Nachhaltiges Investieren mit ETFs

Nachhaltiges Investieren mit ETFs

Nachhaltiges Investieren mit ETFs State Street Global Advisors zählt in diesem Bereich zu den Vorreitern und hat ein eigenes Scoring-System für die Relevanz und Befolgung der Kriterien entwickelt. Mit dem SPDR STOXX Europe 600 ESG Screened UCITS ETF ist nun ein Fonds verfügbar, der den Basisindex STOXX Europe 600 nach ESG-Kriterien filtert.

Nachhaltigkeit im Anlagemanagement

Beim UN Global Compact handelt es sich um eine Initiative der Vereinten Nationen (UNO) aus dem Jahr 1999 mit dem Ziel, das globale Wirtschaftssystem stärker an Aspekten der Nachhaltigkeit auszurichten, insbesondere in Bezug auf die Aspekte Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance – ESG). Inzwischen haben sich weltweit über 13.500 Mitglieder angeschlossen, davon stammen mehr als 500 aus Deutschland. Zu den bedeutenden Handlungsempfehlungen des UN Global Compact zählen die Prinzipien für verantwortliches Investieren (UNPRI), die sicherstellen sollen, dass die ESG-Kriterien auch im Investmentprozess berücksichtigt werden und die zusammen mit Partnern im Jahr 2006 verabschiedet wurden. Mehr als 2.300 institutionelle Anleger mit einem deutlich zweistelligen Billionenbetrag der Assets under Management (AuM) haben sich mittlerweile zu diesen Prinzipien bekannt. Dieser Erfolg dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass in zahlreichen Studien inzwischen nachgewiesen werden konnte, dass zwischen der Ausrichtung an Nachhaltigkeitsaspekten und dem Unternehmenserfolg ein positiver Zusammenhang besteht, der sich letztlich auch positiv auf die Rendite von Investments auswirkt.

State Street Global Advisors als Vorreiter

Daher hat sich auch der global aktive Asset Manager State Street Global Advisors mit AuM in Höhe von 2,9 Bio. US-Dollar (Stand 30.06.19) als einer der Unterzeichner des UN Global Impact frühzeitig diesem Thema gewidmet. Die Vermögensverwaltung ist ein Schwerpunkt des Unternehmens, weswegen ein nachhaltiger Anlageerfolg zu seinen zentralen Zielen zählt. Für dessen Erreichung misst die Gesellschaft den ESG-Kriterien eine große Bedeutung zu, weswegen deren Auswirkungen auf die Wertentwicklung von Assets systematisch analysiert und in der Portfoliozusammenstellung berücksichtigt werden.

State Street Global Advisors sieht sich als ein Vorreiter im Bereich der nachhaltigen Kapitalanlage, der sich nicht nur auf die Ermittlung und Berücksichtigung der Wirkzusammenhänge beschränkt, sondern sich selbst als Organisation den Global-Impact-Zielen verpflichtet hat. Aus den von der UN für das Jahr 2030 definierten 17 Zielen hat der Asset Manager fünf ausgewählt, deren Erreichung besonders gefördert werden soll. Dazu zählen unter anderem die Bekämpfung des Klimawandels durch eine Minderung der CO2-Emisisonen, die Reduktion des globalen Pro-Kopf-Wasserverbrauchs um 10 Prozent und die Erhöhung der Recyclingquote auf 80 Prozent. Im Unternehmen wird dies von zahlreichen konkreten Maßnahmen flankiert, die von der Verankerung der Nachhaltigkeitsaspekte in der Unternehmenskultur und Verwaltungsratssatzung über die Etablierung eines Mitarbeiternetzwerks Umwelt & Nachhaltigkeit bis hin zu einem CO2-Kompensationsprogramm für den Ausgleich der Auswirkungen von Geschäftsreisen der Mitarbeiter reichen.

