Wie funktioniert ein ETF?

ETFs, kurz für Exchange Traded Funds, erfreuen sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Während institutionelle Investoren die Indexfonds schon längst für sich entdeckt haben, steigen viele Privatanleger erst jetzt in den Markt ein. Was ETFs so interessant macht und warum es sich auch für Privatanleger lohnt, einen oder mehrere ETFs im Depot zu haben.

Die Vorteile von ETFs in Kürze:

• ETFs bieten durch ihre Effizient, Transparenz und Flexibilität zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Wertpapieren
• ETFs können nicht schlechter als der Referenzindex laufen - aber auch nicht besser
• ETFs unterliegen allgemeinen Risiken wie dem Wechselkursrisiko, dem Zinsänderungsrisiko, dem Kontrahentenrisiko oder dem allgemeinen Marktrisiko

ETFs: Effizient, transparent und flexibel

Die Abkürzung ETF könnte auch mit den Worten Effizienz, Transparenz und Flexibilität ausgeschrieben werden. Denn in diesen Bereichen weisen ETFs eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber anderen Finanzprodukten auf:

Effizienz: ETFs bilden die Wertentwicklung des Referenzindex sehr genau nach und sind auf Kostenebene durch fehlendes aktives Management effizienter als konventionelle Fonds. Auch die jährliche Verwaltungsgebühr liegt unter der von gemanagten Fonds. Außerdem fallen bei ETFs in der Regel keine Ausgabeaufschläge oder Rücknahmegebühren an, sondern nur die üblichen Transaktionskosten für einen Kauf oder Verkauf über die Börse.

Transparenz: Mit dem iNAV wird kontinuierlich ein Preis für einen ETF-Anteil an der Börse berechnet und veröffentlicht, der sich vor allem an den Kursen der im ETF enthaltenen Einzelpositionen orientiert. Daneben wird von der Fondsgesellschaft täglich eine aktuelle Liste der Bestandteile des ETFs veröffentlicht.

Flexibilität: ETFs können während den Börsenöffnungszeiten kontinuierlich gehandelt werden. Market Maker sorgen durchgängig für die Stellung von Geld- und Briefkursen. Daneben können mit ETFs viele Anlagestrategien verfolgt werden: Sie eignen sich für eine kurzfristige wie eine langfristige Anlage und es ist mit ETFs möglich, einen breiten Markt abzudecken oder auch gezielt in aussichtsreiche Branchen und Regionen zu investieren.

Sicher und reguliert

Neben ihrer Effizienz, Transparenz und Flexibilität bieten ETFs Anlegern aber auch einiges an Sicherheit. Das eingesetzte Kapital ist als Sondervermögen bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt, so dass Anleger in diesem Fall keinen Totalverlust erleiden. Es besteht also kein Emittentenrisiko wie beispielsweise bei Zertifikaten oder Anleihen. Daneben werden ETFs von nationalen und europäischen Aufsichtsbehörden streng kontrolliert und bieten damit einen regulierten und sicheren Rahmen für die Geldanlage.

Konsequenzen der Indexnachbildung

Auch was die Wertentwicklung eines ETFs angeht, können sich die Anleger in einer Sache sicher sein: Der ETF kann grundsätzlich nicht schlechter laufen als sein zugrundeliegender Index. Während bei aktiv gemanagten Fonds die Benchmark getroffen, verfehlt oder übertroffen werden kann, entwickeln sich ETFs so wie der Referenzindex - abzüglich der Verwaltungsgebühr für den ETF. Was auf der einen Seite ein Vorteil ist, da Anleger so vor schlechten Entscheidungen eines Fondsmanagers geschützt sind, kann auf der anderen Seite aber auch ein Nachteil sein, da sie ebenso nicht von guten Fondsmanagern profitieren können und den Index nicht schlagen können. Denn auch bei fallenden Märkten bildet der ETF immer den zugrundeliegenden Index ab. Es kann keine Umschichtung vorgenommen werden, die den Wertverlust abmindern würde.

Allgemeine Risiken am Kapitalmarkt

Darüber hinaus weisen ETFs noch weitere Risiken auf, die sie mit fast allen Wertpapierarten teilen:

Wechselkursrisiko für ETFs mit Wertpapieren aus einem anderen Währungsraum: Schwankungen in den entsprechenden Wechselkursen führen zu Wertschwankungen des entsprechenden ETF-Anteils. Besteht bei allen Fremdwährungsanlagen. Anleger können dem Wechselkursrisiko vorbauen, indem sie in einen sogenannten währungsgeschützten ("currency-hedged") ETF investieren. Hier wird das Währungsrisiko größtenteils ausgeschaltet.

Zinsänderungsrisiko für ETFs die in Anleihen investieren: Änderungen des Marktzinsniveaus können zu Wertveränderungen der im ETF enthaltenen festverzinslichen Papiere führen.

Allgemeines Marktrisiko: Kursänderungen in Folge allgemeiner Markttendenzen, die durch allgemeinwirtschaftliche Faktoren ausgelöst werden, können den Wert des ETFs beeinflussen.

Risiko durch hohe Korrelation bei Branchen-ETFs: Bei einem reinen Branchen-ETF, der zum Beispiel nur Automobilhersteller enthält, führen Branchenkrisen durch die Korrelation der im ETF enthalten Aktien unmittelbar zu einem Wertverlust des ETF, da keine Wertpapiere anderer Branchen enthalten sind, die die Verluste ausgleichen könnten.

Risiken durch Swap-Geschäfte

Daneben besteht bei einigen ETFs ein Kontrahentenrisiko, abhängig davon, welche Replikationsmethode genutzt wird, um den Index nachzubilden. Einige ETFs benutzen hierfür Swapgeschäfte mit Banken, anstatt alle Aktien des Referenzindex zu kaufen. Die Bank garantiert dem ETF dabei die Wertentwicklung des Index, während die Bank im Gegenzug vom ETF die Wertentwicklung des Wertpapierkorbes erhält, aus dem der ETF tatsächlich besteht. Der Nachteil bei dieser Replikationsmethode besteht darin, dass der Swap-Partner, hier die Bank, zahlungsunfähig werden und dadurch ihren Teil der Vereinbarung nicht mehr einhalten könnte. In diesem Fall wäre ein Teil des Fondsvermögens gefährdet. In der Praxis ist dieses Risiko jedoch sehr gering, da der Anteil an Swap-Geschäften gesetzlich auf 10 Prozent des Fondsvermögens begrenzt ist und das Geschäft außerdem mit zusätzlichen Sicherheiten hinterlegt wird. In der Praxis beträgt das Kontrahentenrisiko allerdings im Durchschnitt nur rund 2 Prozent.



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Die häufigsten Fragen zu ETFs

Antworten auf die häufigsten Anlegerfragen zu den börsengehandelten Indexfonds.

Q&As - Die häufigsten Fragen zu ETFs

Sind ETFs nur für langfristige Investitionen sinnvoll?
ETFs eigenen sich sowohl für langfristige als auch für kurzfristige Investitionen. Da sie durch die Möglichkeit des Kaufs und Verkaufs innerhalb eines Tages sehr flexibel sind, können ETFs sowohl für kurzfristige als auch für langfristige Investitionsziele eingesetzt werden. So kann mit ETFs beispielsweise kurzfristig von einer Marktbewegung profitiert werden, aber auch langfristig bieten ETFs einen soliden Ertrag, der sich durchaus mit dem von aktiv gemanagten Fonds messen kann.

Bieten ETFs einen signifikanten Kostenvorteil gegenüber Fonds?
Die Kosten beim Handel mit ETFs liegen in der Regel unter den Kosten für konventionelle Fonds. Da ETFs nicht aktiv gemanagt werden, fallen die Gebühren für ein aktives Management weg. Die jährliche Verwaltungsgebühr, die die Fondsgesellschaft erhebt, liegt unter der von aktiv gemanagten Fonds und wird direkt vom Nettoinventarwert abgezogen. Die jährlichen Verwaltungs- und Fixgebühren, auch TER (Total Expense Ratio) genannt, können bei ETFs auf besonders liquide Indizes sogar bei 0 Prozent liegen. Außerdem fallen bei ETFs in der Regel keine Ausgabeaufschläge oder Rücknahmegebühren an, sondern nur die üblichen Transaktionskosten für einen Kauf oder Verkauf über die Börse. Bei Investitionen über einen längeren Zeitraum hinweg, können sich die niedrigeren Kosten für ETFs durchaus deutlich in der Rendite widerspiegeln.

Können ETFs ungünstige Marktbewegungen ausgleichen?
ETFs sind darauf ausgelegt, die Entwicklung eines Index so genau wie möglich nachzubilden. Dies gilt auch bei fallenden Märkten. Im Gegensatz zu Fonds mit einem aktiven Management, kann die Zusammensetzung des Index bei fallenden Kursen also nicht verändert werden. ETFs folgen also immer ihrem Referenzindex, im Bullenmarkt genau wie im Bärenmarkt.

Bilden ETFs einen Index exakt nach?
Je nach Art der Indexnachbildung werden zwei Arten von ETFs unterschieden: ETFs mit direkter Replikation und ETFs mit indirekter Replikation. ETFs mit direkter Replikation halten alle Aktien des Referenzindex in dem Verhältnis, in dem sie auch im Index gewichtet sind. Diese Indexnachbildung ist allerdings relativ aufwendig und kostenintensiv. Viele ETFs setzen daher auf die indirekte Indexnachbildung mittels Swaps. In diesem Fall hält der ETF Wertpapiere, die nichts mit dem zugrundeliegenden Index zu tun haben müssen. Mit einem Swap-Partner, meistens der Muttergesellschaft, wird die Performance dieser Wertpapiere dann gegen die Performance des Referenzindex getauscht. Oft setzen ETFs auch auf eine optimierte Aktienauswahl, vor allem bei der Nachbildung von Indizes mit sehr vielen Bestandteilen. Dabei werden Aktien mit einer sehr geringen Gewichtung im Index vollständig außen vor gelassen, da ihre Wertentwicklung ohnehin keinen Einfluss auf die Wertentwicklung des Index hat.



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ETFs von A bis Z

Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen rund um ETFs und den Börsenhandel.

Glossar - Das ABC der ETFs1

Asset-Allokation: Aufteilung des angelegten Kapitals auf verschiedene Anlageklassen, z.B. Aktien, Anleihen, Rohstoffe, und/oder Anlageregionen um die Risiken der Anlage zu minimieren.

Benchmark: Vergleichswert (oft Index) anhand dessen Entwicklung der Anlageerfolg eines Fonds oder ETFs beurteilt wird.

Cost-Average-Effekt: Durch regelmäßige gleichbleibende Einzahlungen in einen Fonds oder ETF werden bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen entsprechend weniger Anteile erworben. Dadurch erhalten Anleger über einen längeren Zeitraum einen insgesamt günstigeren Durchschnittspreis.

Creation/Redemption-Prozess: Bezeichnung für den jederzeit möglichen Tausch eines Aktienkorbes, der der Zusammensetzung eines Index entspricht, gegen entsprechend viele Anteile eines ETFs, der diesen Index abbildet, und umgekehrt.

Diversifikation: Streuung des Vermögens auf unterschiedliche und möglichst voneinander unabhängige Anlageformen bzw. -werte im Bereich der Kapitalanlage. Zielsetzung ist ein Portfolio mit einer möglichst hohen Rendite bei gleichzeitig möglichst geringem Risiko.

Dividende: Die Dividende ist Teil des Gewinnes einer Aktiengesellschaft und wird an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Höhe der Dividende errechnet sich aus dem ausgeschütteten Gewinn, dividiert durch die Anzahl der Aktien. Am Tag nach der Dividendenausschüttung wird der Dividendenabschlag, der der Höhe der Bruttodividende entspricht, vom Kurs der Aktie abgezogen - die Aktie wird dann ex Dividende gehandelt.

Exchange Traded Commodities (ETCs): Schuldverschreibungen ohne Laufzeitbegrenzung, die die Entwicklung von Einzelrohstoffen oder Rohstoffindizes nachbilden.

Exchange Traded Fund (ETF): Börsengehandelter Indexfonds, der die Entwicklung eines Referenzindex so genau wie möglich nachbildet. Auf ein aktives Fondsmanagement wird daher verzichtet.

Fondsmanager: Bei konventionellen Fonds verantwortlich für die Anlageentscheidungen, z.B. die Zusammensetzung und Umschichtung eines Fondsportfolios.

Future: Standardisierte, unbedingte Terminkontrakte, die erfüllt oder durch Gegengeschäfte glattgestellt werden müssen. Man unterscheidet Financial Futures, die auf Anleihen, Aktien, Währungen oder Indizes lauten, und Commodity Futures, die auf Waren lauten.

Index: Eine statistische Größe für die Entwicklung einer Gruppe von Wertpapieren, die nach bestimmten Kriterien und Gemeinsamkeiten gebündelt werden.

Index-Tracking: Bemühung, die Entwicklung eines Index mit einem anderen Wertpapier so genau wie möglich nachzuvollziehen.

Indikativer Net Asset Value (iNAV): Indikativer Nettoinventarwert eines ETFs, der während der Handelszeit mindestens einmal pro Minute berechnet und veröffentlicht wird. Die Berechnung des iNAV stützt sich auf das Fondsvermögen, das auf Basis der Kurse der Einzelpositionen im Fonds-Portfolio berechnet wird, plus Barmittel des Fonds. Das so berechnete Fondsvermögen wird anschließend noch durch die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile geteilt. Der iNAV zeigt den ungefähren Wert der Fondsanteile.

Kassamarkt: Man unterscheidet beim amtlichen Handel zwischen dem variablen Markt und dem Einheitsmarkt. Zusammen bilden diese Märkte den Kassamarkt, als Gegenstück zum Terminmarkt. Der Kurs einer Ware am Kassamarkt heißt Kassakurs. Der Kassakurs wird einmal täglich zu einem festen Zeitpunkt, meist um die Mittagszeit, bestimmt, zu dem der Handel dann durchgeführt wird.

Korrelation: Statistische Kennzahl, die misst, wie sich die Entwicklung einer Variablen auf eine andere Variable auswirkt. Bei einer positiven Korrelation bewegen sich beide Variablen in die gleiche Richtung, bei einer negativen Korrelation in die entgegengesetzte Richtung. Die Korrelation liegt bei null, wenn kein Zusammenhang zwischen den beiden Variablen besteht.

Liquidität: Handelsvolumen eines Wertpapiers. Die Liquidität eines Wertpapiers ist umso höher, je mehr Käufer und Verkäufer sich im Markt befinden und je größer das Volumen an Handelsaktivitäten ist.

Market Maker: Offizielle Börsenmitglieder, meist Banken oder Broker, die für bestimmte Wertpapiere ständig Geld- und Briefkurse stellt. Diese handeln auf eigene Rechnung und eigenes Risiko und sorgen für Marktliquidität.

Net Asset Value (NAV): Der NAV, zu Deutsch Nettoinventarwert, wird einmal täglich von der Fondsgesellschaft berechnet. Er ergibt sich aus der Summe der Vermögensgegenstände des ETF, abzüglich der Verbindlichkeiten, bewertet zum Schlusskurs des Tages. Der NAV liegt in der Regel eng am iNAV.

Performanceindex: Ein Performanceindex Ein Performanceindex berücksichtigt nicht nur die Kursentwicklung der enthaltenen Aktien, sondern auch Ausschüttungen wie Dividenden. Der bekannteste Index, der die Wertentwicklung der größten deutschen Unternehmen misst, ist der DAX.

Preisindex: Im Gegensatz zum Performanceindex werden in einem Preisindex nur die Kursentwicklungen der im Index enthaltenen Aktien berücksichtigt. Er wird daher auch Kursindex genannt. Ausschüttungen wie Dividenden werden bei der Berechnung des Index nicht berücksichtigt, stattdessen reagiert der Kursindex in einem solchen Fall mit Abschlägen. Einer der bekanntesten Preisindizes ist der Dow Jones Industrial Average.

Rollen: Bei der Investition in Futures wollen Anleger in der Regel die Lieferung der entsprechenden Ware vermeiden. Sie verkaufen den gehaltenen → Future daher kurz vor Laufzeitende und kaufen dafür einen Future mit längerer Laufzeit. Dieses Verhalten wird Rollen genannt. Dabei kann entweder ein Rollverlust (Contango) erzielt werden, oder ein Rollgewinn (Backwardation). Contango bezeichnet eine Situation, in der Futures mit längerer Laufzeit teurer sind als Futures mit kurzer Laufzeit, Backwardation bezeichnet die entgegengesetzte Situation, in der Futures billiger sind, je länger sie laufen.

Stock-Picking: Anlagestrategie, bei der nach einer ausführlichen Analyse nur solche Aktien gekauft werden, von denen angenommen wird, dass sie sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt.

Swap: Im ETF-Bereich Vereinbarung zwischen zwei Partnern über den Tausch der Wertentwicklung eines Aktienkorbs mit der Wertentwicklung eines definierten Index.

Terminkontrakt:Ein Terminkontrakt verpflichtet den Verkäufer und den Käufer, den Handel zu einem festgelegten Termin in der Zukunft zu tätigen. Hierzu muss eine Lieferung des →Underlyings stattfinden, außer der Kontrakt wird vor Ablauf der Zeit glattgestellt.

Total Expense Ratio (TER): Die Total Expense Ratio, auch Gesamtkostenquote genannt, gibt Aufschluss darüber, welche Verwaltungsgebühren und fixe Gebühren bei einem Fonds oder ETF anfallen. Die entsprechenden Kosten werden anteilig täglich vom Nettoinventarwert des Fonds oder ETFs abgezogen.

Tracking Error: Der Tracking Error bezeichnet die Abweichungen in der täglichen Wertentwicklung eines ETFs im Vergleich zu seinem Referenzindex. Er ist ein Maß für die Effizienz, mit der der ETF den Index abbildet.

Underlying: Vermögenswert, häufig eine Aktie, Anleihe, Währung oder ein Rohstoff, dessen Wertentwicklung einem →Terminkontrakt oder einem anderen Finanzinstrument zugrunde liegt.




1Exchange Traded Funds (Börsengehandelte Investmentfonds)


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ETFs für Eilige

Die wichtigsten Informationen zu börsengehandelten Indexfonds im Schnelldurchlauf.

Grundwissen zu ETFs1:

• Exchange Traded Funds oder ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Referenzindex und dessen Wertentwicklung nachbilden. Der Referenzindex muss dabei nicht zwingend ein Aktienindex sein, sondern kann auch andere. Wertpapierarten beinhalten. Auch Märkte wie Schwellenländer oder Rohstoffe können über ETFs einfach gehandelt werden.
• ETFs verbinden die einfache Handelbarkeit einer Aktie mit der Risikostreuung eines ganzen Portfolios in einem Fonds. Sie können zu den Börsenöffnungszeiten durchgängig gehandelt werden.
• ETF sind besonders effizient, transparent und flexibel. Sie bieten dadurch zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Wertpapierarten oder Fonds, unterliegen aber wie alle Wertpapiere allgemeinen Marktrisiken, insbesondere dem Wechselkursrisiko, dem Zinsänderungsrisiko oder dem Kontrahentenrisiko.

ETFs im Portfolio

• ETFs bieten eine einfache Möglichkeit, um das eigene Portfolio zu diversifizieren.
• ETFs als Kern des Portfolios können durch weitere strategische Investments ergänzt werden, um die Renditechancen zu erhöhen.
• Mit dem Portfolio-ETF gibt es von Xtrackers ETFs ein Produkt, das es dem Anleger ermöglicht, mit einem ETF in ein ganzes Portfolio aus verschiedenen Anlageklassen zu investieren.
• Beim Kauf von ETFs fallen Depotgebühren2 , Geld-Brief-Spanne3 , Transaktionsgebühren4 , Börsengebühren5 und Verwaltungsgebühren6 an, jedoch kein Ausgabeaufschlag7.
• Die laufenden Gebühren für eine Investition in ETFs liegen in der Regel unter denen für klassische Fonds.

Sparen mit ETFs und weitere Einsatzgebiete:

• Vor allem ihre geringen Kosten, ihre hohe Liquidität und die Anzahl der Märkte, die mit ihnen abgedeckt werden können, machen ETFs zu einem vielseitigen Anlageinstrument.
• Sparpläne auf ETFs sind ein gutes Mittel zum langfristigen Vermögensaufbau.
• Im Gegensatz zu Einmalanlagen besteht bei Sparplänen kein Timing-Risiko und Anleger können vom Cost-Average Effekt profitieren.
• Mit ETF-Sparplänen können Anleger ganz nach ihren Bedürfnissen Geld, zum Beispiel für die Altersvorsorge, ansparen und flexibel auf Änderungen der persönlichen Lebenssituation reagieren.
• Als Vermögenswirksame Leistungen8 oder Versicherungspolice9 wird die Investition in ETFs staatlich unterstützt, für die staatliche Förderung gibt der Anleger aber einen Teil seiner Freiheiten auf und die Geldanlage wird weniger flexibel.




1Exchange Traded Funds (Börsengehandelte Investmentfonds)
2Dem Kunden berechnete Gebühren für die Bereitstellung und Verwaltung eines Wertpapierdepots, in dem Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere verwahrt werden.
3Aus Sicht der Bank der Unterschied zwischen dem niedrigeren Ankaufskurs (Geld) und dem höheren Verkaufskurs (Brief) eines Wertpapiers.
4Dem Anleger beim Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers berechnete Gebühren.
5Teil der Transaktionskosten, der an die den Handel ausführende Börse fließt.
6Gebühr, die der Anbieter eines ETFs dem Anleger für seine Leistung berechnet.
7Aufschlag auf den Preis eines Investmentfondsanteils. um damit Beratungs- und Vertriebskosten zu vergüten.
8Vom Arbeitgeber gezahlter Beitrag zur Vermögensbildung des Arbeitnehmers.
9Zwischen Versicherung und Versicherungsnehmer geschlossener Vertrag.




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Mehr Rendite mit Dividenden in Kürze:

• Während sich Zinsen und Anleiherenditen auf einem historischen Tief befinden, markieren die Dividendenzahlungen der börsennotierten Unternehmen neue Höchststände
• Die den Dividenden-ETFs zugrundeliegenden Indizes werden nach Dividendenrendite gewichtet
• Es ist möglich, über Indexfonds nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, Asien oder weltweit in Dividendenaktien anzulegen

Trotz der aktuellen Niedrigzinsphase haben Aktienanleger Grund zur Freude. Denn während sich Zinsen und Anleiherenditen auf einem historischen Tief befinden, markieren die Dividendenzahlungen der börsennotierten Unternehmen neue Höchststände. Laut dem Henderson-Global-Dividend-Index lag die Gesamtsumme der Dividenden weltweit im Jahr 2014 bei rund 1,169 Billionen US-Dollar und damit so hoch wie noch nie zuvor. Im 1. Quartal 2015 lagen die weltweit ausgeschütteten Dividenden zwar um 6,3 Prozent unter dem Vorjahreswert, bereinigt man die Werte jedoch um Sonderdividenden, Wechselkursveränderungen und Änderungen beim Ausschüttungstermin einiger Unternehmen, haben die weltweiten Dividenden laut Henderson Global Investors auch im ersten Quartal 2015 um starke 10,9 Prozent zugelegt.

Anleger, die regelmäßige Erträge suchen, sollten sich also weg von festverzinslichen Wertpapieren und hin zu dividendenstarken Aktien orientieren. Viele Anleger haben dies bereits getan und verstärkt in Aktien-ETFs mit Fokus auf Dividenden investiert: Laut Deutsche AWM sind allein im ersten Quartal 2015 in Europa rund 1,1 Milliarden Euro in ETFs mit Fokus auf Dividenden geflossen. Diese bieten eine besonders einfache Möglichkeit um vom Dividendenwachstum zu profitieren, da sie kostengünstig ein breit gestreutes Investment ermöglichen.

Dividendenstrategien als Teil eines neuen Trends in der ETF-Branche

Die Dividenden-ETFs, beziehungsweise die ihnen zugrundeliegenden Indizes, unterscheiden sich jedoch in einem wichtigen Punkt von klassischen Indizes wie beispielsweise dem DAX. Denn im Gegensatz zu den "Klassikern", die Aktien meist nach ihrem Börsenwert gewichten, wird hier eine Gewichtung nach der Dividendenrendite vorgenommen. Die Dividendenrendite berechnet sich aus der ausgezahlten Dividende geteilt durch den Aktienkurs und multipliziert mit 100 und gibt die Verzinsung des investierten Kapitals an. Die Aktien mit der höchsten Dividendenrendite erhalten die stärkste Gewichtung im Index und somit auch im ETF. Dies wirkt sich nicht nur auf die Erträge aus, die der ETF erzielt, sondern auch auf seine Performance: Studien haben gezeigt, dass Aktien, die eine Dividende ausschütten, eine bessere Performance aufweisen als der Markt. Was mit klassischen ETFs nicht möglich ist, kann dem Anleger mit Dividenden-ETFs also durchaus gelingen: Er kann den Markt schlagen.

Aufgrund ihres Investmentansatzes sind Dividenden-ETFs Teil eines neuen Trends in der ETF-Branche. ETF-Anbieter wie Xtrackers ETFs bringen zurzeit neue Strategic Beta ETFs auf den Markt, die einen Strategieindex anstelle eines klassischen Aktienindex abbilden. Diese Strategieindizes haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Schwächen klassischer Indizes zu korrigieren und eine bessere Performance zu erzielen. Das bewerkstelligen sie, indem sie die traditionelle Gewichtung von Aktien in einem Index aufbrechen und diese beispielsweise nach Dividendenrendite, Volatilität oder auch einfach einheitlich gewichten. Die Regeln für einen Strategieindex werden dabei zu Beginn festgelegt und die Aktien streng nach ihnen ausgewählt und gewichtet. Somit sind auch die Strategieindizes und die auf ihnen beruhenden Strategic Beta ETFs transparent und einfach nachzuvollziehen.

ETFs mit Dividendenstrategie

Für Anleger, die von den globalen Dividendenausschüttungen profitieren wollen, gibt es ebenso passende ETFs wie für Anleger, die sich auf eine bestimmte Region konzentrieren möchten. "Es ist heute möglich, über Indexfonds nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, Asien oder weltweit in Dividendenaktien anzulegen", sagt Roger Bootz, Leiter Öffentlicher Vertrieb Passive Anlageprodukte EMEA Deutsche Asset Management.

Für den asiatischen Raum bietet Xtrackers ETFs beispielsweise den MSCI AC Asia Ex Japan High Dividend Yield ETF an. Dieser Dividenden-ETF enthält die Aktien aus dem MSCI AC Asia ex Japan Index, die eine überdurchschnittliche Dividendenrendite aufweisen und deren Dividenden nachhaltig sind. Es werden also keine Aktien berücksichtigt, die zu hohe oder zu niedrige Dividendenrenditen aufweisen, da diese ein erhöhtes Risiko für einen Dividendenausfall in der Zukunft mit sich bringen. Die Kontinuität der Dividenden ist also genauso wichtig wie die Dividendenrendite, da sie für stetige Erträge sorgt. Diese werden bei dem ETF einmal im Jahr an die Anleger ausgeschüttet.

