So bestimmen Sie den optimalen Einstiegszeitpunkt

Nicht nur den Trend, also die Richtung der Entwicklung zu erkennen, ist entscheidend, um erfolgreich an der Börse zu handeln. Mindestens ebenso wichtig ist den perfekten Einstiegszeitpunkt zu finden. Das richtige Timing bei langen Trendbewegungen von mehreren Monaten bis hin zu Jahren bietet meist Spielraum für kleinere Kurskorrekturen, wenn der Zeitpunkt nicht optimal getroffen wurde. Investitionsentscheidungen auf Basis kurzfristiger Marktbewegungen, die im Zeitraum von Wochen, Tagen oder sogar innerhalb eines Tages (Intraday) passieren, zu treffen ist eine größere Herausforderung. Für viele Anleger haben sich klare Regeln zur Ermittlung des richtigen Timings bewährt.

wikifolio-Trader Carsten Schorn aka "Abbakus" ist Bankangestellter und Daytrader aus Leidenschaft. Als studierter Informatiker mit Schwerpunkt Betriebswirtschaft, Börse und automatisierte Handelssysteme verfolgt er einen sehr systematischen Ansatz mit klaren Regeln, bei dem nur dann gehandelt wird, wenn die entsprechenden Signale und Indikatoren ausschlagen.

Der optimale Einstiegszeitpunkt

Der bestmögliche Einstiegszeitpunkt ist klarerweise dann, wenn eine Aktie gerade zu einem Höhenflug ansetzt. Für Carsten Schorn hängt die Entscheidung, eine Position zu eröffnen, von mehreren Komponenten ab. Grundsätzliche Indikatoren können Unternehmensmeldungen (gute Unternehmenszahlen, Übernahmen, Sonderdividenden, Squeeze-Outs, der Einstieg eines Großaktionärs) oder hohe Umsätze des jeweiligen Wertes am Aktienmarkt, die den durchschnittlichen Tagesumsatz weit übersteigen, sein. Das sind meist Anzeichen dafür, dass entweder ein Trend entsteht und viele Marktteilnehmer die gleiche Idee haben oder dass eine einzige größere Kraft einsteigt.

Die harte Nuss: Der Ausstiegszeitpunkt

Ziel beim Verkauf einer Aktie ist, den maximal möglichen Gewinn zu realisieren bzw. Verluste so rasch als möglich zu begrenzen. Oft tendiert man gerade beim Verkauf von Aktien dazu, sich von Emotionen leiten zu lassen. Es wird vorschnell verkauft oder zu lange an der Aktie festgehalten. Wie auch beim Kauf sollte der Verkaufsentscheidung aber ein sorgfältiger Analyseprozess vorangegangen sein, der dieselben Faktoren wie zur Ermittlung des Einstiegszeitpunkts umfassen sollte. Eine Börsenweisheit bringt die Vorgangsweise auf den Punkt: Verkaufen Sie eine Aktie, sobald Sie sie nicht mehr kaufen würden.

So ermittelt Carsten Schorn den richtigen Zeitpunkt

Sobald Carsten Schorn erste Anzeichen für eine Trendwende wahrnimmt, überprüft er weitere Indikatoren, um seine Handelsentscheidung für oder gegen den Kauf oder Verkauf einer bestimmen Aktie zu treffen. Dazu zählen zum Beispiel die generelle Marktentwicklung, aktuelle News zum Unternehmen, fundamentale Kennzahlen, wie beispielsweise das Eigenkapital und eine charttechnische Analyse im Hinblick auf das Potenzial der Aktie.

Darüber hinaus zählt bei Carsten Schorn auch die Uhrzeit zu den Entscheidungsfaktoren. Als Daytrader macht sich Carsten Schorn ein Bild, ob eine gefallene Aktie am selben Tag noch Zeit hat sich zu erholen oder ob sie aktuelle Gewinne noch bis zum Tagesende halten kann.

Dass neben den "harten" Indikatoren bzw. Fakten und gutem Timing auch Marktgefühl und Erfahrung zählen, hat Carsten Schorn in seiner Laufbahn als Trader immer wieder unter Beweis gestellt. Sein Tipp an Anleger: "Mit einer grundsätzlichen Börsenaffinität und regelmäßigem Handeln, kann man sich in diesem Bereich relativ schnell verbessern. Dennoch sollte man sich immer vor Augen halten, dass Börse zu einem gewissen Grad unberechenbar ist. Eine einfache Regel für Ein- und Ausstiege, die immer gleich anzuwenden ist, gibt es nicht."

Blicken Sie Carsten Schorn über die Schulter!

Blicken Sie Carsten Schorn über die Schulter, und sehen Sie selbst, wie er mit viel Fingerspitzengefühl am richtigen Market Timing in seinem wikifolio "Abacus" arbeitet.

Bildquelle: wikifolio, wikifolio.com