Die allgemeine Nachfrage nach passiven Anlagelösungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Kein Wunder also, dass auch immer mehr Anbieter in den ETF-Markt eingestiegen sind und nun mit einer Vielzahl von ETFs dieselben Indizes abdecken. Aus diesem Grund kann es immer wieder zur Schließung oder Zusammenlegung einzelner ETFs kommen. Insbesondere ETFs, welche für die Anbieter wegen ihres geringen Fondsvolumens nicht rentabel waren, sind davon betroffen.
Kommt ein neues Produkt auf den ETF-Markt, wird es meist mit besonders attraktiven Gebühren ausgegeben. Damit wollen die ETF-Anbieter eine kritische Masse an Käufern erlangen. Die Anbieter passen im Fall, dass ihre Taktik aufgeht, die ETF-Gebühren mit der Zeit einem höheren, rentableren Niveau an. Für Anleger ist das im Normalfall kein Grund zum Aufstand. Denn angehäufte Gewinne müssten sie schließlich bei einem Verkauf versteuern. Bleibt der neue ETF allerdings unterhalb der notwendigen Größe, wird dieser mit einem anderen Anlageprodukt verschmolzen oder häufig auch wieder geschlossen.
Wissenswert: Sie werden bestimmt nicht eines schönen Morgens aufwachen und feststellen müssen, dass Ihr ETF geschlossen wurde. Denn im Grunde hatten alle ETF-Schließungen eine Gemeinsamkeit: Sie kamen nicht überraschend. Eindeutige Anzeichen, dass eine Schließung bevorstand, gab es nämlich bereits im Vorfeld.