Mit dem Xtrackers Euro Stoxx Select Dividend 30 UCITS ETF und dem Xtrackers Stoxx Global Select Dividend 100 Swap UCITS ETF bietet Xtrackers ETFs zwei weitere Dividenden-ETFs an, die die erwirtschafteten Erträge an die Anleger ausschütten und in dividendenstarke Aktien aus dem Euroraum beziehungsweise weltweit investieren. Der Strategieindex, der die Basis für den Euro Stoxx Select Dividend 30 UCITS ETF bildet, ist bei den Regeln für die Gewichtung und Aufnahme der Aktien besonders streng: Die Unternehmen müssen in den letzten fünf Jahren eine Dividende gezahlt haben, die entweder auf dem gleichen oder einem höheren Niveau als im Vorjahr lag. Hier spielt neben der Dividendenrendite und der Dividendenkontinuität also auch das Dividendenwachstum eine besondere Rolle.

Während die drei bislang genannten ETFs die durch die Dividenden erwirtschafteten Erträge an die Anleger ausschütten, werden sie beim Xtrackers MSCI North America High Dividend Yield UCITS ETF thesauriert. Das bedeutet, dass alle Dividenden und Ausschüttungen der Unternehmen nach Steuern wieder in die Aktien angelegt werden. Anleger profitieren hier also davon, dass sich der Wert ihres ETF-Anteils erhöht. Regelmäßige Ausschüttungen erhalten sie dagegen nicht.



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Mit ETFs in Deutschlands Mittelstand investieren in Kürze:

• MDAX, SDAX und TecDAX haben beispielsweise im vergangenen Jahr besser performt als der DAX und haben auch dieses Jahr bereits neue Höchststände markiert
• In der ETF-Branche gibt es einen neuen Trend: Dividenden
• Mit dem Xtrackers Germany Mittelstand & MidCap UCITS ETF können Anleger einfach und gezielt in den deutschen Mittelstand investieren und von dessen Stärke profitieren

Der DAX hat sich im Jahr 2014 bereits zu neuen Allzeithochs aufgemacht und auch die magische Marke von 10.000 Punkten scheint für den deutschen Leitindex zum Greifen nah. Bei dieser Rekordjagd der deutschen Blue Chips geraten die Indizes und Aktien aus der zweiten Reihe etwas in Vergessenheit - zu Unrecht. Denn was von vielen Anlegern kaum bemerkt wird: Auch MDAX, SDAX und TecDAX haben 2014 bereits neue Höchststände markiert und ihre Jahresperformance liegt häufig klar über der des DAX, so beispielsweise im vergangenen Jahr. Daher ist es durchaus möglich, dass sich auch in der aktuellen Hochphase die Nebenwerte besser entwickeln als die Blue Chips. Als Anleger sollte man sie und ihre Entwicklung auf jeden Fall nicht unterschätzen und sich ein Investment in die deutschen Small und MidCaps einmal genauer ansehen.

Mehr Rendite mit Dividenden

Der Mittelstand gilt als treibende Kraft der deutschen Wirtschaft. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erwirtschaften kleine und mittelständische Unternehmen 2010 rund 37 Prozent des Gesamtumsatzes aller deutschen Unternehmen. Viele mittelständische Unternehmen haben zudem lukrative Nischen besetzt und sind in ihrem Geschäftsbereich weltweite Marktführer, so beispielweise Krones bei Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik oder Leoni, wenn es um Bordnetz-Systeme bei Fahrzeugen geht. Dadurch können sie höhere Margen erwirtschaften und sind außerdem einem geringeren Preisdruck ausgesetzt als die DAX-Konzerne, die in ihrer Branche für gewöhnlich mit vielen Konkurrenten wetteifern. Auch bei der Unternehmenskultur bieten mittelständische Unternehmen Vorteile. Da sie oft noch in Familienbesitz sind oder von Mitgliedern der Gründungsfamilie geleitet werden, ist die Unternehmensstrategie im Normalfall auf den langfristigen Erfolg und nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung hin ausgerichtet.

In den Mittelstand investieren

Für Anleger, die von der Stärke des deutschen Mittelstandes profitieren möchten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann über den Kauf von Aktien direkt in börsennotierte Mittelständler investiert werden. Hier müssen jedoch Auswahl der Einzeltitel und mögliches Risiko gut bedacht sein. Denn entwickelt sich das Investment doch schlechter als gedacht, fehlt schnell eine ausreichende Risikostreuung um Verluste abzufedern.

Um breiter gestreut in den Mittelstand zu investieren bieten sich ETFs auf MDAX, SDAX oder TecDAX an. Hierbei ergibt sich jedoch das Problem, dass nicht alle in diesen Indizes gelisteten Unternehmen auch tatsächlich noch zum deutschen Mittelstand gezählt werden sollten. So sind auch Unternehmen wie Airbus oder Gagfah im MDAX gelistet, die ihren Sitz nicht in Deutschland haben und somit eigentlich auch nicht zum deutschen Mittelstand gehören. Daneben sind im MDAX auch Werte aus der Finanzbranche wie Aareal Bank oder Hannover Rückversicherung enthalten. Diese Unternehmen haben zwar ihren Sitz in Deutschland, ihre Branche ist jedoch mehr als untypisch für mittelständische Unternehmen, denn im Allgemeinen werden hierunter vor allem Handwerks- und Industriebetriebe gezählt.

Eine Lösung für dieses Problem und eine Möglichkeit, gezielt nur in Unternehmen des klassischen deutschen Mittelstands zu investieren, bietet der Xtrackers Germany Mittelstand & MidCap UCITS ETF. Dieser bildet die Wertentwicklung des Solactive Mittelstand & MidCap Deutschland Index ab. Dieser Index enthält 70 Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand und ist somit breiter aufgestellt als MDAX oder SDAX mit je 50 Werten. Er deckt alle typischen Branchen des Mittelstands ab und enthält somit Unternehmen aus Handwerk, Industrie und dem Technologiesektor. Unternehmen aus dem Finanzsektor werden im Index nicht berücksichtigt.

Der Xtrackers Germany Mittelstand & MidCap UCITS ETF ist der erste und bislang einzige ETF mit physischer Replikation, der den deutschen Mittelstand in der genannten Breite abbildet und sowohl Unternehmen aus MDAX, SDAX und TecDAX enthält. Anleger, die davon ausgehen, dass die Unternehmen aus der zweiten Reihe auch in diesem Jahr die deutschen Blue Chips bei der Jahresperformance deutlich schlagen werden, so wie sie es bereits im vergangenen Jahr getan haben, und die daher möglichst breit in den deutschen Mittelstand investieren wollen, können sich mit dem genannten ETF ein aussichtsreiches Investment in ihr Depot holen.

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Replikationsarten von ETFs in Kürze:

• ETFs können den Index direkt über Investitionen in die entsprechenden Indexwertpapiere oder indirekt über Swaps nachbilden
• Swaps ermöglichen eine kostengünstigere Replikation, bringen aber das Kontrahentenrisiko mit sich
• Durch Besicherungen, die den Wert des Ausfallrisikos übersteigen, wird das Kontrahentenrisiko von den meisten ETF-Anbietern stark reduziert

Auch bei der Art der Indexnachbildung, die das Hauptziel von jedem ETF ist, gibt es deutliche Unterschiede. Grob kann man ETFs in diesem Bereich in zwei Klassen unterteilen, nämlich in ETFs mit direkter Replikation und ETFs mit indirekter Replikation. ETFs mit direkter Replikation bilden den Index nach, indem sie die dort enthaltenen Wertpapiere kaufen, während ETFs mit indirekter Replikation bei der Indexnachbildung auf Tauschgeschäfte mit Banken, sogenannte Swaps1, setzen.

Direkte Replikation: What you see is what you get

Die direkte Replikationsmethode wird auch physische Replikation genannt. Bei dieser Art der Indexnachbildung kauft der ETF die Wertpapiere, die im Index enthalten sind, in genau dem Verhältnis, das ihrer Gewichtung im Index entspricht. Der ETF hält dadurch einen Wertpapierkorb, der sich möglichst genau wie der Referenzindex entwickelt. Werden tatsächlich alle Wertpapiere des Index gekauft, handelt es sich um eine volle Replikation. Wenn nur die Indexmitglieder mit der höchsten Gewichtung gekauft werden und Aktien mit sehr geringer Gewichtung oder z.B. niedrigerer Liquidität vernachlässigt werden, spricht man von einer Representative Sampling Strategie. Auch in diesem Fall entwickelt sich der Wertpapierkorb nahezu genauso wie der Referenzindex, da dessen Wertentwicklung von den kleineren Indexmitgliedern kaum beeinflusst wird.

Diese Strategie hat jedoch den Nachteil, dass durch Kauf und Umschichtung der Wertpapiere bei Indexänderungen jedes Mal Transaktionskosten anfallen. Daher ist die direkte Replikation nicht die kostengünstigste Replikations-Methode. Die Transaktionskosten können außerdem auch dazu führen, dass die Performance des ETFs von der Performance des Referenzindex abweicht. Um dies zu vermeiden und dem Ziel der genauen und kostengünstigen Indexnachbildung näher zu kommen, führen viele ETFs mit direkter Replikation Wertpapierleihgeschäfte durch. Dadurch entstehen zwar zusätzliche Einnahmen, gleichzeitig entsteht aber auch ein Kontrahentenrisiko. Dieses tritt ein, wenn der Partner in diesem Leihgeschäft zahlungsunfähig wird.

Indirekte Replikation - Die Katze im Sack?

Bei dieser Methode basiert die Indexnachbildung hauptsächlich auf Swaps. Ein Swap ist ein Tauschgeschäft zwischen einem ETF-Anbieter und einem Swap-Kontrahenten2. Da große und global agierende Banken einen Index oft effizient nachbilden können, kann der ETF-Anbieter von diesen die benötigte Wertentwicklung durch einen Tausch erhalten. Im Detail funktioniert die synthetische Replikation wie folgt: Der ETF investiert in einen Wertpapierkorb und tauscht dessen Entwicklung mit dem Swap-Kontrahent gegen die benötigte Wertentwicklung des Referenzindex. Das Kontrahentenrisiko, bzw. der Marktwert des Swaps (= Differenz zwischen dem Wert des vom ETF gehaltenen Wertpapierkorbs und dem des Referenzindex) ist durch gesetzliche Regelungen auf 0 Prozent des Fondsvermögens begrenzt. Seit dem 1. März 2017 sind die Sicherheits-Regeln noch einmal verschärft worden. Die European Market Infrastructure Regulation ("EMIR") verlangt, bei Swap-Vereinbarungen Risikominderungsverfahren einzurichten. Diese Verordnung verpflichtet beide Parteien eines Swapgeschäfts dazu, Sicherheiten auszutauschen, um das Gegenparteirisiko auf Null zu reduzieren. ETFs mit indirekter Replikation weisen gegenüber ETFs mit direkter Replikation oft geringere Transaktionskosten auf, wodurch auch der Tracking Error3 minimiert wird. Die Index-Performance kann somit in bestimmten Fällen genauer nachgebildet werden. Daneben können mit der indirekten Replikationsmethode auch ausländische Indizes nachgebildet werden, für deren Mitglieder Handelsbeschränkungen gelten, da der ETF die Wertpapiere nicht selbst halten muss. Der größte Nachteil der indirekten Replikation besteht hingegen im theoretischen Ausfallrisiko des Swap-Kontrahenten. Dieses Risiko wird durch die Besicherung der Swaps jedoch auf null reduziert4.




1Finanzkontrakte, die einen Austausch von Zahlungsströmen zwischen zwei Parteien vereinbaren. In diesem Fall zwischen einem ETF-Anbieter und einer Bank.
2Vertragsparteien eines Swaps
3Abweichung des Kursentwicklung eines ETFs von der Kursentwicklung des Index, den er nachbildet.
4Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018


Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

ETFs auf Kurs- oder Performanceindizes in Kürze:

• Performanceindizes und Kursindizes unterscheiden sich lediglich in der Behandlung von Ausschüttungen wie Dividenden, Zinszahlungen etc.
• Sowohl ETFs auf einen Performanceindex als auch ETFs auf einen Kursindex entwickeln und verhalten sich wie ihr Referenzindex
• Mit ETFs auf Performanceindizes kann auf lange Sicht eine höhere Rendite erzielt werden, da ihre Performance durch die Reinvestition von Ausschüttungen besser ist als die von Kursindizes

Wo liegen die Unterschiede?

Aktienindizes lassen sich in zwei verschiedene Kategorien einteilen. Je nachdem wie sie mit Dividenden- und Zinszahlungen der enthaltenen Wertpapiere verfahren, handelt es sich entweder um einen Kursindex oder einen Performanceindex.

Kursindizes messen nur die Kursentwicklung der enthaltenen Werte. Daher werden sie um alle Erträge oder Sonderzahlungen bereinigt. Dividendenzahlungen werden in diesem Fall also nicht bei der Berechnung des Indexstandes berücksichtigt, sondern werden als an die Anleger ausgeschüttet betrachtet. Wenn ein Index-Schwergewicht eine Dividende auszahlt und daher am folgenden Tag ex Dividende gehandelt wird, wirkt sich dies auch auf den Kurs des Index aus, der ebenfalls nachgeben kann.

Bei Performanceindizes werden hingegen sämtliche Erträge wie auch Dividenden in die Indexberechnung mit einbezogen, also so betrachtet, als ob die Anleger sie direkt reinvestiert hätten. Es wird also die Gesamtperformance betrachtet, die der Anleger mit den Indexmitgliedern erzielt und zu dieser zählen auch die Dividenden. Die bekanntesten Performanceindizes sind die Indizes der DAX-Familie.

Auswirkungen auf börsengehandelte Indexfonds

Natürlich bilden ETFs sowohl bei Performanceindizes als auch bei Kursindizes die Wertentwicklung des Referenzindex so genau wie möglich ab. Dennoch gibt es aufgrund der unterschiedlichen Behandlungen von Dividenden kleine Unterschiede, die sich auch auf die Rendite des ETF auswirken.

Liegt einem ETF ein Kursindex zugrunde, so werden auch beim ETF die Erträge der im Index enthaltenen Aktien regelmäßig an die Anleger ausgezahlt. Für die Auszahlungen legt der ETF im Vorfeld entweder einen oder vier Termine pro Jahr fest. Bis zu diesen Ausschüttungsterminen werden die Dividenden und anderen Erträge im Barvermögen des ETFs verwaltet. Dies führt auf kurze Sicht zu einer positiven Abweichung zwischen der Performance des ETF und der des Index, da der ETF die Dividenden als Barmittel noch enthält, während sie im Index bereits nicht mehr berücksichtigt werden. Der ETF entwickelt sich somit für einen kurzen Zeitraum besser als der Referenzindex.

Basiert der ETF auf einem Performanceindex, werden die ausgeschütteten Dividenden in den ETF reinvestiert, sowie es auch beim Referenzindex der Fall ist. Die Erträge fließen den Anlegern also nicht direkt, sondern nur indirekt über die Performance des ETF zu. Diese wird allerdings zunächst negativ von der Kursentwicklung des Referenzindex abweichen. Denn während der ETF Steuern wie etwa die Kapitalertragssteuer und den Solidaritätszuschlag auf die ausgeschütteten Erträge bezahlen muss, gibt es diese Abgaben im Index nicht. Bei einem Performanceindex wird die gesamte Ausschüttungssumme als reinvestiert betrachtet, während der ETF tatsächlich nur die Ausschüttungen abzüglich Abgaben reinvestieren kann. Der ETF wird sich also kurzfristig schlechter als der Referenzindex entwickeln.

Diese Eigenschaft scheint zunächst gegen einen ETF auf einen Performanceindex und für einen ETF auf einen Kursindex zu sprechen. Auf lange Sicht gesehen ist es allerdings so, dass sich ein Performanceindex besser entwickelt als ein Kursindex. Denn während ein Kursindex nur die Kurssteigerungen der Index-Mitglieder betrachtet, berücksichtigt ein Performanceindex die Kurssteigerungen und die Ausschüttungen und erzielt dadurch eine höhere Performance. Der Index steigt also stärker als ein Kursindex, der die gleichen Werte enthält. Dies gilt ebenso für die entsprechenden ETFs. Bei einer längerfristigen Anlage sollten Anleger daher zu einem ETF auf einen Performanceindex greifen, da sie damit eine höhere Rendite erzielen können.



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Einsatzgebiete für ETFs in Kürze:

• ETFs lassen sich vielseitig einsetzen und können sowohl beim Sparen, Traden als auch als Derivate-Alternative genutzt werden
• Vor allem ihre geringen Kosten, ihre hohe Liquidität und die Anzahl der Märkte, die mit ihnen abgedeckt werden kann, machen ETFs zu einem vielseitigen Anlageinstrument

Einsatzgebiete für ETFs

Aufgrund ihrer Eigenschaften sind ETFs vielseitig einsetzbar. Sie sind ein besonders attraktives Investmentinstrument, wenn mittels Sparplänen für die Zukunft vorgesorgt werden soll, eignen sich aber auch für kurzfristigere Anlagestrategien und werden daher auch beim Trading und als Derivate-Alternative eingesetzt.

Sparplan

Besonders ETFs auf marktbreite Aktienindizes eignen sich gut für die längerfristige Geldanlage und den Vermögensaufbau mittels eines Sparplans. Die bei regelmäßigen Sparintervallen zwangsweise anfallenden Transaktionskosten sind bei ETFs besonders gering und liegen, wie auch die Verwaltungskosten, unter den Kosten für klassisches Fondssparen. Das macht ETFs besonders für Privatanleger attraktiv, da bei einem Sparplan geringere Kosten letztendlich für eine höhere Nettorendite sorgen.

Trading

Die geringen Gebühren und die hohe Liquidität machen ETFs auch besonders für Trader interessant. Denn ETFs lassen sich so einfach wie eine Aktie handeln, decken aber den ganzen Markt ab, so dass optimal auch auf kurzfristige Bewegungen eines gesamten Marktes reagiert werden kann. Dabei entfallen für den Trader die Transaktionskosten, die er für den Kauf von Einzeltiteln aus dem gehandelten Markt aufbringen müsste. Er bezahlt nur die niedrigen Gebühren des ETF.

Da die Kurse von ETFs fortlaufend berechnet und veröffentlicht werden, sind die Indexfonds auch für das kurzfristige Day-Trading geeignet. Der Trader weiß jederzeit, wie der Kurs seines ETFs steht und kann ihn aufgrund der hohen Liquidität schnell wieder verkaufen oder auch weitere Anteile hinzukaufen. Dies wäre bei vergleichbaren Fonds nicht möglich.

Mit ETFs kann beim Trading auch auf fallende Märkte gesetzt werden. Viele Anbieter bieten auch Short-ETFs an, mit denen man von fallenden Kursen des Referenzindex profitiert (aber bei steigenden Kursen verliert). Auch gehebelte ETFs, mit denen man entweder auf steigende oder auf fallende Märkte setzen kann, sind erhältlich.

Derivate-Alternative

Auch anstelle eines Kaufs von Index-Futures wird oft in ETFs investiert. Denn mit diesen lässt sich ebenfalls die Entwicklung eines Index handeln, im Vergleich zu Futures oder Terminkontrakten unterliegen ETFs jedoch wesentlich geringeren Zugangsbeschränkungen und bieten noch einige weitere Vorteile. So besitzen ETFs im Gegensatz zu Futures keine Laufzeitbeschränkung. Während Anleger bei Termingeschäften gegen Ende der Laufzeit ihr Investment in einen länger laufenden Terminkontrakt umschichten und dafür Gebühren bezahlen müssen, kann mit ETFs ein Index dauerhaft abgebildet und dabei Geld gespart werden. Im Gegensatz zu Futures ist es bei ETFs auch nicht nötig, eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin, zu hinterlegen. Ebenso gibt es bei ETFs keine Mindestkontraktgröße, was erlaubt, einen Index in kleineren und flexibleren Stückelungen zu handeln als es mit Futures möglich wäre. Auch ihre Liquidität und große Anzahl macht ETFs als Alternative zu Futures interessant. Denn es gibt deutlich mehr ETFs als Futures auf Indizes und vor allem bei Märkten, für die keine Futures verfügbar sind, bieten sich ETFs als Alternative an.

Quelle: Deutsche Asset Management



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ETFs für Eilige

• Die wichtigsten Informationen zu börsengehandelten Indexfonds im Schnelldurchlauf.

Grundwissen zu ETFs:

• ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Referenzindex und dessen Wertentwicklung nachbilden. Der Refernzindex muss dabei nicht zwingend ein Aktienindex sein sondern kann auch andere Wertpapierarten beinhalten. Auch Märkte wie Schwellenländer oder Frontier Markets können über ETFs einfach gehandelt werden
• ETFs verbinden die einfache Handelbarkeit einer Aktie mit der Risikostreuung eines ganzen Portfolios. Sie können zu den Börsenöffnungszeiten durchgängig gehandelt werden.
• Da aufgrund ihrer passiven Anlagestrategie kein Fondsmanagement benötigt wird, sind ETFs besonders kostengünstig. Sie können dadurch allerdings nicht besser als ihr Referenzindex laufen, aber auch nicht schlechter
• ETF sind besonders effizient, transparent und flexibel. Sie bieten dadurch zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Wertpapierarten, unterliegen aber wie alle Wertpapiere allgemeinen Risiken wie dem Wechselkursrisiko, dem Zinsänderungsrisiko, dem Kontrahentenrisiko oder dem allgemeinen Marktrisiko

ETFs im Portfolio

• ETFs bieten eine einfache Möglichkeit, um das eigene Portfolio zu diversifizieren
• ETFs als Kern des Portfolios können durch weitere strategische Investments ergänzt werden, um die Renditechancen zu erhöhen
• Mit dem Portfolio-ETF gibt es von Xtrackers ETFs ein Produkt, das es dem Anleger ermöglicht mit einem ETF in ein ganzes Portfolio zu investieren
• Beim Kauf von ETFs fallen Depotgebühren, Geld-Brief-Spanne, Transaktionsgebühren, Börsengebühren und Verwaltungsgebühren, jedoch kein Ausgabeaufschlag, an
• Die Gebühren für eine Investition in ETFs liegen im Normalfall unter denen für klassische Fonds

Sparen mit ETFs und weitere Einsatzgebiete:

• Vor allem ihre geringen Kosten, ihre hohe Liquidität und die Anzahl der Märkte, die mit ihnen abgedeckt werden kann, machen ETFs zu einem vielseitigen Anlageinstrument
• Sparpläne auf ETFs sind ein gutes Mittel zum langfristigen Vermögensaufbau
• Im Gegensatz zu Einmalanlagen besteht bei Sparplänen kein Timing-Risiko und Anleger können vom Cost-Average Effekt profitieren
• Mit ETF-Sparplänen können Anleger ganz nach ihren Bedürfnissen Geld, zum Beispiel für die Altersvorsorge, ansparen und flexibel auf Änderungen der persönlichen Lebenssituation reagieren
• Als Vermögenswirksame Leistungen oder Versicherungspolice wird die Investition in ETFs staatlich unterstützt, für die staatliche Förderung gibt der Anleger aber einen Teil seiner Freiheiten auf und die Geldanlage wird weniger flexibel



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Die Funktionsweise von ETFs in Kürze:

• ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Referenzindex und dessen Entwicklung nachbilden, sie verfolgen eine passive Anlagestrategie
• Mit ETFs können Anleger einfach in ganze Märkte investieren und von deren Entwicklung profitieren
• ETFs verbinden die einfache Handelbarkeit einer Aktie mit der Risikostreuung eines ganzen Portfolios

Indexnachbildung als Ziel

Bei einem ETF, kurz für Exchange Traded Fund, handelt es sich um einen börsengehandelten Indexfonds. Ziel dieses Finanzproduktes ist es, einen vorher festgelegten Index und dessen Wertentwicklung so genau wie möglich nachzubilden und den Index somit für Anleger leichter handelbar zu machen. ETFs bedienen sich somit einer sogenannten passiven Anlagestrategie und haben durch das passive Management niedrigere Kosten als konventionelle, aktiv gemanagte Fonds, sowohl für die Fondsgesellschaft als auch für den Anleger.

Während ETFs in den USA bereits seit 1993 handelbar sind, können Anleger in Deutschland seit dem Jahr 2000 in börsengehandelte Indexfonds investieren. Das Volumen des ETF-Markts ist seitdem stetig gewachsen, sowohl in Hinsicht auf das verwaltete Vermögen als auch auf die Anzahl der erhältlichen ETFs. Dabei hat sich auch eine große Produktvielfalt entwickelt: Bei dem Index, der einem ETF zugrunde liegt, muss es sich nicht zwangsweise um einen Aktienindex wie den DAX1 oder den EURO STOXX 502 handeln, auch Indizes aus anderen Sektoren, wie dem Rohstoff-, Devisen- oder Rentenbereich, können als Basis für einen ETF dienen.

Einfache Handhabung

Über den Kauf eines ETFs erwerben Anleger indirekt einen ganzen Korb von Wertpapieren in nur einem Produkt und können somit ganze Märkte einfach handeln. So kann beispielsweise der gesamte europäische Aktienmarkt mit einem einzigen ETF auf den Index MSCI Europe3 oder STOXX Europe 6004 gehandelt werden. Die Indexfonds bieten damit eine breite Diversifizierung und eine starke Risikostreuung, da nicht nur in eine einzelne Aktie investiert wird. Sie ermöglichen es, mit nur einem Wertpapier die Risikostreuung eines ganzen Portfolios zu erzielen und weisen zusätzlich noch eine gute und einfache Handelbarkeit auf, die in etwa der Handelbarkeit einer Aktie entspricht. Denn ETFs können während der gesamten Börsenhandelszeit gekauft oder verkauft werden.

Auch wichtig für Anleger: Wie bei Fonds gilt das in ETFs eingezahlte Kapital als Sondervermögen. Dies bedeutet, dass Anleger im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft keinen Totalverlust erleiden. Dies ist bei anderen Wertpapierarten, zum Beispiel bei Zertifikaten5 , nicht der Fall.

