Discount-Zertifikate

Schnäppchenjagd für kühle Rechner

Discount-Zertifikate sind die mit Abstand beliebtesten Anlagezertifikate. Sie sind die ideale Anlageform für Seitwärtsbewegungen an der Börse, also für Zeiten stagnierender Kurse.

Selbst wenn eine Aktie oder ein Index kaum steigt oder sogar fällt, sind mit den entsprechenden Discount-Zertifikaten zweistellige Renditen möglich. Und wenn die Kurse in den Keller gehen, sorgt ein Risikopuffer bei Discount-Zertifikaten für einen vergleichsweise sanften Fall.

Dass sich Discount-Zertifikate in vielen Fällen lohnen, gibt es schwarz auf weiß. Mehrere Banken haben ausgerechnet: Über einen Zeitraum von vier Jahren haben mehr als 80 % aller beobachteten Papiere eine höhere Rendite erzielt als ihr Basiswert. Grund genug für alle Aktienanleger und -einsteiger, sich Discount-Zertifikate näher anzuschauen!

So funktionieren Discount-Zertifikate:

Ein guter Einstiegspreis ist keine Hexerei - der "Cap" macht's möglich

Jedes Discount-Zertifikat bezieht sich auf eine bestimmte Aktie oder einen bestimmten Index, zum Beispiel den DAX oder die Daimler Aktie. Das ist der so genannte Basiswert. Von ihm hängt die Wertentwicklung des Discount-Zertifikats maßgeblich ab. Der Kaufpreis des Zertifikates liegt immer unter dem aktuellen Kurs der Aktie oder des Indizes - deshalb der Name Discount, zu Deutsch "Preisabschlag".

Ist eine Aktie aktuell 40 Euro wert, könnte ein entsprechendes Discount-Zertifikat zum Beispiel für 33,50 Euro gekauft werden - die Aktie wird für den Anleger also billiger. Diesen Vorteil bezahlt der Anleger mit einer Begrenzung seines möglichen Gewinns: Zum Ausübungstag erhält er maximal einen zuvor festgelegten Höchstbetrag, auch "Cap" genannt. Das könnten in unserem Beispiel etwa 50 Euro sein.

Notiert die Aktie am Ausübungstag auf oder über dem Cap, dann wird der Höchstbetrag in bar gezahlt. Notiert der Kurs darunter, wird die Aktie geliefert (bei Indizes gibt es eine Zahlung in Höhe des Indexstandes oder in Form von Index-Zertifikaten).

Gewinn

Das sind Ihre Chancen:

Am Aktienmarkt tut sich wenig?

Schon dann sind Discount-Zertifikate in ihrem Element

Was macht Discount-Zertifikate so attraktiv? Sie kaufen eine Aktie oder einen Index günstiger ein, als sie aktuell an der Börse gehandelt werden. Welche Vorteile das bringt, lässt sich am einfachsten mit einem Beispiel demonstrieren.

Ein Discount-Zertifikat auf die XY-Aktie wird für 33,50 Euro erworben. Der Kurs der Aktie beträgt zu diesem Zeitpunkt 40 Euro - daraus ergibt sich ein Discount von 6,50 Euro oder rund 19,24 Prozent. Der Höchstbetrag, der zum Ausübungstag ausgezahlt wird, beträgt 49,73 Euro und wird Cap genannt.

Der maximale Gewinn eines Anlegers beträgt demnach 16,23 € bzw. 48,45 Prozent pro Zertifikat (Berechnungsbasis ist der Zertifikatspreis in Höhe von 33,50 der bezahlt wurde und der maximale Auszahlungsbetrag in Höhe des Cap).. Dies setzt jedoch voraus, dass der Wert der Aktie am Ausübungstag mind. 49,73 (Cap) erreicht hat. Steigt der Kurs der XY-Aktie in luftige Höhen - zum Beispiel auf 80 oder 100 Euro - ändert sich daran nichts. Das ist die Gewinnbegrenzung, der so genannte "Cap".

Rendite

Richtig interessant wird es, wenn sich der Wert der XY-Aktie bis zum Ausübungstag kaum oder gar nicht verändert. Angenommen, die Aktie ist dann 38 Euro wert: In diesem Fall hätte ein Aktienbesitzer einen leichten Verlust zu verbuchen. Der Besitzer des Discount-Zertifikates erhält dagegen die Aktie und freut sich über ein Plus von gut 13 Prozent - denn er hat die Aktie ja billiger gekauft!

Kurz: Dadurch, dass er einen "Cap" akzeptiert, sichert sich der Besitzer eines Discount-Zertifikates die Chance, geringe Verluste des Basiswertes in Gewinne umzuwandeln. Wohlgemerkt: Discount-Zertifikate sind nicht völlig risikolos. Aber auch bei Kurseinbrüchen haben sie gegenüber der Direktanlage einen Vorteil: den Risikopuffer.

Das sind Ihre Risiken:

Sie können auch Geld verlieren - aber der Discount ist ein gutes Ruhekissen

Fällt der Kurs des Basiswertes - Aktie oder Index - zum Ausübungstag unter den Wert bei Ausgabe des Zertifikats, wird dem Besitzer der Basiswert ausgeliefert. Im Klartext: Brechen die Märkte ein, können Sie auch mit Discount-Zertifikaten Geld verlieren, sofern der Basiswert unter dem Einstandspreis des Discount-Zertifikats fällt. Im Gegensatz zur Direktanlage wird der Fall jedoch abgebremst - der Discount wirkt als Risikopuffer.

