Order für Privatanleger transparent und nachvollziehbar.

Im Namen des Gesetzes

Wer klare Regeln und Sicherheit schätzt, sollte Wertpapiere an einer Börse handeln. Für diese Anstalten des öffentlichen Rechts gibt das Börsengesetz unter anderem vor: "Börsenpreise müssen ordnungsmäßig zustande kommen und der wirklichen Marktlage des Börsenhandels entsprechen."

Auch im Wertpapierhandel gibt es schwarze Schafe. Immer wieder versuchen Betrüger, unerfahrene Anleger zu manipulieren. Gängige Praktiken sind Faxe mit vermeintlichen Insiderinformationen oder Werbeanrufe zum Kauf eines Wertpapiers. Anleger sollten vorsichtig sein und können sich schützen - meist genügt eine kurze Recherche, um unseriöse Angebote zu entlarven.

Die Orderhoheit des Anlegers

Allein der Anleger entscheidet, welches Wertpapier er in welcher Stückzahl bis wann zu welchem Preis und an welchem Handelsplatz kaufen oder verkaufen möchte. Zudem kann er Ordertypen und -zusätze festlegen. Die Depotbank muss diesen Wünschen nachkommen.

Wenn Anleger klare Vorgaben zur Ausführung machen, können sie im Handel Risiken senken und Chancen besser nutzen. Dank vielfältiger Ordertypen ist das ohne großen Aufwand möglich.

Wer eine Wertpapierorder ohne jeden Zusatz aufgibt, gibt die Kontrolle aus der Hand: Sein Auftrag wird einfach zum nächstmöglichen Preis ausgeführt - und der kann durchaus vom eigentlich anvisierten Preisniveau abweichen. Passgenaues Handeln ist so kaum möglich, etwa zur präzisen Absicherung von Positionen oder für gezielte Zukäufe.

Ein erster wichtiger Schritt besteht deshalb darin, eine Order mit einem Limit zu versehen. Limit-Orders werden nur zum vom Anleger festgelegten Preis oder besser ausgeführt. Eine weitere Variante ist die Stop-Loss-Order. Bei einem Verkauf definiert der Anleger hier eine Barriere, die unterhalb des aktuellen Preises liegt. Wird diese Marke unterschritten, erfolgt automatisch der Verkauf zum nächstmöglichen Preis.

Noch mehr Möglichkeiten eröffnen intelligente Ordertypen, wie sie die Börse Stuttgart für alle Anlageklassen anbietet: Kauf- und Verkaufsaufträge lassen sich noch genauer an bestimmte Marktbedingungen knüpfen und automatisiert ausführen.

Der beliebteste intelligente Ordertyp ist die Trailing Stop Order: Hier definiert der Anleger im Falle eines Verkaufs vorab ein Stop-Loss-Limit, das bei steigenden Kursen automatisch im gewählten Abstand nach oben nachgezogen wird. Fällt der Kurs später und erreicht das Limit, wird das Wertpapier verkauft. Damit können Anleger auf komfortable Weise Gewinne laufen lassen und Risiken begrenzen. Sie müssen den Markt nicht ständig beobachten und ihre Stop-Limits nicht manuell anpassen. Anleger können bei der Trailing Stop Order zwischen einem absoluten und prozentualen Abstand des Limits zum Kurs wählen. Um sich auch über einen längeren Zeitraum gegen Kursschwankungen abzusichern, empfiehlt es sich, den prozentualen Abstand zu wählen. Je schwankungsanfälliger das Wertpapier ist, desto größer sollte der gewählte Abstand sein.

Ein weiterer intelligenter Ordertyp ist die One Cancels Other Order oder kurz OCO. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus zwei Orders. Das Besondere: Bei Ausführung der einen Order wird die andere automatisch gelöscht. Wenn der Anleger ein Papier verkaufen möchte, kann er sich mit diesem Ordertyp sowohl für fallende als auch für steigende Kurse positionieren. Dabei wählt er eine Stop-Loss-Order zur Absicherung seiner Position nach unten. Gleichzeitig legt er ein Verkaufslimit nach oben fest, um erzielte Gewinne automatisch zu realisieren. Will der Anleger hingegen ein Papier erwerben, kann er ein Kauflimit unter dem aktuellen Preis festlegen. Gleichzeitig wählt er eine darüber liegende Stop-Buy-Order. Der Effekt: Er steigt entweder automatisch zu einem günstigeren Preis ein oder zum oberen Limit, weil er bei Überschreiten dieser Marke weitere Kursgewinne erwartet.