Daneben haben ETFs noch weitere Charakteristika, die sie gerade für Privatanleger attraktiv machen. So ersparen sich Anleger durch die Wahl eines ETFs zahlreiche Stunden an Recherche, da nicht ausführlich über mehrere einzelne Aktien, sondern nur über die Chancen und Risiken eines Index recherchiert werden muss. Vor allem bei der Investition in ausländische Märkte kann eine Recherche nach Einzeltiteln sehr aufwendig und schwierig sein. Außerdem muss der Anleger sich bei der Investition in einen ETF im Gegensatz zur Investition in Einzelaktien nicht mit den möglicherweise schwierigen Abwicklungs- oder Währungsmodalitäten im Ausland befassen. Des Weiteren verhindert eine Orientierung am Index typische Fehler von privaten und professionellen Anlegern: Ein Kauf oder Verkauf von Einzeltiteln zum falschen Zeitpunkt oder die bewusste Konzentration auf eine Einzelaktie (Stock Picking), die dann evtl. doch nicht so gut läuft wie erwartet.




1Deutscher Aktien Index (DAX). Setzt sich aus den Aktien der 30 deutschen börsengehandelten Unternehmen in Deutschland zusammen.
2Europäischer Leitindex mit den 50 größten börsengehandelten Unternehmen der Eurozone.
3Aktienindex, der mehr als 400 führende Unternehmen aus 15 Ländern Europas umfasst.
4Aktienindex, der die 600 größten Unternehmen Europas enthält.
5Anlageprodukte in der rechtlichen Form einer Schuldverschreibung, die auf der Wertentwicklung eines oder eines Korbes aus mehreren Vermögenswerten, meist Aktien, Währungen oder Rohstoffe, basieren.


Interaktiver Clip: ETFs in der Theorie

Die wichtigsten Informationen zu ETFs in der Theorie hat Deutsche Asset Management in einem interaktiven Clip zusammengestellt. Klicken Sie auf das Bild, um den interaktiven Clip zu vergrößern und zu starten. Wählen Sie anschließend durch Klicken die Frage zu ETFs aus, die Sie am meisten interessiert. Es wird dann ein Videoclip mit Informationen speziell zum gewählten Thema abgespielt. Am Ende des Clips haben Sie die Möglichkeit andere Themengebiete auszuwählen und weitere Videoclips zu sehen.

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Ausgewogen Anlegen mit ETFs in Kürze:

• ETFs bieten eine einfache Möglichkeit, um das eigene Portfolio zu diversifizieren
•Mit dem MSCI World Index ETF und dem Barclays Global Aggregate Bond Index ETF gibt es von Xtrackers ETFs zwei Produkte, die es dem Anleger ermöglichen, breit in den weltweiten Aktien- und Anleihenmarkt zu investieren

Diversifizierung mit ETFs

Mit Hilfe von ETFs ist es sehr einfach, das eigene Investment breit zu streuen. Mit dem Kauf von nur einem oder zwei ETFs kann eine Streuung über verschiedene Länder oder Anlageklassen erzielt werden, für die sonst viele verschiedene Einzelwerte gekauft werden müssten. So kann beispielsweise mit dem Kauf von Anteilen des Xtrackers MSCI AC World UCITS ETF eine Streuung über rund 50 Länder und mehr als 2.000 Einzelaktien erzielt werden. Das Besondere an diesem ETF: Er enthält sowohl Aktien aus Industrieländern, als auch aus Schwellenländern. Somit können Anleger über diesen Indexfonds sowohl von den enormen Wachstumschancen der Schwellenländer profitieren, haben daneben aber auch noch die risikoärmeren Aktien aus den Industrieländern in ihrem Depot.

Perfekt ist die Diversifizierung damit aber noch nicht, da mit diesem ETF ausschließlich in Aktien investiert wird. Um das Risiko für das eigene Depot weiter zu streuen, sollten auch andere Anlageklassen berücksichtigt werden. Als Ergänzung zu einem Aktieninvestment werden oft auch Anleihen ins Depot geholt. Diese unterliegen meist weniger starken Schwankungen als Aktien und bieten außerdem regelmäßige Erträge in Form von Kuponzahlungen. Den allgemeinen Kurs- und Zinsrisiken bleibt allerdings auch ein breit gestreutes Depot ausgesetzt.

Mit nur einem ETF in den globalen Rentenmarkt investieren

Die Auswahl von geeigneten Anleihen ist jedoch nicht ganz einfach, da auf die Bonität des Emittenten, die Laufzeit und die Stückelung geachtet werden muss. Bei vielen Anleihen ist ein Einstieg erst ab mehreren tausend Euro möglich, was ein breitgestreutes Anleiheninvestment für Privatanleger nahezu unmöglich macht.

ETFs bieten auch hier wieder eine Alternative. Der Xtrackers II Global Aggregate Bond Swap UCITS ETF ermöglicht es Anlegern beispielsweise, in mehr als 15.000 verschiedene Anleihen aus über 70 Ländern zu investieren. Der ETF enthält dabei Staats1- und Unternehmensanleihen2, Pfandbriefe3 sowie Asset-Backed- und Mortgage-Backed-Securities4 aus Industrie- und Schwellenländern, so dass auch hier wieder eine sehr breite Streuung gegeben ist. Auch auf das Rating der enthaltenen Rentenpapiere wurde geachtet: Der ETF enthält nur Papiere mit einem Rating5 zwischen AAA und BBB6, das durchschnittliche Rating liegt jedoch bei AA.

Einfache und günstige Diversifizierung

Anleger, die sich beide genannten ETFs ins Depot holen, sind somit an der Entwicklung des gesamten Aktien- und Rentenmarkts beteiligt ohne dafür tausende einzelne Wertpapiere kaufen zu müssen. Auch die Kosten liegen weit unter denen, die für eine halbwegs gleichwertige Diversifizierung mit Einzelpapieren aufgebracht werden müssten. Beim Xtrackers II Global Aggregate Bond Swap UCITS ETF liegt die Pauschalgebühr lediglich bei 0,15 % pro Jahr, beim Xtrackers MSCI AC World UCITS ETF beträgt sie 0,4% pro Jahr.

Arbeitsaufwand und finanzieller Aufwand sind somit gegenüber einer selbst vorgenommen, aktiven Diversifizierung sehr gering, der erzielte Effekt ist allerdings gleich: Durch die breite Streuung werden Verlustrisiken begrenzt und Renditechancen erhöht, da die über die ETFs gehaltenen Einzelwerte nicht alle den gleichen Risikofaktoren unterliegen und daher anders auf verschiedene Marktgegebenheiten reagieren .Allerdings sollten Anleger beachten, dass sie dennoch grundsätzlich den allgemeinen Risiken an Aktien- und Rentenmärkten ausgesetzt sind.


1Schuldverschreibungen, mit denen Staatsausgaben finanziert werden.
2Schuldverschreibungen, mit denen Staatsausgaben finanziert werden.
3Deutsche Ausprägung von Schuldverschreibungen, die durch bestimmte Vermögenswerte, z.B. Immobilien, gesichert sind.
4Internationale Ausprägung von Schuldverschreibungen, die durch bestimmte Vermögenswerte, z.B. Immobilien, gesichert sind.
5Bonitätsnote für eine Schuldverschreibung
6Rating-Taxonomie in verschiedenen Abstufungen. "AAA" steht für erstklassige Bonität.



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Die Portfolio ETFs

• Erfahren Sie mehr über die Portfolio ETFs, mit denen sich Anleger ein Produkt ins Depot holen können, das selbst aus einem Wertpapierkorb aus verschiedenen ETFs besteht und damit die Diversifizierung eines ganzen Portfolios aufweist.

Für Anleger, die ihr Depot diversifizieren möchten, dabei allerdings die Auswahl von Einzeltiteln oder einzelnen ETF scheuen oder schlicht keine Zeit haben, um sich umfassend über die in Frage kommenden Titel zu informieren, bietet Xtrackers mit dem Portfolio UCITS ETF und dem Portfolio Income UCITS ETF zwei interessante Produkte an. Die Portfolio-ETFs von Xtrackers haben das Ziel, Anlegern das Investieren möglichst leicht zu machen, indem sie ihr Vermögen unkompliziert in eine größere Anzahl von Aktien- und Anleihe-ETFs anlegen können.

Ein Strategiekomitee unter der Leitung von Dr. Andreas Beck (Dipl.-Mathematiker / Index Capital GmbH) tritt mehrmals jährlich zusammen, um die Zusammensetzung beider Portfolio-ETFs von Xtrackers anhand der aktuellen Marktsituation und der erwarteten Marktentwicklungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Der Portfolio UCITS ETF verfolgt eine Strategie, die auf Renditeoptimierung abzielt und daher potenziell einen größeren Anteil von Aktien-ETFs beinhalten kann als der mehr sicherheitsorientierte Portfolio Income UCITS ETF, der mit einem größeren Anteil an Anleihe-ETFs zudem regelmäßige Ausschüttungen vornimmt.

Beide Portfolio ETFs verfolgen das Ziel, eine maximale Rendite bei gleichzeitiger Risikobegrenzung zu erzielen. Dabei liegt der Fokus auf Wertpapieren, die selbst einen regelmäßigen Ertrag erwirtschaften: Dies sind hauptsächlich dividendenstarke Aktien und Anleihen. Diese Wertpapiere bieten durch Dividenden und Zinsen eine eigenständige Ertragskraft zusätzlich zu den Erträgen aus Kursgewinnen. Insgesamt enthält der Portfolio-ETF tausende an Einzeltiteln - und damit um ein Vielfaches mehr jedes Privatdepot mit einer noch so guten Diversifizierung. Anleger sollten aber beachten, dass sie wie bei jeder anderen Kapitalanlage zum Beispiel Kurs- und Zinsrisiken unterliegen.

Zum Video-Interview mit Dr. Andreas Beck über 10 Jahre Portfolio ETF

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Gebühren beim ETF-Kauf in Kürze:

• Um in einen ETF investieren zu können, wird ein Depotkonto benötigt
• Beim Kauf von ETFs fallen Depotgebühren, Spread, Transaktionsgebühren, Börsengebühren und Verwaltungsgebühren an
• Beim Kauf von ETFs fällt kein Ausgabeaufschlag an, da dieser über die Börse stattfindet
• Die Gebühren für eine Investition in ETFs liegen im Normalfall unter denen für klassische Fonds

Investieren in ETFs - Kauf und Gebühren

Beim Handel mit börsennotierten Indexfonds sollten Anleger neben dem aktuellen Kurs des ETFs immer auch die Gebühren im Blick behalten, die beim Kauf und Verkauf von ETFs, wie auch beim Handel von Fonds und anderen Wertpapierarten, an verschiedenen Stellen anfallen.

Gebühren für das Depot

Da für den Handel von ETFs ein Depot benötigt wird, sind dies zunächst einmal die Depotgebühren der entsprechenden Bank oder des Brokers. Bei dieser Gebühr handelt es sich um einen Pauschalbetrag, den der Anleger jährlich oder vierteljährlich an die Bank dafür bezahlt, dass diese ihm ein Depot zur Verfügung stellt. Einige Banken und Broker bieten kostenlose Depots an oder knüpfen die Höhe der Depotgebühren an den verwalteten Geldbetrag. Grundsätzlich fällt die Depotgebühr aber dafür an, dass überhaupt über die Bank gehandelt werden kann und ist nicht an einen bestimmten Wertpapiertyp geknüpft.

Gebühren beim Handel

Weitere Gebühren die immer beim Handel auftreten, sind der Spread und die Ordergebühren. Als Spread wird die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs1 bezeichnet. Wenn Anleger ETFs oder andere Wertpapiere kaufen, zahlen sie durch den Spread immer etwas mehr als das, was sie erhalten würden, wenn sie die gleichen Wertpapiere zur gleichen Zeit verkaufen würden. Der Spread ist normalerweise umso niedriger, je liquider der Handel ist, der mit dem betroffenen Finanzinstrument stattfindet. Bei ETFs liegt er in etwa so hoch wie bei Aktien.

Hinzu kommen bei jeder Transaktion auch Ordergebühren. Diese werden sowohl von der Depotbank als auch von der Börse für ihre Dienstleistungen erhoben. Bei der Bank fällt für jede Transaktion entweder eine pauschale Transaktionsgebühr an oder es werden Kosten in Höhe eines prozentualen Anteils am Ordervolumen fällig. Auch die Börse, an der die ETFs gekauft oder verkauft werden, erhebt eine zusätzliche Börsengebühr. Beim Kauf von ETFs über Xetra2 entspricht diese in etwa der Gebühr, die auch beim entsprechenden Aktienkauf anfällt. Doch der Kauf über die Börse ist auch ein Vorteil von ETFs: Da die Indexfonds als Privatanleger nur über die Börse und nicht direkt von der Fondsgesellschaft gekauft werden können, fällt bei ihnen kein Ausgabeaufschlag an. Einen Ausgabeaufschlag gibt es nur beim direkten Kauf von Fondsanteilen über die entsprechende KVG3, wie es bei aktiv gemanagten Fonds normalerweise der Fall ist.

Verwaltungsgebühren bei ETFs

Einer der größten Vorteile von ETFs liegt jedoch in ihren Verwaltungsgebühren, die auch den wichtigsten Kostenpunkt bei Indexfonds und aktiv gemanagten Fonds darstellen. Die Verwaltungsgebühren werden in der Regel mit den sonstigen Fixgebühren zusammengefasst und zusammen als Gesamtkostenquote mit dem englischen Begriff Total Expense Ratio (TER) angegeben. In der Total Expense Ratio sind bei ETFs wie auch bei aktiv gemanagten Fonds die Kosten für die Fondsgeschäftsführung, das Portfoliomanagement, die Wirtschaftsprüfung und die Betriebskosten enthalten. Die entsprechenden Kosten werden auf Tagesbasis berechnet und vom Sondervermögen des Fonds abgezogen. Da ETFs jedoch kein aktives Management benötigen, liegt ihre TER i.d.R. deutlich unter der von aktiv gemanagten Fonds.

So fällt für ETFs je nach Branche, in die sie investieren, eine durchschnittliche Verwaltungsgebühr von etwa 0,1 bis 1 Prozent an. ETFs auf sehr liquide Indizes wie beispielsweise den DAX4 oder den Euro Stoxx 50< haben eine TER von weniger als 0,1 Prozent, während ETFs auf exotischere Märkte wie Schwellenländer eine TER von bis zu 0,95 Prozent aufweisen können. In diesem Bereich liegt auch die Gebühr für ETFs auf Rohstoff-Indizes, während Renten-ETFs mit einer TER von 0,1 bis 0,3 Prozent zu Buche schlagen. Die durchschnittliche Verwaltungsgebühr für klassische Publikumsfonds liegt dagegen in der Regel zwischen 0,8 und 2 Prozent. Hinzu kommt dann häufig auch noch ein Ausgabeaufschlag zwischen 3 und 5 Prozent6.




1Aus Sicht der Bank der Unterschied zwischen dem niedrigeren Ankaufskurs (Geld) und dem höheren Verkaufskurs (Brief) eines Wertpapiers.
2Elektronische Wertpapierhandelsplattform der Deutsche Börse AG
3Kapitalverwaltungsgesellschaft
4Deutsche Aktien Index. Setzt sich aus den Aktien der 30 deutschen börsengehandelten Unternehmen in Deutschland zusammen.
5Deutsche Aktien Index. Setzt sich aus den Aktien der 30 deutschen börsengehandelten Unternehmen in Deutschland zusammen.
6Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018


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Sechs Regeln für die Anlage in ETFs

• Informieren Sie sich über das Finanzprodukt ETF und den zugrundeliegenden Index, legen Sie Ihr Investmentziel und Risikoprofil fest und informieren Sie sich über die verschiedenenen ETF-Anbieter, bevor Sie eine konkrete Anlageentscheidung fällen.

1. Regel: Über ETFs informiert sein

Vor dem Kauf eines ETFs sollte die gründliche Information über diese Wertpapierart stehen. Denn wie bei jeder Anlage gilt auch hier: Kaufen Sie nichts, was Sie nicht verstehen! Erst, wenn Sie eine gründliche Recherche über die Funktionsweise sowie die Chancen und Risiken von ETFs durchgeführt haben und zwischen verschiedenen ETF-Typen differenzieren können, sollten Sie die Entscheidung treffen, Ihr Geld in dieses Produkt zu investieren.

2. Regel: Investmentziel festlegen

Auch bei einer Anlage in ETFs sollten Sie sich über Ihr Investmentziel Gedanken machen und dieses vor einem Einstieg klar definieren. Die wichtigsten Fragen, die Sie sich dabei stellen sollten, sind: Wie groß ist mein Anlagehorizont und welcher Ertrag soll am Ende durch das Investment erzielt worden sein? Ist mein Ertragsziel absolut, will ich also eine festgelegte Mindestrendite erzielen, oder ist es relativ im Vergleich zu einem Benchmark? Will ich über einen Sparplan über längere Zeit hinweg immer wieder kleinere Beträge investieren oder soll eine größere Einmalanlage erfolgen? Je nachdem, wie Ihre Antworten auf diese Fragen ausfallen, müssen auch die Produkte ausgewählt werden, in die Sie investieren möchten: Sollen dies renditestarke Aktien-ETFs sein, weniger schwankungsanfällige Renten-ETFs oder nur ETFs, die auch sparplanfähig sind? Bedenken Sie dabei auch immer, dass eine höhere Rendite mit einem höheren Risiko einhergeht.

3. Regel: Risikoprofil ermitteln

Machen Sie sich bewusst, wie hoch Ihre Risikobereitschaft ist und welche Verluste Sie verkraften können, ohne in Panik auszubrechen und sich aus dem Wertpapiermarkt zurückzuziehen. Wenn Sie sich als eher konservativer Anleger einstufen, sollte der Anteil an Renten-ETFs in Ihrem Depot überwiegen. Sind Sie eher chancenorientiert, sollten Sie Aktien-ETFs übergewichten und können auch risikoreichere ETFs wie beispielsweise auf Schwellenländer in Ihr Portfolio holen1.

4. Regel: Über den zugrundeliegenden Index Bescheid wissen

Haben Sie sich über ETFs informiert und sich für einen bestimmten ETF entschieden, sollten Sie zunächst ebenfalls noch den zugrundeliegenden Index in Augenschein nehmen, denn manche Indexkonzepte sind nicht leicht nachzuvollziehen bzw. passen eventuell nicht zum Anlageziel, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht klar ist. Da Sie über den ETF letztendlich jedoch in diesen Index investieren, ist es wichtig, dass Sie verstehen, wie sich dieser zusammensetzt und berechnet. Denn nur die Entwicklung des Index entscheidet bei einem Investment in ETFs über Gewinn und Verlust.

Außerdem sollten Sie sich darüber informieren, wie breit der Index an sich gestreut ist, da je nachdem ETFs auf weitere Indizes als Ergänzung des Depots sinnvoll sein können. Sollten sich die Konzepte einiger speziellen Indizes als zu schwer verständlich herausstellen, sollten Sie bei großen und bekannten Indizes bleiben und sich auf die entsprechenden ETFs konzentrieren.

5. Regel: Über den ETF-Anbieter informiert sein

Da viele Anbieter gleiche oder ähnliche ETFs im Angebot haben, vor allem wenn es um Produkte auf die weltweit größten Indizes geht, sollten Sie auch gut auswählen, von welchem Anbieter Sie kaufen. Generell ist es ratsam, sich an einen der größeren Anbieter zu halten, da deren Produkte in der Regel nicht einfach vom Markt verschwinden und sie ihren Anlegern außerdem einen umfassenderen Service bieten. Des Weiteren kooperieren viele große ETF-Anbieter mit Direktbanken2 oder Online-Brokern3 und Sie erhalten dadurch deren ETFs dort günstiger, da in diesen Fällen oft die Transaktionsgebühren erlassen werden.

6. Regel: Die Ausrichtung des Depots prüfen

Machen Sie sich außerdem bewusst, wie Ihr Portfolio ausgerichtet ist oder sein soll. Passen die gewählten ETFs in Ihr Depot oder verändert sich dadurch das Gesamtrisiko des Portfolios in eine nicht gewünschte Richtung? Daneben sollten Sie außerdem prüfen, ob die Ausrichtung Ihres Depots auch Ihrem noch verbleibenden Anlagehorizont entspricht. Befinden Sie sich noch am Anfang eines auf mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg angelegten Investmenthorizonts, können Sie einen größeren Prozentteil Ihres Anlagevermögens in Aktien- oder Rohstoff-ETFs stecken. Mögliche Schwankungen können Sie in diesem Fall aussitzen. Neigt sich Ihr Investmenthorizont allerdings dem Ende entgegen oder ist generell sehr kurz, sollte der Anteil an Renten-ETFs im Portfolio überwiegen um das Risiko zu minimieren und erzielte Gewinne möglichst aufrechtzuerhalten.




1Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
2Banken ohne Filialnetz
3Banken, die Privatanlegern den individuellen Wertpapierhandel über eine Internetplattform ermöglichen.
4Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018


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Ziel der Portfolio-Strategie

Erfahren Sie im Interview mit Herrn Dr. Beck, worin die Ziele der Portfolio-Strategie liegen und was diese so besonders macht.

Der Portfolio UCITS ETF 1C von Xtrackers wird zehn Jahre alt. Herr Dr. Beck, Sie leiten das Strategiekomitee und haben die Strategie entwickelt1, die hinter dem ETF steht. Was macht ihn so erfolgreich?

Ich denke, die Strategie kommt so gut an, weil sie das gleiche Ziel hat wie viele Anleger. Das Ziel ist ein langfristiges, möglichst gleichmäßiges Kapitalwachstum, über verschiedene Märkte hinweg. Kurz gesagt, investiert der Portfolio ETF 1C (www.portfolioetf.de) genauso wie ein ausgewogener wachstumsorientierter Investor, mit einer Aktienquote von im Schnitt 30 bis 70 Prozent. Seit Auflage des ETF im November 2008 bis Anfang 2019 konnte eine Wertentwicklung von 120 Prozent erreicht werden, trotz aller zwischenzeitlichen Schwankungen, die mit einer Kapitalanlage verbunden sind.

Wie genau schafft der Xtrackers Portfolio UCITS ETF 1C, dieses Anlageziel zu erreichen?

Durch eine klare und transparente Konstruktion. Der Anleger möchte vor allem mittelfristig eine positive Rendite erzielen. Diese Rendite besteht neben den Kursgewinnen zu einem großen Teil aus überwiegend planbaren Erträgen, vor allem Dividenden und Zinsen. Genau das setzt die Strategie des Portfolio UCITS ETF 1C um. Sie wählt die jeweils attraktivsten Indizes, gemessen an den erwarteten Erträgen und einer günstigen Bewertung und investiert in entsprechende ETFs. Da breit in verschiedene Aktien- und Anleihenmärkte angelegt wird, sind zwar Kursschwankungen immer noch vorhanden, sie können aber begrenzt werden.

Wie muss man sich das vorstellen, steuert eine Maschine den Portfolio ETF?

Nein. Sicher spielen Computer eine große Rolle um die Daten aufarbeiten und die erwarteten Erträge und andere Daten zu kalkulieren. Aber die letzte Entscheidung fällt ein Strategie-Komitee, in dem ich und weitere Vertreter sitzen. Wir treffen uns vier Mal im Jahr an festen Zeitpunkten, um die Allokation zu überprüfen. Geht es an den Märkten turbulent zu, trifft sich das Komitee auch sehr kurzfristig. Der große Vorteil für den Anleger ist, dass wir ihm die Mühe abnehmen, sich um ein Portfolio aus einzelnen ETFs kümmern zu müssen.

Für wen ist der Portfolio UCITS ETF 1C von Xtrackers geeignet, wie können ihn Anleger einsetzen?

Die Strategie ist für sehr viele Zwecke einsetzbar und damit auch prinzipiell für viele Anleger geeignet. Ein Sparplan wäre ein gutes Beispiel, um einen Vermögensaufbau zu beginnen. Auch wenn man ein konkretes Ziel vor Augen hat, etwas die Ausbildung der Kinder oder den Rentenbeginn, dann eignet sich die Portfolio-Strategie zum Ansparen. Neben unserem Geburtstagskind umfasst die Portfolio Strategie übrigens auch noch einen weiteren ETF, den Xtrackers Portfolio Income UCITS ETF 1D. Der mit einem größeren Anteil an Anleihe-ETFs speziell für sicherheitsorientierte Anleger konzipiert wurde und regelmäßige Ausschüttungen vornimmt.

Kurze Frage am Schluss: Wie kann man in den Portfolio - ETF investieren?

Die Portfolio-Strategie wird von beiden Portfolio ETFs von Xtrackers umgesetzt. Die ETFs werden an der Deutschen Börse gehandelt und sind über zahlreiche Direktbanken und Fondsplattformen erhältlich, auch als Sparplan.


Zur Person: Dr. phil., Dipl.-Mathematiker, Vorstand des Instituts für Vermögensaufbau, welches auf die Entwicklung von Risikomodellen und Ratingverfahren für den Finanzmarkt spezialisiert ist. Zudem leitet Herr Dr. Beck die Index Capital, die wissenschaftlich fundierte Portfoliolösungen, wie den Portfolio UCITS ETF 1C und den Portfolio Income UCITS ETF 1D entwickelt und betreut.2




1 Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
2Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018

Dividendenkonzepte nutzen

Traditionelle Dividendenindizes sind nach unserer Einschätzung zwar auf lange Sicht betrachtet robust und ihr Kursverlauf weniger volatil als der breite Markt . Da sie sich bei der Auswahl ihrer Index-Mitglieder jedoch auf rein quantitative Daten aus der Vergangenheit stützen, fehlt ihnen die Prognosequalität.

Traditionelle Dividendenindizes sind nach unserer Einschätzung zwar auf lange Sicht betrachtet robust stabil und ihr Kursverlauf weniger volatil als der breite Markt1. Da sie sich bei der Auswahl ihrer Index-Mitglieder jedoch auf rein quantitative Daten aus der Vergangenheit stützen, fehlt ihnen die Prognosequalität. Auch können diese Indizes, die Aktien auf Basis hoher Ausschüttungen auswählen, im Fall einer Korrektur zu höheren maximalen Verlusten führen. Diese eindimensionale Betrachtung führt laut langfristigen MSCI-Rückrechnungen nicht zum besten Rendite/Risiko-Verhältnis. So brachte eine reine Maximierung der Dividende eine Rendite von zehn Prozent bei einer Volatilität von über 20 Prozent, das führte zu einer Sharpe Ratio2 von 0,29. Wenn maximale Dividenden nicht im Fokus stehen, war dagegen eine höhere Rendite von knapp zwölf Prozent bei einer geringeren Volatilität von unter 20 Prozent möglich, und damit einer höheren Sharpe Ratio von 0,42. Ein neues Konzept sorgt für Abhilfe, indem es die Nachteile klassischer Dividendenindizes überwindet und ein besseres Risiko-Rendite-Profil ermöglicht.

