Vom Bauboom profitieren

Schon jetzt sind Immobilien knapp und werden immer teurer. Doch nicht nur Immobilien sind voll im Trend: auch andere Infrastrukturprojekte wie Büros, Verkehr, Glasfaser und öffentliche Gebäude, deren Investitionen aufgrund der Finanzkrise zurückgefahren wurden, werden jetzt wieder benötigt. Erst kürzlich hat Angela Merkel die Umsetzung wichtiger Infrastrukturprojekte als "zentrale Aufgabe" ausgerufen (zum Handelsblatt-Artikel). Experten erwarten für die kommenden Jahre eine weiter wachsende Nachfrage und steigende Preise. Gute Aussichten also für Bauunternehmen. Um eine Möglichkeit zu schaffen, am Bauboom zu partizipieren, hat finanzen.net zusammen mit Solactive einen Index entwickelt, der die größten Europäischen Bauunternehmen abbildet. Vontobel hat darauf ein Index-Tracker-Zertifikat (ISIN: DE000VL53CB1 / WKN: VL53CB) emittiert.

Die Idee: An der Entwicklung der europäischen Immobilienbranche partizipieren.

Der Immobilienmarkt in Europa ist seit Jahren im Aufwind. Trotz steigender Immobilienpreise sind die Aktien vieler Aktienunternehmen aus dem Sektor aber noch moderat bewertet. Vor allem Firmen aus dem Bausektor haben Potenzial, denn in der Eurozone liegt die Aktivität im Bausektor in 2017 bislang noch 24 Prozent unter dem Spitzenwert von vor der Lehman-Krise und immer noch 10 Prozent unter dem schwächsten von Eurostat gemessenen Monatswert der Jahre 2000-2008. Im Vergleich dazu hatte die Gesamtwirtschaft (BIP) Ihr Spitzenniveau vor der Krise bis Ende 2016 schon um 12 Prozent überschritten und aktuell verweilen Immobilienpreise auf Rekordniveau. Dieser Widerspruch sollte sich in den kommenden Jahren auflösen und die im Index abgebildeten Unternehmen sollten davon profitieren.

Pressemeinungen zum Bauboom

"Trotz Baubooms ist der Wohnungsbedarf nicht gedeckt"
WELT, 6.7.2017

"Bauwirtschaft im Land brummt weiter - Umsatz steigt fast zweistellig"
Stuttgarter Nachrichten, 4.7.2017

"Bauboom hält an: Mehr Aufträge für Betriebe in Deutschland"
Süddeutsche Zeitung /DPA, 23.6.17

"Boom bei Bauwirtschaft: Stadt Essen passt Kalkulation an - Der Stadt laufen die Baupreise davon"
WAZ, 27.6.2017

So kaufen Sie das Zertifikat

Bei jeder Bank oder Sparkasse oder direkt über die Börsen Stuttgart oder Frankfurt
ISIN / WKN (DE000VL53CB1 / VL53CB)
Ausgabepreis: 100,50 Euro
Gratis Hotline: 00800 93 00 93 00

Nachholbedarf bei Infrastruktur-Investitionen in Deutschland

Deutschlands Investitionen in Infrastruktur sind zu gering - das ermittelt eine Studie von McKinsey aus dem Jahr 2016. Im weltweiten G20-Vergleich liegt die Bundesrepublik sogar ganz hinten: Zwischen 2008 und 2013 wurden nur 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts investiert. Um den Bedarf bis 2030 zu decken, müsste das Land zusätzliche 0,4 Prozent - kumuliert 160 Milliarden Euro - in Infrastruktur investieren. Seit 2009 fehlen rechnerisch eine Million Wohnungen in Deutschland. Dies auch zunehmend in ländlichen Regionen, erklärte ein Vertreter von Prognos, einem der ältesten Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Europas, am Wohnungsbautag (22.06.2017). Gründe gibt es mehrere: zunächst die Bevölkerung, die von 2009 bis 2016 um 2,5 Millionen Einwohner wegen hoher Nettozuwanderung gewachsen ist. Darüber hinaus hinkt die Bautätigkeit der Nachfrage in den letzten Jahren massiv hinterher.