Unser Beispiel: Das Discount-Zertifikat auf die XY-Aktie wird zu 40 Euro verkauft, der Kurs der Aktie liegt zu diesem Zeitpunkt bei 45 Euro. Bricht die Aktie ein und notiert zum Ausübungstag nur noch bei 30 Euro, verliert der Direktanleger 15 Euro oder rund 33 Prozent. Wer ein Discount-Zertifikat besitzt, muss dagegen nur 10 Euro oder 25 Prozent Verlust hinnehmen - auf dem Papier, denn ebenso wie der Direktanleger kann er die Aktie natürlich halten, bis die Kurse wieder anziehen.

Discount-Zertifikate bieten viele Vorteile in einem Zertifikat - und sind damit für viele Anlegergruppen attraktiv.

Was zu beachten ist:

5 Regeln für den Kauf von Discount-Zertifikaten

1. Wählen Sie eine solide Aktie oder konzentrieren Sie sich auf einen marktbreiten Index

Bevor Sie ein Discount-Zertifikat kaufen, beschäftigen Sie sich ein wenig mit dem Aktienmarkt. Entscheiden Sie sich für eine Aktie, der Sie Stabilität und ein angemessenes Wachstum zutrauen. Statt sich für eine einzelne Aktie zu entscheiden, können Sie sich auf einen bekannten, marktbreiten Aktienindex konzentrieren. Das Grundprinzip des Discount-Zertifikates ist immer gleich. Beim Index verzichten Sie zwar auf höhere Gewinne als bei einzelnen Titeln, dafür streuen Sie jedoch auch Ihr Risiko.

2. Prognostizieren Sie, wie sich Aktie oder Index entwickeln

Wichtig ist, dass die Aktie oder der Index am Ausübungstag über dem Höchstbetrag notiert. Dann wird das Discount-Zertifikat zum Höchstbetrag in Geld zurückgezahlt. Sie erzielen den maximalen Anlageerfolg. Sind die Aktie oder der Index Wackelkandidaten, drohen Ihnen möglicherweise Verluste.

3. Schaffen Sie sich einen Risikopuffer

Der Höchstbetrag entscheidet: Ihre Kurserwartung sollte sich im Höchstbetrag Ihres Zertifikates widerspiegeln. In unsicheren Zeiten ist es sinnvoll, einen niedrigen Höchstbetrag zu wählen. Gehen Sie lieber ein wenig auf Nummer Sicher. Das verringert zwar den maximalen Gewinn, bringt aber mehr Sicherheit.

4. Kaufen Sie Discount-Zertifikate von einem Experten

Entscheiden Sie sich bei Ihrem Discount-Zertifikat für einen Emittenten mit Know-how- Einen Emittenten, der Ihnen eine breite Palette von Discount-Zertifikaten anbietet, der jederzeit faire, handelbare Kurse stellt und mit seinen Informationen einen Rund-um-Service zum Thema aufgebaut hat.

5. Beobachten Sie den Kurs Ihres Discount-Zertifikates

Discount-Zertifikate sind keine Bundesschatzbriefe. Die Kurse von Discount-Zertifikaten hängen vor allem davon ab, wie sich die jeweilige Aktie oder der Index entwickelt. Sie verändern sich vom Kauf bis zum Ausübungstag. Beobachten Sie regelmäßig die aktuellen Kurse von Zertifikat und Aktie bzw. Index.

Für wen sind Discount-Zertifikate interessant?

Wann Sie auf Discount-Zertifikate setzen sollten

Discount-Zertifikate gibt es z.B. auf Aktien, Indizes, Rohstoffe und Währungen. Viele Discount-Zertifikate haben eine begrenzte Laufzeit, meist einige Jahre. Immer mehr werden aber auch auf unbegrenzte Zeit aufgelegt. Kaufen können Sie Discount-Zertifikate bei jeder Bank oder Sparkasse.

Die Statistik zeigt: Wer Discount-Zertifikate kauft, verliert seltener Geld als beim direkten Erwerb des Basiswertes. Deshalb sind Discount-Zertifikate optimal für alle Anleger, insbesondere für Einsteiger, die erste Schritte am Aktienmarkt machen wollen - und zugleich die Risiken beschränken möchten. Hohe Transparenz und ein stetig wachsendes Angebot machen die Anlage zusätzlich attraktiv.

Erfahrene Anleger können gezielt auf Discount-Zertifikate setzen, wenn sie sich eine bestimmte Meinung über einen Basiswert gebildet haben. Konkret: Wer richtig vorhersagt, dass sich der Kurs einer Aktie oder eines Index in absehbarer Zeit nur wenig verändert, kann Profit daraus schlagen. Denn mit dem Discount-Zertifikat winken auch dann Gewinne, wenn der Markt stagniert.

In jedem Fall gilt: Durch ihren Preisabschlag schneiden Discount-Zertifikate meist besser ab als der Basiswert. Nur wenn dieser sehr stark zulegt, sind Direktanleger die Gewinner. Aber auch dann bieten Discount-Zertifikate maximale Renditen.

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