Die Nachteile traditioneller Dividendenindizes überwinden

Das von Morningstar entwickelte "Dividend Yield Focus Indices" Konzept basiert auf einer qualitativen und prognostischen Methode und knüpft an die Idee von Warren Buffett3 an. Dieser betonte bereits 1999, dass der nachhaltige Wettbewerbsvorteil der Schlüssel zum erfolgreichen Investment ist. Nur Unternehmen, die einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil aufweisen, können Investoren mit hohen und kontinuierlichen Ausschüttungen an ihrem wirtschaftlichen Erfolg beteiligen. Um die künftige Wertentwicklung4 einer Dividendenaktie besser einschätzen zu können, muss man entsprechend mehr als reine Zahlen betrachten. So hat Morningstar den Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens, neben der Dividendenrendite, zu einem zentralen Auswahlkriterium für den "Morningstar Developed Markets Dividend Yield Focus Index" sowie für den US-Dividendenwerte repräsentierenden "Morningstar US Dividend Yield Focus UCITS Index" gemacht.

Wettbewerbsvorteil und finanzielle Stabilität im Fokus

Das Morningstar Konzept geht auf: Der 200 Titel umfassende Developed Markets Index geht im Backtesting5 bis zu 90 Prozent der Aufwärtsperformance seiner Benchmark mit, aber nur 86 Prozent der Abwärtsperformance. Und der den US-Markt abdeckende Index nimmt an bis zu 77 Prozent der Aufwärtsperformance seiner Benchmark teil, aber nur mit 61 Prozent der Abwärtsentwicklung.

Das gelingt, indem der Auswahlprozess neben der Dividendenrendite die Kriterien "Wettbewerbsvorteil" und "finanzielle Stabilität" in den Mittelpunkt stellt. Damit verleiht Morningstar seinen Indizes eine zusätzliche qualitative und eine prognostische Komponente. Natürlich ist eine gute Dividendenhistorie die Voraussetzung, um im Selektionsprozess überhaupt berücksichtigt zu werden. Für die engere Auswahl kommen daher nur Titel infrage, die in den vergangenen zwölf Monaten Dividenden gezahlt haben und ein Handelsvolumen von mehr als einer Million US-Dollar pro Tag aufweisen.

Dann könnte hier ein Wettbewerbsvorteil ins Spiel kommen: Je größer der Wettbewerbsvorteil ist, desto besser werden laut Morningstar die künftigen Renditen des Unternehmens durch einen "Burggraben" ("economic moat") gestützt. Zu den Faktoren, die in den Wettbewerbsvorteil einfließen, gehören immaterielle Vermögenswerte wie Marken, Patente und Lizenzen. Hinzu kommen potenzielle Wechselkosten für Kunden, sich mit jedem neuen Kunden selbst verstärkende Netzwerkeffekte, spezifische Kostenvorteile sowie Vorteile mittels einer effizienten Skalierung, die neue Wettbewerber daran hindern, in den Markt einzusteigen, weil die Gewinne hinter den erforderlichen Investitionen zurückbleiben würden. Geprüft wird, wie groß der Wettbewerbsvorteil ist, wie wahrscheinlich es ist, dass dieser Vorteil langfristig aufrechterhalten werden kann und wie lange dieser Vorteil voraussichtlich bestehen bleiben wird. Unternehmen ohne Burggraben können ihre überdurchschnittlichen Gewinne für höchstens zehn Jahre aufrechterhalten. Unternehmen mit Burggraben schaffen es, ihren Wettbewerbsvorteil über mindestens zehn Jahre oder mehr aufrechtzuerhalten. Nur solche Unternehmen können ins Index-Portfolio aufgenommen werden.

Ausfallindikator ermöglicht Transparenz

Zusätzliche Stabilität erhalten die Morningstar-Dividendenindizes durch einen Ausfallindikator, der das Risiko transparent macht, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnte. Die endgültige Auswahl der Indexmitglieder folgt dann einem recht einfachen Prinzip: Die Aktien werden entsprechend ihrer jährlichen Dividendenrendite in absteigender Reihenfolge einem Dividenden-Ranking unterzogen. Durch ihre erweiterten Auswahlkriterien - Wettbewerbsvorteil, Dividendenrendite und finanzielle Stabilität - enthalten die Morningstar Dividenden-Indizes eine qualitative und prognostische Komponente, während die vergleichbaren Produkte anderer Anbieter auf rein quantitativen, vergangenen Daten beruhen. Xtrackers hat das Morningstar-Konzept über den Xtrackers Morningstar Global Quality Dividend UCITS ETF und den Xtrackers Morningstar US Quality Dividend UCITS ETF für Anleger investierbar gemacht6.


1Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
2Die den Geldmarkt übersteigende Rendite einer Wertpapieranlage im Verhältnis zur Höhe ihrer Kursschwankungen. Im Vergleich zweier sonst ähnlicher Wertpapiere ist das mit dem höheren Wert zu bevorzugen.
3/sup>Bekannter US-Investor und prominenter Vertreter der Value-Strategie (Investieren in besonders werthaltige Unternehmen).
4/sup>Wertentwicklung
5/sup>Prüfmethode, mit der anhand historischer Kursdaten getestet wird, wie sich eine bestimmte Anlagestrategie unter bestimmten Bedingungen verhalten hätte.
6/sup>Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de

Das bieten Faktor-ETFs

Factor Investing basiert auf der Annahme, dass die Aktienauswahl anhand verschiedener Faktoren, wie beispielsweise Value, Quality, Momentum und Minimum Volatility, langfristig betrachtet zu einer besseren Wertentwicklung als traditionellen Vergleichsindex führen kann.

Factor Investing basiert auf der Annahme, dass die Aktienauswahl anhand verschiedener Faktoren, wie beispielsweise Value, Quality, Momentum und Minimum Volatility, langfristig betrachtet zu einer besseren Wertentwicklung als traditionellen Vergleichsindex führen kann. Bei herkömmlichen Indizes werden die Aktien anhand ihrer Marktkapitalisierung gewichtet, um die Marktentwicklung abzubilden, das sogenannte Beta. Dagegen haben ETFs, die Faktor-Investing nutzen, das Ziel, den Anlageerfolg durch den Einsatz von Faktoren zu verbessern und eine langfristig bessere risikoadjustierte Wertentwicklung als die reine Markt-Benchmark zu erzielen. Beim Faktor Value wird z.B. in Titel investiert, die auf Basis von Fundamentaldaten wie Kurs-Gewinn-Verhältnis1 oder Kurs-Buchwert-Verhältnis2 als unterbewertet gelten. Dagegen werden bei Minimum Volatility-Strategien Aktien mit Hinblick auf geringsten Indexkursschwankung ausgewählt. Zudem können auch Dividenden- und Nebenwerte (sog. "Size" Faktor)-Strategien als Aktienfaktoren aufgefasst werden, weil auch hier die Auswahl der Indexmitglieder nach einem besonderem Styl erfolgt. Eine Besonderheit sind gleichgewichtete Aktienindizes, hier geht es viel eher um eine alternative Gewichtung mit dem Ziel, eine verbesserte Risikostreuung im Index als die Benchmark zu erzielen.

Unterschiedliche Entwicklung in verschiedenen Marktphasen

Da die Faktoren sich in verschiedenen Marktphasen unterschiedlich entwickeln, kann es für Anleger interessant sein, entsprechende Schwerpunkte mit bestimmten Faktorfonds zu setzen. So haben sich z.B. in einem Szenario mit anziehender Inflation und steigendem Wirtschaftswachstum die Faktoren Minimum Volatility3 und Value4 geeignet. Bei rückläufiger Inflation waren dagegen Value und Momentum5 tendenziell vorzuziehen. Wichtig ist auch die historisch betrachtete geringe bis negative Korrelation6 der Renditen untereinander, weshalb sich durch eine dynamische Kombination von Faktoren die Risikostreuung im Portfolio verbessern lässt.

Länder- und Sektoren-ETFs sind vielen Anlegern schon länger bekannt. Faktor-ETFs bieten eine weitere Möglichkeit der Risikostreuung in einem Depot. Sie etablieren sich daher langfristig als wichtiger Baustein in der Portfoliokonstruktion. Durch den Einsatz von Faktor-ETFs haben Anleger zudem den Vorteil, dass sie flexibel ein individuelles Portfolio aus verschiedenen Faktoren zusammenstellen können, je nach Markteinschätzung und Risikoneigung.

Was gilt es zu beachten?

Auch wenn langfristig ein Mehrertrag gegenüber klassischen Markt-Benchmarks angestrebt wird, kann dies nicht in jeder Marktphase erreicht werden. Anleger sollten also beachten, dass es auch Phasen geben kann, in denen sich bestimmte Faktoren schlechter als der breite Markt entwickeln. Obwohl Faktorindizes breit gestreut sind, nutzen sie quantitative7 und fundamentale Ansätze8, die die Komplexität solcher Produkte im Vergleich zu Benchmarkindizes deutlich erhöhen. Diese Komplexität und die Transparenz variiert insbesondere auch je nach Fondsanbieter. Die DWS arbeitet vorwiegend mit dem Indexanbieter MSCI an Faktorindizes zusammen um ein hohes Maß an Transparenz und Repräsentativität zu bieten. Allgemein gilt aber: Faktor-ETFs sind auch nur für Investoren geeignet, die ein entwickeltes Verständnis der Finanzmärkte und der Fundamentalanalyse aufweisen.

Die DWS bietet eine breite Palette an Aktien-ETFs auf verschiedene Faktoren an, mit unterschiedlichen geographischen Schwerpunkten. Für den europäischen Aktienmarkt werden zum Beispiel ETFs auf die Faktoren Value9, Minimum Volatility10 (zum Beispiel Xtrackers MSCI Europe Value UCITS ETF) und Nebenwerte11 angeboten. Für den globalen Aktienmarkt bietet die DWS Investments auf die Faktoren Minimum Volatility12, Momentum13, Quality14 und Value15 an (zum Beispiel MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF), sowie verschiedene Dividenden16-ETFs.


1Kurz "KGV". Kennzahl, die den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu dem in einem bestimmten Zeitraum bestimmten oder erwarteten Gewinn pro Aktie setzt.
2Kurz "KBV". Kennzahl, die den Kurs einer Aktien ins Verhältnis zum bilanziellen Buchwert eines Unternehmens pro Aktie setzt.
3Faktor, der Aktien anhand deren Kursschwankungen selektiert.
4Faktor, der Aktien anhand deren Werthaltigkeit bzw. Bewertung selektiert.
5Faktor, der Aktien anhand deren Kursentwicklung in einem bestimmten Zeitraum selektiert.
6Stärke des Gleichlaufs der Kurse verschiedener Wertpapiere.
7Quantitative Ansätze arbeiten bei der Aktienauswahl mit großen Datenmengen und mathematischen Formeln.
8Fundamentale Ansätze stellen Unternehmenskennzahlen in den Mittelpunkt der Aktenauswahl.
9Faktor, der Aktien anhand deren Marktbewertung selektiert.
10Faktor, der Aktien anhand deren Kursschwankungen selektiert.
11Aktien kleiner und mittelgroßer Unternehmen.
12Faktor, der Aktien anhand deren Kursschwankungen selektiert.
13Faktor, der Aktien anhand deren Kursentwicklung in einem bestimmten Zeitraum selektiert.
14Faktor, der Aktien anhand spezifischer Qualitätskriterien selektiert.
15Faktor, der Aktien anhand deren Werthaltigkeit selektiert.
16Gewinnausschüttung von Unternehmen an ihre Anteilhaber (Aktionäre)

ETFs und Nachhaltigkeit

Der Klimawandel ist heutzutage ein unausweichliches Thema und stellt für viele Unternehmen ein erhebliches operatives Risiko dar.

Der Klimawandel ist heutzutage ein unausweichliches Thema und stellt für viele Unternehmen ein erhebliches operatives Risiko dar. Ein Risiko, welches mit fortschreitender globaler Erwärmung weiter zunehmen wird. So führen zum Beispiel extreme Wetterlagen zu hohen Kosten und können Gewinne gefährden. Selbst wenn man die Kohlendioxidemission am heutigen Tag komplett stoppen würde, müsste man sich in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren dennoch auf extreme Wetterlagen einstellen. Dies zeigt, dass der Klimawandel spürbare Folgen hat und es unausweichlich ist diese Risiken in die Anlageentscheidung einzubeziehen.

Um das Bewusstsein in den Unternehmen für die steigenden Risiken des Klimawandels zu schärfen, befragt die DWS Unternehmen u.a. bezüglich deren Gefährdung durch physische Klimarisiken in ihrer Geschäftstätigkeit, in ihrer Lieferkette und in ihrem Markt, sowie darüber, wie sie ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber solchen Risiken erhöhen. Zudem ermöglichen es neue Verfahren, systematisch wetterbedingte Risikofaktoren zu erkennen, schon bevor diese zu finanziellen Schäden in Unternehmen führen.

Mit ETFs Klimarisiken im Portfolio reduzieren

Immer mehr Anleger erkennen das Risiko und möchten solche Kriterien in Ihre Investitionsentscheidung miteinfließen lassen. Der bekannteste sogenannte Environmental, Social, und Corporate Governance Ansatz (kurz ESG) geht der Frage nach, ob bei der Entscheidung von Unternehmen ökologische und sozial-gesellschaftliche Aspekte sowie die Art der Unternehmensführung mitberücksichtigt werden. Vor dem Hintergrund der sich verfestigenden Erkenntnis über den Zusammenhang zwischen der Einhaltung hoher ESG-Standards sowie der finanziellen Leistungsfähigkeit von Unternehmen, konzentrieren sich Anleger zunehmend auf solche Portfolios. Seit den 1970er Jahren wurden zahlreiche wissenschaftliche Studien über den Zusammenhang zwischen der Einhaltung hoher ESG-Standards sowie der Wertentwicklung von Unternehmen durchgeführt. Laut einer 2015 von der DWS unterstützten Analyse , sehen die meisten der Studien einen positiven Zusammenhang zwischen ESG-Kriterien und der Unternehmensperformance. Mittlerweile gilt der ESG-Ansatz als zuversichtlicher Indikator der Ertragsvolatilität, weshalb immer mehr Anleger ihr Kapital in verschiedene ESG-Indexfonds anlegen. Das Anlagevolumen entsprechender ETFs lag Stand Ende 2017 bei bereits 39,2 Milliarden US-Dollar. Bis eine breitere Übereinstimmung und Verfügbarkeit standardisierter Methoden zur Bewertung des Klimarisikos in Investmentportfolios besteht, dürfte es jedoch noch eine gewisse Zeit dauern. Doch eine verbesserte Offenlegung ist zwingend erforderlich, um Klimarisiken genauer einschätzen zu können2.

Als einer der Pioniere im Bereich nachhaltigen Investierens, hat die DWS ihre ESG-konforme Produktpalette ausgeweitet und stützt die These, dass das Thema kein kurzlebiger Trend ist, sondern eines, mit einem immer größeren Einfluss auf den Kapitalmarkt. "Ein Beleg dafür ist, dass die Regulierungsbehörden die Pflicht zu Nachhaltigkeitsberichten eingeführt haben, in denen Unternehmen den Stand ihrer ESG-Aktivitäten darlegen müssen. Innerhalb der verschiedenen ESG-Themen sehen wir Governance, also die verantwortungsvolle Unternehmensführung, als besonders wichtig an," so Eric Wiegand, Leiter Xtrackers Vertriebsstrategie Europa & Asien Pazifik.

Auf Unternehmen mit höchsten ESG-Ratings setzen

Die Xtrackers ETFs bevorzugen gut bewertete Unternehmen in Bezug auf ESG-Kriterien und schließen Unternehmen mit sehr hohen CO2-Emissionen aus. Anleger können über verschiedene Indexkonzepte diese Strategie in ihrem Depot umsetzen. Beispielsweise hat der Indexanbieter MSCI in seinem Index ESG Leaders Low Carbon verschiedene Komponenten kombiniert. Zu den "ESG Leaders" zählen die Unternehmen mit den höchsten ESG-Ratings relativ zu ihrem Sektor. Unternehmen mit Aktivitäten beispielsweise in Alkohol, Glücksspiel und Nuklearenergie werden ausgeschlossen. Die Low Carbon-Indizes sind so konstruiert, dass die aufgenommenen Unternehmen einen um mindestens 50 Prozent geringeren Carbon-"Footprint" im Vergleich zum breiten Marktindex haben und damit die Unternehmen mit den höchsten Treibhausemissionen und den höchsten fossilen Reserven ausschließen.

Ausbau der Xtrackers ESG-Produktpalette

In diesem Jahr hat die DWS das Portfolio an Xtrackers ETFs ausgebaut, die auf ESG-Indizes basieren und im Mai vier Xtrackers ETFs aufgelegt, die MSCI ESG-Indizes mit Fokus auf Europa, Japan, die USA und den globalen Aktienmarkt abbilden. Ein Beispiel ist der Xtrackers ESG MSCI World UCITS ETF. Diese Indizes wenden strikte Filter basierend auf dem MSCI ESG-Research an. Dies bedeutet, dass diese Unternehmen strenge Vorgaben in Bezug auf ESG-Kriterien und dem Ausstoß von CO2-Emissionen erfüllen müssen. Die vier neuen Xtrackers ESG Aktien ETFs ergänzen den bestehenden Xtrackers II ESG EUR Corporate Bond UCITS ETF, der bereits über 70 Millionen Euro eingenommen hat.

ETFs für Eilige

• Die wichtigsten Informationen zu börsengehandelten Indexfonds im Schnelldurchlauf.

ETFs für Eilige - Das muss ich mir zu ETFs merken

Grundwissen zu ETFs:

• ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Referenzindex und dessen Wertentwicklung nachbilden. Der Refernzindex muss dabei nicht zwingend ein Aktienindex sein sondern kann auch andere Wertpapierarten beinhalten. Auch Märkte wie Schwellenländer oder Frontier Markets können über ETFs einfach gehandelt werden
• ETFs verbinden die einfache Handelbarkeit einer Aktie mit der Risikostreuung eines ganzen Portfolios. Sie können zu den Börsenöffnungszeiten durchgängig gehandelt werden.
• Da aufgrund ihrer passiven Anlagestrategie kein Fondsmanagement benötigt wird, sind ETFs besonders kostengünstig. Sie können dadurch allerdings nicht besser als ihr Referenzindex laufen, aber auch nicht schlechter
• ETF sind besonders effizient, transparent und flexibel. Sie bieten dadurch zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Wertpapierarten, unterliegen aber wie alle Wertpapiere allgemeinen Risiken wie dem Wechselkursrisiko, dem Zinsänderungsrisiko, dem Kontrahentenrisiko oder dem allgemeinen Marktrisiko

ETFs im Portfolio

• ETFs bieten eine einfache Möglichkeit, um das eigene Portfolio zu diversifizieren
• ETFs als Kern des Portfolios können durch weitere strategische Investments ergänzt werden, um die Renditechancen zu erhöhen
• Mit dem Portfolio-ETF gibt es von Xtrackers ETFs ein Produkt, das es dem Anleger ermöglicht mit einem ETF in ein ganzes Portfolio zu investieren
• Beim Kauf von ETFs fallen Depotgebühren, Geld-Brief-Spanne, Transaktionsgebühren, Börsengebühren und Verwaltungsgebühren, jedoch kein Ausgabeaufschlag, an
• Die Gebühren für eine Investition in ETFs liegen im Normalfall unter denen für klassische Fonds

Sparen mit ETFs und weitere Einsatzgebiete:

• Vor allem ihre geringen Kosten, ihre hohe Liquidität und die Anzahl der Märkte, die mit ihnen abgedeckt werden kann, machen ETFs zu einem vielseitigen Anlageinstrument
• Sparpläne auf ETFs sind ein gutes Mittel zum langfristigen Vermögensaufbau
• Im Gegensatz zu Einmalanlagen besteht bei Sparplänen kein Timing-Risiko und Anleger können vom Cost-Average Effekt profitieren
• Mit ETF-Sparplänen können Anleger ganz nach ihren Bedürfnissen Geld, zum Beispiel für die Altersvorsorge, ansparen und flexibel auf Änderungen der persönlichen Lebenssituation reagieren
• Als Vermögenswirksame Leistungen oder Versicherungspolice wird die Investition in ETFs staatlich unterstützt, für die staatliche Förderung gibt der Anleger aber einen Teil seiner Freiheiten auf und die Geldanlage wird weniger flexibel



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Vermögensaufbau mit ETF-Sparplänen in Kürze

• Sparpläne auf ETFs sind ein gut geeignetes Mittel zum längerfristigen Vermögensaufbau
• Im Gegensatz zu Einmalanlagen besteht bei Sparplänen kein Timing-Risiko und Anleger können vom Cost-Average-Effekt profitieren
• Anleger sollten bei Sparplänen jedoch die anfallenden Gebühren genau vergleichen und den ETF-Sparplan nach Möglichkeit bei einer Bank oder einem Broker abschließen, bei dem keine Transaktionskosten anfallen

Vermögensaufbau mit ETFs

Da sich ETFs für eine längerfristige Geldanlage eignen, lässt sich mit ihnen auch Stück für Stück ein kleines Vermögen aufbauen. Eine gute Wahl können hier ETF-Sparpläne sein, da diese sowohl kleine, flexible Sparraten erlauben, als auch Einmalanlagen größerer Beiträge zu Beginn oder während der Ansparphase. Anleger können also regelmäßig kleine Beiträge als Sparrate einzahlen, aber bei Wunsch auch größere Einlagen tätigen, beispielsweise vom Weihnachtsgeld oder Jahresbonus.1

Mit kleinen Raten Chancen auf Gewinne nutzen

Wie bei der Einmalanlage kann der Anleger auch bei einem Sparplan selbst entscheiden, in welchen ETF er investieren möchte. Daneben legt er auch selbst fest, wie viel Geld in welchen Zeitabständen in den Sparplan einbezahlt werden soll. Je nach finanziellem Spielraum können kleine oder größere Summen als monatliche, vierteljährliche oder jährliche Beiträge für den Sparplan gewählt werden. Viele Sparpläne können schon mit Summen von 25 oder 50 Euro pro Monat eingerichtet werden und erlauben Sparraten von bis zu 1.000 Euro. Entspricht der zunächst festgelegte Beitrag später einmal nicht mehr der persönlichen finanziellen Situation, kann die Sparplanrate geändert, der Sparplan pausiert oder sogar ganz aufgelöst werden. Auch Auszahlungen aus dem angesparten Beitrag sind in der Regel zu jedem Zeitpunkt ohne Probleme möglich. Ein weiterer Vorteil macht Sparpläne speziell für die Anleger interessant, die sich wenig um ihre Investitionen kümmern können oder wollen: Einmal eingerichtet, läuft das periodische Investment in den Sparplan automatisch ab, ohne dass der Anleger weiter irgendetwas dafür tun müsste. Bleibt die persönliche finanzielle Situation des Anlegers also unverändert, kann er den Sparplan einfach weiterlaufen lassen. Allerdings sollten Anleger beachten, dass die üblichen Marktrisiken, die mit Aktien- oder Anleiheinvestments verbunden sind, auch für ETF-Sparpläne gelten.

Die Vorteile von Sparplänen

Auch sonst haben Sparpläne mit ETFs einige Vorteile gegenüber einer Einmalanlage in ETFs. Da in einen Sparplan regelmäßig einbezahlt wird, gibt es im Vergleich zur Einmalanlage kein Timing-Risiko. Als Timing-Risiko bezeichnet man die Gefahr, den falschen Zeitpunkt für einen Kauf oder Verkauf von Wertpapieren zu wählen und dadurch Chancen zu verpassen oder sogar starke Verluste zu erleiden.

Durch die regelmäßigen Einzahlungen profitieren Anleger mit Sparplan außerdem auch vom Durchschnittskosten-Effekt. Der Durchschnittskosten-Effekt, meist Englisch als Cost-Average-Effekt bezeichnet, tritt ein, da mit den gleichbleibenden Beiträgen je nach Marktsituation unterschiedlich viele ETF-Anteile gekauft werden können. Ist der Kurs des ETFs bei einer Einzahlung relativ niedrig, werden mehr Anteile gekauft, ist der Kurs relativ hoch, können mit dem gleichen Betrag weniger Anteile erworben werden. Durch den Sparplan verhält sich der Anleger also automatisch antizyklisch und kauft bei steigenden Kursen weniger und bei fallenden Kursen mehr Anteile. Insgesamt betrachtet bezahlt er durch den Cost-Average-Effekt dadurch über den Anlagezeitraum hinweg für seine ETF-Anteile nur einen Durchschnittspreis. Dies kann zu einer deutlichen Ertragssteigerung im Vergleich zu einer Einmalanlage in den gleichen ETF führen.

Beispiel: Einmalanlage von 16.700 Euro in den DAX vs. 167 monatliche Einlagen von je 100 Euro in den DAX (Januar 2000 bis Oktober 2013)

Quelle: VZ VermögensZentrum

Anleger, die mit ihren Sparplänen in risikoreichere ETFs mit einer höheren Volatilität investieren, können möglicherweise vom Cost-Average-Effekt profitieren. Allerdings schwächt sich der Effekt ab, je länger ein Sparplan läuft, da die neu hinzukommenden Anteile mit der Zeit einen immer kleineren Prozentsatz am Portfolio ausmachen und sich deren Preis somit auch immer weniger stark auf den Durchschnittspreis der Anteile im Depot auswirken kann.

Vermeidung von hohen Gebühren bei kleinen Sparraten

Aufgrund der kleinen Raten bei Sparplänen, sollten sich Anleger vor dem Abschluss eines ETF-Sparplans genau über die anfallenden Gebühren informieren und die Gebühren-Modelle verschiedener Broker vergleichen. Denn mit jeder Sparrate findet ein Kauf von ETF-Anteilen über die Börse statt und es sind die üblichen Transaktionsgebühren zu bezahlen. Diese fallen bei kleinen Sparplanraten prozentual gesehen überdurchschnittlich schwer ins Gewicht, wie auch eine Studie des Instituts für Vermögensaufbau zeigt.

Es lohnt sich daher verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen, da diese teilweise Sparpläne mit reduzierten oder ganz ohne Gebühren auf unterschiedliche ETFs anbieten. Dann werden die Transaktionskosten zumindest teilweise entweder vom Broker oder dem ETF-Anbieter getragen und Anleger können damit gerade bei kleinen Einzahlungsbeträgen kräftig sparen. Günstige Angebote für ETF-Sparpläne und eine Übersicht über Online-Banken und -Broker, die Rabatte für Sparpläne anbieten, finden sich unter anderem bei Extra Funds. Ist ein vergünstigtes Angebot für die gewünschten ETFs nicht verfügbar, kann die Transaktionsgebühr immerhin etwas eingegrenzt werden, indem die Anzahl der ETFs, in die mittels Sparplan investiert wird, auf zwei bis drei Indexfonds beschränkt wird, oder indem die Sparraten zunächst auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt werden und dann in einem größeren Intervall, zum Beispiel vierteljährlich, mit dem entsprechend höheren Betrag ETFs gekauft werden, so dass die Gebühren nicht zwölfmal sondern nur viermal pro Jahr anfallen.




1Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.


Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Altersvorsorge mit ETFs in Kürze

• Die private Säule der Altersvorsorge wird durch die Überalterung der Gesellschaft immer wichtiger
• Staatlich subventionierte Modelle bieten Anreize in der Ansparphase, sind aber unflexibel und kostenintensiv
• Mit ETF Sparplänen können Anleger ganz nach ihren Bedürfnissen Geld für die Altersvorsorge ansparen und auf Änderungen der persönlichen Lebenssituation reagieren

Altersvorsorge mit Exchange Traded Funds (ETFs)

Wer sich die aktuelle Gesellschaftsentwicklung in Deutschland ansieht, der kann schnell Angst um seine Rente bekommen. Denn das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern verschiebt sich mit der Überalterung der deutschen Gesellschaft immer mehr zu Ungunsten der zukünftigen Rentenempfänger. Dabei wird immer deutlicher, dass man sich nicht auf die gesetzliche Altersvorsorge verlassen kann und dass sich nur mit privater Vorsorge die drohende Rentenlücke schließen lässt.

Mit der Altersvorsorge sollte man daher schon in jungen Jahren beginnen und regelmäßig kleine Beiträge für die Rente zur Seite legen. Dafür bieten sich zum einen staatlich unterstütze Produkte wie Rentenversicherung, Riester- oder Rürup-Rente1 an, zum anderen lässt sich aber auch mit ETF-Sparplänen gut für die Rente vorsorgen, wie Studien bewiesen haben. Da diese ETF-Sparpläne deutlich flexibler und kostengünstiger sind als die staatlich subventionierten Produkte, sollten sie bei der Suche nach einer individuell passenden Methode der Altersvorsorge in die Überlegungen unbedingt miteinbezogen werden.

Die Vorteile von Sparplänen für die Altersvorsorge nutzen

Auch beim Sparen für die Altersvorsorge profitieren Anleger von den generellen Vorteilen eines ETF-Sparplans. So wird durch regelmäßige Einzahlungen in einen Sparplan automatisch der Cost-Average-Effekt genutzt2, da zu hohen und tiefen Kursen gekauft wird. Anleger brauchen sich also keine Gedanken über den richtigen Einstiegszeitpunkt für die Rentenvorsorge zu machen, da somit jeder Zeitpunkt der richtige ist. Schließlich geht es auch nicht darum, wie bei einer Einmalanlage auf den richtigen Einstiegszeitpunkt zu spekulieren, sondern über einen längeren Zeitraum gewinnbringend zu investieren. Genau das ist mit Sparplänen möglich.

Daneben kann ein ETF-Sparplan im Gegensatz zu anderen Vorsorgeprodukte optimal an die persönliche Situation und Risikobereitschaft angepasst und selbst gesteuert werden. Um den Einstieg in die private Altersvorsorge mit ETFs möglichst einfach zu gestalten, sollte zunächst eine Konzentration auf nur wenige ETFs erfolgen. Diese sollten sowohl Aktien als auch Anleihen abdecken. Es empfiehlt sich bei den Aktien auf einen ETF zu setzen, der die Aktienentwicklung der Industriestaaten abbildet, bei Wunsch ergänzt durch weitere ETFs mit höherem Renditepotenzial, die zum Beispiel in Aktien aus Schwellenländern investieren. Ergänzt werden sollten diese auf jeden Fall durch einen Renten-ETF, der Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen höchster Bonität abbildet. Durch den Anleihenanteil wird das Portfolio gestützt und das Risiko gesteuert, da Anleihen im Vergleich zu Aktien grundsätzlich als weniger risikoreich gelten.3

Mit der richtigen Gewichtung zur optimalen Absicherung

Da die Renditechancen bei Aktien jedoch höher sind, sollte die Gewichtung von Aktien-ETFs und Renten-ETFs je nach Anlagehorizont vorgenommen werden. Im besten Fall erfolgt eine Neugewichtung der beiden Komponenten dabei durch Anpassung der Sparplanraten und nicht durch eine Umschichtung des Portfolios, da dabei Gebühren anfallen. Die grundsätzlichen Marktrisiken wie schwankende Wertpapierkurse und Zinsen bleiben jedoch auch bei einer ETF-Anlage über einen Sparplan bestehen.4




1Staatlich geförderte Formen der privaten Altersvorsorge
2Durchschnittskosteneffekt: Wer regelmäßig spart, senkt seinen durchschnittlichen Einstandspreis.
3Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
4Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018


Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

So könnte Ihr ETF-Sparplan aussehen

• Beispielsparplan, bei dem mit einer konservativen Investmentstrategie ein Teil des Kindergeldes für die spätere Ausbildung des Nachwuchs angelegt wird

Bereits mit kleinen monatlichen Einzahlungen lässt sich mit einem Sparplan ein kleines Vermögen ansparen. Dabei können Sie über den Sparplan in manchen Fällen vom Cost-Average-Effekt profitieren, der unter anderem auch dafür sorgen kann, dass auch dann eine positive Rendite erzielt wird, wenn der Kurs der ausgewählten ETFs während der Anspardauer einbricht, am Ende aber wieder auf der gleichen Höhe wie zu Beginn des Investments liegt. Mit einer Einmaleinlage könnten in diesen Fällen hingegen keine Gewinne erzielt werden.

Diese Tatsache zeigt indirekt auch, dass Investitionen in Krisenzeiten nicht gestoppt oder gar Gelder aus dem Markt abgezogen werden sollten. Denn dies führt unweigerlich zu Verlusten, obwohl gerade durch den Einstieg in den Kapitalmarkt währen dieser Zeit die höchsten Renditen erzielt werden könnten. Ein Sparplan schützt vor diesem Fehler, indem ohne weiteres aktives Zutun regelmäßig kleinere Beträge investiert werden, und das sowohl in Boom-Phasen als auch in Krisenzeiten.

ETF-Sparpläne sind daher eine besonders gute Möglichkeit, um beispielsweise bereits langfristig für das Studium der Kinder vorzusorgen. Exemplarisch soll hier daher ein Sparplan durchgerechnet werden, in den ein Teil des Kindergeldes über 18 Jahre hinweg angelegt wird, um dem Kind einen guten Start ins Berufsleben oder das Studium zu ermöglichen. Investiert wird dabei in den Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF, der die Aktienkomponente repräsentieren soll, und den Xtrackers II Eurozone Government Bond UCITS ETF für die Anleihenkomponente. Beide ETFs wurden von Xtrackers ETFs aufgelegt und sind bei mehreren Online-Banken und Brokern ohne Transaktionsgebühren erhältlich.

Basierend auf den Entwicklungen der den ETFs zugrundeliegenden Indizes in den vergangenen 10 Jahren wird ein jährlicher Wertzuwachs von rund 5 Prozent für den Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF und rund 4 Prozent für den Xtrackers II Eurozone Government Bond UCITS ETF angenommen. Eingezahlt werden sollen monatlich insgesamt 100 Euro des Kindergeldes (das gesamte Kindergeld beträgt aktuell 184 Euro pro Monat). Dies entspricht einer Sparrate von 50 Euro pro ETF. Eine Einmalzahlung zu Beginn wird nicht geleistet. Mit dem Sparplanrechner von Xtrackers ETFs, der auch die durchschnittlich anfallenden Gebühren berücksichtigt, kann man nun ganz einfach die Entwicklung des Sparplans berechnen.

Abbildung 1: So entwickelt sich der Beispiel-Sparplan auf den Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF

Abbildung 2: So entwickelt sich der Beispiel-Sparplan auf den iBox Sovereigns Eurozone UCITS ETF

Am Ende der angenommenen Ansparzeit wurden in beide ETFs jeweils 10.800 Euro investiert. Mit den oben angenommenen Daten zur Wertentwicklung sind diese beim Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF auf 16.401 Euro angewachsen, beim Xtrackers II Eurozone Government Bond UCITS ETF auf 14.873 Euro. Mit Einzahlungen von insgesamt 21.600 Euro, geleistet in kleinen, gut zu bewältigenden Monatsraten, wurden also insgesamt 31.274 Euro und ein satter Gewinn von rund 45 Prozent erwirtschaftet. Das reicht, um dem nun volljährigen Kind einen Umzug in die neue Uni- oder Arbeitsstadt zu ermöglichen und ihm die erste Zeit in der eigenen Wohnung zu finanzieren.



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Vermögenswirksame Leistungen mit ETFs und ETFs im Versicherungsmantel in Kürze:

• Als Vermögenswirksame Leistungen oder Versicherungspolice wird die Investition in ETFs staatlich unterstützt
• Bei VL-fähigen ETF-Sparplänen erhalten Arbeitnehmer Geldgeschenke vom Chef und können diese zum Teil noch selbst aufstocken. Auch staatliche Zuschüsse sind möglich.
• ETFs im Versicherungsmantel zeichnen sich durch steuerliche Begünstigungen aus
• Bei beiden Anlageformen handelt es sich um langfristige Geldanlagen, bei denen der Anleger über einen festgelegten Zeitraum hinweg nicht über das angesparte Kapital verfügen kann, ohne dadurch Förderungen und Vergünstigungen zu verlieren

ETF-Sparpläne können ein einfaches und wirksames Mittel sein, um ein kleines Vermögen anzusparen. Noch leichter geht dies allerdings, wenn Arbeitgeber oder Staat den Vermögensaufbau unterstützen. Dies ist bei Vermögenswirksamen Leistungen, bei denen seit einiger Zeit auch ETF-Sparpläne zur Verfügung stehen, und ETF-Sparplänen im Versicherungsmantel der Fall.1

Vermögenswirksame Leistungen mit ETFs

Bei Vermögenswirksamen Leistungen handelt es sich um kleine Geldbeträge, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt. Viele Arbeitnehmer haben laut Arbeits- oder Tarifvertrag einen Anspruch auf Vermögenswirksame Leistungen, doch nur wenige nutzen sie. Dabei ist es möglich, über Vermögenswirksame Leistungen ein kleines Vermögen aufzubauen. Denn auch wenn der Arbeitgeber monatlich nur geringe Summen als Vermögenswirksame Leistungen für den Arbeitnehmer anlegt, können sich daraus über die Ansparzeit hinweg und durch die Investition an den Kapitalmärkten beachtliche Beträge entwickeln.

Die Einzahlungszeit läuft bei VL-Verträgen über 6 Jahre. Während dieser Zeit zahlt der Arbeitgeber monatlich bis zu 40 Euro in den vom Arbeitnehmer gewählten Vertrag ein. Bei diesem kann es sich beispielsweise um einen Bausparvertrag, aber auch um einen Sparplan mit Fonds oder ETFs handeln. Beträgt der Arbeitgeberzuschuss weniger als 40 Euro, kann der Arbeitnehmer den Betrag aus eigenen finanziellen Mitteln bis zu dieser Marke aufstocken, er muss es aber nicht. Zusätzlich haben einige Arbeitnehmer bei Vermögenswirksamen Leistungen auch noch einen Anspruch auf staatliche Förderung, die sogenannte Arbeitnehmersparzulage. Mit der Arbeitnehmersparzulage erhalten ledige Arbeitnehmer mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 20.000 Euro bzw. verheiratete Arbeitnehmer mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 40.000 Euro vom Staat jährlich einen 20prozentigen Zuschuss auf den in den VL-Vertrag eingezahlten Betrag, maximal jedoch 80 Euro im Jahr. Über die sechsjährige Einzahlungszeit können Arbeitnehmer also bis zu 2.880 Euro vom Arbeitgeber und zusätzlich bis zu 480 Euro vom Staat erhalten. Nach Ende der Einzahlungsdauer ruht das eingezahlte Kapital noch bis zum Ende des Kalenderjahrs, bevor der Arbeitnehmer frei darüber verfügen kann. Die komplette Dauer des VL-Vertrags, also die sechsjährige Einzahlungsdauer mit anschließender Ruhephase, wird auch als Festlegungsfrist bezeichnet.

Wenn Arbeitnehmer die Vermögenswirksamen Leistungen nutzen, um in einen ETF-Sparplan zu investieren, können sie sowohl von den Vorteilen eines Sparplans, wie dem Cost-Average-Effekt2, als auch von den Renditechancen an den Kapitalmärkten profitieren und somit mehr aus den Vermögenswirksamen Leistungen herausholen. Prinzipiell kann der ETF, der über die Vermögenswirksamen Leistungen bespart wird, von jedem Anleger nach den eigenen Investmentvorlieben ausgewählt werden, der ETF muss jedoch laut gesetzlichen Vorgaben einen Aktienanteil von mindestens 60 Prozent haben. Hinzu kommt auch noch, dass eine Depotbank benötigt wird, die den gewünschten ETF in einem VL-Sparplan anbietet.

Bei der Auswahl des VL-fähigen ETFs sollte außerdem daran gedacht werden, dass während der Festlegungsfrist keine Änderungen am Sparplan möglich sind, ohne die Arbeitnehmersparzulage zu verlieren. Das heißt, es ist weder möglich, Geld aus dem Vertrag abzuziehen, noch den besparten ETF zu wechseln. Dies geht nur, wenn der Vertrag für die Vermögenswirksamen Leistungen entweder ganz aufgelöst wird oder ruht und ein neuer Vertrag eröffnet wird. Mit einem neuen VL-Vertrag kann auch wieder ein neuer VL-fähiger ETF gewählt werden. Daneben ist es auch möglich, nach dem regulären Ende eines VL-Vertrags direkt einen neuen abzuschließen. So kann der Sparzeitraum ausgeweitet werden und auch die Zuschüsse von Staat und Arbeitgeber werden weiterhin bezahlt. Da man so die Vermögenswirksamen Leistungen auch über einen längeren Zeitraum als 6 Jahre hinweg nutzen kann, können VL-ETF-Sparpläne auch als Baustein für die Altersvorsorge dienen.

ETFs im Versicherungsmantel

Eine andere Möglichkeit, um mit staatlicher Förderung fürs Alter vorzusorgen, bieten ETFs im Versicherungsmantel.

ETF-Versicherungspolicen können trotz der längeren Haltedauer flexibler sein als VL-fähige ETF-Sparpläne, da es je nach Anbieter, bei dem der Vertrag abgeschlossen wurde, in der Ansparphase möglich ist, eine einmalige Zuzahlung zu leisten oder die ETFs, in die investiert wird, nach den eigenen Vorlieben auszuwählen und auch im Laufe der Zeit zu wechseln. Während zudem bei einem normalen ETF-Sparplan bei jeder Umschichtung des Depots die Abgeltungssteuer auf aus dem Verkauf erzielte Gewinne anfallen würde, ist dies bei ETFs im Versicherungsmantel nicht der Fall.3




1Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
2Durchschnittskosteneffekt: Wer regelmäßig spart, senkt seinen durchschnittlichen Einstandspreis.
3DWS gibt keine Steuerberatung. Die steuerliche Behandlung hängt von den individuellen Umständen ab und kann sich in der Zukunft ändern.


Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

ETF-Sparplan in 3 Schritten

In drei einfachen Schritten lässt sich ein ETF-Sparplan einrichten. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Bereits mit kleinen monatlichen Einzahlungen besteht die Möglichkeit, mit einem Sparplan ein kleines Vermögen anzusparen. Dabei können Sie über den Sparplan in manchen Fällen vom Cost-Average-Effekt1 profitieren, der unter anderem auch dafür sorgen kann, dass auch dann eine positive Rendite erzielt wird, wenn der Kurs der ausgewählten ETFs während der Anspardauer einbricht, am Ende aber wieder auf der gleichen Höhe wie zu Beginn des Investments liegt. Mit einer Einmaleinlage könnten in diesen Fällen hingegen keine Gewinne erzielt werden.

Diese Tatsache zeigt indirekt auch, dass Investitionen in Krisenzeiten nicht gestoppt oder gar Gelder aus dem Markt abgezogen werden sollten. Denn dies führt unweigerlich zu Verlusten, obwohl gerade durch den Einstieg in den Kapitalmarkt während dieser Zeit die höchsten Renditen erzielt werden könnten. Ein Sparplan hilft, diesen Fehler zu vermeiden, indem ohne weiteres aktives Zutun regelmäßig kleinere Beträge investiert werden, und das sowohl in Boom-Phasen als auch in Krisenzeiten.

1. Depot eröffnen: Wer sich für einen ETF-Sparplan entscheidet, muss zunächst eine Bank auswählen, die ETF-Sparpläne im Angebot hat, denn nicht jedes Institut bietet diese überhaupt an. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass der Anbieter günstige Ausführungskonditionen sowie geringe Depotkosten anbietet. Anschließend füllen Sie den Depotantrag aus und stufen dabei auch Ihre Risikobereitschaft ein - diese wird oft mit A (konservativ) bis E (hochspekulativ) klassifiziert, wobei die meisten ETFs in den Risikoklassen C bis E eingestuft sind. Nun führen Sie noch, sofern Sie bei dem Anbieter nicht schon ein anderes Konto unterhalten, eine Identitätsfeststellung durch. Einige Tage später erhalten Sie Ihre Zugangsdaten zugestellt und sind bereit, einen ETF Sparplan einzurichten.

2. Bevor Sie mit der Anlage eines ETF-Sparplans beginnen können, müssen Sie entscheiden, in welchen ETF Sie künftig ansparen möchten. Geeignete Beispiele könnten der Portfolio UCITS ETF 1C oder der Portfolio Income UCITS ETF 1D, der MSCI AC World UCITS ETF 1C und der Global Aggregate Bond Swap UCITS ETF 1D sein. Grundsätzlich eignen sich Aktien- und Renten-ETFs auf wichtige Indizes mit effizienten Pauschalgebühren (Core-ETFs). Haben Sie sich für einen ETF entschieden, können Sie mit der Anlage des ETF-Sparplan beginnen. Die genannten ETFs unterliegen dabei unterschiedlichen Markt- und Kursrisiken, die Auswahl sollte vor allem mit Blick auf die Risikobereitschaft und den Anlagehorizont getroffen werden.

3. Nun geht es um die korrekte Einrichtung eines ETF-Sparplans. Wählen Sie zunächst die gewünschte Sparrate aus. Diese beginnt bei vielen Banken in der Regel ab 50 bis 100 EUR. Als nächstes legen Sie den Ausführungsrhythmus fest. Hier gibt es verschiedene Optionen wie monatlich oder quartalsweise. Zudem können Sie festlegen, wann der ETF-Sparplan ausgeführt werden soll, beispielsweise ob zum 1. eines jeden Monats oder lieber zur Monatsmitte. Zudem können Sie den Starttermin für den Sparplan einstellen. Durch eine zusätzliche Dynamisierung erhöhen Sie automatisch regelmäßig die Sparrate. So können Sie beispielsweise den Sparbetrag jährlich an die Inflationsrate anpassen. Der Betrag wird nun regelmäßig zum Spartermin in den von ihnen gewählten ETF investiert.2




1Durchschnittskosteneffekt: Wer regelmäßig spart, senkt seinen durchschnittlichen Einstandspreis.
2Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018

ETFs für Eilige

• Die wichtigsten Informationen zu börsengehandelten Indexfonds im Schnelldurchlauf.

Grundwissen zu ETFs:

• ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Referenzindex und dessen Wertentwicklung nachbilden. Der Refernzindex muss dabei nicht zwingend ein Aktienindex sein sondern kann auch andere Wertpapierarten beinhalten. Auch Märkte wie Schwellenländer oder Frontier Markets können über ETFs einfach gehandelt werden
• ETFs verbinden die einfache Handelbarkeit einer Aktie mit der Risikostreuung eines ganzen Portfolios. Sie können zu den Börsenöffnungszeiten durchgängig gehandelt werden.
• Da aufgrund ihrer passiven Anlagestrategie kein Fondsmanagement benötigt wird, sind ETFs besonders kostengünstig. Sie können dadurch allerdings nicht besser als ihr Referenzindex laufen, aber auch nicht schlechter
• ETF sind besonders effizient, transparent und flexibel. Sie bieten dadurch zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Wertpapierarten, unterliegen aber wie alle Wertpapiere allgemeinen Risiken wie dem Wechselkursrisiko, dem Zinsänderungsrisiko, dem Kontrahentenrisiko oder dem allgemeinen Marktrisiko

ETFs im Portfolio

• ETFs bieten eine einfache Möglichkeit, um das eigene Portfolio zu diversifizieren
• ETFs als Kern des Portfolios können durch weitere strategische Investments ergänzt werden, um die Renditechancen zu erhöhen
• Mit dem Portfolio-ETF gibt es von Xtrackers ETFs ein Produkt, das es dem Anleger ermöglicht mit einem ETF in ein ganzes Portfolio zu investieren
• Beim Kauf von ETFs fallen Depotgebühren, Geld-Brief-Spanne, Transaktionsgebühren, Börsengebühren und Verwaltungsgebühren, jedoch kein Ausgabeaufschlag, an
• Die Gebühren für eine Investition in ETFs liegen im Normalfall unter denen für klassische Fonds

Sparen mit ETFs und weitere Einsatzgebiete:

• Vor allem ihre geringen Kosten, ihre hohe Liquidität und die Anzahl der Märkte, die mit ihnen abgedeckt werden kann, machen ETFs zu einem vielseitigen Anlageinstrument
• Sparpläne auf ETFs sind ein gutes Mittel zum langfristigen Vermögensaufbau
• Im Gegensatz zu Einmalanlagen besteht bei Sparplänen kein Timing-Risiko und Anleger können vom Cost-Average Effekt profitieren
• Mit ETF-Sparplänen können Anleger ganz nach ihren Bedürfnissen Geld, zum Beispiel für die Altersvorsorge, ansparen und flexibel auf Änderungen der persönlichen Lebenssituation reagieren
• Als Vermögenswirksame Leistungen oder Versicherungspolice wird die Investition in ETFs staatlich unterstützt, für die staatliche Förderung gibt der Anleger aber einen Teil seiner Freiheiten auf und die Geldanlage wird weniger flexibel



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Wachstumsregionen nutzen in Kürze:

• Emerging Markets sind aufgrund ihres Wirtschaftswachstums und ihrer relativen Unabhängigkeit von Krisen der Industriestaaten eine interessante Investmentregion
• Aktien der Emerging Markets haben enormes Aufholpotenzial, Staatsanleihen aus den Emerging Markets sind aufgrund der niedrigen Staatsverschuldung attraktiv
• Bei Investitionen in Emerging Markets bestehen gewisse Risiken, da die Stabilität von Politik und Wirtschaft nicht in gleichem Maße gegeben ist wie bei Industriestaaten
• Für Privatanleger bieten ETFs aufgrund ihrer Streuung in viele verschiedene Aktien und Schwellenländer die beste Möglichkeit um in Emerging Markets zu investieren

Unter dem Begriff "Emerging Markets" werden Schwellenländer zusammengefasst, die auf dem Weg sind, sich von einem Entwicklungsland zu einer Industrienation zu wandeln. Dieser Wandel schlägt sich vor allem in einem starken Wirtschaftswachstum und der zunehmenden Bedeutung dieser Länder für die gesamte Weltwirtschaft nieder. Neben Ländern wie Mexiko, Chile, Türkei oder Polen zählen daher auch Schwergewichte wie China und Indien zu den Emerging Markets1.

Grundlage für das starke Wirtschaftswachstum in den Emerging Markets sind eine steigende Liberalisierung und Privatisierung der Wirtschaft, der zum Teil große Rohstoffreichtum und vor allem die vorteilhafte demografische Struktur. Denn in den meisten Schwellenländern wächst die Erwerbsbevölkerung überdurchschnittlich stark, während sie in den Industrienationen stagniert. Neue Arbeitskräfte können das Wirtschaftswachstum unterstützen.

Darum können Emerging Markets für Anleger interessant sein

Mit Investments in Emerging Markets haben Anleger die Möglichkeit, interessante Chancen zu nutzen. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen vor allem in den asiatischen Ländern zieht auch der private Konsum an und belebt die Binnenwirtschaft. Mit ETFs können Anleger ganz gezielt in Länder wie Vietnam, Indonesien oder Philippinen investieren, die unter diesen Voraussetzungen gute Chancen für ein weiter steigendes Wirtschaftswachstum haben. Wer lieber gezielt in eine bestimmte Region oder sogar weltweit investieren möchte, kann dies ebenfalls mit ETFs tun. Hier stehen Produkte zur Verfügung, die weltweit in Schwellenländer anlegen, oder gezielt in Lateinamerika, Asien, Osteuropa oder Afrika. Anleger sollten jedoch beachten, dass die unterschiedlichen ETFs je nach Region unterschiedlichen wirtschaftlichen oder politischen Risiken unterliegen.

Neben den guten Aussichten für die heimische Wirtschaft können viele Nationen der Emerging Markets auch durch eine niedrige Staatsverschuldung überzeugen, was eine Investition in entsprechende Anleihen attraktiv macht. Dafür gibt es beispielsweise beim ETF-Anbieter Xtrackers ETFs einen Indexfonds, der den weltweiten Markt für Staatsanleihen aus insgesamt 51 Schwellenländern abbildet. Das im Umlauf befindliche Volumen einer Anleihe muss mindestens eine Milliarde Dollar betragen, um in den entsprechenden Index aufgenommen zu werden. Die Obergrenze des maximalen Nennwerts je Land beträgt 25 Milliarden Dollar, so dass eine breite Streuung des Index erreicht wird.

Mit ETFs das Liquiditätsproblem umgehen

Mit ETFs können Anleger also einfach in den Aktien- oder Anleihemarkt der verschiedensten Emerging Markets investieren - und oft sind ETFs auch die einzige Möglichkeit, die Anleger dafür haben. Denn es werden mittlerweile zwar viele Aktien und Anleihen aus den Schwellenländern auch an deutschen Börsen gehandelt, allerdings ist deren Handelbarkeit in der Regel eingeschränkt. Mit ETFs auf Emerging Markets können Anleger dagegen diese Wertpapiere problemlos in ihr Depot einbuchen und somit von den aufstrebenden Nationen profitieren. Zudem investieren Anleger über einen ETF automatisch gestreut in eine Vielzahl von Wertpapieren. Der weltweit anlegende MSCI Emerging Markets Index umfasst zum Beispiel mehr als 1100 Titel aus aktuell 33 Ländern.

