Ausgewogen Anlegen mit ETFs

Inhaltsverzeichnis

Mit Core-ETFs die ganze Welt im Depot abbilden

Diversifizierung mit ETFs

Mit Hilfe von ETFs ist es einfach, das eigene Investment breit zu streuen. Mit dem Kauf von nur wenigen ETFs kann eine Streuung über verschiedene Länder oder Anlageklassen erzielt werden, für die sonst viele verschiedene Einzelwerte gekauft werden müssten. Für den Kern eines Portfolios sind ganz besonders Core-ETFs geeignet, wie sie auch von Xtrackers angeboten werden. Die Xtrackers Core-ETFs sind eine Palette physisch (direkt) replizierender ETFs mit niedrigen jährlichen Pauschalgebü̈hren ab 0,07% p.a. Sie sind einfach zu nutzende Instrumente, die Investoren einen kostengünstigen Aufbau langfristig ausgerichteter Portfolios ermöglichen. Die Xtrackers Core-ETFs bilden führende Marktindizes ab und bieten so den Zugang zu den wichtigsten Aktien- und Anleihenmärkten. Darüber hinaus umfasst die Xtrackers Core-ETF-Palette unterschiedliche – auch thesaurierende und wä̈hrungsgesicherte – Anteilsklassen. Dadurch können sich Investoren viele Optionen eröffnen, um ihre langfristigen Spar- und Anlageziele zu erreichen. Die Xtrackers Core-ETFs kö̈nnen als kosteneffiziente Bausteine von Multi-Asset-Portfolios dienen und eignen sich, um kostengünstig ein breit diversifiziertes Portfolio zu gestalten.

So kann beispielsweise mit dem Kauf von Anteilen des Xtrackers MSCI World UCITS ETF eine Streuung über aktuell rund 23 Industrieländer und mehr als 1.600 Einzelaktien erzielt werden. Der Xtrackers MSCI Emerging Markets UCITS ETF bietet eine Streuung über mehr als 1400 Aktien in aktuell 18 Schwellenländern. Somit können Anleger mit diesen beiden Indexfonds sowohl von den enormen Wachstumschancen der Schwellenländer profitieren, haben daneben aber auch noch die risikoärmeren Aktien aus den Industrieländern in ihrem Depot.

Perfekt ist die Diversifizierung damit aber noch nicht, da mit diesem ETF ausschließlich in Aktien investiert wird. Um das Risiko für das eigene Depot weiter zu streuen, sollten auch andere Anlageklassen berücksichtigt werden. Als Ergänzung zu einem Aktieninvestment werden oft auch Anleihen ins Depot geholt. Diese unterliegen meist weniger starken Schwankungen als Aktien und bieten außerdem regelmäßige Erträge in Form von Kuponzahlungen. Den allgemeinen Kurs- und Zinsrisiken bleibt allerdings auch ein breit gestreutes Depot ausgesetzt.

Mit wenigen ETFs in den globalen Rentenmarkt investieren

Die Auswahl von geeigneten Anleihen ist jedoch nicht ganz einfach, da auf die Bonität des Emittenten, die Laufzeit und die Stückelung geachtet werden muss. Bei vielen Anleihen ist ein Einstieg erst ab mehreren tausend Euro möglich, was ein breitgestreutes Anleiheinvestment für Privatanleger nahezu unmöglich macht.

Core-ETFs bieten auch hier wieder eine Alternative. Der Xtrackers Eurozone Government Bond UCITS ETF ermöglicht es Anlegern beispielsweise, in mehr als 300 verschiedene Staatsanleihen1 aus der Eurozone zu investieren. Auch auf das Rating2 der enthaltenen Rentenpapiere wurde geachtet: Der ETF enthält nur Papiere, die von Rating-Agenturen mit einer guten Bonität3 („Investment Grade“) bewertet werden. Das Pendant auf der Seite der Unternehmensanleihen ist der Xtrackers EUR Corporate Bond UCITS ETF. Er bildet die Entwicklung von mehr als 2000 auf Euro lautenden Unternehmensanleihen ab. So haben Anleger mit nur zwei ETFs den Löwenanteil des Euro-Anleihemarktes in ihrem Depot abgebildet.

Einfache und günstige Diversifizierung

Anleger, die sich die genannten ETFs ins Depot holen, sind somit an der Entwicklung eines Großteils des weltweiten Aktien- und Rentenmarkts beteiligt, ohne dafür tausende einzelne Wertpapiere kaufen zu müssen. Auch die Kosten liegen weit unter denen, die für eine halbwegs gleichwertige Diversifizierung mit Einzelpapieren aufgebracht werden müssten. Beim Xtrackers Eurozone Government Bond UCITS ETF liegt die Pauschalgebühr lediglich bei 0,09 % pro Jahr, beim Xtrackers MSCI World UCITS ETF beträgt sie 0,19% pro Jahr.