Eine Investition in Unternehmen aus dem Bausektor kann eine Absicherung sein gegen sinkende Immobilienpreise als Folge von höherem Angebot an Neubauimmobilien. In diesem Fall würden die Immobilienpreise aufgrund des höheren Angebots auf ein normaleres Niveau fallen, während die Gewinne der Unternehmen im Bausektor zulegen.

Die Lücke zwischen Baugenehmigungen und Baufertigstellungen im deutschen Wohnungsbau beträgt 35% - dies bedeutet großes Upside bei den Umsätzen im Bausektor, und Downside für Immobilienpreise historisch verliefen beide meist auf ähnlich hohem Niveau, nur bei diesem Aufschwung hinken die Genehmigungen den Fertigstellungen weit hinterher. Diese auch durch Bauland-Spekulationen entstandene Lücke könnte durch politisches Eingreifen (Bauzwang) schnell geschlossen werden. Baulandspekulanten würden leiden und in Folge könnten auch Immobilienpreise in den besonders teuren deutschen Städten durch eine Normalisierung von Angebot und Nachfrage etwas fallen.

Wie zu Beginn des Baubooms der Neunziger

Das Beispiel Deutschland erinnert an Europa Ende der Neunzigerjahre: Die damalige Situation gilt bei vielen Experten als Ausgangslage für den Bauboom in bestimmten europäischen Ländern. Zwar gab es gemäß dem EUROCONSTRUCT Country Report »Europäisches Bauvolumen wächst bis 2019 kontinuierlich um 2 Prozent« (11/16), der im Februar 2017 vom ifo Schnelldienst publiziert wurde, eine ganze Reihe von Einflussfaktoren, die europäische Bauaktivitäten begünstigten. Man denke an die »muntere Immobilienpreisspekulation in Kombination mit einer laxen Kreditvergabe«. Weitere Faktoren, die heute wie damals vorherrschen und in Ländern wie Deutschland für einen einsetzenden Bauboom sprechen könnten, sind das hohe Bevölkerungswachstum, stark gesunkene Zinsen sowie ein prosperierendes konjunkturelles Umfeld.

Potential in Spanien, Frankreich und Portugal, keine Brexit Gefahr

Dem EUROCONSTRUCT Country Report zufolge befindet sich die europäische Bauwirtschaft nach der Trendwende 2014 wieder auf solidem Wachstumspfad. Nach Ausweitung der Baumaßnahmen um rund 2 Prozent im Jahr 2015 gehen die Experten nun davon aus, dass sie bis 2019 pro Jahr im selben Umfang zunehmen. Zur Zeit des Reports stammten die Impulse vor allem aus dem Wohnungsbau. Der Nichtwohnhochbau dürfte ab 2018 wieder etwas stärker zunehmen als 2016. Auch die Tiefbaunachfrage sollte immer kräftiger wachsen. 2019 könnte ein Plus von über 3 Prozent erreicht werden. Die angegebenen Gründe für eine bald günstige Entwicklung der Bautätigkeit in Europa erscheinen uns dabei bekannt: eine wirtschaftliche Erholung Europas, der mittlerweile vielerorts aufgelaufene Nachholbedarf, die verbesserte öffentliche Finanzlage, verhältnismäßig niedrige Zinsen sowie die anhaltende Zu- und Binnenwanderung. Vor allem in Frankreich und Spanien, prozentual aber auch in Irland, Portugal und Ungarn, dürften wieder deutlich mehr Wohnungen errichtet werden. Aufgrund der Brexit-Gefahr wurden keine Unternehmen aus Großbritannien in den Index aufgenommen.

Starker Euro: keine Gefahr für den Bausektor

Tatsächlich zeigt sich die europäische Wirtschaft mit klarer Tendenz nach oben. Dies äußerte sich zuletzt in einer kräftigen Währung. Ein starker Euro ist grundsätzlich als Gefahr für exportgetriebene Nationen (wie Deutschland) anzusehen. Doch Bauaktivitäten sind von lokaler Natur und so handelt es sich beim Bausektor um eine lokale, von Währungsschwankungen weitgehend unabhängige Industrie. Die Branche ist zudem spätzyklisch, was bedeutet: Erträge von Unternehmen des Sektors sind dem Konjunkturzyklus zeitlich nachgelagert - ein weiterer Aspekt, der auf demnächst steigende Unternehmenserlöse hindeuten könnte. Tatsächlich scheint die starke wirtschaftliche Entwicklung Europas im Bausektor noch nicht vollends angekommen zu sein, wie auch Analysten des Vontobel Aktien Research Anfang November 2017 bemerkten: Zwar haben sie in den letzten Jahren einerseits eine stetig steigende Zuversicht in Bezug auf die europäische Baukonjunktur gesehen, entsprechende Indikatoren zeigen andererseits jedoch immer noch ein Niveau an, das tiefer ist als das vor der globalen Rezession 2009.