Doch wie bei jeder Anlage, die hohe Renditechancen verspricht, ist auch die Investition in die aufstrebenden Schwellenländer mit Risiken behaftet. Bei allen positiven Entwicklungen, die die Schwellenländer bereits hinter sich haben, muss dennoch berücksichtigt werden, dass es sich bei Emerging Markets eben nicht um Industrienationen handelt. Sie weisen daher noch keine dauerhafte wirtschaftliche oder politische Stabilität auf und sind in besonderem Maße anfällig für Währungsschwankungen. Am Renten- oder Aktienmarkt kann sich das ebenfalls durch starke Schwankungen auswirken. Verwerfungen in einem Schwellenland können jedoch durch ein Portfolio abgefedert werden, das breit über verschiedene Emerging Markets und Industrienationen diversifiziert ist.2




1Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
2Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018


Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Mit ETFs in Indien investieren in Kürze

• Es existieren mehrere ETFs, mit denen Anleger am Wachstum der indischen Wirtschaft teilhaben können
• Dank geplanter Reformen stehen die Zeichen am indischen Aktienmarkt weiter auf Wachstum
• Die indische Rupie ist aktuell sehr stark und leidet bislang nicht unter dem erstarkten US-Dollar

Während alle Augen in den vergangenen Jahren auf China gerichtet waren, hat sich ein anderes Land nahezu unbemerkt fast bis an die Spitze der Emerging Markets vorgearbeitet und könnte China bereits 2015 beim jährlichen Wachstum und in einigen Jahren auch als bevölkerungsreichstes Land überholen. Die Rede ist von Indien.

Mit Strukturreformen und überlegten Investitionen nach vorn

Während in China noch viele staatliche Unternehmen den Markt kontrollieren, hat sich Indien bereits zu einer freien Marktwirtschaft entwickelt, in der zahlreiche Wirtschaftszweige von privaten Unternehmen dominiert werden. Den Weg von einer Planwirtschaft hin zu einer Marktwirtschaft schlug Indien bereits zu Beginn der 1990er Jahre ein. Mit neuen Strukturreformen hat der auf nachhaltiges Wachstum bedachte Narendra Modi, der amtierende Ministerpräsident Indiens, die Wirtschaft seines Landes in der jüngsten Vergangenheit weiter gestärkt. Durch Arbeitsmarktreformen, Investitionen in die Infrastruktur und eine Änderung des Steuersystems hat Modi das Land seit seiner Wahl zum Ministerpräsident im Mai 2014 deutlich vorangebracht. Vor allem die bessere Infrastruktur macht Indien nun zu einem interessanteren und konkurrenzfähigeren Wirtschaftsplatz und treibt das Wirtschaftswachstum des Landes an, so dass die indische Wirtschaft 2015 erstmals schneller wachsen dürfte als die Chinas. Ein Wachstum von rund 8 Prozent sagen die Experten für Indien in diesem Jahr voraus, während die chinesische Wirtschaft nur um rund 7 Prozent wachsen dürfte. In den vergangenen Jahren lag Indiens Wirtschaftswachstum mit durchschnittlich 6,9 Prozent pro Jahr noch deutlich hinter China, das im Durchschnitt ein Wirtschaftswachstum von 9,5 Prozent pro Jahr aufweisen konnte.

Nun wirkt sich aber langsam aus, dass Indien seine Investitionsmittel behutsamer eingesetzt hat als China. Der Anteil des BIP, der reinvestiert wird, liegt bei Indien auf einem niedrigeren Niveau als bei China, wodurch Schulden und Wirtschaftsleistung Indiens seit Jahren gleichmäßig steigen. Die Verschuldungsquote Indiens liegt bei rund 65 Prozent des BIP und hat sich in den vergangenen Jahren kaum erhöht, während sie in China immer weiter wächst. Neben der besseren Schuldenlage besitzt Indien außerdem eine jüngere Bevölkerung - das Durchschnittsalter liegt bei 26,6 Jahren - und ist im Vergleich zu China durch eine geringere Exportquote von rund 15 Prozent weniger abhängig von der Weltwirtschaft, die sich momentan nur schwach entwickelt und von Notenbanken rund um den Globus angeschoben werden muss.

Als Anleger auf Indien setzen

Um von der Erfolgsgeschichte Indiens profitieren zu können, ist es noch nicht zu spät. Experten der Deutsche Asset Managment sehen noch immer Potenzial am indischen Aktienmarkt und auch bei der indischen Wirtschaft stehen die Zeichen dank geplanter Reformen weiter auf Wachstum. Auch die Währung Indiens, die Rupie, zeigt sich aktuell stark - sie hat nicht unter dem Erstarken des US-Dollars gelitten, wie die Währungen vieler anderer Schwellenländer. Dies alles deutet auf die Robustheit der indischen Wirtschaft in einem turbulenten Marktumfeld hin. Anleger haben die Gelegenheit für ein Investment also noch nicht verpasst - schließlich soll Indien China erst in naher Zukunft beim Wirtschaftswachstum überholen.

Um in Indiens Wirtschaft zu investieren und von ihrem Wachstum zu profitieren, stehen Anlegern gleich mehrere ETFs zur Verfügung, über die sie am Erfolg indischer Unternehmen und deren Aktien teilhaben können. Der Xtrackers Nifty 50 Swap UCITS ETF bildet die Wertentwicklung der 50 indischen Aktien ab, die im S&P CNX NIFTY Index enthalten sind. Darunter enthalten sind Banktitel ebenso wie Aktien aus Indiens Technologiesektor oder der Pharmabranche. Auch Papiere des Autoherstellers Tata Motors, der auch Fahrzeuge der Marken Jaguar und Range Rover herstellt, sind im Index enthalten und werden mit ihrer Wertentwicklung durch den ETF abgebildet. Als weitere Möglichkeit für eine Investition in den indischen Aktienmarkt können Anleger auch einen ETF auf den MSCI India TRN Index wählen. Auch dieser ETF bildet die Wertentwicklung des indischen Aktienmarkts ab, investiert dabei aber breiter als der Xtrackers Nifty 50 Swap UCITS ETF. Da der MSCI India TRN Index die Stammaktien aller Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung am indischen Markt umfasst, sind in ihm rund 70 anstatt nur 50 Titel gelistet. Auch hier wird jedoch über verschiedene Branchen hinweg investiert, so dass es Anlegern überlassen bleibt, ob sie über den Index von S&P oder den etwas breiter aufgestellten MSCI-Index in den indischen Markt investieren.

Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Als ETF-Anleger von Chinas Wirtschaftskraft profitieren in Kürze:

• Geplante Reformen können die Wirtschaftskraft Chinas nachhaltig stärken
• Nach wie vor ist die Wachstumsrate von Chinas Wirtschaft höher als das der Weltwirtschaft
• Einige breiter aufgstellte ETFs konnten selbst dem Kurseinbruch an der chinesischen Börse trotzen und bieten Chancen

Der Handelskonflikt mit den USA und die steigende Verschuldung belasten die Stimmung in China. Doch die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt wächst nach wie vor weit überdurchschnittlich und forciert mit Macht den Umbau der Wirtschaft.1

Bereits im 7. Jahrhundert vor Christus begann der Bau für die Vorläufer der Chinesischen Mauer. Ab 200 vor Christus wurde das Bauwerk immer weiter vorangetrieben, um nomadische Reitervölker aus dem Norden abzuwehren. Auch heute muss China gleich auf verschiedenen Konfliktfeldern seine Standfestigkeit unter Beweis stellen.

Ein Beispiel ist der Handelskonflikt mit den USA. Inzwischen werden chinesische Waren im Wert von etwa 250 Milliarden Dollar von den USA mit Strafzöllen belegt Dies dürfte sich in höheren Preisen, schrumpfenden Handelsvolumina und der Umleitung von Exporten an andere Märkte niederschlagen. Der nun bereits seit mehr als einem Jahr schwelende Konflikt schlägt sich mittlerweile auch in Frühindikatoren für die chinesische Wirtschaft nieder: Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im September weiter auf schwache 50,8 Punkte. Zuletzt war der Indexstand vor sieben Monaten so niedrig.

Allerdings hat China durchaus Möglichkeiten, einem möglichen Rückgang des Handels mit den USA gegenzusteuern. Unter anderem kann der wirtschaftliche Austausch im Kontext der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) verstärkt werden. Nicht zuletzt dürfte China das ehrgeizige Seidenstraßen-Projekt weiter forcieren - und damit Schritt für Schritt von den USA unabhängiger werden.

Zudem wird oft übersehen, dass die Nettoexporte Chinas in die USA nur 320 Milliarden Dollar betragen. Gemessen am chinesischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 12,84 Billionen Dollar stellt dies nur einen Anteil von ca. drei Prozent dar. Die Exporte in den asiatischen Raum belaufen sich dagegen mittlerweile auf mehr als das Doppelte. Bereits zu Beginn des Jahres hat die chinesische Regierung Maßnahmen ergriffen, um die Wirtschaft zu stützen. Beispielsweise hat die People’s Bank of China den Renminbi gegenüber dem US-Dollar gezielt abgewertet und damit die Zölle zu einem wesentlichen Teil bereits kompensiert.

Wachstumsstrategie "Made in China 2025"

Große Hoffnungen setzt die chinesische Staatsführung auf die Stärkung der Binnenwirtschaft durch die Strategie "Made in China 2025". Dazu wurden zehn Branchen definiert, in denen China bis 2025 die Technologie-Führerschaft erlangen oder ausbauen will. Das Land will nicht mehr nur Werkbank der Welt sein, sondern von der ganzen Wertschöpfungskette profitieren. Einen Rückschlag hat dieses ambitionierte Vorhaben durch einen aufsehenerregenden Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg erhalten. Der Vorwurf lautet, dass China Spionage-Chips auf Server von US-Unternehmen und Geheimdiensten geschmuggelt haben soll. Sollte das Vertrauen in China als Produktionsstandort sinken, wäre das ein herber Dämpfer für diese Wachstumsstrategie. Sie dürfte nur funktionieren, wenn der Rest der Welt damit rechnen kann, dass die Geräte, die China produziert, auch vertrauenswürdig sind. Bei Computern liegt ihr Anteil mittlerweile bei 90 Prozent.

Doch auch in der Industriepolitik zeigt sich China sehr robust. Im Bereich Mobilität, einem zentralen Baustein der Strategie 2025, zeigt sich beispielsweise, wie konsequent die Staatsführung die Pläne zum Umbau der Wirtschaft verfolgt. Mit massiven staatlichen Subventionen werden Kapazitäten zur Batterieproduktion für die Elektro-Mobilität aufgebaut, die das Volumen im Rest der Welt um ein Vielfaches übersteigen. Dabei werden technische Standards gesetzt, denen sich internationale Wettbewerber anschließen müssen. Für alternative Antriebe von Fahrzeugen wird auch die Infrastruktur für Brennstoffzellen stark ausgebaut. Diese sollen vor allem in Nutzfahrzeugen und Bussen zum Einsatz kommen. Für Aufsehen hat hier ein Joint-Venture2 des kanadischen Brennstoffspezialisten Ballard Power Systems mit dem chinesischen Automobilunternehmen Weichai Power gesorgt. Ein weiteres Vorzeigeobjekt: Der staatliche Luftfahrtkonzern Commercial Aircraft Corp of China (COMAC) hat unlängst einen selbst entwickelten Passagierjet vorgestellt, der mit dem Airbus A320 konkurriert und ab 2021 in Serie produziert werden soll.

Verschuldung als Kehrseite der hohen Investitionen

Die Kehrseite der massiven Investitionen ist die stark gestiegene Verschuldung der meist staatsnahen Unternehmen. 2018 liegt die Verschuldung bei 200 Prozent des BIP. Bereits zu Beginn der Finanzkrise hatte China mit einem schuldenfinanzierten Konjunkturprogramm gegengesteuert und seitdem das Wirtschaftswachstum angekurbelt.

Durch die massive staatliche Unterstützung hat das Land jedoch das Wachstum seiner Wirtschaft auf vergleichsweise hohem Niveau gehalten. Die DWS erwartet für 2019 eine Expansion der Wirtschaftsleistung in China von 6 Prozent, und damit mehr als doppelt so viel wie in Europa oder den USA.

Fazit: China steckt mitten in einem umfassenden Umbau der Wirtschaft, die sowohl Chancen als auch Risiken beinhaltet. Ein stärkerer chinesischer Binnenmarkt würde die Abhängigkeit von der Entwicklung des Welthandels noch weiter verringern.

Wer bereit ist, die Risiken eines Investments in ein Schwellenland wie China zu tragen und höhere Kursschwankungen wie zuletzt verkraften kann, für können ETFs eine effiziente und flexible Lösung bieten, um in den chinesischen Aktienmarkt zu investieren.

Der Xtrackers MSCI China UCITS ETF ist besonders breit angelegt und bildet die wichtigsten chinesischen Aktien ab, die als B-Aktien an den Börsen in Shanghai und Shenzhen, sowie an der Hongkonger Börse notiert sind. Dagegen umfasst der Xtrackers CSI300 Swap UCITS ETF die 300 größten und liquidesten Unternehmen, die in CNY an den chinesischen Inlandsbörsen notiert sind (A-Aktien).3


1Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
2Gemeinschaftsunternehmen
3Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Schwellenländer-Anleihen

Während sich in den meisten Industrienationen die Wachstumskurve deutlich abflacht, wachsen viele Schwellenländer weiter kräftig. Das ist ein Grund, weshalb sich Investoren verstärkt für Staatsanleihen aus Schwellenländern interessieren und diese Anlageklasse insgesamt stark an Bedeutung gewonnen hat.

Der wirtschaftliche Aufstieg Asiens scheint unaufhaltsam. Im vergangenen Jahr erhöhte sich das Privatvermögen der reichsten Asiaten noch einmal deutlich. Im Durchschnitt des Jahres 2017 wurden pro Woche zwei Menschen aus Asien zu Vermögensmilliardären. Hauptgründe für den Boom in Asien: eine florierende heimische Wirtschaft mit steigenden Immobilienpreisen und anziehende Exporte. Und die Aussichten für die nähere Zukunft sind weiter gut. So erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) beispielsweise für die asiatischen Schwellenländer in den kommenden fünf Jahren Wachstumsraten von mehr als 6 Prozent pro Jahr. Für Indien werden sogar bis zu 7,7 Prozent prognostiziert (Stand Oktober 2018). Von solchen Wachstumszahlen sind die großen Volkswirtschaften wie die USA und die Eurozone weit entfernt. Im Gegenteil, hier scheint sich die Wachstumskurve deutlich abzuflachen. Der IWF taxiert das reale BIP-Wachstum in den USA auf 2,5 Prozent für 2019 und nur noch 1,4 Prozent in den Jahren bis 2023, da die fiskalpolitische Unterstützung der Wirtschaft ausläuft. Für die Eurozone werden 1,9 Prozent im kommenden Jahr erwartet, und ein mittelfristiger Rückgang des Wirtschaftswachstums auf ebenfalls nur noch 1,4 Prozent.1

Dieser Vorsprung bei den Wachstumsraten lockt Investoren an. Bisher waren dynamisch expandierende Volkswirtschaften wie China, Indien oder auch Brasilien vor allem für Aktienanleger interessant. Viele Technologie-, Rohstoff- und Konsumgüterkonzerne aus Schwellenländern zählen heute zu globalen Marktführern. Doch mittlerweile sind auch Staatsanleihen aus Schwellenländern zu einer ernst zu nehmenden Anlageklasse geworden. Ihr weltweit ausgegebenes Volumen hat sich von 1994 bis Mitte 2018 von 110 auf 870 Milliarden Dollar vervielfacht. Diese Entwicklung hat sich gerade noch einmal beschleunigt. Laut Weltbank wurde 2017 ein Rekordwert von 309 Milliarden Dollar an Anleihen erreicht, die neu von staatlichen und privaten Organisationen in Schwellenländern ausgegeben wurden.

Investoren schätzen Hartwährungsanleihen in Dollar

Investoren schätzen, dass diese regelmäßig in Dollar emittiert werden. Dadurch ist das Währungsrisiko besser einschätzbar, sonst müssten Investoren mit Anleihen in vielen verschiedenen lokalen Währungen arbeiten. Auf Dollar lautende Schwellenländer-Anleihen sind an einem geregelten Markt ähnlich unproblematisch wie etwa der Kauf einer europäischen Unternehmensanleihe. Im Fachjargon wird hier von "Hartwährungsanleihen" gesprochen. Bei dem von FTSE2 zusammengestellten Schwellenländer-Anleihen-Index EM USD Government and Government-related Bond Select Index wird aktuell eine Endfälligkeitsrendite in Dollar von 6,3 Prozent angegeben. Die Variante desselben Index mit einer Währungssicherung für Euro-Investoren kommt auf aktuell 3,4 Prozent (jeweils Stand Oktober 2018). Dies liegt deutlich über dem Zinsniveau für US- oder Euro-Staatsanleihen. Über den von Xtrackers ETFs angebotenen USD Emerging Markets Bond ETF (https://etf.dws.com/de-de/LU0677077884-usd-emerging-markets-bond-ucits-etf-2d-/), der diesen Index abbildet, können Anleger an dieser Renditechance partizipieren. Jedoch gelten für die ETFs auch die für Anleihemärkte üblichen Kursrisiken, sollten sich zum Beispiel die Marktzinsen stark verändern.

Doch es ist nicht nur die pure Größe, die die Anlageklasse der Schwellenländer-Anleihen für Investoren interessant macht. Es gibt mittlerweile mehr als 50 unterschiedliche staatliche und staatsnahe Emittenten, die entsprechende Indizes ausweisen. Damit ist es möglich, ein breit gestreutes Portfolio unterschiedlicher Emittenten zusammenzustellen. Schließlich ist auch positiv zu werten, dass aktuell bereits knapp die Hälfte der Schwellenländer, die als Emittenten von Anleihen auftreten, von den führenden Rating-Agenturen als "Investment-Grade"3 eingestuft wird. Damit ist das Ausfallrisiko insgesamt vergleichbar mit vielen klassischen Industrieländern.

Politische Risiken bleiben bestehen

Trotz dieser günstigen Ausgangssituation müssen Investoren genau prüfen, in welchem Schwellenland sie ihr Geld investieren wollen. In Indien zum Beispiel stehen im Frühjahr 2019 Wahlen an. Eine Wahlniederlage von Premier Narendra Modi4, was Beobachter für durchaus möglich halten, könnte die anspruchsvolle Reformagenda wieder ins Stocken bringen. Ähnliches gilt für Indonesien, die größte Volkswirtschaft Südostasiens. Hier muss sich Präsident Joko Widodo im April einer Wiederwahl stellen.

China, die mit Abstand größte Volkswirtschaft Asiens, ist ein gutes Beispiel, wie externe Einflüsse die Wirtschaft in Schwellenländern belasten können. Der Handelskonflikt mit den USA mit den angekündigten Zöllen hat das Potenzial, das Wachstum der chinesischen Ökonomie deutlich zu verlangsamen. Auch wenn die Möglichkeit besteht, dass China durch fiskalische und monetäre Lockerungen gegensteuert, bleibt hier eine Unsicherheit bestehen. Ein weiterer grundsätzlicher Aspekt, der gegen die Attraktivität von Schwellenländer-Anleihen sprechen könnte, ist der weltweite Trend zu steigenden Zinsen. Zentralbanken von Industrieländern wie Großbritannien, Kanada und Australien sind der US-Notenbank Federal Reserve bereits mit Zinssteigerungen gefolgt. Sind verzinsliche Anlagen in diesen Ländern mittelfristig wieder attraktiver, könnten sich Investoren gegen riskantere Anleihen aus Schwellenländern entscheiden.5




1Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
2Unternehmen, das Börsenindizes auflegt und vermarktet
3Anleihen mit guter bis sehr guter Bonitätsnote.
4Premierminister Indiens
5Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018

Kleine Helfer für ein ETF-Investment

• Ist die Entscheidung für eine Anlage in ETFs gefallen, gibt es zahlreiche Tools, die Ihnen bei der Wahl der richtigen Anlage helfen. Hier werden einige von ihnen vorgestellt.

Wenn Sie in ETFs investieren möchten, aber momentan keinen größeren Geldbetrag für eine Einmalanlage zur Verfügung haben, können Sie mit Sparplänen monatlich, vierteljährlich oder jährlich auch geringe Summen in einen ETF Ihrer Wahl anlegen und sich damit ein kleines Vermögen aufbauen. Sparpläne können bereits ab einer Sparrate von 50 Euro eingerichtet werden und haben außerdem den Vorteil, dass Sie durch die regelmäßige Einzahlung eines gleichbleibenden Betrags den Cost-Average-Effekt ausnutzen. Dadurch bezahlen Sie auf längere Sicht für Ihre ETF-Anteile nur einen Durchschnittspreis und müssen sich nicht darüber ärgern, den falschen Einstiegszeitpunkt erwischt zu haben, wie es bei Einmalzahlungen der Fall sein kann.

Mit dem Sparplanrechner von Xtrackers ETFs können Sie beispielhaft berechnen, wie sich Ihr Sparplan entwickeln würde. Sie können dafür angeben, wie hoch die regelmäßigen Einzahlungen in den Sparplan sein sollen und ob diese monatlich, vierteljährlich oder jährlich geleistet werden. Auch einmalige höhere Einzahlungen zu Beginn der Sparperiode können bei Wunsch berücksichtigt werden. Daneben sollte noch angegeben werden, wie lange die Laufzeit des Sparplans voraussichtlich ist und welche jährliche Entwicklung Sie von Ihrem ETF erwarten. Hierfür recherchieren Sie am besten, wie sich der ETF oder der zugrundeliegende Index in den letzten 5 bis 10 Jahren entwickelt hat und berechnen daraus die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung. Alle eingegebenen Werte können Sie natürlich jederzeit ändern. Dadurch sehen Sie auch sofort, wie sich eine höhere Sparrate oder ein anderes Einzahlungsintervall auf Ihren Sparplan auswirken würde.

Die Ergebnisse der Berechnung stellt der Sparplanrechner übersichtlich in einer Grafik dar. Aus dieser ist sowohl die Gesamthöhe der getätigten Einzahlungen zu jedem Zeitpunkt während der Ansparphase ablesbar, als auch die Höhe des Betrags, der aus den Einzahlungen unter Berücksichtigung der angenommenen Entwicklung des ETF werden würde. Somit zeigt sich schnell, dass sich ein ETF-Sparplan auch bei kleinen Summen lohnt. Der Rechner kann auch dazu benutzt werden, einen Sparplan weiter zu optimieren, da er die durchschnittlichen Gebühren für den Erwerb von ETF-Anteilen berücksichtigt. Wenn beispielsweise die Einzahlung auf eine jährliche Rate begrenzt und dafür der Betrag entsprechend erhöht wird, ist schnell zu sehen, wie groß der Unterschied zu kleineren monatlichen Raten aufgrund der Gebühren ist, die bei jeder Rate anfallen. Damit ist der Sparplanrechner auch ein gutes Werkzeug, um einen bestehenden Sparplan noch effektiver zu gestalten. Probieren Sie es einfach aus!

Zum Xtrackers ETFs Sparplanrechner:



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Kleine Helfer für ein ETF-Investment

• Ist die Entscheidung für eine Anlage in ETFs gefallen, gibt es zahlreiche Tools, die Ihnen bei der Wahl der richtigen Anlage helfen. Hier werden einige von ihnen vorgestellt.

Musterportfolio

Wenn Sie sich ein Portfolio bestehend aus verschiedenen ETFs aufbauen möchten, ist das Musterportfolio mit Portfoliorechner von Xtrackers ETFs besonders nützlich. Sie können dort aus einer Liste aller Xtrackers ETFs die Indexfonds auswählen, die am besten zu Ihrer Investmentstrategie oder in Ihr bereits bestehendes Depot passen. Die Liste der verfügbaren ETFs umfasst dabei 44 Aktien-ETFs, 15 Renten-ETFs, 4 Geldmarkt- ETFs, 4 Devisen ETFs, 3 Rohstoff-ETFs, einen alternativen ETF und den Portfolio-ETF, der in die Kategorie Mischfonds fällt. Zusätzlich werden bei allen verfügbaren ETFs auch die Wertentwicklung im aktuellen Jahr und die 1-Jahres-Volatilität angegeben, so dass Sie als Anleger direkt sehen können, wo sich Chancen ergeben.

Haben Sie sich für einige ETFs entschieden, können Sie den Betrag, den Sie insgesamt in die Indexfonds investieren möchten, prozentual auf die verschiedenen Produkte aufteilen. Der Portfoliorechner zeigt Ihnen dann an, welchem Kaufwert die prozentualen Angaben entsprechen und wie viele ETF-Anteile Sie zum aktuellen Zeitpunkt dafür enthalten. In der letzten Zeile des Portfoliorechners können Sie außerdem sehen, wie stark Wertzuwachs und Volatilität des zusammengestellten ETF-Depots im vergangenen Jahr gewesen wären. Zusätzlich werden auch Charts angezeigt, die die Entwicklung des zusammengestellten Depots graphisch darstellen und mit denen Sie bis zu fünf Jahre zurückblicken können.

Falls Sie noch nicht genau wissen, welche ETFs Sie sich ins Portfolio holen möchte, können Sie sich auf der Seite von Xtrackers ETFs auch vorgefertigte Musterdepots ansehen. Für konservative, ausgewogene und chancenorientierte Anleger steht jeweils ein ETF-Musterportfolio zur Verfügung. Für diese Musterdepots wurden je nach gewählter Strategie bereits drei bis sechs ETFs aus den Bereichen Aktien, Renten und Geldmarkt ausgewählt und eine entsprechende Gewichtung vorgenommen. Daneben erhalten Sie auch für diese Portfolios die gleichen Informationen, wie im individuell konfigurierbaren Musterdepot: Es gibt Angaben zur Volatilität und Wertentwicklung der einzelnen ETFs sowie zur Wertentwicklung des Gesamtdepots in den vergangenen ein bis fünf Jahren. Ebenso können Sie errechnen lassen, wie viele Anteile der jeweiligen ETFs Sie für Ihren gewünschten Investitionsbetrag erhalten würden. Somit sind Sie für die Einrichtung eines richtigen Depots optimal vorbereitet.

Zu den Xtrackers ETFs Musterportfolios mit Portfoliorechner:



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Kleine Helfer für ein ETF-Investment

• Ist die Entscheidung für eine Anlage in ETFs gefallen, gibt es zahlreiche Tools, die Ihnen bei der Wahl der richtigen Anlage helfen. Hier werden einige von ihnen vorgestellt.

Index Top/Flop

Ein ETF ist nur so gut wie sein zugrundeliegender Index. Daher ist es besonders wichtig, sich über die Entwicklung dieses Index zu informieren, bevor man mittels ETF eine Investition in ihn eingeht. Damit Sie schnell und einfach sehen, welcher Index sich in der Vergangenheit am besten entwickelt hat, stellt Xtrackers ETFs das Index Top/Flop-Tool zur Verfügung.

In diesem Tool können Sie die Indizes entweder nach verschiedenen Kategorien filtern und sich so beispielsweise nur Aktienindizes anzeigen lassen, oder Sie entscheiden sich für die Anzeige aller Indizes, auf die es auch ETFs gibt. Daneben können Sie auch die Zeitspanne auswählen, die für den Performancevergleich der Indizes herangezogen werden soll. Sie haben hier die Wahl zwischen sehr kurzen Zeitspannen von wenigen Tagen bis hin zu Zeiträumen von bis zu 5 Jahren.

