Roboter und Drohnen

Die allgemeine Vorstellung von Robotern ist hauptsächlich geprägt durch Bücher und Filme aus dem Bereich der Science-Fiction. Dort sind Roboter in der Bauform meist menschenähnlich, verfügen über eine beachtliche künstliche Intelligenz und sind zu vollkommen autonomem Handeln fähig - welches sich bei vielen Blockbustern auch gegen ihren Schöpfer richtet.

Dieses Bild von Robotern entspricht aber kaum der Realität. Die meisten heutzutage im Einsatz befindlichen Roboter - übrigens auch eine Benennung, die aus der Literatur stammt und in einem Drama von Čapek erstmals verwendet wurde - haben keinerlei Ähnlichkeit mit Menschen. Menschenähnliche Roboter, die es im Alltag in der oben beschriebenen Komplexität (noch) nicht gibt, werden in Abgrenzung zu anderen Robotern auch als Androiden bezeichnet. Daneben waren für alle Roboter früher auch die Benennungen "Automaten" oder "Halbautomaten" gebräuchlich.

Laut dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sind Roboter "universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegungen hinsichtlich Bewegungsfolge und Wegen bzw. Winkeln frei (d. h. ohne mechanischen Eingriff) programmierbar und gegebenenfalls sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifern, Werkzeugen oder anderen Fertigungsmitteln ausrüstbar und können Handhabungs- und/oder Fertigungsaufgaben ausführen." Gemeint sind damit natürlich in erster Linie Industrieroboter.

Laut einer Studie von McKinsey zeichnen sich Roboter dadurch aus, dass sie in den Bereichen herausstechen, die übermenschliche Geschwindigkeit, Stärke, Ausdauer und/oder Präzision innerhalb eines kontrollierten Bereichs erfordern. Auch diese Aussagen beziehen sich hauptsächlich auf Roboter, die in der Industrie eingesetzt werden.

Doch auch innerhalb und außerhalb der Industrie gibt es verschiedene Arten von Robotern. Diese können sowohl stationär montiert oder auch mobil sein. Im Haushalt bewegen sich beispielsweise Staubsauger-Roboter selbstständig durch die gesamte Wohnung oder einen markierten Bereich. Des Weiteren gibt es einen Unterschied zwischen traditionellen Robotern, die ausschließlich genau das tun, wozu sie programmiert sind, und neuartigen Robotern, die lernfähig sind und dementsprechend ihre Vorgehensweisen ändern bzw. anpassen können oder sogar zur Interaktion mit Menschen fähig sind.

Ihre Gestalt kann dabei so vielfältig sein wie ihr Einsatzgebiet. So gibt es sowohl Roboter, die ein Display besitzen, auf dem ein Gesicht mit verschiedenen Gesichtsausdrücken angezeigt wird, als auch Roboter, die nur aus verschiedenen Armen oder Achsen bestehen, mit denen Sie Tätigkeiten in der Industrie, aber auch in der Chirurgie ausführen können. Auch Exoskelette oder neuartige Prothesen, die die Funktionen verlorener Gliedmaßen vollständig übernehmen können und auf neuronale Impulse reagieren, werden unter dem Oberbegriff "Roboter" zusammengefasst, auch wenn diese in der allgemeinen Vorstellung so gar nicht dem typischen Roboter entsprechen.

Alle diese Ausprägungsformen haben gemeinsam, dass sie in das Gebiet der Robotik fallen, die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit Robotern und ihrer Konstruktion befasst. Die Robotik kann als Teilgebiet der Elektrotechnik, Informatik, Mechatronik und des Maschinenbaus angesehen werden.

Neben Robotern spielen auch Drohnen in der Industrie eine zunehmend wichtige Rolle. Unter dem Begriff "Drohne" wird meist ein unbemanntes Fluggerät verstanden, das entweder über Funk gesteuert wird oder dessen Verhaltensweisen zuvor über ein Softwareprogramm programmiert wurde. Drohnen können unter anderem für Aufklärungsflüge eingesetzt werden und so zum Beispiel bei Rettungseinsätzen von Feuerwehr oder Polizei eine Hilfe darstellen. Doch auch im kommerziellen Bereich sollen zukünftig Drohnen eingesetzt werden, so zum Beispiel bei der Paketauslieferung.

Doch auch Drohnen haben sich längst vom unbemannten Fluggerät weiterentwickelt, so dass heute jede Art von unbemanntem Fahrzeug in diese Kategorie einsortiert werden kann. So befinden sich momentan auch Schiffe in Entwicklung, die komplett ohne Besatzung auskommen, sowie Autos, die ihren Weg ohne aktives Zutun des Fahrers finden. Damit sind Drohnen nicht nur auf relativ kleine, nur wenige Zentimeter bis Meter messende Fluggeräte begrenzt, sondern können durchaus größer sein, im Extremfall bis hin zu einem riesigen Containerschiff.

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