Warum ist die Unternehmensbewertung so entscheidend für den Unternehmensverkauf?
Die Bewertung ist deshalb nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine strategische Frage. Käufer blicken vor allem auf die Fakten: Umsatzentwicklung, Gewinnmargen, Kundenstruktur, Marktposition und Wachstumspotenzial. Verkäufer hingegen neigen dazu, auch emotionale Werte wie die eigene Lebensleistung, die Loyalität von Mitarbeitern oder die Tradition des Betriebs stärker zu gewichten. Diese unterschiedlichen Blickwinkel können zu Spannungen führen.
Genau hier liegt die Bedeutung einer objektiven Unternehmensbewertung: Sie gleicht die Erwartungshaltung beider Seiten aus und "übersetzt" die Substanz und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens in belastbare Zahlen. Das schafft sowohl bei privaten Investoren als auch bei institutionellen Käufern Vertrauen und verhindert langwierige Diskussionen über unrealistische Preisvorstellungen.
Darüber hinaus eröffnet eine fundierte Bewertung Spielräume bei der Gestaltung des Kaufvertrags. Nur wer den echten Wert seines Unternehmens kennt, kann über Bestandteile wie Earn-Outs, Verkäuferdarlehen oder die Übernahme von Verbindlichkeiten souverän verhandeln. Die Unternehmensbewertung wird so zum Schlüssel für die gesamte Transaktionsstrategie.
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Durch welche Methoden lässt sich der angemessene Firmenwert ermitteln?
Im Zentrum stehen dabei drei Verfahren:
1. EBIT-Multiples aus Transaktionen
Hier wird der Unternehmenswert anhand von real erzielten Kaufpreisen ähnlicher Firmen berechnet. Ein typisches Vielfaches des EBIT (Gewinns vor Zinsen und Steuern) wird auf das Unternehmen übertragen. Diese Methode zeigt, was Käufer in der Praxis tatsächlich zahlen und gilt daher als besonders marktgerecht.
2. Trading Comparables
Bei diesem Ansatz wird das Unternehmen mit börsennotierten Firmen derselben Branche verglichen. Kennzahlen wie Umsatzmultiplikatoren oder EBITDA-Multiples dienen als Benchmark. Auch wenn kleinere Unternehmen meist niedrigere Multiples erzielen, bietet diese Methode eine wertvolle Orientierung.
3. Discounted Cash Flow (DCF)
Die DCF-Methode betrachtet die Zukunft: Hier wird der erwartete Cashflow über mehrere Jahre prognostiziert und auf den heutigen Wert abgezinst. Sie macht sichtbar, welches Potenzial im Geschäftsmodell steckt und eignet sich besonders bei Wachstumsunternehmen.
Neben diesen Verfahren spielen Faktoren, die den finalen Kaufpreis erheblich beeinflussen können, eine Rolle. Dazu zählen die Netto-Verschuldung des Unternehmens, Earn-Out-Regelungen, bei denen der Verkäufer abhängig vom zukünftigen Erfolg nachträglich Zahlungen erhält, oder auch Verkäuferdarlehen, die Teil des Kaufpreises werden können.
Ein fairer Firmenwert entsteht also nicht aus einer einzigen Berechnung, sondern aus der Kombination verschiedener Methoden und Verhandlungselemente. Die Herangehensweise mündet in einer Unternehmensbewertung, die für den Verkäufer attraktiv und für den Käufer nachvollziehbar ist.
Wie unterstützt Lux Point Partners beim Verkaufsprozess?
Die wichtigsten Leistungen im Überblick:
- Kostenloser Nachfolge-Check: Erste Analyse des Unternehmenswerts und Einschätzung der Verkaufsmöglichkeiten – unverbindlich und ohne Risiko.
- Zugang zu Investoren: Ein Netzwerk von über 10.000 geprüften Käufern erhöht die Chancen auf einen passenden und zahlungskräftigen Interessenten.
- Maßgeschneiderte Verkaufsstrategie: Von der Käuferansprache über die Verhandlungsführung bis hin zur optimalen Kaufpreisstruktur wird jeder Prozess individuell geplant.
- Komplette Begleitung: Unterstützung von der ersten Beratung bis zum Vertragsabschluss – alle Leistungen aus einer Expertenhand.
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