In der Ergebnisanzeige werden dann alle Indizes der gewählten Kategorie übersichtlich und sortiert nach Ihrer Performance im gewählten Zeitraum dargestellt. Standardmäßig werden zuerst die Indizes mit der besten Performance angezeigt, wahlweise können aber auch die größten Index-Flops zuerst angezeigt werden. So haben Sie als Anleger schnell einen Überblick darüber, welches Investment sich in der Vergangenheit gelohnt hätte und wo Sie Verluste eingefahren hätten. Wenn Sie die Performance eines Index auch auf lange Sicht überzeugt, finden Sie in der Ergebnistabelle außerdem direkt einen Link zu passenden ETFs, mit denen Sie an der zukünftigen Entwicklung dieses Index teilhaben können, die hoffentlich genauso gut verläuft wie die vergangene Performance es erhoffen lässt.

Zum Xtrackers ETFs Index Top/Flop-Tool:



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Kleine Helfer für ein ETF-Investment

• Ist die Entscheidung für eine Anlage in ETFs gefallen, gibt es zahlreiche Tools, die Ihnen bei der Wahl der richtigen Anlage helfen. Hier werden einige von ihnen vorgestellt.

DAX-Familie

Die Indizes der DAX-Familie werden von der Deutschen Börse, einem der größten Indexanbieter weltweit, berechnet und veröffentlicht. Beim DAX handelt es sich um den Leitindex der Deutschen Börse, der die Wertentwicklung der 30 deutschen Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung und dem größten Börsenumsatz abbildet. Seine Geschwister MDAX und SDAX bilden jeweils die Entwicklung der 60 mittelgroßen bzw. der 70 kleinen deutschen Unternehmen ab, die den Werten im jeweils größeren Index in Bezug auf Marktkapitalisierung und Börsenumsatz folgen. Der TecDAX umfasst als Technologieindex die 30 größten Werte aus der Technologiebranche.

Dow Jones Industrial Average

Der Dow Jones Industrial Average ist der bekannteste Index für amerikanische Aktiengesellschaften. Er spiegelt die Kursentwicklung der 30 bedeutendsten börsennotierten amerikanischen Unternehmen wieder. Dividenden oder vergleichbare Erträge fließen in die Indexentwicklung nicht ein. Der Index wird von S&P Dow Jones Indices berechnet.

iBoxx-Familie

Die Indizes der iBoxx-Familie werden von der International Index Company berechnet und veröffentlicht, bei der es sich wiederum um eine Tochtergesellschaft des Finanzdienstleisters Markit handelt. Bei den unter dem Namen iBoxx gesammelten Indizes handelt es sich ausschließlich um Rentenmarktindizes für Europa, USA und Asien. Als Basis für ETFs besonders beliebt sind die iBoxx Liquid-Indizes, die jeweils die liquidesten Anleihen aus einem bestimmten Bereich bündeln.

MSCI-Familie

Die MSCI-Indizes werden vom börsennotierten amerikanischen Finanzdienstleister MSCI.Inc zusammengestellt, berechnet und veröffentlicht. MSCI bietet zahlreiche verschiedene internationale, regionale, thematische oder strategische Aktienindizes an, die als Referenzindex für ETFs oder als Benchmark für klassische Fonds dienen. Die wichtigsten unter ihnen sind der MSCI World, der über 1.600 Aktien aus 29 Industriestaaten enthält, der MSCI Emerging Markets, der rund 1000 Aktien aus 33 Schwellenländern enthält und damit das Pendant zum MSCI World darstellt, und der MSCI Europe, der Aktien aus 19 europäischen Ländern enthält und die Wertentwicklung des europäischen Aktienmarktes nachbilden soll.

S&P-Familie

Auch die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s ist als Herausgeber von Indizes tätig und gilt als einer der größten Indexanbieter der Welt. Der bekannteste Index aus dem Hause Standard & Poor’s ist der S&P 500, in dem die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen gelistet sind. Aufgrund seiner Größe gelten der S&P 500 und seine Wertentwicklung als Indikator für den gesamten amerikanischen Aktienmarkt. Neben dem S&P 500 umfasst die S&P-Familie jedoch noch zahlreiche weitere Indizes für die verschiedensten Regionen und Themen. Insgesamt stellt Standard & Poor’s nach eigenen Angaben mehr als 830.000 Indizes zur Verfügung.

STOXX-Familie

Beim europäischen Indexanbieter STOXX handelt es sich um eine Tochter der Deutschen Börse. Die beiden ersten STOXX-Indizes, die nach Gründung des Indexanbieters im Jahr 1998 aufgelegt wurden sind der EURO STOXX 50 und der STOXX Europe 50. Ersterer enthält die 50 Unternehmen aus der Eurozone, die die größte Streubesitz-Marktkapitalisierung aufweisen, während letzterer die 50 europäischen Aktiengesellschaften enthält, die gemessen nach der Marktkapitalisierung im Streubesitz führend sind. Der STOXX Europe 50 ist also im Gegensatz zum EURO STOXX 50 nicht auf den Euro-Raum beschränkt. Daneben gibt es von STOXX noch zahlreiche weitere Indizes, die sich unter anderem auf verschiedene Sektoren, Themen oder Regionen beziehen.

FTSE Russel-Familie

Der Indexanbieter FTSE Russell ist eine Tochtergesellschaft der London Stock Exchange Group (LSEG). Der traditionsreiche Finanzkonzern bietet bereits seit über 30 Jahren Indizes und andere Finanzinformationen für Anleger, ETF-Anbieter, Banken und Versicherungen an. Indizes von FTSE Russell sind Benchmark für Fonds, ETFs, strukturierte Produkte und Derivate1. Zu den bekanntesten Indizes dieses Anbieters gehört der FTSE 100, der die 100 größten und liquidesten Aktien an der Londoner Börse umfasst und sich als Standard-Index für den britischen Aktienmarkt etabliert hat. Der Russell 2000-Index gilt als wichtigster Index für das Segment der mittelgroßen und kleinen Aktien am US-amerikanischen Aktienmarkt.

Bloomberg-Barclays-Familie

Die Ursprünge der Bloomberg Barclays Indexfamilie reichen zurück bis ins Jahr 1973, als die ersten Total-Return-Bond Indizes aufgelegt wurden. 2016 hat der Finanzinformationskonzern Bloomberg das Indexgeschäft von Barclays PLC übernommen und bietet seitdem Indizes unter dem Markennamen Bloomberg Barclays an. Der Schwerpunkt des Angebots liegt auf Renten-Indizes, sowohl mit einer traditionellen Gewichtung nach Marktkapitalisierung, wie auch mit alternativen Gewichtungsmethoden. Der bekannteste Index ist der sehr breit gestreute Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond Index mit mehr als 20.000 festverzinslichen Titeln. Der Global Aggregate Bond Index hat sich als globale Messlatte für Renten-Titel mit Investment-Grade2 Status durchgesetzt.3




1Derivative Wertpapiere sind von Basiswerten wie Aktien, Anleihen, Währungen oder Rohstoffen abgeleitet und von deren Wertentwicklung in spezifisch definierter Form abhängig.
2Anleihen mit guter bis sehr guter Bonitätsnote.
3Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018
Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Kleine Helfer für ein ETF-Investment

• Ist die Entscheidung für eine Anlage in ETFs gefallen, gibt es zahlreiche Tools, die Ihnen bei der Wahl der richtigen Anlage helfen. Hier werden einige von ihnen vorgestellt.

Die Asset-Allokation-Ampel

Die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Rohstoffe und Anleihen, ist ein entscheidender Faktor für die Rendite eines Portfolios. Denn auf diese Weise werden die Risiken gestreut und Chancen auf verschiedenen Märkten genutzt. Diese Art der Vermögensaufteilung, die auch Asset Allokation genannt wird, leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Wertsteigerung eines Portfolios, so dass die Wahl des "einen" richtigen Anlageproduktes, das ohnehin schwer zu finden ist, in den Hintergrund tritt.

Für die optimale Vermögensaufteilung bietet DWS die Asset-Allokation-Ampel als Orientierungshilfe an. Die aktuelle Asset-Allokation-Ampel finden Sie hier, sie wird monatlich auf der Internetseite von Xtrackers ETFs zur Verfügung stehen. Mit der Asset-Allokation-Ampel erhalten Anleger eine Zusammenfassung der Trends in den wichtigsten Aktien-, Anleihe- und Rohstoffkategorien. Konkret bietet die Asset-Allokation-Ampel für jede untersuchte Kategorie monatlich Daten zur bisherigen Wertentwicklung und den Mittelzuflüssen im europäischen ETF-Markt sowie einen Investmentausblick.1

Dargestellt werden diese Daten in Form einer Ampel. Sie sind somit leicht verständlich und auf einen Blick erfassbar. Die Bedeutung der Ampelfarben ist dabei wie folgt:

Die Farbe Grün steht also beispielsweise für eine positive Wertentwicklung des repräsentativen Index (zum Beispiel des DAX für den deutschen Aktienmarkt), Mittelzuflüsse in entsprechende ETFs und für eine positive Einschätzung des CIO Office der DWS für die nächsten 1-3 Monate. Anhand der Asset-Allokation-Ampel können also aussichtsreichen Anlagekategorien identifiziert werden. So deuten steigende Mittelzuflüsse in entsprechende ETFs beispielsweise daraufhin, dass institutionelle Investoren einen Schwerpunkt auf die jeweilige Kategorie gelegt haben, weil sie sich von diesem Anlagesegment steigende Kurse versprechen. Auch der Investmentausblick des CIO-Office der DWS kann Privatanlegern dabei helfen, chancenreiche Investmentkategorien zu identifizieren.

Anleger sollten aber trotzdem darauf achten, ob die Kategorien in ihr Gesamtportfolio und zu ihrer Investmentstrategie passen. Denn auch wenn die Asset-Allokation-Ampel sowohl bei der Wertentwicklung, als auch bei den Mittelzuflüssen und dem Anlageausblick auf Grün steht, heißt das noch nicht, dass Anleger unbedingt in die entsprechende Kategorie investieren sollten. Ob sich diese Kategorie für eine Anlage eignet, muss jeder Anleger nach seiner individuellen Risikoneigung und seinem individuellen Anlagehorizont selbst entscheiden.2




1Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
2Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018


Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Der ETF-Markt in Deutschland

Die Zahl der ETF-Anbieter, von denen deutsche Anleger Produkte beziehen können, ist seit dem Jahr 2000 deutlich gestiegen. Wir stellen die größten Anbieter in einer alphabethischen Auflistung vor.

Markt und Anbieter - Der ETF-Markt in Deutschland

Seit der Einführung des ersten ETF in Deutschland im Jahr 2000 ist der ETF-Markt kräftig gewachsen. Bis Ende Oktober 2018 ist das durch ETFs verwaltete Vermögen in Europa auf rund 691Milliarden Euro angestiegen . Auch die Anzahl der verfügbaren ETFs ist seit Auflage des ersten Indexfonds fast durchgängig gewachsen und liegt nun weltweit bei über 3.000. In den letzten Jahren hat sich das Wachstum bei der Anzahl der neu aufgelegten ETFs jedoch etwas abgeschwächt. Mittlerweile gibt es für fast jede Branche, jedes Land und jede Anlageklasse zahlreiche ETFs. Auf der anderen Seite entstehen neue ETFs, die Faktor-basierte Anlagestrategien wie zum Beispiel Value oder Minimum Volatility verfolgen. Eine weitere neue Variante sind thematisch investierende ETFs.

Auch die Zahl der ETF-Anbieter, von denen deutsche Anleger Produkte beziehen können, ist seit dem Jahr 2000 deutlich gestiegen. Wir stellen die größten Anbieter in einer alphabethischen Auflistung vor.

Amundi: Amundi ETF zählt zu den Pionieren des europäischen ETF-Marktes und ist, gemessen am verwalteten Vermögen, der größte Vermögensverwalter in Europa. Weltweit zählt Amundi zu den zehn größten Fondsgesellschaften. Durch die Integration von Pioneer Investments im Juli 2017 kann Amundi auf ein größeres Vertriebsnetz in Nordamerika und ein umfassenderes Angebot von Produkten, Investmentlösungen und Services zurückgreifen. Kunden können auf lokale Spezialisten-Teams in sechs Ländern - darunter auch Deutschland - zugreifen.

EasyETF: BNP Paribas Easy ist das ETF- und Indexfondsangebot der französischen Großbank BNP Paribas und war der erste Anbieter von Rohstoff-ETFs in Europa. Das ETF-Sortiment von BNP Paribas Easy konzentriert sich auf nachhaltige Anlagethemen (z.B. geringer CO2-Ausstoß, keine umstrittenen Waffen) und Smart Beta2.

ETF Securities: Die ETPs von ETF Securities gehören nun zur WisdomTree-Familie in Europa. Im April 2018 wurde die Präsenz und das Leistungsangebot auf dem europäischen Markt ausgebaut, nachdem die marktführende Rohstoffplattform von ETF Securities Teil des europäischen Produktangebots geworden ist. Die ETPs3 von ETF Securities umfassen eine breite Auswahl an innovativen Rohstoff-, Devisen4- und Short-Leveraged5-Produkten. Die Produkte von ETF Securities ermöglichen es Investoren, ihre Portfolios über traditionelle Anlageklassen hinaus zu diversifizieren. WisdomTree Investments hat seinen Hauptsitz in New York und Büros in London, Tokio und Toronto.

Invesco: Invesco wurde 1935 gegründet und ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in Atlanta (USA). Invesco ist der weltweit viertgrößte ETF-Anbieter der Welt und in 20 Ländern vertreten. 2017 hat Invesc Source ETF gekauft. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Anbieter unter dem Namen "Invesco PowerShares" bekannt. Mit der Übernahme von Source ETF bietet Invesco eine breite Palette aus bekannten Indizes, Sektor-ETFs und hochspezialisierten ETFs in anderen Anlageklassen an.

iShares: iShares ist die ETF-Marke des amerikanischen Vermögensverwalters BlackRock und der weltweit führende ETF-Anbieter. iShares kann auf eine fast 20-jährige Erfahrung im ETF-Bereich zurückgreifen und gehört damit zu den Pionieren in der Branche. Anleger können zwischen ETFs wählen, die Indizes für Aktien, Anleihen oder Rohstoffe nachbilden. Die iShares ETF-Palette ermöglicht es unseren Kunden, in praktisch alle großen Anlageklassen zu investieren und auch beispielsweise einzelne Länder oder Branchen auszuwählen.

Lyxor: Lyxor Asset Management ist eine 100-prozentige Tochter der Société Générale und seit 2001 auf dem europäischen ETF-Markt vertreten. Lyxor Asset Management ist (gemessen am AUM) einer der drei wichtigsten ETF-Anbieter Europas und das Produktangebot deckt die größten internationalen Aktien-, Rohstoff-, Fixed-Income- und Geldmarktindizes ab. Lyxor hat die erste ETF Research Academy der Welt gegründet, und ist der älteste Anbieter europäischer ETFs in Europa.

State Street: State Street wurde 1792 gegründet, hat 1993 seinen ersten ETF aufgelegt und gehört zu den weltweit Top 3 ETF-Anbietern. SPDR ETF ist die ETF-Marke des US-amerikanischen Vermögensverwalters State Street Global Advisors. SPDR wird "Spider" ausgesprochen. SPDR ETF setzt auf eine breite Abdeckung der Indizes von Bloomberg, MSCI und S&P im Aktien- und Anleihen-Segment und ist insbesondere für seine Dividenden-Aristokraten bekannt.

UBS: UBS ETF ist die ETF-Sparte der gleichnamigen Schweizer Großbank UBS. 2001 legte die UBS ihren ersten ETF auf und diese unter dem Namen Fresco Index Shares. Erst Ende 2004 fand eine Umbenennung in UBS Exchange Traded Funds statt. Der Hauptsitz von UBS ETFs ist in Luxemburg, wo auch die erste UBS Plattform für ETFs eingerichtet wurde. Weitere ETF-Plattformen der UBS befinden sich in Irland und der Schweiz. Das Produktspektrum der UBS deckt den Aktien-, Anleihen- und Rohstoffbereich ab. Der Schwerpunkt des Angebots liegt dabei auf währungsgesicherten ETFs.

Xtrackers ETFs: Xtrackers ist der größte ETF-Anbieter aus Europa. Bei Xtrackers handelt es sich um die ETF-Sparte der DWS, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bank. Mit den Xtrackers ETFs erhalten Anleger Zugang zu allen wichtigen Anlageklassen, wie Aktien, Renten und Rohstoffen. Xtrackers begann 2007 als Spezialist von synthetisch replizierenden ETFs und hat sich heute zu einem der größten und etabliertesten ETF-Anbieter von physischen ETFs in Europa entwickelt. Die Xtrackers ETFs sind an 11 Börsen weltweit gelistet.

Vanguard: Die Vanguard Group wurde 1975 von John Bogle, dem Erfinder des Indexfonds, gegründet und bietet hauptsächlich ETFs in den Anlageklassen Aktien und Anleihen an. Vanguard hat eine genossenschaftsähnliche Eigentümerstruktur - und ist weder börsennotiert noch im Besitz einer Investorengruppe. Dank dieser Struktur sind die US-Fondsanleger über die Fondsanteile direkt an Vanguard beteiligt.




2Anlagestrategie, bei der die Indexmitglieder nicht wie bei den meisten Indizes nach der Marktkapitalisierung gewichtet werden, sondern nach verschiedenen Kriterien.
3Exchange Traded Products: Oberbegriff für ETFs und andere Formen wie ETC (Commodities = Rohstoffe) oder ETN (Notes = Schuldpapiere).
4Fremdwährungen

Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018

Kleine Helfer für ein ETF-Investment

• Ist die Entscheidung für eine Anlage in ETFs gefallen, gibt es zahlreiche Tools, die Ihnen bei der Wahl der richtigen Anlage helfen. Hier werden einige von ihnen vorgestellt.

Grundwissen zu ETFs:

• ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Referenzindex und dessen Wertentwicklung nachbilden. Der Refernzindex muss dabei nicht zwingend ein Aktienindex sein sondern kann auch andere Wertpapierarten beinhalten. Auch Märkte wie Schwellenländer oder Frontier Markets können über ETFs einfach gehandelt werden
• ETFs verbinden die einfache Handelbarkeit einer Aktie mit der Risikostreuung eines ganzen Portfolios. Sie können zu den Börsenöffnungszeiten durchgängig gehandelt werden.
• Da aufgrund ihrer passiven Anlagestrategie kein Fondsmanagement benötigt wird, sind ETFs besonders kostengünstig. Sie können dadurch allerdings nicht besser als ihr Referenzindex laufen, aber auch nicht schlechter
• ETF sind besonders effizient, transparent und flexibel. Sie bieten dadurch zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Wertpapierarten, unterliegen aber wie alle Wertpapiere allgemeinen Risiken wie dem Wechselkursrisiko, dem Zinsänderungsrisiko, dem Kontrahentenrisiko oder dem allgemeinen Marktrisiko

ETFs im Portfolio

• ETFs bieten eine einfache Möglichkeit, um das eigene Portfolio zu diversifizieren
• ETFs als Kern des Portfolios können durch weitere strategische Investments ergänzt werden, um die Renditechancen zu erhöhen
• Mit dem Portfolio-ETF gibt es von Xtrackers ETFs ein Produkt, das es dem Anleger ermöglicht mit einem ETF in ein ganzes Portfolio zu investieren
• Beim Kauf von ETFs fallen Depotgebühren, Geld-Brief-Spanne, Transaktionsgebühren, Börsengebühren und Verwaltungsgebühren, jedoch kein Ausgabeaufschlag, an
• Die Gebühren für eine Investition in ETFs liegen im Normalfall unter denen für klassische Fonds

Sparen mit ETFs und weitere Einsatzgebiete:

• Vor allem ihre geringen Kosten, ihre hohe Liquidität und die Anzahl der Märkte, die mit ihnen abgedeckt werden kann, machen ETFs zu einem vielseitigen Anlageinstrument
• Sparpläne auf ETFs sind ein gutes Mittel zum langfristigen Vermögensaufbau
• Im Gegensatz zu Einmalanlagen besteht bei Sparplänen kein Timing-Risiko und Anleger können vom Cost-Average Effekt profitieren
• Mit ETF-Sparplänen können Anleger ganz nach ihren Bedürfnissen Geld, zum Beispiel für die Altersvorsorge, ansparen und flexibel auf Änderungen der persönlichen Lebenssituation reagieren
• Als Vermögenswirksame Leistungen oder Versicherungspolice wird die Investition in ETFs staatlich unterstützt, für die staatliche Förderung gibt der Anleger aber einen Teil seiner Freiheiten auf und die Geldanlage wird weniger flexibel



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Strategic Beta läutet neues Kapitel der ETF- Anlage ein

• ETF-Spezialist Roger Bootz (Deutsche AM) im Interview über neue Trends im Bereich der börsennotierten Indexfonds wie zum Beispiel die Strategic Beta ETFs von Xtrackers ETFs.

finanzen.net: Herr Bootz, Sie sind seit 1. Dezember 2014 bei Deutsche AWM für den öffentlichen Vertrieb passiver Anlageprodukte wie ETFs verantwortlich. Welche Herausforderungen haben Sie an dieser Position besonders gereizt?

Roger Bootz: Börsengehandelte Indexfonds, kurz ETFs, sind ein faszinierendes Anlageprodukt. Sie verbinden die Vorteile der Handelbarkeit einer Aktie mit der breiten Streuung eines Fonds. Obwohl die ersten ETFs bereits vor 15 Jahren an der Deutschen Börse gelistet worden sind, setzen sie sich jetzt erst breit durch. Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase treten Vorteile von Indexfonds wie die niedrigen Verwaltungskosten besonders deutlich hervor. In dieser Wachstumsphase des ETF-Marktes bei einer der führenden Anbieter im Markt zu sein, sehe ich als eine große Chance.

finanzen.net: Privatanleger zeigten sich in der Vergangenheit bei ETFs eher zurückhaltend. Können Sie hier in der aktuellen Niedrigzinsphase ein Umdenken feststellen?

Roger Bootz: Ich würde nicht sagen, dass Privatanleger, die selbst über ihre Anlagen entscheiden, bei ETFs zurückhaltend sind. Im Gegenteil, wir sehen eine verstärkte Nachfrage nach ETFs auch von Privatanlegern. Dies widerspiegelt sich in dem stark wachsenden Volumen in ETF-Sparplänen im vergangenen Jahr wieder. Wir arbeiten zudem mit einer ganzen Reihe von Vermögensverwaltern und Finanzberater-Pools zusammen, die ETFs in ihre Angebotspalette aufnehmen, da sie eben von Privatanlegern ein großes Interesse an ETFs sehen.

finanzen.net: Generell gelten die Deutschen ja als zurückhaltend bei der Geldanlage. Mit dem Portfolio-ETF bietet Xtrackers ETFs auch ein Produkt an, bei dem sich Anleger um kaum etwas kümmern müssen. Für welche Anlegertypen war der Portfolio-ETF ursprünglich gedacht und wie wird das Produkt von den Anlegern angenommen?

Roger Bootz: Der Portfolio-ETF war von Anfang an als Lösung für Anleger gedacht, die ein breit gestreutes Portfolio auf mehrere Anlageklassen in nur einem Produkt wünschen. Der Portfolio-ETF ist grundsätzlich breit in verschiedene Aktien- und Anleihesegmente gestreut und wird dynamisch umgeschichtet mit dem Ziel, langfristig das Risiko zu senken. Damit ist gemeint, er ist immer Bereiche mit attraktiven Dividenden- und Zinserträgen investiert, diese Strategie reduziert langfristig nachweislich die Schwankungen. Der Portfolio-ETF wird sehr gut angenommen, das Fondsvolumen ist auf mehr als 280 Millionen Euro gestiegen (Stand Anfang Mai 2015). Um auch Anlegern eine Alternative zu bieten, die eine geringere Aktienquote wünschen, bieten wir den Portfolio Income ETF an. Das Anlageprinzip ist identisch, allerdings ist die Aktienquote auf 30 Prozent beschränkt.

finanzen.net: Geht der Trend bei der Vermögensverwaltung mittlerweile generell mehr in Richtung "Passives Investment"?

Roger Bootz: Immer mehr Anleger nutzen passive Produkte für aktive Anlagestrategien. Ein Grund dafür könnten sicherlich die vergleichsweise günstigen Gebühren für passive Anlageprodukte sein. Das verwaltete Vermögen wird nach Erwartung des Beratungshauses pwc von 7,3 Billionen US-Dollar im Jahr 2002 auf 22,7 Billionen US-Dollar im Jahr 2020 steigen. Das entspricht einer geschätzten jährlichen Wachstumsrate in Höhe von 15 % des passiv verwalteten Vermögens. Nicht nur die Höhe der Kosten, auch das in den letzten Jahren gestiegene Handelsvolumen spricht für ETFs. Denn höhere Umsätze bedeuten in der Regel niedrigere Transaktionskosten.

finanzen.net: Welche ETFs von Xtrackers ETFs haben in den vergangenen 12 Monaten besonders gut performt? Waren dies auch die ETFs, die von den Anlegern am häufigsten nachgefragt wurden?

Roger Bootz: Die Wertentwicklung der ETFs hängt ja von den zugrunde liegenden Indizes ab. Blickt man auf die vergangenen 12 Monate per Ende März 2015 zurück, hat ganz klar der chinesische Aktienmarkt bei der Wertentwicklung die Nase vorn. Aber auch japanische und vor allem europäische Aktien haben in den vergangenen 12 Monaten deutliche Kurszuwächse hinter sich. Die höchsten Zuflüsse haben wir gerade seit Anfang diesen Jahres in ETFs auf breite europäische Aktienindizes gesehen, wie MSCI Europe, EuroStoxx 50 oder Stoxx 600 Europe.

Im Segment japanische Aktien standen besonders Aktien-ETFs mit einem reduzierten Währungsrisiko im Mittelpunkt des Interesses der Anleger. Da der japanische Yen in der Vergangenheit stark an Wert gegenüber dem Euro verloren hat, hat beispielsweise die Euro-hedged Version des Xtrackers MSCI Japan UCITS ETF per Ende März 2015 eine deutlich bessere Wertentwicklung gezeigt als der entsprechende ETF ohne Währungsabsicherung.

finanzen.net: Was sind in Ihren Augen aktuell die größten Themen am ETF Markt?

Roger Bootz: Ein spannendes Thema sind Dividenden-Strategien. Es gibt mittlerweile eine breite Auswahl an ETFs, bei denen die Aktien nicht traditionell nach dem Börsenwert gewichtet werden, sondern nach der Höhe der Dividendenrendite. Beispiele sind der Euro Stoxx Select Dividend 30 Index oder der Stoxx Global Select Dividend 100 Index. Die Dividenden-Rendite liegt bei letzterem zum Beispiel aktuell (Stand Ende März 2015) bei 5,2 Prozent und damit deutlich über der Verzinsung von Staatsanleihen mit sehr guter Bonität.