Vorteile im Vergleich zum Direktkauf von Immobilien:

Jeder, der in den vergangenen Jahren versucht hat, eine Immobilie zur Kapitalanlage zu kaufen, hat dabei sicherlich verschiedene Schwierigkeiten und Probleme festgestellt: Das erste Problem ist meistens: Der Markt ist quasi leergefegt. Gute Immobilien werden meist unter der Hand oder gar nicht verkauft, denn für den Verkäufer stellt sich meist die Frage: Wohin mit dem erlösten Geld? Gute Alternativen fehlen, also wird die Immobilie lieber behalten. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. Auch das ist übrigens ein Anhaltspunkt für eine vermeintlich gute Entwicklung im Bausektor in den nächsten Jahren, denn das Angebot wird sich über kurz oder lang der Nachfrage anpassen.

Bei einer Investition in das Bauboom-Zertifikat fallen zudem keine Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notargebühren, Maklergebühr und Grundsteuer an. Dafür schütten die im Index enthaltenen Unternehmen eine Dividende von durschschnittlich ca. 3,1 Prozent p.a. aus.

Im Index enthaltene Aktien (Auszug)

ACS Actividades de Construccion y Servicios SA
Der spanische Baukonzern ist einer der größten seiner Art weltweit und partizipiert als Marktführer in Spanien und als Muttergesellschaft von Hochtief an der Baukonjunktur in beiden Ländern
Marktkapitalisierung € 10.305 Mio.

Bouygues SA
Einer der größten französischen Bau- und Infrastrukturkonzerne
Marktkapitalisierung € 12.944 Mio.

Cie de Saint-Gobain
Führender französicher Baustoff und Glasspezialist
Marktkapitalisierung € 26.496 Mio.

Eiffage SA
Einer der größten französischen Bau- und Infrastrukturkonzerne
Marktkapitalisierung € 7.871 Mio.

HeidelbergCement AG
Größter deutscher Zement- und Baustoffkonzern
Marktkapitalisierung € 16.500 Mio.

LafargeHolcim Ltd
Nach Marktkapitalisierung größter europäischer Zement- und Baustoffkonzern
Marktkapitalisierung € 34.442 Mio.

Vinci SA Integrierter Bau- und Konzessionskonzern, CAC40-Mitglied und eine der größten Firmen Frankreichs
Marktkapitalisierung € 44.672 Mio.

Stammdaten des Bauboom Zertifikats:

Name: Partizipationszertifikat auf den Solactive European Construction Boom Performance- Index
Emittentin: Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main Garantin Vontobel Holding AG, Zurich (Moody's: A3)
Anbieter: Bank Vontobel Europe AG, Niederlassung Frankfurt am Main Zahl- und Berechnungsstelle Bank Vontobel AG, Zürich
ISIN / WKN / Valorennummer: DE000VL53CB1 / VL53CB / 39119995
Stückzahl: (bis zu) 100.000 Wertpapiere
Referenzwährung: EUR; Emission, Handel und Rückzahlung erfolgen in der Referenzwährung
Ausgabepreis: EUR 100,50
Basiswert: Solactive European Construction Boom Performance-Index
Managementgebühr: 1,50% p.a.
Ausgabetag: 8. Dezember 2017
Valuta: 15. Dezember 2017
Laufzeit: Open End, vorbehaltlich Kündigung durch Emittenten

Hinweis:
Der Solactive European Construction Boom Performance- Index wurde von der finanzen.net GmbH, mitentwickelt. Die finanzen.net GmbH partizipiert deshalb indirekt oder direkt an der Vermarktung des Index. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Bildquelle: GettyImages

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