Arbeitsaufwand und finanzieller Aufwand sind somit gegenüber einer selbst vorgenommen, aktiven Diversifizierung sehr gering, der erzielte Effekt ist allerdings gleich: Durch die breite Streuung werden Verlustrisiken begrenzt und Renditechancen erhöht, da die über die ETFs gehaltenen Einzelwerte nicht alle den gleichen Risikofaktoren unterliegen und daher anders auf verschiedene Marktgegebenheiten reagieren. Allerdings sollten Anleger beachten, dass sie dennoch grundsätzlich den allgemeinen Risiken an Aktien- und Rentenmärkten ausgesetzt sind.

Weiterführende Informationen rund um Xtrackers Core-ETFs


1 Schuldverschreibungen, mit denen Staatsausgaben finanziert werden
2Bonitätsnote für eine Schuldverschreibung
3Rating-Taxonomie in verschiedenen Abstufungen. „Investment Grade“ steht für gute Bonität

Portfolio ETFs – der Motor für Ihr Portfolio

Für Anleger, die ihr Depot diversifizieren möchten, dabei allerdings die Auswahl von Einzeltiteln oder einzelnen ETFs scheuen oder schlicht keine Zeit haben, um sich umfassend über die in Frage kommenden Titel zu informieren, bietet Xtrackers mit dem Portfolio UCITS ETF und dem Portfolio Income UCITS ETF zwei interessante Produkte an. Die Portfolio-ETFs von Xtrackers haben das Ziel, Anlegern das Investieren möglichst leicht zu machen, indem sie ihr Vermögen unkompliziert in eine größere Anzahl von Aktien- und Anleihe-ETFs anlegen können.

Der Portfolio UCITS ETF 1C verfolgt eine Strategie, die auf Renditeoptimierung abzielt und daher potenziell einen größeren Anteil von Aktien-ETFs beinhalten kann als der mehr sicherheitsorientierte „kleine Bruder“ Portfolio Income UCITS ETF 1D, der mit einem größeren Anteil an Anleihe-ETFs zudem regelmäßige Ausschüttungen vornehmen kann.

Ein Strategiekomitee unter der Leitung von Dr. Andreas Beck (Dipl.-Mathematiker / Index Capital GmbH) tritt mehrmals jährlich zusammen, um die Zusammensetzung beider Portfolio-ETFs von Xtrackers anhand der aktuellen Marktsituation und der erwarteten Marktentwicklungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Der Portfolio UCITS ETF verfolgt eine Strategie, die auf Renditeoptimierung abzielt und daher potenziell einen größeren Anteil von Aktien-ETFs beinhalten kann als der mehr sicherheitsorientierte Portfolio Income UCITS ETF, der mit einem größeren Anteil an Anleihe-ETFs zudem regelmäßige Ausschüttungen vornimmt.1

Beide Portfolio ETFs verfolgen das Ziel, eine maximale Rendite bei gleichzeitiger Risikobegrenzung zu erzielen. Dabei liegt der Fokus auf Wertpapieren, die selbst einen regelmäßigen Ertrag erwirtschaften: Dies sind hauptsächlich dividendenstarke Aktien und Anleihen. Diese Wertpapiere bieten durch Dividenden und Zinsen eine eigenständige Ertragskraft zusätzlich zu den Erträgen aus Kursgewinnen. Insgesamt enthält der Portfolio-ETF tausende an Einzeltiteln – und damit um ein Vielfaches mehr jedes Privatdepot mit einer noch so guten Diversifizierung. Anleger sollten aber beachten, dass sie wie bei jeder anderen Kapitalanlage zum Beispiel Kurs- und Zinsrisiken unterliegen.

Erfahren Sie im Video mit Herrn Dr. Beck, worin die Ziele der Portfolio-Strategie liegen und was diese so besonders macht.


1Investitionen unterliegen Risiken so u. a. den allgemeinen Marktrisiken in Bezug auf den jeweiligen zugrunde liegenden Index. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.

Faktor-ETFs

Das bieten Faktor-ETFs

Factor Investing basiert auf der Annahme, dass die Aktienauswahl anhand verschiedener Faktoren, wie beispielsweise Value, Quality, Momentum und Minimum Volatility, langfristig betrachtet zu einer besseren Wertentwicklung als traditionellen Vergleichsindex führen kann. Bei herkömmlichen Indizes werden die Aktien anhand ihrer Marktkapitalisierung gewichtet, um die Marktentwicklung abzubilden, das sogenannte Beta. Dagegen haben ETFs, die Faktor-Investing nutzen, das Ziel, den Anlageerfolg durch den Einsatz von Faktoren zu verbessern und eine langfristig bessere risikoadjustierte Wertentwicklung als die reine Markt-Benchmark zu erzielen. Beim Faktor Value wird z.B. in Titel investiert, die auf Basis von Fundamentaldaten wie Kurs-Gewinn-Verhältnis1 oder Kurs-Buchwert-Verhältnis2 als unterbewertet gelten. Dagegen werden bei Minimum Volatility-Strategien Aktien mit Hinblick auf geringsten Indexkursschwankung ausgewählt. Zudem können auch Dividenden- und Nebenwerte (sog. „Size“ Faktor)-Strategien als Aktienfaktoren aufgefasst werden, weil auch hier die Auswahl der Indexmitglieder nach einem besonderem Styl erfolgt. Eine Besonderheit sind gleichgewichtete Aktienindizes, hier geht es viel eher um eine alternative Gewichtung mit dem Ziel, eine verbesserte Risikostreuung im Index als die Benchmark zu erzielen.

