Sparen mit ETFs: Die moderne Art an morgen zu denken

Inhaltsverzeichnis

Vermögen aufbauen mit ETF-Sparplänen

Über eine Million ETF-Sparpläne wurden in Deutschland bereits abgeschlossen. Damit investieren Anleger regelmäßig, kostengünstig und transparent in die Erfüllung Ihrer finanziellen Wünsche. Mit einer intelligenten Auswahl kann man mit einem ETF-Sparplan mit wenigen ETFs in alle wichtigen Anlageregionen und Assetklassen investieren. Dabei können Anleger ETF-Sparpläne mit nur wenigen Klicks bei der Bank ihrer Wahl schnell einrichten.
Mehr zum Thema Sparplan erfahren Sie im Interview mit Ferat Öztürk, Head of Digital Distribution & Wealth Discretionary bei DWS.

ETF-Sparplan in 3 Schritten

Bereits mit kleinen monatlichen Einzahlungen besteht die Möglichkeit, mit einem Sparplan ein kleines Vermögen anzusparen. Dabei können Sie über den Sparplan in manchen Fällen vom Cost-Average-Effekt1 profitieren, der unter anderem auch dafür sorgen kann, dass auch dann eine positive Rendite erzielt wird, wenn der Kurs der ausgewählten ETFs während der Anspardauer einbricht, am Ende aber wieder auf der gleichen Höhe wie zu Beginn des Investments liegt. Mit einer Einmaleinlage könnten in diesen Fällen hingegen keine Gewinne erzielt werden.

Diese Tatsache zeigt indirekt auch, dass Investitionen in Krisenzeiten nicht gestoppt oder gar Gelder aus dem Markt abgezogen werden sollten. Denn dies führt unweigerlich zu Verlusten, obwohl gerade durch den Einstieg in den Kapitalmarkt während dieser Zeit die höchsten Renditen erzielt werden könnten. Ein Sparplan hilft, diesen Fehler zu vermeiden, indem ohne weiteres aktives Zutun regelmäßig kleinere Beträge investiert werden, und das sowohl in Boom-Phasen als auch in Krisenzeiten.

In drei einfachen Schritten lässt sich ein ETF-Sparplan einrichten. Erfahren Sie mehr darüber in dem Video.

  1. Depot eröffnen:

    Wer sich für einen ETF-Sparplan entscheidet, muss zunächst eine Bank auswählen, die ETF-Sparpläne im Angebot hat, denn nicht jedes Institut bietet diese überhaupt an. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass der Anbieter günstige Ausführungskonditionen sowie geringe Depotkosten anbietet. Anschließend füllen Sie den Depotantrag aus und stufen dabei auch Ihre Risikobereitschaft ein – diese wird oft mit A (konservativ) bis E (hochspekulativ) klassifiziert, wobei die meisten ETFs in den Risikoklassen C bis E eingestuft sind. Nun führen Sie noch, sofern Sie bei dem Anbieter nicht schon ein anderes Konto unterhalten, eine Identitätsfeststellung durch. Einige Tage später erhalten Sie Ihre Zugangsdaten zugestellt und sind bereit, einen ETF Sparplan einzurichten.

  2. ETF auswählen

    Bevor Sie mit der Anlage eines ETF-Sparplans beginnen können, müssen Sie entscheiden, in welchen ETF Sie künftig ansparen möchten. Bei intelligenter ETF-Auswahl kann man mit einem ETF-Sparplan mit wenigen ETFs in alle wichtigen Anlageregionen und Assetklassen investieren. Alternativ bieten sich Portfolio-ETFs an. Mit diesen investiert man direkt in ein Portfolio bestehend aus verschiedenen ETFs. Grundsätzlich eignen sich Aktien- und Renten-ETFs auf wichtige Indizes mit effizienten Pauschalgebühren wie zum Beispiel die Xtrackers Core-ETFs.

    Haben Sie sich für einen ETF entschieden, können Sie mit der Anlage des ETF-Sparplan beginnen. Die genannten ETFs unterliegen dabei unterschiedlichen Markt- und Kursrisiken, die Auswahl sollte vor allem mit Blick auf die Risikobereitschaft und den Anlagehorizont getroffen werden.

