Am deutschen Aktienmarkt orientierten sich die Kurse auf der Indexebene südwärts. Der DAX sank um 0,24 Prozent auf 24.025 Punkte. MDAX und TecDAX verloren 0,90 respektive 0,75 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es jedoch 59 Gewinner und lediglich 42 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen überwog mit 63 Prozent. Der Volatilitätsindex VDAX sackte um 1,01 Punkte auf 17,47 Zähler ab. Deutlich unter Druck standen Softwareaktien. Der entsprechende Sektorindex sackte um 6,96 Prozent ab. Hier belasteten schwache US-Vorgaben vom Vortag und die Sorge, dass der Bereich der KI vielen Softwarekonzernen Konkurrenz machen könnte. Indexschwergewicht SAP brach als Schlusslicht im DAX um 6,96 Prozent ein und verzeichnete damit den größten Tagesverlust seit dem Jahr 2020. Charttechnisch verlor die Aktie den Kampf um die 200-Tage-Linie. Sartorius haussierte an der DAX-Spitze nach einem positiven Analystenkommentar um 7,41 Prozent.
An der Wall Street verbesserte sich der Dow mit gestiegenen Zinssenkungserwartungen nach der Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten um 1,10 Prozent auf 44.459 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 zog um 1,33 Prozent auf ein neues Rekordhoch bei 23.839 Zähler an. 79 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen betrug ebenfalls 79 Prozent. Es gab 145 neue 52-Wochen-Hochs und 29 Tiefs. Der US-Dollar stand gegenüber allen anderen Hauptwährungen unter Druck. EUR/USD kletterte gegen Ende des New Yorker Handels um 0,50 Prozent auf 1,1674 USD. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries verbesserte sich um einen Basispunkt auf 4,29 Prozent. Gold handelte an der Comex 0,15 Prozent tiefer bei 3.400 USD. Der Preis für WTI-Öl fiel um 1,17 Prozent auf 63,21 USD.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 1,09 Prozent fester bei 212,61 Punkten. Der Nikkei 225 in Tokio kletterte um 1,36 Prozent und markierte ein neues Rekordhoch. Der S&P Future notierte zuletzt kaum verändert. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (24.145) ein Handelsstart im Plus erwartet.
Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die finalen deutschen Verbraucherpreisdaten für den Juli. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Brenntag, E.ON, Porsche Automobil Holding SE, Evotec, Vestas Wind Systems, Springer Nature, Thyssenkrupp Nucera, Jenoptik, Renk, Sixt, Tui und Wienerberger.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| SB0B2K | Long | SAP | Faktor: 3 |
| SQ72NP | Short | SAP | Faktor: -3 |
Europas Börsen punkten bei Investoren
Zinssenkungen der EZB, höhere Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur, Konzerne in Topform: Mit dieser Gemengelage punkten Europas Börsen bei den Investoren. Wenngleich längst nicht alle Probleme gelöst sind, für Anleger könnten sich auf dem alten Kontinent – sowohl in Einzelwerten als auch mit marktbreiten Lösungen – weiterhin Chancen bieten.