Unterschiedliche Entwicklung in verschiedenen Marktphasen

Da die Faktoren sich in verschiedenen Marktphasen unterschiedlich entwickeln, kann es für Anleger interessant sein, entsprechende Schwerpunkte mit bestimmten Faktorfonds zu setzen. So haben sich z.B. in einem Szenario mit anziehender Inflation und steigendem Wirtschaftswachstum die Faktoren Minimum Volatility3 und Value4 geeignet. Bei rückläufiger Inflation waren dagegen Value und Momentum5 tendenziell vorzuziehen. Wichtig ist auch die historisch betrachtete geringe bis negative Korrelation6 der Renditen untereinander, weshalb sich durch eine dynamische Kombination von Faktoren die Risikostreuung im Portfolio verbessern lässt.

Länder- und Sektoren-ETFs sind vielen Anlegern schon länger bekannt. Faktor-ETFs bieten eine weitere Möglichkeit der Risikostreuung in einem Depot. Sie etablieren sich daher langfristig als wichtiger Baustein in der Portfoliokonstruktion. Durch den Einsatz von Faktor-ETFs haben Anleger zudem den Vorteil, dass sie flexibel ein individuelles Portfolio aus verschiedenen Faktoren zusammenstellen können, je nach Markteinschätzung und Risikoneigung.

Was gilt es zu beachten?

Auch wenn langfristig ein Mehrertrag gegenüber klassischen Markt-Benchmarks angestrebt wird, kann dies nicht in jeder Marktphase erreicht werden. Anleger sollten also beachten, dass es auch Phasen geben kann, in denen sich bestimmte Faktoren schlechter als der breite Markt entwickeln. Obwohl Faktorindizes breit gestreut sind, nutzen sie quantitative7 und fundamentale Ansätze8, die die Komplexität solcher Produkte im Vergleich zu Benchmarkindizes deutlich erhöhen. Diese Komplexität und die Transparenz variiert insbesondere auch je nach Fondsanbieter. Die DWS arbeitet vorwiegend mit dem Indexanbieter MSCI an Faktorindizes zusammen um ein hohes Maß an Transparenz und Repräsentativität zu bieten. Allgemein gilt aber: Faktor-ETFs sind auch nur für Investoren geeignet, die ein entwickeltes Verständnis der Finanzmärkte und der Fundamentalanalyse aufweisen.

Die DWS bietet eine breite Palette an Aktien-ETFs auf verschiedene Faktoren an, mit unterschiedlichen geographischen Schwerpunkten. Für den europäischen Aktienmarkt werden zum Beispiel ETFs auf die Faktoren Value9, Minimum Volatility10 (zum Beispiel Xtrackers MSCI Europe Value UCITS ETF) und Nebenwerte11 angeboten. Für den globalen Aktienmarkt bietet die DWS Investments auf die Faktoren Minimum Volatility12, Momentum13, Quality14 und Value15 an (zum Beispiel MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF), sowie verschiedene Dividenden16-ETFs.

Weiterführende Informationen finden Sie unter xtrackers.de


1Kurz „KGV“. Kennzahl, die den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu dem in einem bestimmten Zeitraum bestimmten oder erwarteten Gewinn pro Aktie setzt.
2Kurz „KBV“. Kennzahl, die den Kurs einer Aktien ins Verhältnis zum bilanziellen Buchwert eines Unternehmens pro Aktie setzt.
3Faktor, der Aktien anhand deren Kursschwankungen selektiert.
4Faktor, der Aktien anhand deren Werthaltigkeit bzw. Bewertung selektiert.
5Faktor, der Aktien anhand deren Kursentwicklung in einem bestimmten Zeitraum selektiert.
6Stärke des Gleichlaufs der Kurse verschiedener Wertpapiere.
7Quantitative Ansätze arbeiten bei der Aktienauswahl mit großen Datenmengen und mathematischen Formeln.
8Fundamentale Ansätze stellen Unternehmenskennzahlen in den Mittelpunkt der Aktenauswahl.
9Faktor, der Aktien anhand deren Marktbewertung selektiert.
10Faktor, der Aktien anhand deren Kursschwankungen selektiert.
11Aktien kleiner und mittelgroßer Unternehmen.
12Faktor, der Aktien anhand deren Kursschwankungen selektiert.
13 Faktor, der Aktien anhand deren Kursentwicklung in einem bestimmten Zeitraum selektiert.
14Faktor, der Aktien anhand spezifischer Qualitätskriterien selektiert.
15Faktor, der Aktien anhand deren Werthaltigkeit selektiert.
16Gewinnausschüttung von Unternehmen an ihre Anteilhaber (Aktionäre)

Bildquelle: Xtrackers, Melpomene/ Shutterstock.com