Im Rentensegment sind Anleihesegmente aktuell ein interessantes Thema, die eine höhere Verzinsung bieten, wie zum Beispiel Unternehmensanleihen. Jedoch ist die künftige Entwicklung der Zinsen sehr unsicher. Daher könnten hier ETFs auf den Hochzins-Anleihenmarkt mit einer geringeren Restlaufzeit der Anleihen interessant sein. Denn in der Regel reagieren kurzlaufenden Anleihen nicht so stark auf Zinsänderungen.

finanzen.net: Wie hat sich das Angebot von Xtrackers ETFs verändert, um diesen Trends Rechnung zu tragen? Welche spannenden Produkte sind für die Zukunft geplant?

Roger Bootz: Die genannten Dividenden-ETFs sind ein Teil einer neuen Produktgattung, die wir "Strategic Beta" nennen. Damit wird ein neues Kapitel der ETF-Anlage eingeläutet. Diese Produkte bilden Indizes ab, die nicht traditionell nach dem Börsenwert gewichtet werden, wie beispielsweise beim DAX. Hier haben wir schon einige Produkte und planen noch weitere. Die Strategic-Beta-ETFs bieten eine wertvolle Alternative zu den traditionellen Produkten, um das Depot breiter zu streuen und letztendlich eine bessere Performance für das gesamte Portfolio zu erreichen.

finanzen.net: Mit dem Xtrackers S&P 500 Equal Weight UCITS ETF setzen Sie dabei auf eine Gleichgewichtung aller Bestandteile des abgebildeten Index. Welche Chancen ergeben sich daraus?

Roger Bootz: Eine Gleichgewichtung der Indexmitglieder kann als weitere Variante von Strategic-Beta-Indizes gesehen werden. In dem konkreten Beispiel werden die 500 Aktien des US-amerikanischen S&P-500-Index mit der gleichen Gewichtung aufgenommen. Das heißt, auch kleinere Unternehmen bekommen dieselbe Indexgewichtung wie die - nach Börsenwert - um ein Vielfaches Größeren Konzerne wie zum Beispiel Apple oder Microsoft. Damit haben die Kurse kleinerer Aktien einen größeren Einfluss auf die Indexentwicklung im Vergleich zum traditionellen S&P 500 Index. Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass kleine Aktien über einen langen Zeitraum eine bessere Performance zeigen als BlueChips. Entsprechend ist die Wertentwicklung des S&P 500 Equal Weight Index zwar nicht in jedem Zeitraum, aber langfristig gesehen besser als die Basis-Variante.

finanzen.net: Welche weiteren Strategic Beta ETFs werden von Xtrackers ETFs angeboten? Sind weitere Strategic Beta ETFs geplant?

Roger Bootz: Neben den schon genannten ETFs auf Dividenden- und gleichgewichtete Indizes haben wie eine Palette an vier Faktoren-ETFs aufgelegt: Dahinter steckt folgende Idee: Die Marktrendite, die häufig als Beta bezeichnet wird, kann durch verschiedene Faktoren erklärt werden. Wer sich auf einzelne Faktoren konzentriert, konnte in der Vergangenheit über längere Zeiträume von mehr als zehn Jahren eine bessere Rendite erzielen. Die Deutsche AWM deckt mit ihren ETFs vier Faktoren ab. Bei "Value" geht es um günstig bewertete Aktien, bei "Quality" um die Qualität der Erträge, bei "Momentum" um Aktien in einem Aufwärtstrend und bei "Low Beta" um Aktien mit einer geringeren Schwankungsbreite als der Markt in der Vergangenheit.

finanzen.net: Martin Weithofer (Head of Strategic Beta, Deutsche AWM) hat Strategic Beta ETFs in einem Gastbeitrag für die Börsen-Zeitung einmal als "Passives Investieren für Fortgeschrittene" bezeichnet. Sind diese Produkte also nicht für jeden Anleger geeignet?

Roger Bootz: Mit dem "Fortschritt" ist gemeint, dass diese Indizes eine Weiterentwicklung der traditionellen Indizes nach Börsenwert-Gewichtung sind. Sie sind aber für jeden Anlegertyp geeignet, auch für Privatanleger. Eines sollte man jedoch nicht vergessen: Auch die Aktienfaktoren-ETFs bilden den weltweiten Aktienmarkt ab, können sich natürlich von den Börsentrends nicht abkoppeln. Sie bieten allerdings wie gesagt die Chance auf eine bessere Entwicklung im Vergleich zu den traditionellen Indizes.

finanzen.net: Xtrackers ETFs wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach für ETFs ausgezeichnet, so zum Beispiel mit dem Global ETF Award. Welche Leistungen bieten Sie im Vergleich zu anderen ETF-Anbietern? Wo liegen die Stärken Ihrer Produkte?

Roger Bootz: Ein wichtiges Kriterium ist auf jeden Fall die sehr gute Produktqualität bei den Xtrackers ETFs. Wenn der ETF nicht sehr genau den Index abbildet, sind alle weiteren Argumente nahezu wirkungslos. Hier sehen wir uns als einer der besten Adressen im Markt. Ein weiteres Merkmal ist die sehr breite Produktpalette. Xtrackers ETFs bilden alle Anlageklassen von Aktien und Renten über Geldmarkt und Rohstoffe ab, inklusiver neuer Entwicklungen wie eben Strategic Beta. Last but not least schaffen wir es immer wieder, ETFs für neue Segmente auf den Markt zu bringen, die bisher nicht erhältlich waren. Ein Beispiel ist der Harvest CSI 300 A-Shares ETF, der als einer der ersten das Segment der A-Aktien am chinesischen Aktienmarkt abbildet. Ein anderes Beispiel ist unser ETF auf den Barclays Global Bond Aggregate Index. Damit kann der Anleger mit nur einem ETF die Entwicklung von 15.000 Anleihen weltweit abbilden.

finanzen.net: Welche speziellen Services bieten Sie für Ihre Kunden an?

Roger Bootz: Unsere Webseite www.etf.db.com ist schon häufig ausgezeichnet worden. Für alle ETFs sind tagesaktuell die Zusammensetzung der Indizes und zahlreiche Angaben zur historischen Wertentwicklung abrufbar. Um schnell einen Überblick über die Entwicklung und Chancen von Anlageklassen und Kategorien zu bekommen, haben wir die Asset Allokation Ampel entwickelt, die unter https://etf.deutscheam.com/de-DE/etf-wissen/tool/asset-allokation-ampel/ abrufbar ist. Hier kann man auf einen Blick sehen, welche Indizes am stärksten ge- oder verkauft werden, wie die Wertentwicklung aussieht und für welche Segmente der Chef-Anlagestratege der Deutschen AWM eine positive Meinung hat.

Zur Person

Roger Bootz ist Leiter des öffentlichen Vertriebs passiver Anlageprodukte in der Region EMEA bei der Deutschen Asset Management.

Roger Bootz verantwortet den Vertrieb von Xtrackers ETFs über Vermögensverwalter, Direktbanken, Finanzberater und Vermittler-Pools hinweg. Mit Sitz in Frankfurt berichtet Bootz an Simon Klein, Leiter Vertrieb ETPs & Institutionelle Mandate EMEA und Asien Deutsche AWM. Er kommt von der UBS AG, wo er nach zahlreichen Sales-Aufgaben zuletzt als Head of ETF Capital Markets Europe tätig war. Zuvor arbeitete er von 2006 bis 2012 als Head of Lyxor ETFs Schweiz bei Société Générale. Von 1999 bis 2006 war er als Regional Director für STOXX Ltd./Dow Jones Indexes tätig. Roger Bootz ist Betriebsökonom und studierte Banking & Finance an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Über Xtrackers ETFs

• Profil der ETF-Sparte der Deutsche Asset Management

Xtrackers, die ETF-Sparte der DWS, bietet seinen zahlreichen Anlegern eine breite Palette von effizienten und qualitativ hochwertigen börsengehandelten Indexfonds oder Exchange Traded Funds (ETFs)1. Anleger erhalten durch unsere rund 200 ETFs Zugang zu allen wichtigen Anlageklassen, ob Aktien, Renten, Geldmarkt oder Rohstoffe. Xtrackers verwaltet in ETFs rund 74 Milliarden Euro (Stand Ende 2018, Quelle: DWS) und hat sich zu einer globalen Marke entwickelt. Xtrackers ist weltweit an 11 Börsen notiert und in 15 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Südamerika mit Mitarbeitern vertreten.

2007 begann Xtrackers als Spezialist von synthetisch replizierenden ETFs und hat sich mittlerweile zu einem der größten und etabliertesten ETF-Anbieter von physischen ETFs in Europa entwickelt. Das Angebot von Xtrackers ETFs ist breit aufgestellt und bedient die Anforderungen verschiedener Investorengruppen:

  • Seit 2014 bietet Xtrackers mit Core-ETFs ein wesentliches Fundament für jedes Anlegerportfolio. Diese weisen eine geringe Pauschalgebühr, beginnend ab 0,07 %, auf, sind kostengünstig, physisch repliziert und basieren auf bedeutenden Aktien- oder Rentenmarktindizes.
  • Nachhaltig ausgerichtete Xtrackers ESG-ETFs bilden Aktien- und Rentenindizes ab, bei denen ökologische und sozial-gesellschaftliche Aspekte sowie die Art der Unternehmensführung (Environmental, Social, Corporate Governance; kurz ESG) eine entscheidende Rolle spielen.
  • Über verschiedene Anlageklassen bietet Xtrackers eine der breitesten Angebote an Strategic-Beta-2 und Factor-ETFs3 in der Branche. Factor Investing4 basiert auf der Annahme, dass die Aktienauswahl anhand verschiedener Faktoren, wie beispielsweise Value5, Quality6, Momentum7 und Minimum Volatility8, langfristig betrachtet zu einer besseren Wertentwicklung als traditionellen Vergleichsindex führen kann. Auf der Rentenseite bieten die Yield-Plus-ETFs9 eine Alternative zu klassischen Indizes.
  • Als jüngste Neuerung in der Palette bietet Xtrackers thematisch investierende ETFs an. Xtrackers ThematiX ETFs bilden Indizes ab, die nach vorausschauenden Kriterien konzipiert wurden. Damit können sich Anleger heute schon an Unternehmen beteiligen, die bei Zukunftsthemen wir Künstliche Intelligenz10, Big Data11 und Autonomes Fahren gut positioniert sind.

Je nach Anlageziel und Risikoneigung des Anlegers, eignen sich ETFs ideal zum Portfolioaufbau. Im ersten Schritt legen Anleger die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen (Asset Allocation) fest und wählen den dazu passenden Index. Xtrackers ETFs bilden eine Vielzahl verschiedener Märkte ab und bieten für jedes Anlageziel die individuell passende Anlagelösung.

Weitere Informationen unter: https://etf.dws.com/de-de/produktfinder/




1Börsengehandelte Investmentfonds
2Anlagestrategie, die ähnlich wie "Smart Beta" nicht einen Index 1:1 nachbildet, sondern anstrebt, mit einer abweichenden Gewichtung und Selektion der Index-Mitglieder eine Mehrrendite zu erzielen.
3ETFs, deren Anlegestrategie auf spezifische Gruppen von Kennzahlen optimiert ist.
4Anlegestrategie, die auf spezifische Gruppen von Kennzahlen optimiert ist.
5Faktor, der Aktien anhand deren Werthaltigkeit selektiert.
6Faktor, der Aktien anhand spezifischer Qualitätskriterien selektiert.
7Faktor, der Aktien anhand deren Kursentwicklung in einem bestimmten Zeitraum selektiert.
8Faktor, der Aktien anhand deren Kursschwankungen selektiert.
9ETFs, die Anleihen-Indizes nachbilden, dabei aber eine höhere Rendite als der Index anstreben.
10Algorithmen, die in Datensätzen versteckte Zusammenhänge aufdecken, selbständig lernen und perspektivisch eigenständig Entscheidungen treffen können.
11Große Datenmengen, die mithilfe bestimmter IT-technischer Verfahren auf versteckte Zusammenhänge analysiert werden.

Weitere Informationen unter: https://etf.dws.com/de-de/produktfinder/

Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018

Über Xtrackers ETFs

Xtrackers sind Exchange Traded Funds (ETFs) - ein Angebot der Deutsche Asset Management.

ETFs kombinieren die Vorteile von Aktien und Fonds in nur einem Produkt. Xtrackers ETFs können wie Aktien an der Börse fortlaufend gehandelt werden und ermöglichen eine genaue, transparente und flexible Partizipation an Indizes ohne hohen Kostenaufwand, es fallen keine Ausgabe- oder Rücknahmeaufschläge an.

Nach dem Markteintritt im Januar 2007 bietet die ETF-Sparte der Deutsche Asset Management mit nun über 220 ausstehenden Produkten das größte ETF-Angebot in Europa. Nach verwaltetem Vermögen ist Xtrackers ETFs die Nr. 2. in Europa und unter den Top fünf weltweit.

Die ETF-Produktpalette von Deutsche Asset Management zeichnet sich durch eine besonders tiefe Marktdurchdringung sowie sehr innovative Produkte aus, wie ETFs auf Kredit Indizes, Frontier Markets sowie die ersten ETFs auf Short Indizes, Emerging Markets Staatsanleihen und verschiedene Geldmarktsätze.

ETF-Produktlisten

• Mit Xtrackers ETFs können Investoren in aussichtsreiche Regionen, Branchen oder Währungen investieren. Unsere Produktliste zeigt, welche ETFs zur Verfügung stehen.

Mit Xtrackers ETFs können Investoren in aussichtsreiche Regionen, Branchen oder Währungen investieren. Auch Xtrackers ETFs auf verschiedene Strategie-Indizes stehen zur Verfügung. Eine Übersicht über alle Xtrackers ETFs bietet die ETF-Produktliste auf finanzen.net.

Der deutsche ETF-Markt in Kürze:

• Der ETF-Markt in Europa und speziell Deutschland verzeichnet seit Markteinführung des ersten Produktes ein stetiges Wachstum
• Anleger können in Deutschland zwischen zahlreichen ETF-Anbietern und deren Produkten wählen
• Während einige ETF-Anbieter auf eine große Produktpalette und eine möglichst breite Marktabdeckung setzen, haben sich andere Anbieter auf spezielle Nischenbereiche spezialisiert und bieten hauptsächlich die dafür passenden ETFs an

Markt und Anbieter - Der ETF-Markt in Deutschland

Seit der Einführung des ersten ETF in Deutschland im Jahr 2000 ist der ETF-Markt kräftig gewachsen. Bis Ende Juni 2015 ist das durch ETFs verwaltete Vermögen in Europa auf rund 429 Milliarden Euro angestiegen. Auch die Anzahl der verfügbaren ETFs ist seit Auflage des ersten Indexfonds fast durchgängig gewachsen und liegt nun weltweit bei über 3.000. In den letzten Jahren hat sich das Wachstum bei der Anzahl der neu aufgelegten ETFs jedoch etwas abgeschwächt. Da es mittlerweile aber für fast jede Branche, jedes Land und jede Assetklasse zahlreiche ETFs gibt, geht auch das Innovationspotenzial für neue Indexfonds stetig zurück und es wird für die ETF-Anbieter immer schwerer eine lohnende Marktlücke zu entdecken.

Verwaltetes Vermögen im europäischen ETF-Markt nach Assetklassen und Replikationsmethode

Bildquelle: Deutsche Bank, Bloomberg Finance LP, Reuters.

Auch die Zahl der ETF-Anbieter, von denen deutsche Anleger Produkte beziehen können, ist seit dem Jahr 2000 deutlich gestiegen. Wir stellen die größten Anbieter in einer alphabethischen Auflistung vor.

Amundi: Amundi ETF zählt zu den Pionieren des europäischen ETF-Markts und nimmt mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 20 Milliarden Euro* einen Platz unter den fünf größten ETF-Anbietern* ein. Wichtigste Antriebskräfte des Geschäfts von Amundi ETF sind der stetige Ausbau des ETF-Angebots sowie die Ausweitung der Aktivitäten in Europa und kürzlich auch in Asien. Kunden können auf lokale Spezialisten-Teams in elf Ländern - darunter auch Deutschland - zugreifen.
Stand: 30.06.2016

ComStage: Die Commerzbank bietet unter der Marke ComStage seit Herbst 2008 Exchange Traded Funds an. Dabei reicht das Angebot von ETFs auf Bluechip Indizes wie DAX, EuroStoxx oder Dow Jones über Schwellenländerindizes wie MSCI Emerging Markets bis hin zu verschiedenen Strategie-Indizes wie ShortDAX.

Xtrackers ETFs: Bei Xtrackers ETFs handelt es sich um die ETF-Sparte der Deutsche Asset Management, welche wiederum zur Deutschen Bank gehört. Seit Beginn 2007 bietet Xtrackers ETFs zahlreiche ETFs auf Aktien, Renten, Währungen, Rohstoffe und alternative Anlageklassen an und war außerdem der erste Anbieter, der ETFs auf Staatsanleihen aus Schwellenländern im Angebot hatte. Die breite Produktpalette und tiefe Marktdurchdringung macht Xtrackers ETFs zum ETF-Anbieter mit dem größten Angebot in Europa. Mit der Umstellung von 18 Aktien ETFs von synthetischer auf physische Indexreplikation im ersten Quartal 2014 gehört Xtrackers ETFs außerdem zu den führenden Anbietern von ETFs mit physischer Indexreplikation in Europa.

Deka ETFs: Bis Juli 2013 firmierte die ETF-Sparte der DekaBank unter dem Namen ETFlab, wurde dann jedoch auf die Deka Investment GmbH verschmolzen und trägt nun den Namen Deka ETFs. Deka ETFs bietet Produkte und Serviceleistungen rund um börsengehandelte Indexfonds, die sich speziell an institutionelle Investoren wie Vermögensverwalter, Banken, Versicherungen oder Stiftungen richten.

EasyETF: Bei EasyETF handelt es sich um die ETF-Sparte der BNP Paribas Asset Management. Angeboten werden unter anderem ETFs auf Rohstoffe und verschiedene Branchen-ETFs. In beiden Bereichen war EasyETF auch der erste Anbieter weltweit, der entsprechende Produkte aufgelegt hat.

iShares: iShares ist ein Tochterunternehmen des amerikanischen Vermögensverwalters BlackRock. 2013 übernahm der Anbieter auch die ETF-Sparte der Credit Suisse und konnte damit seine Präsenz auf dem europäischen Markt weiter ausbauen. Zum Repertoire von iShares gehören zahlreiche Indexfonds auf Aktien, Rohstoffe und festverzinsliche Papiere. Für viele Indizes werden gleich zwei ETFs angeboten, da Produkte des 2007 übernommen deutschen ETF-Anbieters Indexchange noch weitergeführt werden.

Lyxor: Lyxor Asset Management ist eine 100-prozentige Tochter der Société Générale und seit 2001 auf dem europäischen ETF-Markt vertreten. Das Produktangebot von Lyxor Asset Management deckt die größten internationalen Aktien-, Rohstoff-, Fixed-Income- und Geldmarktindizes ab. Außerdem war Lyxor lange Zeit der einzige Anbieter, der russische Aktien handelbar machte. Auch der weltweit erste ETF auf die EuroMTS-Indizes, die Benchmarks für Staatsschuldtitel der Eurozone, stammt von Lyxor Asset Management.

Source Markets: Unter der Marke Source vertreiben die Großbanken Bank of America, Goldman Sachs, J.P. Morgan, Nomura und Morgan Stanley seit dem Jahr 2009 gemeinsam ETFs in Europa. Das Angebot deckt dabei hauptsächlich die wichtigsten Indizes ab, ETFs auf Rohstoffe oder Anleihen gibt es in kleiner Anzahl.

State Street: Die State Street Corporation vertreibt ETFs über ihre Investmentsparte State Street Global Advisors. Die ETFs von State Street sind unter dem Namen SPDR, informell auch Spiders genannt, handelbar und beinhalten alle großen Assetklassen. State Street war einer der ersten Anbieter, der ETFs auf Gold, den internationalen Immobilienmarkt und einzelne Industriesektoren herausgebracht hat. In Deutschland sind SPDR-ETFs seit Ende 2010 handelbar.

UBS: Die Schweizer Großbank UBS vertrieb Ihre Indexfonds zunächst unter dem Namen Fresco Index Shares. Erst Ende 2004 fand eine Umbenennung in UBS Exchange Traded Funds statt. Der Hauptsitz von UBS ETFs ist in Luxemburg, wo auch die erste UBS Plattform für ETFs eingerichtet wurde. Weitere ETF-Plattformen der UBS befinden sich in Irland und der Schweiz. Für viele UBS ETFs gibt es zwei verschiedene Anteilsklassen - eine für Privatanleger und eine weitere speziell für institutionelle Anleger.

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• Broschüren und Newsletter rund um Xtrackers ETFs

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ETFs für Eilige

• Die wichtigsten Informationen zu börsengehandelten Indexfonds im Schnelldurchlauf.

Grundwissen zu ETFs:

• ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Referenzindex und dessen Wertentwicklung nachbilden. Der Refernzindex muss dabei nicht zwingend ein Aktienindex sein sondern kann auch andere Wertpapierarten beinhalten. Auch Märkte wie Schwellenländer oder Frontier Markets können über ETFs einfach gehandelt werden
• ETFs verbinden die einfache Handelbarkeit einer Aktie mit der Risikostreuung eines ganzen Portfolios. Sie können zu den Börsenöffnungszeiten durchgängig gehandelt werden.
• Da aufgrund ihrer passiven Anlagestrategie kein Fondsmanagement benötigt wird, sind ETFs besonders kostengünstig. Sie können dadurch allerdings nicht besser als ihr Referenzindex laufen, aber auch nicht schlechter
• ETF sind besonders effizient, transparent und flexibel. Sie bieten dadurch zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Wertpapierarten, unterliegen aber wie alle Wertpapiere allgemeinen Risiken wie dem Wechselkursrisiko, dem Zinsänderungsrisiko, dem Kontrahentenrisiko oder dem allgemeinen Marktrisiko

ETFs im Portfolio

• ETFs bieten eine einfache Möglichkeit, um das eigene Portfolio zu diversifizieren
• ETFs als Kern des Portfolios können durch weitere strategische Investments ergänzt werden, um die Renditechancen zu erhöhen
• Mit dem Portfolio-ETF gibt es von Xtrackers ETFs ein Produkt, das es dem Anleger ermöglicht mit einem ETF in ein ganzes Portfolio zu investieren
• Beim Kauf von ETFs fallen Depotgebühren, Geld-Brief-Spanne, Transaktionsgebühren, Börsengebühren und Verwaltungsgebühren, jedoch kein Ausgabeaufschlag, an
• Die Gebühren für eine Investition in ETFs liegen im Normalfall unter denen für klassische Fonds

Sparen mit ETFs und weitere Einsatzgebiete:

• Vor allem ihre geringen Kosten, ihre hohe Liquidität und die Anzahl der Märkte, die mit ihnen abgedeckt werden kann, machen ETFs zu einem vielseitigen Anlageinstrument
• Sparpläne auf ETFs sind ein gutes Mittel zum langfristigen Vermögensaufbau
• Im Gegensatz zu Einmalanlagen besteht bei Sparplänen kein Timing-Risiko und Anleger können vom Cost-Average Effekt profitieren
• Mit ETF-Sparplänen können Anleger ganz nach ihren Bedürfnissen Geld, zum Beispiel für die Altersvorsorge, ansparen und flexibel auf Änderungen der persönlichen Lebenssituation reagieren
• Als Vermögenswirksame Leistungen oder Versicherungspolice wird die Investition in ETFs staatlich unterstützt, für die staatliche Förderung gibt der Anleger aber einen Teil seiner Freiheiten auf und die Geldanlage wird weniger flexibel

Das muss ich mir zu ETFs merken

Die wichtigsten Fakten zu börsengehandelten Indexfonds für alle, die sich schnell informieren möchten.

• ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Referenzindex und dessen Wertentwicklung nachbilden. Der Refernzindex muss dabei nicht zwingend ein Aktienindex sein sondern kann auch andere Wertpapierarten beinhalten. Auch Märkte wie Schwellenländer oder Frontier Markets können über ETFs einfach gehandelt werden
• ETFs verbinden die einfache Handelbarkeit einer Aktie mit der Risikostreuung eines ganzen Portfolios. Sie können zu den Börsenöffnungszeiten durchgängig gehandelt werden.
• Da aufgrund ihrer passiven Anlagestrategie kein Fondsmanagement benötigt wird, sind ETFs besonders kostengünstig. Sie können dadurch allerdings nicht besser als ihr Referenzindex laufen, aber auch nicht schlechter
• ETF sind besonders effizient, transparent und flexibel. Sie bieten dadurch zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Wertpapierarten, unterliegen aber wie alle Wertpapiere allgemeinen Risiken wie dem Wechselkursrisiko, dem Zinsänderungsrisiko, dem Kontrahentenrisiko oder dem allgemeinen Marktrisiko

ETFs im Portfolio

• ETFs bieten eine einfache Möglichkeit, um das eigene Portfolio zu diversifizieren
• ETFs als Kern des Portfolios können durch weitere strategische Investments ergänzt werden, um die Renditechancen zu erhöhen
• Mit dem Portfolio-ETF gibt es von Xtrackers ETFs ein Produkt, das es dem Anleger ermöglicht mit einem ETF in ein ganzes Portfolio zu investieren
• Beim Kauf von ETFs fallen Depotgebühren, Geld-Brief-Spanne, Transaktionsgebühren, Börsengebühren und Verwaltungsgebühren, jedoch kein Ausgabeaufschlag, an
• Die Gebühren für eine Investition in ETFs liegen im Normalfall unter denen für klassische Fonds

Sparen mit ETFs und weitere Einsatzgebiete:

• Vor allem ihre geringen Kosten, ihre hohe Liquidität und die Anzahl der Märkte, die mit ihnen abgedeckt werden kann, machen ETFs zu einem vielseitigen Anlageinstrument
• Sparpläne auf ETFs sind ein gutes Mittel zum langfristigen Vermögensaufbau
• Im Gegensatz zu Einmalanlagen besteht bei Sparplänen kein Timing-Risiko und Anleger können vom Cost-Average Effekt profitieren
• Mit ETF-Sparplänen können Anleger ganz nach ihren Bedürfnissen Geld, zum Beispiel für die Altersvorsorge, ansparen und flexibel auf Änderungen der persönlichen Lebenssituation reagieren
• Als Vermögenswirksame Leistungen oder Versicherungspolice wird die Investition in ETFs staatlich unterstützt, für die staatliche Förderung gibt der Anleger aber einen Teil seiner Freiheiten auf und die Geldanlage wird weniger flexibel

Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

Bildquelle: pressureUA / iStockphoto.com