  3. ETF-Sparplan einrichten

    Nun geht es um die korrekte Einrichtung eines ETF-Sparplans. Wählen Sie zunächst die gewünschte Sparrate aus. Diese beginnt bei vielen Banken in der Regel ab 50 bis 100 EUR. Als nächstes legen Sie den Ausführungsrhythmus fest. Hier gibt es verschiedene Optionen wie monatlich oder quartalsweise. Zudem können Sie festlegen, wann der ETF-Sparplan ausgeführt werden soll, beispielsweise ob zum 1. eines jeden Monats oder lieber zur Monatsmitte. Zudem können Sie den Starttermin für den Sparplan einstellen. Durch eine zusätzliche Dynamisierung erhöhen Sie automatisch regelmäßig die Sparrate. So können Sie beispielsweise den Sparbetrag jährlich an die Inflationsrate anpassen. Der Betrag wird nun regelmäßig zum Spartermin in den von ihnen gewählten ETF investiert.2

    Weiterführende Informationen rund um das Thema Sparplan


1Durchschnittskosteneffekt: Wer regelmäßig spart, senkt seinen durchschnittlichen Einstandspreis.
2Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018

Mit Sparplänen für die Rente anlegen

Mit ETF Sparplänen können Anleger ganz nach ihren Bedürfnissen Geld für die Altersvorsorge ansparen und auf Änderungen der persönlichen Lebenssituation reagieren

Wer sich die aktuelle Gesellschaftsentwicklung in Deutschland ansieht, der kann schnell Angst um seine Rente bekommen. Denn das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern verschiebt sich mit der Überalterung der deutschen Gesellschaft immer mehr zu Ungunsten der zukünftigen Rentenempfänger. Dabei wird immer deutlicher, dass man sich nicht auf die gesetzliche Altersvorsorge verlassen kann und dass sich nur mit privater Vorsorge die drohende Rentenlücke schließen lässt.

Mit der Altersvorsorge sollte man daher schon in jungen Jahren beginnen und regelmäßig kleine Beiträge für die Rente zur Seite legen. Dafür bieten sich zum einen staatlich unterstütze Produkte wie Rentenversicherung, Riester- oder Rürup-Rente1 an, zum anderen lässt sich aber auch mit ETF-Sparplänen gut für die Rente vorsorgen, wie Studien bewiesen haben. Da diese ETF-Sparpläne deutlich flexibler und kostengünstiger sind als die staatlich subventionierten Produkte, sollten sie bei der Suche nach einer individuell passenden Methode der Altersvorsorge in die Überlegungen unbedingt miteinbezogen werden.

Die Vorteile von Sparplänen für die Altersvorsorge nutzen

Auch beim Sparen für die Altersvorsorge profitieren Anleger von den generellen Vorteilen eines ETF-Sparplans. So wird durch regelmäßige Einzahlungen in einen Sparplan automatisch der Cost-Average-Effekt genutzt2, da zu hohen und tiefen Kursen gekauft wird. Anleger brauchen sich also keine Gedanken über den richtigen Einstiegszeitpunkt für die Rentenvorsorge zu machen, da somit jeder Zeitpunkt der richtige ist. Schließlich geht es auch nicht darum, wie bei einer Einmalanlage auf den richtigen Einstiegszeitpunkt zu spekulieren, sondern über einen längeren Zeitraum gewinnbringend zu investieren. Genau das ist mit Sparplänen möglich.

Daneben kann ein ETF-Sparplan im Gegensatz zu anderen Vorsorgeprodukte optimal an die persönliche Situation und Risikobereitschaft angepasst und selbst gesteuert werden. Um den Einstieg in die private Altersvorsorge mit ETFs möglichst einfach zu gestalten, kann es ratsam sein zunächst eine Konzentration auf nur wenige ETFs zu legen und sowohl Aktien als auch Anleihen abzudecken. So können Anleger beispielsweise bei Aktien auf einen ETF zu setzen, der die Aktienentwicklung der Industriestaaten abbildet, bei Wunsch ergänzt durch weitere ETFs mit höherem Renditepotenzial, die zum Beispiel in Aktien aus Schwellenländern investieren. Ergänzt werden könnten diese auf jeden Fall durch einen Renten-ETF, der Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen höchster Bonität abbildet. Durch den Anleihenanteil kann das Portfolio gestützt und das Risiko gesteuert werden, da Anleihen im Vergleich zu Aktien grundsätzlich als weniger risikoreich gelten.3

Mit der richtigen Gewichtung zur Risikominimierung

Da die Renditechancen bei Aktien jedoch höher sind, sollte die Gewichtung von Aktien-ETFs und Renten-ETFs je nach Anlagehorizont vorgenommen werden. Im besten Fall erfolgt eine Neugewichtung der beiden Komponenten dabei durch Anpassung der Sparplanraten und nicht durch eine Umschichtung des Portfolios, da dabei Gebühren anfallen. Die grundsätzlichen Marktrisiken wie schwankende Wertpapierkurse und Zinsen bleiben jedoch auch bei einer ETF-Anlage über einen Sparplan bestehen.4

