Unterschätzte Gewinnbringer

Viele Unternehmen schütten Jahr für Jahr attraktive Dividenden an ihre Aktionäre aus. Gerade bei den ganz großen, etablierten Aktiengesellschaften liegt dabei die Dividendenrendite inzwischen deutlich über dem, was Festgeldkonten oder viele Staatsanleihen bieten.

Daneben sind Dividendenzahlungen auch für die Gesamtperformance einer Aktieninvestition deutlich wichtiger als oft vermutet: Langfristig machen sie rund ein Drittel der gesamten Wertentwicklung einer Aktienanlage aus. Betrachten wir zum Beispiel deutsche Aktien: Wer im Januar 2003 in den DAX investierte, konnte sich zehn Jahre später - trotz des massiven Kurseinbruchs im Jahr 2008 - über einen Gewinn von mehr als 150 Prozent freuen.

Dieser stolze Ertrag ergab sich jedoch nicht nur aus Kursgewinnen. Wesentlichen Anteil daran hatten auch die von den DAX-Unternehmen gezahlten Dividenden. Ohne diese hätten Anleger im gleichen Zeitraum "nur" knapp 100 Prozent Wertzuwachs erzielt.

Quelle: DWS Investments

Umgerechnet brachten also Aktien in dieser 10-Jahres-Periode ohne Dividenden eine durchschnittliche Jahresrendite von etwa sieben Prozent. Inklusive Dividenden ergab sich eine Traumrendite von fast zehn Prozent.

Auch bei Millionären hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass man Aktien als bislang unterschätzte Gewinnbringer stärker gewichten sollte. Seit 2014 sind Aktien mit über einem Viertel des investierten Vermögens die wichtigste Assetklasse, in die die Reichen anlegen. Dass dies die richtige Entscheidung war, zeigt das Wachstum ihres weltweiten Gesamtvermögens. Das stieg laut dem kürzlich veröffentlichten World Wealth Report 2015 der Unternehmensberatung Cap Gemini im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent auf 50,4 Billionen Euro, während die Zahl der Millionäre 2014 um 6,7 Prozent auf 14,6 Millionen Personen anstieg.

"Lange Zeit wurde der Dividende hierzulande keine allzu große Bedeutung beigemessen", sagt DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler, "sie war eher so etwas wie ein kleines Zubrot zu den Kursgewinnen." Diese Sicht habe sich in den letzten Jahren nachhaltig geändert. Die Gewinnausschüttungen geraten vor dem Hintergrund der extrem niedrigen Zinsen immer mehr in den Fokus der Anleger. Mit Aktienfonds wie dem DWS Top Dividende, die speziell auf dividendenstarke Titel setzen, können Anleger besonders einfach von den Gewinnausschüttungen der besten Aktien weltweit profitieren und so in Zeiten niedriger Zinsen eine alternative Ertragsquelle auftun.

Dividendenaristokraten

Unternehmen, die zu den Dividendenaristokraten zählen, schütten bereits seit Jahrzehnten zuverlässig eine Dividende aus, die jedes Jahr mindestens auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Kürzt ein Unternehmen seine Dividende oder setzt diese gar für ein Jahr komplett aus, darf es sich nicht mehr zum elitären Kreis der Dividendenaristokraten zählen.

Bei Anlegern, die auf regelmäßige Ausschüttungen setzen, sind die Dividendenaristokraten natürlich besonders beliebt. Außerdem haben sich diese Unternehmen auch über einen langen Zeitraum als wirtschaftlich solide und gesund erwiesen. Wäre das nicht der Fall, könnten sie die jährlichen Ausschüttungen gar nicht leisten.

In den USA können sich z.B. der Pharmakonzern Eli Lilly (Dividende seit 1885), die Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (Dividende seit 1890) und Colgate-Palmolive (Dividende seit 1895), der Ölgigant Exxon Mobil (Dividende seit 1908) oder auch der Siemens-Rivale General Electric (Dividende seit 1899) zum Kreis der Dividendenaristokraten zählen. Anleger können mit dem Fonds Deutsche Invest II US Top Dividend gezielt in diese und weitere Titel aus dem Reigen der amerikanischen Dividendenaristokraten anlegen.

Deutsche Konzerne können nicht auf eine so lange Dividenden-Historie zurückblicken. Doch auch hier gibt es Dividendenaristokraten. So zum Beispiel Siemens. Der Industriekonzern hatte seine Anleger 1987 mit einer Reduzierung der Dividende verärgert, dann aber im Anschluss seit 1988 jedes Jahr mindestens eine konstante Ausschüttung geleistet. Auch Fresenius, Fresenius Medical Care, Munich Re, Henkel, Beiersdorf, Bayer, Linde und SAP dürfen sich zu den deutschen Dividendenaristokraten zählen. Sie haben laut einer Studie der DZ Bank mindestens in den vergangenen zehn Jahren ihre Dividende stabil gehalten oder sogar erhöht. Das ist besonders bemerkenswert, da sie somit auch während der Finanzkrise ihre Dividenden nicht - wie etwa zwei Drittel der DAX-Konzerne gekürzt haben.

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