Einen Mehrwert für Anleger bietet auch der dritte intelligente Ordertyp der Börse Stuttgart, die Stop-Limit-Order. Zusätzlich zu einem Stop-Loss gibt der Anleger hier noch ein Verkaufslimit an, das auf dem gleichen Niveau oder darunter liegt. Wird die Stop-Loss-Schwelle erreicht, wird die limitierte Verkaufsorder aktiviert und in das Orderbuch eingestellt. Die Ausführung erfolgt dann zum nächstmöglichen Preis, sofern dieser das gewünschte Verkaufslimit erreicht oder überschreitet. Wird der gewünschte Mindestverkaufspreis aufgrund widriger Marktbedingungen nicht erreicht, bleibt der Anleger allerdings in der Position investiert.

Mehr zu intelligenten Ordertypen

Die Orderhoheit des Anlegers

Allein der Anleger entscheidet, welches Wertpapier er in welcher Stückzahl bis wann zu welchem Preis und an welchem Handelsplatz kaufen oder verkaufen möchte. Zudem kann er Ordertypen und -zusätze festlegen. Die Depotbank muss diesen Wünschen nachkommen.

Unmittelbar auf das Marktgeschehen reagieren und den Zeitpunkt der Orderausführung selbst bestimmen - der börsliche Soforthandel macht es möglich.

Eine Wertpapierorder mit dem gewünschten Preislimit aufzugeben, ist eine Sache. Genau zu wissen, wann sie ausgeführt wird, eine ganz andere. Denn das hängt von der Kursentwicklung des Papiers ab - wird das gewählte Limit nicht erreicht, bleibt der Auftrag bis zum Ende der Gültigkeit bestehen. Selbstbestimmte Anleger, die lieber unmittelbar anhand der aktuellen Marktsituation ihre Order einstellen und danach direkte Kontrolle über deren Ausführung haben möchten, können eine Handelsvariante an der Börse Stuttgart nutzen. Der börsliche Soforthandel ist sowohl bei verbrieften Derivaten als auch bei Aktien, Anleihen, Exchange Traded Products (ETPs) und aktiven Fonds möglich. Derzeit steht der Soforthandel Kunden der Online-Broker Flatex und ViTrade zur Verfügung und wird sukzessive bei weiteren führenden Onlinebanken ausgebaut.

Im Soforthandel haben Anleger die Entscheidungshoheit darüber, wann und zu welchem Preis ihre Order ausgeführt wird. Ausgangspunkt ist die Ordermaske des jeweiligen Online-Brokers. Hier gibt der Anleger seine Auftragsdaten zu Wertpapier, Stückzahl sowie Kauf oder Verkauf ein und wählt den Börsenplatz Stuttgart aus. Per Mausklick fragt er nun einen Preis bei der Börse Stuttgart an und erhält in Sekundenschnelle eine aktuelle Preisindikation. Auf dieser Basis kann der Anleger innerhalb einer festgelegten Zeitspanne seine Order aufgeben. Bei vollständiger Ausführbarkeit wird die Order mindestens zur angezeigten Preisindikation ausgeführt - oder sogar besser: Wenn sich der Markt in der Zwischenzeit zu Gunsten des Anlegers entwickelt, wird dies bei der folgenden Preisermittlung berücksichtigt.

Wie der börsliche Soforthandel abläuft

Sollte eine Order nicht vollständig ausführbar sein, so wird sie automatisch gelöscht. Ob Ausführung oder Löschung - der Anleger erhält jeweils eine unmittelbare Benachrichtigung. Dies erhöht die Handlungsfähigkeit, um rasch auf das Marktgeschehen zu reagieren. Diesen Aspekt wissen insbesondere kurzfristig orientierte Anleger und Trader zu schätzen, die intensiv handeln.

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Bildquelle: Börse Stuttgart