Weiterführende Informationen rund um das Thema Sparplan


1Staatlich geförderte Formen der privaten Altersvorsorge
2Durchschnittskosteneffekt: Wer regelmäßig spart, senkt seinen durchschnittlichen Einstandspreis.
3Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
4Quelle: DWS International GmbH, www.xtrackers.de, Stand Dezember 2018

So könnte Ihr ETF-Sparplan aussehen

Beispielsparplan, bei dem mit einer konservativen Investmentstrategie ein Teil des Kindergeldes für die spätere Ausbildung des Nachwuchses angelegt wird

So könnte Ihr Sparplan aussehen

Bereits mit kleinen monatlichen Einzahlungen kann mit einem Sparplan ein kleines Vermögen anspart werden. Dabei können Sie über den Sparplan in manchen Fällen vom Cost-Average-Effekt profitieren, der unter anderem auch dafür sorgen kann, dass auch dann eine positive Rendite erzielt wird, wenn der Kurs der ausgewählten ETFs während der Anspardauer einbricht, am Ende aber wieder auf der gleichen Höhe wie zu Beginn des Investments liegt. Mit einer Einmaleinlage könnten in diesen Fällen hingegen keine Gewinne erzielt werden.

Diese Tatsache zeigt indirekt auch, dass Investitionen in Krisenzeiten nicht gestoppt oder gar Gelder aus dem Markt abgezogen werden sollten. Denn dies führt in der Regel unweigerlich zu Verlusten, obwohl gerade durch den Einstieg in den Kapitalmarkt währen dieser Zeit die höchsten Renditen erzielt werden könnten. Ein Sparplan schützt vor diesem Fehler, indem ohne weiteres aktives Zutun regelmäßig kleinere Beträge investiert werden, und das sowohl in Boom-Phasen als auch in Krisenzeiten.

ETF-Sparpläne sind daher eine besonders gute Möglichkeit, um beispielsweise bereits langfristig für das Studium der Kinder vorzusorgen. Exemplarisch soll hier gezeigt werden, wie Anleger wichtige Informationen für einen ETF-Sparplan erhalten können. Xtrackers stellt auf der Webseite zu jedem angebotenen ETF aktuelle Informationen zur Verfügung, bei welcher Direktbank zu welchen Konditionen für diesen ETF ein Sparplan eingerichtet werden kann. Beispielhaft wir es hier für den Xtrackers MSCI World ETF UCITS ETF gezeigt. Der Link dazu ist mit „Sparplan“ beschriftet

Nur zu illustrativen Zwecken

Damit öffnet sich ein Fenster mit einer Übersicht von wichtigen Direktbanken, die diesen ETF als Sparplan anbieten. Für jeden Anbieter sind die genauen Konditionen genannt. So können Anleger auf einen Blick sehen, wie hoch die monatlichen Gebühren für einen ETF-Sparplan für unterschiedlich hohe Sparplanraten ausfallen.

Vermögenswirksame Leistungen mit ETFs und ETFs im Versicherungsmantel

ETF-Sparpläne können ein einfaches und wirksames Mittel sein, um ein kleines Vermögen anzusparen. Noch leichter geht dies allerdings, wenn Arbeitgeber oder Staat den Vermögensaufbau unterstützen. Dies ist bei Vermögenswirksamen Leistungen, bei denen seit einiger Zeit auch ETF-Sparpläne zur Verfügung stehen, und ETF-Sparplänen im Versicherungsmantel der Fall.1

Vermögenswirksame Leistungen mit ETFs

Bei Vermögenswirksamen Leistungen handelt es sich um kleine Geldbeträge, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt. Viele Arbeitnehmer haben laut Arbeits- oder Tarifvertrag einen Anspruch auf Vermögenswirksame Leistungen, doch nur wenige nutzen sie. Dabei ist es möglich, über Vermögenswirksame Leistungen ein kleines Vermögen aufzubauen. Denn auch wenn der Arbeitgeber monatlich nur geringe Summen als Vermögenswirksame Leistungen für den Arbeitnehmer anlegt, können sich daraus über die Ansparzeit hinweg und durch die Investition an den Kapitalmärkten beachtliche Beträge entwickeln.