R-Factor als Maßstab für Unternehmen

Auch die Implementierung der ESG-Kriterien in der Wirtschaft wird von State Street Global Advisors forciert. Die Gesellschaft führt einen aktiven „Engagement-Dialog“ mit Unternehmen aus seinem Anlageuniversum und formuliert dabei klare Erwartungen an die Entwicklung wesentlicher ESG-Faktoren; allein im ersten Quartal 2019 gab es in Europa 28 Treffen. Im selben Zeitraum hat der Asset Manager weltweit an mehr als 2.500 Hauptversammlungen teilgenommen und im Rahmen der Abstimmungen aktiv Einfluss ausgeübt.

Die Vielfalt der Parameter, die sich aus den ESG-Kriterien ableiten lassen, und deren unterschiedliche Relevanz für einzelne Unternehmen machen deren praktische Befolgung zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Zudem ist eine qualitativ hochwertige Datenbasis für zielführende Hinweise von großer Bedeutung. State Street Global Advisors hat daher ein eigenes ESG-Scoring-System entwickelt, das auf den Daten von vier renommierten Anbietern basiert und die Beziehung zwischen der Geschäftsentwicklung von Unternehmen und den wesentlichen ESG-Herausforderungen abbildet. Das Ergebnis des Prozesses ist der R-Factor, der Responsibility-Factor, der die Nachhaltigkeit eines Unternehmens quantifiziert. Das Scoring-System bietet den Gesellschaften eine transparente Roadmap, wie sie ihre Bewertung und damit die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells verbessern können.

Nachhaltige ETFs

Ein ETF bildet grundsätzlich möglichst passgenau den zugrundeliegenden Basisindex ab. State Street Global Advisors hat darauf aufbauend ein System entwickelt, das eine Adjustierung des Indexportfolios nach ESG-Kriterien erlaubt. Im Rahmen dessen werden klare Ausschlusskriterien im Hinblick auf Parameter definiert, die mit einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Fonds nicht vereinbar sind.

Erster ESG-ETF zum STOXX Europe 600

Ein Pilotprojekt dazu wurde in Zusammenarbeit mit dem Indexanbieter STOXX entwickelt. Der SPDR STOXX Europe 600 ESG Screened UCITS ETF bildet grundsätzlich den Basisindex STOXX Europe 600 ab, der 600 Unternehmen aus 17 europäischen Ländern enthält, schließt aber Gesellschaften aus, die gegen wichtige ESG-Kriterien verstoßen. Die im ETF enthaltenen Unternehmen müssen die zehn Prinzipien des UN Global Compact zu Menschen- und Arbeitsrechten, Umweltschutz, Geschäftsethik und Korruptionsbekämpfung im ausreichenden Maß (maximal ESG-Risikostufe 4) befolgen und dürfen zudem kein substanzielles Geschäft in der Förderung oder Nutzung von Kohle betreiben. Außerdem führt ein Engagement im Bereich Tabak oder kontroverser Waffen (unter anderem Tretminen, Bio- und Chemiewaffen oder Atomwaffen) zum Ausschluss. Die Datenbasis für das zugrundeliegende Scoring stammt von dem Anbieter Sustainalytics. Die Überprüfung der Indexzusammenstellung erfolgt vierteljährlich. Sollte sich allerdings das Scoring eines Unternehmens bezüglich der ESG-Prinzipientreue zwischen den Anpassungsterminen auf die maximale Risikostufe 5 erhöhen, erfolgt ein „Fast Exit“ innerhalb von zwei Tagen.

Mit einer „Total Expense Ratio“ von lediglich 0,12 Prozent sind die Kosten des SPDR STOXX Europe 600 ESG Screened UCITS ETF gering und die Wertentwicklung bewegt sich nah an der Benchmark. Grundsätzlich unterliegt der ETF, der wie eine Aktie gehandelt wird, den üblichen Schwankungen der Marktpreise, darüber hinaus bergen die Wechselkursschwankungen der enthaltenen Aktien aus anderen Währungsräumen ein Risiko.

Bildquelle: BlackAkaliko / Shutterstock.com

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