19.03.2017 17:15
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So investiert man in Bitcoins

Drei Wege: So investiert man in Bitcoins | Nachricht | finanzen.net
Drei Wege
Bitcoins bleiben weiter beliebt bei Anlegern und Spekulanten, daran ändern auch Rückschläge durch Hackerangriffe nichts. Doch wie gelangt man eigentlich in den Besitz der Digitalwährung?
Bitcoins zeigten in den vergangenen Jahren eine ansehnliche Performance. Allein 2016 hat der Bitcoin-Kurs um mehr als 126 Prozent zugelegt. Bitcoins waren damit mit Abstand die Währung mit dem besten Wertzuwachs. Schon in den Jahren 2015 und 2013 waren Bitcoins die sich am stärksten entwickelnde Währung überhaupt. Eine der Hauptursachen hierfür waren die Kapitalverkehrskontrollen in China, die sich mit Hilfe des Kryptogelds umgehen lassen, weil dieses nicht von Staaten kontrolliert wird.

Erster Schritt: Das Wallet

Angesichts dieser Performance wächst bei vielen Anlegern das Interesse an der Kryptowährung. Doch wie kann man Bitcoins eigentlich kaufen oder verkaufen? Dazu gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten: Bitcoin-Handel, Bitcoin-Wechselstuben oder Offline-Käufe.

Grundvoraussetzung für die Nutzung von Bitcoins ist dabei der Besitz einer elektronischen Brieftasche. Ein solches Wallet kann etwa über Bitcoin.org eingerichtet werden und ähnelt einem Girokonto bei der Bank, weil mit ihm Bitcoins empfangen oder Überweisungen getätigt werden können. Dabei unterscheidet sich das Überweisen von Bitcoins grundsätzlich nicht von einer Banküberweisung, nur wird statt von einer Kontonummer von einer Empfangsadresse gesprochen. Weil die Digitalwährung jedoch ohne eine Zwischeninstanz direkt von Person zu Person verschickt wird, sind die anfallenden Gebühren geringer als bei Banken.

Für die alltägliche Nutzung eignet sich eine Bitcoin-Wallet auf dem Smartphone, möglich ist aber auch ein Wallet nur für Online-Zahlungen auf dem PC oder Tablet. Nach dem Download und Installieren eines Bitcoin-Wallets sollte dieses mit einem starken Passwort, einer sogenannten Passphrase, gesichert werden. Dieser Zugangs-Code muss dann künftig vor jeder Transaktion angegeben werden.

Bitcoin-Handel

Wer Bitcoins kaufen möchte, kann dies zum einen online auf einem sogenannten Bitcoin-Marktplatz wie Bitcoin.de oder CleverCoin.com tun. Hier handeln die Benutzer direkt miteinander, so dass sich der Preis in gewisser Weise durch Angebot und Nachfrage ergibt, was in der Regel für einen relativ niedrigen Kurs sorgt. Auf diesen Marktplätzen stellen die angemeldeten Nutzer ihre Angebote zum Kauf oder Verkauf von Bitcoins mit einer anderen Währung ein. Ein Geschäft kommt dann zustande, sobald ein Angebot von einem anderen Nutzer akzeptiert wird.

Je nach Marktplatz verlangen die Betreiber eine geringe Gebühr für den Tausch, für die Einzahlung, und/oder für die Auszahlung des Geldes. Üblicherweise ist diese Gebühr jedoch geringer als die Preisdifferenz zwischen Kauf und Verkauf bei Wechselstuben.

Daneben können Bitcoins auch über Börsen wie Bitstamp oder BTC-e erworben werden. Während die Trades auf einem Marktplatz manuell abgewickelt werden - d.h. man muss selbst nach einem passenden Verkaufsangebot suchen - erfolgt der Handel an den Bitcoin-Börsen automatisiert. Hier muss nur noch angegeben werden, wie viele Münzen zu welchem Kurs gekauft bzw. verkauft werden sollen. Findet die Börse ein passendes Angebot, so kauft sie im Kundenauftrag die Bitcoins und schreibt diese dem Kunden anschließend gut.

Bitcoin-Wechselstuben

Die wohl unkomplizierteste Möglichkeit, Bitcoins online zu kaufen, bieten sogenannte Wechselstuben wie beispielsweise BTCDirect.eu oder Coinimal.com. Hier können Bitcoins - aber auch andere Digitalwährungen - zu einem bestimmten Preis direkt vom jeweiligen Betreiber erworben werden. Je nach Wechselstube werden verschiedene Zahlungsmöglichkeiten akzeptiert.

Solche Wechselstuben erwerben die Bitcoins, die sie dann weiterverkaufen, in der Regel bei einer Bitcoin-Börse. Dadurch sind die Gebühren hier üblicherweise auch höher als bei einem Direktkauf bei einem Handelsplatz. Dafür ist hier der Kauf einfacher, weil Kunden ihr Konto - zumindest bei kleineren Beträgen - nicht erst verifizieren müssen.

Offline-Käufe

Bitcoins müssen aber nicht zwangsläufig per Internet gekauft werden. Es gibt verschiedene Wege wie die Kryptowährung auch offline gegen Bargeld erworben werden kann. Verschiedene Plattformen wie beispielsweise Bitcoin-Treff.de vermitteln hierzu private Treffen mit Händlern in der Umgebung. Hierbei ist zu beachten, dass der Handel sehr anonym und unreguliert stattfindet.

Außerdem gibt es mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum regelmäßige Treffen, bei denen Bitcoin-Fans über die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der digitalen Währungen diskutieren. Ein solch direkter Austausch ist die wohl einfachste Möglichkeit, sich über Bitcoins, Blockchain - die Sicherheitstechnologie für Bitcoin-Transaktionen im Internet - und andere Kryptowährungen zu informieren. Und oftmals bietet sich bei diesen sogenannten Meetups auch eine gute Gelegenheit, Bitcoins zu kaufen.

Vereinzelt gibt es sogar Bitcoin-Automaten, an denen vor Ort Bitcoins gekauft werden können. Je nach Hersteller unterscheidet sich die Nutzung im Detail, das Prinzip ist aber ähnlich: Der Automat wird mit Bargeld gefüttert, danach wird der Wallet gescannt, um die Bitcoins in diesem virtuellen Geldbeutel auf dem Smartphone zu speichern.

Erster Bitcoin-ETF abgelehnt

Im Frühjahr 2017 hat der Bitcoin ein Allzeithoch nach dem nächsten markiert. Kurstreiber waren Spekulationen, dass die US-Börsenaufsicht SEC den ersten Bitcoin-ETF genehmigen und das Kryptogeld damit für breitere Anlegermassen zugänglich machen wird. Diese Hoffnung der Investoren hat sich jedoch nicht erfüllt. Am 10. März 2017 hat die SEC dem ersten Indexfonds eine Absage erteilt. Die Aufseher halten das Finanzprodukt aufgrund der mangelnden Regulierung des Bitcoin-Handels für zu manipulationsanfällig. Dies hatte den Bitcoin-Kurs zeitweise empfindlich gedrückt.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Alexander Kirch / Shutterstock.com, Carlos Amarillo / Shutterstock.com

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