Die Einzahlungszeit läuft bei VL-Verträgen über 6 Jahre. Während dieser Zeit zahlt der Arbeitgeber monatlich bis zu 40 Euro in den vom Arbeitnehmer gewählten Vertrag ein. Bei diesem kann es sich beispielsweise um einen Bausparvertrag, aber auch um einen Sparplan mit Fonds oder ETFs handeln. Beträgt der Arbeitgeberzuschuss weniger als 40 Euro, kann der Arbeitnehmer den Betrag aus eigenen finanziellen Mitteln bis zu dieser Marke aufstocken, er muss es aber nicht. Zusätzlich haben einige Arbeitnehmer bei Vermögenswirksamen Leistungen auch noch einen Anspruch auf staatliche Förderung, die sogenannte Arbeitnehmersparzulage. Mit der Arbeitnehmersparzulage erhalten ledige Arbeitnehmer mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 20.000 Euro bzw. verheiratete Arbeitnehmer mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 40.000 Euro vom Staat jährlich einen 20prozentigen Zuschuss auf den in den VL-Vertrag eingezahlten Betrag, maximal jedoch 80 Euro im Jahr. Über die sechsjährige Einzahlungszeit können Arbeitnehmer also bis zu 2.880 Euro vom Arbeitgeber und zusätzlich bis zu 480 Euro vom Staat erhalten. Nach Ende der Einzahlungsdauer ruht das eingezahlte Kapital noch bis zum Ende des Kalenderjahrs, bevor der Arbeitnehmer frei darüber verfügen kann. Die komplette Dauer des VL-Vertrags, also die sechsjährige Einzahlungsdauer mit anschließender Ruhephase, wird auch als Festlegungsfrist bezeichnet.

Wenn Arbeitnehmer die Vermögenswirksamen Leistungen nutzen, um in einen ETF-Sparplan zu investieren, können sie sowohl von den Vorteilen eines Sparplans, wie dem Cost-Average-Effekt2, als auch von den Renditechancen an den Kapitalmärkten profitieren und somit mehr aus den Vermögenswirksamen Leistungen herausholen. Prinzipiell kann der ETF, der über die Vermögenswirksamen Leistungen bespart wird, von jedem Anleger nach den eigenen Investmentvorlieben ausgewählt werden, der ETF muss jedoch laut gesetzlichen Vorgaben einen Aktienanteil von mindestens 60 Prozent haben. Hinzu kommt auch noch, dass eine Depotbank benötigt wird, die den gewünschten ETF in einem VL-Sparplan anbietet.

Bei der Auswahl des VL-fähigen ETFs sollte außerdem daran gedacht werden, dass während der Festlegungsfrist keine Änderungen am Sparplan möglich sind, ohne die Arbeitnehmersparzulage zu verlieren. Das heißt, es ist weder möglich, Geld aus dem Vertrag abzuziehen, noch den besparten ETF zu wechseln. Dies geht nur, wenn der Vertrag für die Vermögenswirksamen Leistungen entweder ganz aufgelöst wird oder ruht und ein neuer Vertrag eröffnet wird. Mit einem neuen VL-Vertrag kann auch wieder ein neuer VL-fähiger ETF gewählt werden. Daneben ist es auch möglich, nach dem regulären Ende eines VL-Vertrags direkt einen neuen abzuschließen. So kann der Sparzeitraum ausgeweitet werden und auch die Zuschüsse von Staat und Arbeitgeber werden weiterhin bezahlt. Da man so die Vermögenswirksamen Leistungen auch über einen längeren Zeitraum als 6 Jahre hinweg nutzen kann, können VL-ETF-Sparpläne auch als Baustein für die Altersvorsorge dienen.

ETFs im Versicherungsmantel

Eine andere Möglichkeit, um mit staatlicher Förderung fürs Alter vorzusorgen, bieten ETFs im Versicherungsmantel.

ETF-Versicherungspolicen können trotz der längeren Haltedauer flexibler sein als VL-fähige ETF-Sparpläne, da es je nach Anbieter, bei dem der Vertrag abgeschlossen wurde, in der Ansparphase möglich ist, eine einmalige Zuzahlung zu leisten oder die ETFs, in die investiert wird, nach den eigenen Vorlieben auszuwählen und auch im Laufe der Zeit zu wechseln. Während zudem bei einem normalen ETF-Sparplan bei jeder Umschichtung des Depots die Abgeltungssteuer auf aus dem Verkauf erzielte Gewinne anfallen würde, ist dies bei ETFs im Versicherungsmantel nicht der Fall.3

Weiterführende Informationen rund um das Thema Sparplan


1Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.
2Durchschnittskosteneffekt: Wer regelmäßig spart, senkt seinen durchschnittlichen Einstandspreis.
3DWS gibt keine Steuerberatung. Die steuerliche Behandlung hängt von den individuellen Umständen ab und kann sich in der Zukunft ändern.

Bildquellen: Xtrackers, prasit2512 / Shutterstock.com